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Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach

Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach Wir behandeln Hunde, Katzen und kleine Heimtiere.

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Schönen guten Morgen …

Ja ja und ja.. alles was die Kollegen hier geschrieben haben kann ich nur bejahen!! Vor allem den Teil mit den Versicher...
10/01/2022

Ja ja und ja.. alles was die Kollegen hier geschrieben haben kann ich nur bejahen!! Vor allem den Teil mit den Versicherungen, denn Tiermedizin wird auch in der nächsten Zeit weiter teurer werden. Und es ist nicht die Aufgabe der Tierärzte dafür zu sorgen, dass sich jeder ein Haustier leisten kann. Es ist unsere Aufgabe die medizinische Versorgung nach bestem Wissen und Gewissen vorzunehmen. Aber nicht dabei auszubrennen oder als Fussabtreter herzuhalten.

Und deswegen auch nochmals DANKE an alle (meine) netten Kunden, für die dieses Wort selbstverständlich ist, denn zum Glück sind die deutlich in der Überzahl.

Warnung! Das Kliniksterben geht weiter!

Seit mindestens 2018 warnen verschiedene Tierärzte und tiermedizinische Institutionen vor der dramatischen Entwicklung in der tierärztlichen Notfallversorgung und leider ist keine Besserung in Sicht.

In den letzten 3 Jahren haben allein in NRW 12 von vormals 25 Tierkliniken ihren Klinikstatus abgegeben und damit die Möglichkeit diese 24/7 aufsuchen zu können.
Die verbliebenen 50% versuchen mit aller Macht das zu kompensieren und brechen unter dieser Last (fast) zusammen.

Hauptgrund für die immer häufigere Aufgabe des Klinikstatus‘ ist der Personalmangel in den Tierkliniken und die damit einhergehende Überforderung des verbliebenen Personals. Die Gründe für den Personalmangel sind vielfältig. Zum allgemeinen Fachkräftemangel kommen:
• Fehlende Work-Life-Balance
• Schlechte Bezahlung in Relation zur (akademischen) Ausbildung und Verantwortung
• Hoher physischer und leider auch immer mehr psychischer Druck
• Wechselndes Geschlechterverhältnis (steigender Frauenanteil, der aufgrund familiärer Verpflichtungen die Möglichkeiten für Nacht- und Schichtarbeit reduziert).

Was uns aber wirklich schockiert, ist die harsche Kritik, mit der sich die verbliebenen Kliniken viel zu häufig konfrontiert sehen. Liest man durch die Rezensionen der Tierkliniken auf Google, stößt man auf persönliche Angriffe und überhöhte Erwartungen. Es ist bemerkenswert, dass die Kliniken sich trotzdem diesem Druck täglich stellen (wohlgemerkt freiwillig).
Auch bei uns in der Praxis wird nahezu täglich über die Tierklinken geschimpft und dabei wahlweise die lange Wartezeit, das unfreundliche Personal, die zu junge oder zu unerfahrene Tierärztin in der Nacht, die hohen Kosten, die nicht sofortige Diagnostik oder die Dreistigkeit, das Tier zunächst aufnehmen zu wollen und vieles mehr, genannt. Die allermeisten Mitarbeiter unseres Teams waren bis vor kurzem in einer Tierklinik angestellt und wissen über diesen Druck unzufriedener Patientenbesitzer nur allzu gut zu berichten und sind nicht zu guter Letzt auch deshalb in eine Praxis gewechselt.

Daher möchten wir heute eine Lanze für alle noch verbliebenen Tierkliniken brechen und einmal Danke sagen. Danke, dass ihr euch täglich stellt. Danke, dass ihr nicht nur für unsere Patienten in der Nacht da seid, sondern im Zweifel auch für unsere eigenen Tiere. Danke, dass ihr noch nicht aufgegeben habt.

Seid auch ihr so lieb, nehmt es nicht als selbstverständlich hin, das ist es nämlich längst nicht mehr. Im Gegenteil, wir sind hier noch sehr privilegiert die Möglichkeit zu haben, innerhalb von 30min in einer Tierklinik sein zu können, auch wenn ihr dort ggf. nochmals Stunden warten müsst. In anderen Regionen in Deutschland muss man schon längst über 2 Stunden zu einer rettenden Anlaufstelle fahren.

Daher:
- Seid nett und freundlich, wenn ihr in einer Tierklinik seid. Ganz egal wie lange die Wartezeit ist.
- Sucht eine Tierklinik nur auf, wenn es sich um einen Notfall handelt.
- Nehmt, wann immer möglich zunächst einen bestehenden Ringnotdienst der Haustierärzte in Anspruch.
- Besucht vorher Erste-Hilfe-Kurse, um Notfälle richtig einzuschätzen und im Zweifel eurem Tier durch erste Maßnahmen das Leben zu retten, schon jetzt ist vielerorts wie beschrieben ein Tierarzt nicht innerhalb von 1-4 Stunden zu erreichen. Legt euch daher auch ein Erste-Hilfe-Set an.
- Wenn ihr nicht die Möglichkeit habt, MINDESTENS 3000€ für einen Notfall oder eine OP zahlen zu können, versichert euren Schützling. Bereits eine mittelgroße OP kann einen lebenslangen Versicherungsbeitrag amortisieren. Eine Tierklinik MUSS, um Ihren Betrieb aufrecht zu halten solche Beträge aufrufen, daher beschwert euch bitte auch nicht über die Kosten.

UND das allerwichtigste: zeigt eure Dankbarkeit den Leuten gegenüber, die das nach wie vor ermöglichen. Ihr bewegt damit so viel mehr als ihr denkt.

Daher teilt diesen Beitrag, kommentiert und erwähnt die Tierklinik, der ihr dankbar seid und lasst die Tierkliniken wissen, dass wir es nicht für selbstverständlich halten, dass diese nach wie vor für uns da sind.

Stellvertretend für alle Tierkliniken schon einmal Danke AniCura Bökelberg GmbH Tierklinik Aachen Dr. Staudacher, Tierklinik Hofheim Tierklinik Neandertal, Tierklinik Stommeln, Vetzentrum Köln u.v.m.
Aber auch Danke an alle Haustierärzte, die Ringnotdienste organisieren und sich diesen anschließen.

Traurig. Zum Glück habe ich eine große Menge ganz toller PatientenbesitzerInnen. Danke für jede Form der Hochachtung, di...
04/01/2022

Traurig. Zum Glück habe ich eine große Menge ganz toller PatientenbesitzerInnen. Danke für jede Form der Hochachtung, die Sie meinem Team und mir entgegenbringen, einfach mal Danke sagen ist wahnsinnig viel Wert. Es muss nicht immer die große Pralinenschachtel sein.

Angriff auf Tierärztin – Notdienstkrise auf traurigem Höhepunkt

Nach all den bundesweiten Horrorgeschichten hat es nun auch uns getroffen: Die notdiensthabende Tierärztin ist körperlich angegangen worden. Ist das der Anfang vom Ende? Wo führt uns die turbulente Notdienstsituation hin?

Zurück zum Anfang des Falles: eine Katze wird am 27.12. gegen 22.00 Uhr aufgrund eines möglichen Fremdkörpers im Magen-Darm-Trakt vorgestellt. Bereits nach 20 Minuten Wartezeit wird unsere tiermedizinische Fachangestellte wüst beschimpft. Sie weist die Besitzerin darauf hin, nicht in dieser Art mit ihr zu kommunizieren. Dennoch: das hat gesessen. Unsere Kollegin ist von einem solchen Umgang sprachlos, geschockt und gekränkt. In Anwesenheit der dazu stoßenden Tierärztin ist der Umgangston jedoch prompt wieder freundlich.

Medizinisch geht alles seinen Weg – der Fremdkörper wird diagnostiziert und der Patient chirurgisch versorgt. Im Laufe der Versorgung des Patienten offenbart sich unsere TFA der Tierärztin, erzählt ihr von dem Gespräch. Was sollten sie nun tun? Der Patient leidet – es muss eine Versorgung stattfinden. Um ein Hausverbot auszusprechen war es nun zu spät, der Patient ist bereits auf dem OP- Tisch.
Wir entscheiden im Verlauf der Therapie ein Gespräch mit der Besitzerin zu suchen.

Am Folgetag zeigt sich die Besitzerin freundlich und bedankt sich mehrfach. Die berechtigte Skepsis der Kolleginnen bleibt: war das ein Ausrutscher? Wo wird das hinführen? Wir lassen sich die Gemüter beruhigen, das Gespräch mit der Geschäftsführung ist für Anfang des Jahres angesetzt.

Die stationäre Therapie wird fortgesetzt. Leider war der Fremdkörper nicht das einzige Problem, davon hat sich der Kater zügig erholt. Die chronische Nierenerkrankung erfordert einige Tage stationären Aufenthalt, um die Prognose möglicherweise langfristig zu verbessern.
In all den Tagen erfolgten interne Gespräche und natürlich Gespräche mit der Besitzerin. Immer sehr vorsichtig, keiner möchte, dass sich der Vorfall wiederholt. Die Gesprächsform ist sachlich, bislang ist der Umgang vertretbar.

Während der Abholung am 31.12. hat die Besitzerin ihre Emotionen im Griff – Ihre Gesprächsform ist gewöhnungsbedürftig. Damit können wir umgehen, solange keine Beleidigungen vorkommen.

Die Gespräche mit dieser Besitzerin bleiben im Hinterkopf. Eine Mischung aus latenter Aggressivität und freundlicher Dankbarkeit. Die Kolleginnen denken an den Patienten: wir konnten ihn fürs Erste retten, alles andere rutscht erstmal weiter nach hinten.

Für die Kolleginnen geht der Dienst weiter.

Der Notdienst: überlaufen. Das Telefon steht keine 5 Minuten still.

Ein Viertel der Gespräche dreht sich um Termine für das neue Jahr, Floh- und Zeckenprophylaxe, Anfragen, ob wir wirklich die Notdienstgebühr abrechnen.

Das zweite Viertel handelt davon, ob die chronische Lahmheit heute vorgestellt werden muss oder ob die Dermatologin für eine Beratung im Hause sei – zusammengefasst also Fragen, die die Kolleginnen am Telefon einfach nicht beantworten können oder gar absurd sind.

Bei einem weiteren Viertel der Anrufe werden, z.B. Fragen zur Dosierung von Dauermedikamenten gestellt. Optimalerweise von Tieren, die wir nicht kennen am Silvestertag um 18:45 Uhr.

Schlussendlich das letzte Viertel der Anrufer. Auf die kommt es an, sie haben ein Tier in Not und brauchen dringend Hilfe. Für sie müssen wir erreichbar sein. Leider ist die Leitung häufig mit den anderen 75% der Anrufer belegt und lässt keinen Raum für akute und lebensbedrohliche Notfälle.

Alle diese Gespräche werden geführt, während man versucht ein Tier zu behandeln, ein Kunde vor einem auf die Behandlung wartet oder weitere Telefone klingeln – man fragt sich: ist das der lebensbedrohliche Notfall, den ich gerade nicht bedienen kann? Das zerrt an einem, das kostet Kraft.
Man hat kaum Zeit dem verpassten Anruf hinterher zu trauern. Es sind noch viele Patienten zu versorgen, es ist ein Marathon zwischen ambulanter Behandlung, Intensivpatienten auf der Station, Telefongesprächen und E-Mail schreibenden, die sich nicht vorstellen können, warum man im Notdienst nicht prompt antworten kann.

Es ist 20.00 Uhr. Die Schicht ist schon lange vorbei, die nächsten Kolleginnen haben bereits übernommen.

Während ein erstickender Hund mit einer Kehlkopflähmung zügig mit vereinten Kräften aus dem Auto, vorbei an einem weiteren Besitzer, in die Klinik getragen wird, fragt dieser, ob es noch lange dauert, er hätte nicht mehr so viel Zeit. Sein eigener Hund zeigt sich fröhlich und aufmerksam mit einer kaum wahrnehmbaren Lahmheit. Macht nichts, denkt man sich, sie wissen es vielleicht nicht besser.
Der erstickende Hund ist versorgt und stabilisiert, kann aber erstmal nicht allein bleiben – es bleibt also eine Kollegin bei ihm. Eine weitere wichtige Kraft für die ambulante Behandlung ist für die nächsten 2 Stunden sicher nicht mehr abrufbar. Sie schafft es eben noch Ihre Familie zu informieren, dass es nicht zum Silvesteressen nach Hause schafft. Mit etwas Glück wird sie um Mitternacht anstoßen können.

Währenddessen sind bereits mehrere Patienten mit Lappalien behandelt worden: die minimale Lahmheit, die unbedingt eine Röntgenuntersuchung möchte. Und wenn wir schon dabei sein, bitte noch eine große Blutuntersuchung und einen vollständigen Bauchultraschall, der Magen grummelt in letzter Zeit etwas. Der Hinweis, dass grundsätzliche Sachen im Tag und bestenfalls beim betreuenden Haustierarzt gemacht werden sollte, wird mit brummenden Kommentaren erwidert. Danach wartet schon der Hund mit Durchfall, ein bekannter Allergiker. Der Besitzer möchte das nun mal in der Klinik abklären lassen. Der Besitzer habe ja heute frei, daher hätte er Zeit für eine Abklärung. Bestenfalls bringt er noch einen Ordner voller Befunde der letzten 5 Tierärzte mit, die diesen Patienten bereits behandelt haben und durch den ständigen Tierarztwechsel nicht zu Ende diagnostizieren konnten. Er kann nicht verstehen, dass es in der Medizin nicht nur schwarz und weiß gibt, das kann ja wohl nicht so schwer sein eine Diagnose zu stellen! Erhöhte Gebühren? Kann ja auch nicht sein, er hatte schon zum Ende der Sprechstunde am Morgen angerufen und sei ja nicht seine Schuld, dass er erst so spät kommen konnte. Dass die Internistin gerade nicht im Haus ist und ihren freien Tag dafür nicht unterbricht, stößt auf bedingtes Verständnis.
Dann ist noch der Junghund, der mit wackelndem Zahn vorgestellt wird. Ein 6 Monate alter kleiner Terrier – von Milchzähnen beim Hund haben die Besitzer noch nie gehört, es sei schließlich ihr erster Hund. Sich zuvor mit gängigen und grundsätzlichen Hundethemen zu beschäftigen war ihnen bisher nicht in den Sinn gekommen. Zur entstandenen Rechnung über die Notdienstgebühr und einer klinischen Untersuchung gibt es noch Klärungsbedarf – die diensthabende Kollegin habe schließlich nur geguckt und sonst nichts gemacht.
Macht nichts, denkt man sich. Sie wissen es vielleicht nicht besser.

Den ganzen Tag sind die Kolleginnen auf den Beinen – ein verdienter Kaffee lässt schon Stunden auf sich warten. Doch keiner geht nach Hause zu seinen Liebsten bevor nicht alle Patienten adäquat versorgt sind. Nicht nur alle Therapiepläne müssen dauerhaft auf ihre Gültigkeit hinterfragt und umgesetzt werden. Auch brauchen alle Patienten einen individuellen Moment, mit Streicheleinheiten und Pflege. Ja, auch die Seele darf nicht vernachlässigt werden. All das passiert im Hintergrund – der wartende Kunde im Auto oder an der Rezeption kann das nicht wahrnehmen. Man schluckt unfreundliche und unfaire Fragen herunter – der nächste Patient ist nett, dankbar, wertschätzend. Das entspannt die Gesamtsituation.

Die nachtdiensthabenden Kolleginnen haben keine Zeit auf die Uhr zu gucken. Sie versuchen bestmöglich die Fragen nach Wartezeiten, Kostenvoranschlägen für Kastrationen und Terminen zu ignorieren. Die meisten Besitzer heute sind nett, viele davon kennen wir bereits seit Jahren, sie sind ausgesprochen dankbar und erinnern uns daran, warum wir so viel für unsere Patienten opfern. Doch der eine „Pöbler“, der keinen Gedanken daran verschwendet, wie lange die behandelnde Kollegin schon im Dienst ist, geschweige denn wann sie das letzte Mal gegessen oder getrunken hat, kostet zu viel Kraft. Macht nichts, denkt man sich, sie wissen es vielleicht nicht besser.

Die Silvesternacht geht so weiter, schwerkranke Tiere werden eingeliefert, wir hoffen, dass die stationären Kapazitäten eine Versorgung von allen Patienten hergeben. Das Gefühl jemanden abweisen zu müssen, möchte man niemandem zumuten – doch in dem Moment ist es das fairste für den Patienten. Der Tierarzt muss seinem Patienten gerecht werden.

Während die krampfende Katze mit einer Intoxikation versorgt wird, hören die Kolleginnen ein dezentes Feuerwerk. Beide Kolleginnen schauen sich ernüchternd an: frohes Neues. Die ganze Aufmerksamkeit gilt dieser jungen Katze, die jeden Moment versterben könnte.

Die Nacht war hart, für alle. Die nächste Schicht beginnt. Schon am Morgen steht das Telefon nicht still. Notfälle kündigen sich an, möchten aber erst zu ende frühstücken bevor sie losfahren. Sie haben allerdings nur zwischen 11.00 und 12.00 Uhr Zeit für die Notfallbehandlung, da sie danach Gäste empfangen. Die Nachfrage, ob sich dann um einen tatsächlich lebensbedrohlichen Notfall handelt, führt zu unfreundlichen Vorwürfen und einem plötzlichen Auflegen. Macht nichts, sie wissen es vielleicht nicht besser.

Man hält sich fest an die netten Kunden, die mehr als berechtigt den Notdienst aufgesucht haben und mehr als dankbar sind, dass man ihren Liebling versorgt hat. Sie bringen einem Wertschätzung, Freundlichkeit und Verständnis entgegen. Immer mehr Patienten sind versichert, das entspannt die Menschen und damit auch uns – wir können uns vollkommen auf das Wohlergehen unserer Patienten konzentrieren und können alles Notwendige dafür tun. Das füllt die Energietanks wieder etwas auf, das ist der Grund, warum man all das auf sich nimmt. Ein kurzer Schauer, gemischt mit etwas Wehmut überfliegt einen. Was wäre bloß ohne Notdienst aus ihnen geworden.

Nebenbei ruft unsere latent aggressive Besitzerin zum 8. Mal an, sie habe Fotos geschickt und wartet ungeduldig vor ihrem Rechner auf eine Antwort. Die diensthabende Tierärztin rät ihr in den Notdienst zu kommen, eine Einschätzung nur anhand der Fotos ist nicht möglich. Dem Kater geht es so weit gut, sie könne bloß keinen geeigneten „Leckschutz“ gewährleisten. Wie es sich später herausstellen sollte, war die OP-Wunde nicht beeinträchtigt, die Wundheilung verlief, wie erwartet, problemlos.

Vor Ort hat die Besitzerin sich im Griff, ist nicht unfreundlich. Im Gegensatz zu ihrem Kater, der nicht vorhatte, sich wehrlos einer Wundkontrolle zu unterziehen. Zu ihrem eigenen Schutz und um den Patienten nicht zu verletzen, wird der Kater fachmännisch gehändelt.

Dann kommt es zum Showdown: die Besitzerin mischt sich ein. Unsere diensthabende Tierärztin erklärt ihr, dass das Verletzungsrisiko bei einer bösen Katze zu groß sei und wir uns und die Katze schützen müssen. Die Besitzerin wird über den Behandlungstisch hinweg handgreiflich. Es folgt ein Moment der Stille. Zum Glück ist keiner großartig verletzt, doch die Sorge vor erneuter Eskalation ist groß.

Damit ist die Behandlung beendet. Die Besitzerin wird herausgebeten. Als ob ihr Lebensgefährte gewusst hätte, zu was sie fähig ist, machte er das Auto bereits für eine zügige Abfahrt bereit.

Die Geschäftsleitung und die Polizei werden informiert, sie raten zu einer Anzeige mit einem Hausverbot – gesagt, getan!

Was lehrt uns das? Der Großteil der Besitzer ist nett, verständnisvoll und wertschätzend. Doch es braucht nur einen Menschen, der das alles zu Nichte macht. Die Kolleginnen sind geschockt. Ist jemand verletzt? Nein. Keiner wird einen körperlichen Schaden davontragen. Doch wir sollten uns fragen, was in den Kolleginnen vor sich geht nach einem solchen Vorfall. Wir haben zuvor so oft weggesehen, nicht hingehört, versucht zu vergessen und verzeihen, denn: sie wussten es vielleicht nicht besser.

Aber in Wahrheit zerrt das an allen Kollegen/innen. Sie haben ihre Familie stehen lassen, obwohl sie vielleicht nicht mal mehr Dienst hatten. Sie haben Freunde versetzt und sich nicht um das eigene Wohlergehen gekümmert. Sie haben sich mehrmals nur an diesem Tag ungerechte Vorwürfe anhören müssen, waren bei jedem unnötigen Telefonat freundlich und zuvorkommend, immer lösungsorientiert und das Patientenwohl im Blick.

Doch zu viel ist zu viel!

Können wir es all den Kollegen/innen verwehren, sich diesem psychischen Druck nicht mehr aussetzen zu wollen? Wir sprechen nicht über kritische Patienten, deren Ergehen einem mit nach Hause begleitet und auch mal die eine oder andere Nachtstunde kostet. Wir sprechen nicht über die Traurigkeit, die einen begleitet, wenn es ein Patient nicht schafft, obwohl man alles Menschenmögliche getan hat. Irgendwie müssen sie es dem Besitzer beibringen, dass sein Familienmitglied verstorben ist – die Traurigkeit und Verzweiflung, die wir zu 100% nachvollziehen können, lässt über vieles hinwegsehen.

Wir verstehen, wenn Menschen um ihre Lieblinge besorgt sind und haben bisher mehr als es vielleicht nötig war über ein Fehlverhalten hinweggesehen. Schließlich kann unser Patient nichts für seinen Besitzer.

Damit ist jetzt Schluss. Wenn wir nicht riskieren wollen, dass Niedersachsen eine weitere Klinik im Notdienst verliert, muss sich was ändern. Solche Situationen kannten wir früher nicht, sowas ist in 20 Jahren an diesem Standort nicht vorgekommen. Mit zunehmend angespannter Notdienstsituation zeigen sich mehr Menschen, die ihr Benehmen schlichtweg nicht im Griff haben.

Natürlich dulden wir keinen physischen Angriff auf unsere Mitarbeiter/innen. Dieser Fall hat gezeigt, wozu das führen kann, wenn wir nicht frühzeitig eingreifen.

Die allermeisten Besitzer bleiben bitte genauso, wie sie sind: freundlich und zugewandt. Doch werden wir keinen Platz für Unfreundlichkeit, Beleidigungen oder sonstige psychische Angriffe dulden. Wir werden nicht zulassen, dass unsere Mitarbeiter/innen unter Druck gesetzt werden oder denen gedroht wird.

Für die, die das betrifft: Androhungen von schlechten Google Bewertungen, persönliche Hasstiraden in Facebookgruppen oder sonstige anonyme Bewertungsmöglichkeiten, um jemanden unter Druck zu setzen: unsere Mitarbeiter/innen sind nun stärker sensibilisiert worden sowas unter keinen Umständen zu akzeptieren oder es gar mit sich selbst auszumachen.

Unsere Mitarbeiter/innen sind unser höchstes Gut. Die allerbeste Klinikausstattung kann niemandem Helfen, wenn kein Mitarbeiter dafür zur Verfügung steht. Unfreundliche, provokative und aggressive Besitzer: Verinnerlichen Sie das.

Ohne die Aufopferung des Mitarbeiters, der vor Ihnen steht, kann Ihr Tier nicht versorgt werden. Wenn Sie Ihr Benehmen nicht im Griff haben, ist in unserer Klink kein Platz für Sie! Vergessen Sie nicht: alle Notdienste in Deutschland laufen am Limit: Ihr Benehmen könnte dazu führen, dass ihr Tier eines Tages außerhalb der normalen Zeiten nicht mehr versorgt werden kann!

So lange wir es zusammen schaffen den Notdienst aufrecht zu erhalten, werden wir weiterhin überdurchschnittliche Opfer bringen, um alle Patienten optimal versorgen zu können. Wir möchten um jeden Preis vermeiden, dass solche Menschen einen Notdienst nicht mehr möglich machen.
Unsere Klinik bestreitet den Notdienst seit nun mehr als 30 Jahren.
Trotz der kritischen personellen Situation in der Tiermedizin ist es uns ein persönliches Anliegen unsere Patienten 24 Stunden am Tag versorgen zu können.

Das soll auch weiterhin so sein, helfen Sie uns dabei, dass es auch so bleibt!🙏

https://klinik-fuer-kleintiere.de/angriff-auf-tieraerztin/
Foto: Dr. Carsten Vogt

#klinikfürkleintieresottrum #vetpassion #vettech #nieohnemeinteam #nomv #notdienstkrise #zuvielistzuviel

Adresse

Rathausstr. 44
Heidelberg
69126

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 11:00
18:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 11:00
16:00 - 18:00
Mittwoch 09:00 - 11:00
14:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 11:00
16:00 - 18:00
Freitag 09:00 - 11:00
14:00 - 16:00

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+4962214337999

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🎄🎁🎄 ADVENTSKALENDERTÜRCHEN NR. 18 🎄🎁🎄 Die @Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach versteckt sich im 18. Türchen. Ich bin gespannt was sie sich überlegt haben! Schaut doch mal auf ihrer Seite vorbei 🙂
💖🎄🎁 ADVENTSKALENDERTÜRCHEN NR. 18 🎁🎄💖 Ihr Lieben, ich freue mich, Euch heute verraten zu dürfen, dass unsere liebe Tierärztin Christine Bay von der Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach heute das Türchen in unserem Adventskalender öffnet. Ich habe Christine damals kennengelernt, als ich mit Lucy auf einem Schnuppertag der Rettungshundestaffel war. Bis heute sind wir immer sehr gerne in ihrer Praxis und auch alle meine drei Hunde freuen sich immer, Christine zu sehen und Leckerlis abzustauben. Von ganz klein bis ganz groß: Hier ist jeder gut aufgehoben. Danke Chris!
⛄️⭐⛄️ADVENTSKALENDER TÜRCHEN 18⛄️⭐⛄️ Heute gibt es ein tolles Gewinnspiel bei Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach ! Schaut vorbei und macht mit :) Viel Glück und einen schönen Tag :)
⛄️⭐⛄️ADVENTSKALENDER TÜRCHEN 18⛄️⭐⛄️ Heute gibt es ein tolles Gewinnspiel bei Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach ! Schaut vorbei und macht mit :) Viel Glück und einen schönen Tag :)
♥ ADVENTSKALENDER TÜRCHEN 17 ♥ Hallo Ihr Lieben, ich freue mich, dass Ihr heute bei meinem Adventskalendertürchen vorbeischaut! Um Euch die 🎄Vorweihnachtszeit 🎄 zu versüßen, gibt es etwas zu gewinnen! Unter allen Teilnehmern verlose ich jeden Tag: Ein Hundebuch, eine Pfeife/Clicker oder ein Longier-Tagebuch In den Lostopf hüpfen ist ganz einfach: • Schenkt meiner Seite Canis-Company - Hundeschule & Verhaltenstherapie Stuttgart...ein "Gefällt mir" • Kommentiert diesen Beitrag mit einem Foto Eurer Fellnase Zack, schon seid Ihr im Lostopf 🎄 Ihr könnt noch zusätzliche Lose bekommen, indem Ihr: • Diesen Beitrag teilt • Freunde verlinkt (Pro markiertem Freund 1 Zusatz-Los) Ich wünsche euch viel Glück! Das Gewinnspiel läuft bis zum 24.12.2020 um 19:00 Uhr. Am 24.12. werden alle Gewinner ausgelost und erhalten Ihre Geschenke gesammelt per Post.🥰🥰 Ihr könnt natürlich mehrmals gewinnen! Und morgen geht der Adventskalender nicht nur auf unserer Seite weiter sondern auch auf: Kleintierpraxis Heidelberg-Rohrbach Liebe Grüße Fiona ♥ Hundeschule & Spezialhundeausbildung Hundezentrum Stuttgart & Frankfurt www.canis-company.com Ultraschall Zahnbürsten für Hund & Halter https://canis-company.emmi-ultrasonic.de/ Großpudel vom Stuttgarter Rössle im FCI/VDH/DPK www.vom-stuttgarter-roessle.com Ich freue mich auf Ihre Bewertungen Google https://goo.gl/maps/NhUwxyMnFfRKZua9A Facebook www.facebook.com/CanisCompany/reviews Teilnahmebedingungen Um am Gewinnspiel teilzunehmen,muss der Facebookpost je nach Ausschreibung entweder kommentiert oder geliked werden. Nach Teilnahmeschluss eingehende Kommentare werden bei der Auslosung nicht berücksichtigt. Pro Teilnehmer nimmt nur eine übermittelte Anmeldung am Gewinnspiel teil. Es ist untersagt, mehrere Email-Adressen oder mehrere Facebook Profile zur Erhöhung der Gewinnchancen zu verwenden. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht auf Kunden des Veranstalters beschränkt und nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig. Sollte ein Teilnehmer in seiner Geschäftsfähigkeit eingeschränkt sein, bedarf es der Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters. Nicht teilnahmeberechtigt am Gewinnspiel sind alle an der Konzeption und Umsetzung des Gewinnspiels beteiligte Personen. Zudem behält sich der Betreiber vor, nach eigenem Ermessen Personen von der Teilnahme auszuschließen, wenn berechtigte Gründe vorliegen, beispielsweise(a) bei Manipulationen im Zusammenhang mit Zugang zum oder Durchführung des Gewinnspiels, (b) bei Verstößen gegen diese Teilnahmebedingungen, (c) bei unlauterem Handeln oder (d) bei falschen oder irreführenden Angaben im Zusammenhang mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel. Gewinn, Benachrichtigung und Übermittlung des GewinnsFolgende Preise werden vergeben: gemäß Bekanntgabe bei der jeweiligen Gewinnspielausschreibung.Die Ermittlung der Gewinner erfolgt nach Teilnahmeschluss im Rahmen einer auf dem Zufallsprinzip beruhenden Verlosung unter allen Teilnehmern. Ist das Gewinnspiel mit einer Aufgabe verknüpft, kommen ausschließlich diejenigen Teilnehmer in die Verlosung, welche die Aufgabe korrekt durchgeführt haben.Die Gewinner der Verlosung werden zeitnah in einem Kommentar unter dem Gewinnspielpost bekannt gegeben.Die Aushändigung des Gewinns erfolgt ausschließlich an den Gewinner oder an den gesetzlichen Vertreter des minderjährigen Gewinners. Ein Umtauschodereine Barauszahlung des Gewinns sind nicht möglich.Eventuell für den Versand der Gewinne anfallende Kosten übernimmt der Betreiber. Mit der Inanspruchnahme des Gewinns verbundene Zusatzkosten gehen zu Lasten des Gewinners. 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