Hundeschule Spürsinn

Hundeschule Spürsinn Professionelle Hundeschule in Thüringen

Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsproblemen durch individuelle Verhaltensberatung

Zwar zum tausendsten Mal, aber leider immer aktuell! ☝️😢https://www.facebook.com/1624404357840862/posts/3040916529522964...
22/06/2022

Zwar zum tausendsten Mal, aber leider immer aktuell! ☝️😢

https://www.facebook.com/1624404357840862/posts/3040916529522964/

Liebe Freunde und Unterstützer,
In letzter Zeit höre ich immer häufiger, dass Hunde - egal ob Welpen oder erwachsene Hunde - nach wenigen Tagen wieder in's Tierheim zurückgebracht werden, weil es "nicht klappt". Manchmal in Bezug auf die Menschen. Manchmal in Bezug auf bereits vorhandene Hunde oder Katzen oder oder oder.

Man kann den Menschen nicht in den Kopf schauen und viel Menschenkenntnis und ein gutes Bauchgefühl sind nötig, um einen passenden Adoptanten zu finden.

Hierzu ein paar grundsätzliche Dinge:
Hunde sind hochsoziale Beutegreifer, die klare Strukturen lieben und brauchen. Egal ob in Bezug auf den Tagesablauf oder in Bezug auf die Gruppe, bestehend aus Zwei- und Vierbeinern, in der sie leben. Ich schreibe hier bewusst nicht "Rudel". Ändert man einen dieser 2 Faktoren (Sozialpartner oder gravierende Änderung des Tagesablaufs oder des Umfelds) bringt dies erstmal das Hundeköpfchen durcheinander. Warum? Der Hund ist ein Gewohnheitstier. Manche mehr, andere weniger.

Stellt euch einen Hund vor, der viele Jahre im Tierheim verbracht hat (Bobby auf dem Foto saß fast ein Jahrzehnt im Tierheim). Auch wenn wir als vermenschlichende Individuen das Tierheim oft wie ein Gefängnis darstellen, ist es das Zuhause von Langzeitinsassen. Viele davon fehlt eine feste Bezugsperson, die sie den ganzen Tag um sich haben. Vielen von ihnen fehlt es an Ruhe und Entspannung durch einen bestehenden Stresspegel, aber Tierheimhunde haben trotzallem ihre eigene heile Welt im Zwinger oder in einem Innenraum. Sie haben ihre eigene Pflegerin, eigenen Pfleger oder Gassigänger, auf den sie sich freuen.

Fällt das alles weg und kommt so ein Hund nach 5 oder 10 Jahren aus dem Tierheim raus, ist dies nur für die sozialen Medien eine Rettung, die mit Likes überhäuft wird. Der Hund weiß nicht, dass er eine neue Chance bekommt. Für ihn ist es ein Wegfall seines kompletten sozialen Gefüges. Für ihn ist es keine Rettung, kein Start in ein neues Leben, sondern der Zusammenfall seines bisherigen Lebens, seiner Tagesabläufe und seines kompletten sozialen Gefüges.

Wie lang braucht so ein Hund, um sich einzuleben?
Bei den wenigsten Hunden rechnet man hier in Tagen. Bis die Hunde ganzheitlich angekommen sind und sich rundum wohl fühlen, ihr neues Leben genießen... vergehen Wochen, Monate und bei anderen Hunden auch mal ein Jahr.

Einen Hund nach 1 oder 2 Tag zurückgeben, weil es "nicht passt" ist keine Schande. Vielleicht besser früh als zu spät? Aber es ist auch kein Indiz dafür, dass der Hund unpassend ist. Vielmehr ein Fehlen von Konsequenz, Motivation und Durchhaltevermögen von Seiten des Zweibeiners.

Deswegen ist es mir ein absolutes Anliegen im Namen aller Tierheimhunde dieses Thema mal öffentlich anzureißen.

Bei Hunden gibt es kein "Wir probieren es mal" und ein "Der sitzt doch eh schon jahrelang. Wenn es nicht klappt ist es halb so schlimm." Ein Hund ist ein hochsoziales Individuum.

Mit jeder Rückgabe zum Tierheim und mit jeder neuen gescheiterten Adoption brecht ihr zwar nicht deren Herz (dafür sind Menschen nicht stark genug oder Hunde zu stark?), aber ihr brecht die kleine Welt dieser Hunde jedes Mal ein kleines bisschen in Stücke. Jeder weitere Adoptant hat es ein Stückchen schwerer.

Bitte seid nicht sauer, wenn ein Tierheim von euch erwartet, dass ihr den Hund 4 oder 5mal besucht. Seid nicht sauer, wenn ihr den Hund erstmal nur einen Nachmittag mit nach Hause nehmen dürft. Und vor allem: Geht in euch und überlegt euch, ob ihr wirklich das Durchhaltevermögen habt einem alten Tierheimhasen ein ZUHAUSE zu schenken. Ein Parkplatz auf Zeit bringt ihnen nichts... Das goldene Forever-Home wird im Kopf des Zweibeiners entschieden. Reines Mindset. Ich bin mit meinem Gnadenhof für verhaltensauffällige Hunde sozusagen am Ende der Adoptionskette. Wir sehen hier gebrochene Seelen, verbringen tausende Stunden damit Hunden wieder ein normales Leben zu schenken, ihren Stolz zurückzugeben bis hin zur letzten Ehre. Letzte Woche hat einer meiner Schützlinge nach 2 Jahren das erste Mal Streicheleinheiten eingefordert. 2 Jahre hat er einfach nur auf seinen Vorbesitzer gewartet, der alles andere als loyal zu ihm war. Er bekam bei uns die Zeit zu trauern und sich einzuleben, aber er bekommt auch jetzt noch die Zeit zu leben.

Wir freuen uns über Unterstützung:
paypal.me/listiversum
Habt einen schönen Abend ❤️

So wahr ...https://www.facebook.com/471263352905093/posts/3825471627484232/
20/12/2020

So wahr ...

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“
..Als ich damals über dem Flyer für unseren Verein saß und überlegte, was wir ausmachen, für was wir stehen möchten, fiel mir dieses -wie ich finde -wunderschöne Zitat von Antoine de Saint-Exupery ein.
Es passt zu dem, was wir tun, woran wir appellieren möchten.

Verantwortung, so ein großer Begriff.
„Abzugeben in verantwortungsbewusste Hände“ so oder ähnlich beginnen viele Verkaufs- oder Vermittlungsanzeigen.
Aber was sind verantwortungsbewusste Hände? Heisst es, dafür zu sorgen, dass das Tier seine Grundbedürfnisse erfüllt bekommt? Futter, Tierarzt, Erziehung,spazieren gehen und streicheln, also alles, was wir gemeinhin unter den Grundbedürfnissen verstehen. Aber ist das alles, was nötig ist?
Was ist, wenn es anstrengend wird, wenn trotz all unserem (gut gemeinten) Tun Probleme kommen? Was, wenn es hässlich wird? Wenn die Harmonie, die Vorstellung von unserem Ideal so sehr abweicht?

Wir haben eine Entscheidung getroffen, an der das Tier keine Chance hatte mitzuwirken. Es wurde nicht gefragt, ob es bei uns sein möchte. Nun ist es da und es nicht so, wie wir dachten. Nicht so, wie wir erwartet haben. Es erfüllt unsere Bedürfnisse nicht. Und wir lügen,wenn wir sagen, wir hätten keine Bedürfnisse, keine Erwartungen an unsere Tiere. Auch das ist menschlich und okay. Aber wir müssen lernen damit umzugehen, dass diese Erwartungen nicht erfüllt werden könnten. Wir haben uns kein Smartphone gekauft, welches wir nach unserem Belieben mit Apps bestücken können, was wir benutzerdefiniert gestalten. Apps, die „scheisse“ sind, löschen wir. Wenn wir ganz und gar nicht mit der Menüführung klar kommen, wird es halt verkauft und ein anderes Modell kommt daher.
Das Tier ist aber kein Smartphone. Und das Traurige daran ist, dass wir uns bei der Anschaffung eines Handys viel umfassender beraten lassen, als bei der Anschaffung unseres besten Freundes. Da werden Tarife verglichen und das Internet studiert. Beim Hund eher selten.Meist hat man die Rasse xy irgendwo gesehen, im TV, bei einem Bekannten, man wollte schon immer so einen. Richtig informiert, was für eine Rasse Chester ist und was er so mit sich bringt an Genetik, wird sich selten. Er ist doch aber so schön. Oder gar niedlich. Auch wenn man quasi täglich im www vor so genannten Qualzuchten gewarnt wird und die Aufklärung immer besser wird. Es entscheiden sich immer noch viel zu viele Menschen für Frenchi, Mops und Co. Ihrer ist doch freiatmend und gesund (Diagnose mittels Glaskugel). Und das er schnarcht ist doch normal und soooo süß.

Und jetzt war doch der richtige Zeitpunkt. Corona hat neben viel Unzufriedenheit auch zu viel Zeit geführt. Tierheime wurden leer (einfach vermittelbare Hunde), Züchter kamen kaum hinterher mit „Bestellungen“ , der Auslandstierschutz boomte. Denn die Menschen wollten diese Zeit füllen. Wieder war es ein Bedürfnis von uns, was befriedigt werden musste. Denn was ist nach Corona?

Oder was ist, wenn der bestellte Auslandshund nicht der Beschreibung entspricht? Wenn er am ersten Tag beisst, der undankbare Köter. Dann muss er zurück. Sofort. Denn so hat man sich das nicht vorgestellt. Die Katze im Sack kaufen, aber doch mit genauen Vorstellungen. Wie soll das funktionieren? Wählen wir unsere Partner auch im Katalog aus? Mit Beschreibungen von Dritten, ohne ihn vorher zu daten? Eher selten oder?
Beim Hund aber ist es gängige Praxis. Oft klappt es und es gibt auch guten Auslandstierschutz mit Sinn und Verstand. Aber leider zuviel schwarze Schafe. Wenn ich schon per blind Date bestelle, dann muss ich bereit sein, Konflikte ertragen zu können, Dinge auszuhalten und mit dem Tier zu erarbeiten. Dazu gehört auch das Management und Training, wenn der Hund beisst oder die Bude zerlegt oder nicht allein sein kann oder oder oder.
Sind kleine Kinder im Spiel, dann nehme ich keinen Hund mit unbekannter Vergangenheit, keinen, den ich nicht vorher über einen längeren Zeitraum kennen lernen kann. Alles ist andere ist unfair dem Tier und den Kindern gegenüber und gefährlich. Jeder seriöse Vermittler wird das unterschreiben.

Oder auch die Adoption von wissentlich schwierigen Hunden. Wir freuen uns über jeden Interessent, der ernsthaft ein Problemfell nehmen möchte. Aber bitte hört zu, wenn wir sagen, was auf euch zu kommt. Nickt es nicht nur ab und denkt insgeheim, dass es bei euch anders wird. Nehmt euch auch zu Herzen, wenn wir sagen, dass Hund xy auch euch höchstwahrscheinlich beissen wird oder es zumindest Tage geben wird, an denen er es versucht.
Und wenn wir fragen, ob ihr das dann aushalten könnt bzw bereit seid, Management zu betreiben, dann fragt euch wirklich, ob ihr das könnt bzw seid.
Wenn euch schon der Anblick des Hundes mit Maulkorb leid tut und ihr garnicht erwarten könnt, ihn abzunehmen, dann lasst die Finger von „solchen“ Hunden. Keiner von uns freut sich über verfrühte Bilder „oben ohne“. Denn wir erzählen euch das nicht, um euch oder den Hund zu ärgern, sondern weil wir unsere Tiere kennen und euch und damit auch sie schützen möchten. Was nutzt es, wenn es wieder zu einem Vorfall kommt, der Hund dann meist sofort zurück muss und einen weiteren Eintrag im Vorstrafenregister zu verzeichnen hat. Das bringt Niemanden etwas.

Aber wisst ihr, was etwas bringt?
Durchhalten, aushalten, Kompromisse annehmen und Konflikte er- und auch mal austragen können. Sich aus Komfortzonen zu bewegen und für den Hund da zu sein. Auch wenn er sich „scheisse verhält“ ,wenn er nervt, wenn er euch situativ einsam macht. Wenn ihr euch für ihn entschieden habt, dann steht das durch. Es gibt soviel Hilfsangebote, Trainer, Institutionen, Gleichgesinnte. Die nehmen euch die Verantwortung nicht ab, aber sie helfen. Vor Allem wenn sie sehen, dass jemand Hilfe annimmt und möchte. Und nicht an den kleinsten Hürden alles wegwirft und Ausreden sucht, um sich selber besser zu fühlen. Schließlich will man den Hund noch mit gutem Gefühl abgeben oder ins Jenseits befördern.
Sicherlich gibt es hin und wieder ausweglose Situationen, wo eine Umplatzierung unumgänglich und auch nicht verwerflich ist. Das gehört auch zum Leben. Aber es ist viel seltener als angenommen.
Und es ist ein schönes Gefühl, gemeinsam zu wachsen. Und es gehört dazu, dass manche Dinge ein Kompromiss bleiben werden, dass Management in gewissen Fällen lebenslang sein muss. Und das das okay so ist.

Leider gibt es immer weniger Menschen, die bereit sind, Opfer zu bringen. Aber immer mehr, die sich leichtsinnig Tiere anschaffen. Den Preis dafür bezahlt der Hund.

☝️!☝️!☝️
04/09/2020

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👍👍👍!!!https://www.facebook.com/100002690963270/posts/2770808146352190/
01/08/2020

👍👍👍!!!

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„Aus dem Hundehimmel gibt es keine Post oder du bis zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast *“

Wie geht es Buddy, hast du ein paar Fotos, wohnt er noch im Gehege oder hat er mittlerweile einen Innenplatz bekommen? Solche oder ähnliche Fragen bekommen wir ab und an, manchmal Jahre später nachdem man sich Buddy entledigt hatte.
Wohlgemerkt hatte Buddy einen Euthanasietermin. Er stand fest im Kalender, der Tierarzt war gefunden und Buddy lebt nur noch, weil unsere Orga ihn übernommen hat. Wie so oft kostenfrei oder mit lächelnd zugeschobenen 50 Euro.
Die Euthanasie von Buddy hätte übrigens mehr gekostet. Aber mehr möchte man nicht zahlen. Mehr kann man nicht zahlen. Und wenn sich keine kostengünstige Lösung findet, dann muss Buddy eben sterben.

Oft hören wir als Begründung, man hätte ja Verantwortung. Buddy hat das Kind gebissen, stellt eine Gefahr dar und das möchte man nicht verantworten. Soweit so gut und nachvollziehbar. Niemals sollte ein Kind bzw ein Mensch gefährdet werden, wenn es einfach nicht mehr geht. Wenn alles ausgeschöpft wurde. Aber Verantwortung tragen heisst nicht, sich nur des Tieres zu entledigen.
Irgendwann wurde Buddy ja mal angeschafft. Vielleicht war er der niedliche Welpe, der immer größer wurde und immer mehr ausser Rand und Band geriet. Anstatt ihn zu erziehen und ihm damit seinen Platz in der Familie zu ermöglichen, wartete man, bis nichts mehr ging. Manche Dinge verwachsen sich nämlich nicht einfach.
Oder er wurde über EbayKleinanzeigen vor 3 Tagen gekauft. Tja und nun beisst er. Der Verkäufer ist nicht mehr erreichbar, das Tierheim ist voll und auch die Weitervermittlung will nicht so gelingen. Und nun besitzen wir die Frechheit zu sagen, dass wir voll sind und nur noch mit Pensionsplätzen bei uns bzw bei Kollegen dienen können. Und die kosten nunmal Geld. Denn auch wir müssen Miete zahlen, unsere Brötchen kaufen und von etwas leben. Wir bezahlen Mitarbeiter, tragen Verantwortung für ein hohes Risiko, weil nicht nur ein Buddy in unserer Anlage sitzt. Weswegen wir auch keinen anderen, normalen Job mehr nachgehen können.
Wir (ich spreche jetzt mal für einige unserer Kollegen ;-)) arbeiten weit über das, was die meisten der abgebenden Leute bereit sind zu tun, richten unser Leben nach „diesen Hunden“ aus. Wir lassen uns attackieren und sind trotzdem wohlwollend mit ihnen. Sitzen Stunden beim Tierarzt und bezahlen diesen, reparieren Schäden, die die Hunde machen, putzen, kratzen Scheisse, die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Wenn man das alles summiert, sind die 20 Euro am Tag gering.
Natürlich kann nicht jeder soviel Geld über einen längeren Zeitraum ableisten. Aber bei vielen wird es erst garnicht versucht. Wenn von unserer Seite dann Ideen kommen (Flohmarkt, Dinge verkaufen, Bekannte fragen etc wird das alles abgetan). Manchmal werden die Leute sauer und drohen wieder mit der Euthanasie. Und manchmal sind wir erpressbar. Auch wenn wir sagen müssten, es ist nicht unsere Verantwortung, es ist nicht unsere Schuld.
Und auch wir müssen manchmal nein sagen, denn die Kapazitäten sind langsam erschöpft. Wie in den meisten Organisationen, die Buddys retten. So richtig geil ist es dann, wenn Buddys ExBesitzer ein paar Wochen später stolz in Fb Bilder seines neuen Welpen postet. Für Buddy hat er nichts dazu gegeben, war so knapp bei Kasse, Buddy hatte ja schon soviel gekostet, naja irgendwann würde er uns mal was schicken. Für den Welpen hat es offenbar gereicht.

Wo ist sie, die Verantwortung? Wenn ich mich für einen Hund entscheide, dann mit allem, was dazu gehört. Wenn ich ihn selber „versaue“ und er tatsächlich zur Gefahr wird, die ich nicht mehr tragen kann, dann muss ich trotzdem für ihn gerade stehen. Wenn ich wider aller Ratschläge ungesehen einen im Internet bestelle oder mir über E-Kleinanzeigen billig einen beschaffe, dann habe ich das verdammte Risiko absichtlich in Kauf genommen.
Und dann muss ich dafür gerade stehen, auch wenn der Satansbraten erst 3 Tage bei mir ist. Er ist dann trotzdem mein Problem. Der Hund kann nichts dafür, dass ich gelinde gesagt leichtgläubig ihn, seines Zeichens 1,5 Jahre alter OEB, der aus Zeitgründen abgeben wurde, gekauft habe und er nun in meinem Wohnzimmer sitzt. Oder besser gesagt hängt er in meinem Arm. Es kamen mir auch keine Zweifel als der Verkäufer mit verbundener Hand den Impfpass überreichte (wenns den dazu gibt, ist das übrigens schon was ). Arbeitsunfall. Klar. Nun ist er da. Und liebe Leute, er ist euer Problem, eure Verantwortung. Er ist kein Kühlschrank, den man als defekt irgendwo entsorgen lassen kann. Und ihr müsst aufhören, eure Probleme einfach anderen in die Schuhe zu schieben.
Ich denke, ich kann hier von fast allen Orgas aus unserem Bereich reden, wir helfen euch gerne, wir unterstützen euch mit dem Satansbraten und wenn nichts mehr geht, helfen wir auch , einen Platz zu finden. Und wenn jemand wirklich nichts hat und unverschuldet in eine Situation geschlittert ist, dann sind wir die letzten, die das nicht verstehen. Aber tragt Verantwortung, setzt euch ein und schiebt nicht einfach ab. Denn dann könnt ihr nichts mehr erwarten. Auch keine Antwort auf eure Fragen, denn im Hundehimmel hätte es diese auch nicht gegeben.

Am Ende sei gesagt, dass all die Menschen, die alles für ihre „Problemhunde“ getan haben und sie möglichweise trotzdem abgeben mussten, nicht gemeint sind. Manchmal geht es nicht anders. Hier geht es um die, die Ihre Probleme leichtfertig zu den von anderen machen und nicht aus ihrer Komfortzone kommen möchten.

*Zitatauszug von Antoine de Saint Exupéry

Das ewig leidige Thema ...
18/05/2020

Das ewig leidige Thema ...

Die Isoxazoline Bravecto, Nexgard, Simparica und Credelio: Nützlich, sinnvoll oder gefährlich? - Ulm - Tierarzt Ralph Rückert, seit 1989 steht Ihnen die Kleintierpraxis in Ulm / Neu-Ulm zur Verfügung.

Bitte endlich mal beachten (und gern teilen)!!!https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3035394276530571&id=157451844...
03/09/2019

Bitte endlich mal beachten (und gern teilen)!!!

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=3035394276530571&id=157451844324843

„Der muss kastriert sein…“

Gerade habe ich mit interessierten Hundebesitzern bezüglich unserer Pension telefoniert. Die Hundehalter betonten, dass sie ihren Hund „NOCH NICHT“ kastriert hätten…

Auf die Frage, warum ihnen diese Anmerkung so wichtig sei, folgte die Antwort: „Viele Pensionen wollen das so…“

Liebe Leute,
die Kastration ohne medizinische Indikation ist tatsächlich ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (§ 6 Abs.1)!

Hundepensionsbetreiber können in ihren AGB zwar den Hinweis geben, dass sie nur kastrierte Hunde annehmen, allerdings stellt dies den Hundehalter die juristische Rechtfertigung eine Kastration im Sinne des Gesetzes dar- Und wäre eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz!

Die Bedingung „Der Hund muss kastriert sein“, die mittlerweile sehr viele Pensionen stellen, bringt aber mit Sicherheit so manchen Hundebesitzer in eine Zwangslage, und zwar dann, wenn er unvorhergesehen auf die Schnelle eine Unterbringungsmöglichkeit für sein Tier braucht (akute Erkrankung, persönlicher Schicksalsschlag etc.). Hier sind meines Erachtens auch die Pensionsbetreiber gefordert, Plätze für unkastrierte Tiere anzubieten, seien es auch nur 1-2 Plätze für den Notfall, und nicht aus Bequemlichkeitsgründen die „ausschließlich kastriert Regel“ aufzustellen!!

Hier ein interessanter Link zum Thema, der zur Internetpräsenz der Kanzlei Beaucamp führt:

https://www.kanzlei-sbeaucamp.de/die-kastration-des-hundes-eine-juristische-betrachtung/

Mit freundlicher Genehmigung von Susan Beaucamp (Rechtsanwälting für Tierrecht)

Ein interessantes Buch zu dem Thema:
http://strodtbeck.de/publikationen/kastration-und-verhalten-beim-hund.html

Lieben Gruß,
Gerd Schuster

Adresse

Etzdorf
Heideland
07613

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