05/08/2026
Selbstregulation. Klingt gut. Aber was bedeutet das eigentlich?
Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit, Emotionen, Impulse und Handlungen so zu steuern, dass man handlungsfähig bleibt.
Auf unsere Hunde übertragen bedeutet das:
Nicht jedem Impuls sofort folgen.
Warten können.
Frust aushalten.
Sich nach Aufregung wieder beruhigen.
Ansprechbar bleiben, obwohl die Umwelt gerade spannender ist.
Doch Selbstregulation entsteht nicht dadurch, dass wir den Hund immer wieder überfordern und erwarten, dass er sich „zusammenreißt“.
Sie wird gelernt.
In kleinen Schritten. Mit Unterstützung, Wiederholungen und ausreichend Erholung.
Aber auch wir sollten uns fragen:
Können wir ruhig bleiben, wenn etwas nicht sofort funktioniert?
Können wir unseren eigenen Frust regulieren?
Können wir erkennen, wann unser Trainingsplan nicht passt – und ihn verändern?
Denn vom Hund Selbstkontrolle zu verlangen, während wir selbst nach dem dritten Fehlversuch die Nerven verlieren, passt nicht zusammen.
Gleichzeitig bedeutet Förderung nicht, jede Anforderung und jeden Frust vom Hund fernzuhalten.
Wer ausschließlich managt, verhindert auch Lernmöglichkeiten. Wer zu viel verlangt, überfordert.
Die Wahrheit liegt dazwischen.
Selbstregulation bedeutet weder: „Da muss er jetzt durch.“
Noch: „Er darf niemals Frust erleben.“
Es bedeutet:
Anforderungen passend dosieren.
Begleiten, ohne alles abzunehmen.
Grenzen setzen, ohne zu überfordern.
Und vielleicht sollten wir nicht nur fragen:
Kann mein Hund sich regulieren?
Sondern auch:
Kann ich es?
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Wo liegt für euch die größere Herausforderung: Frust auszuhalten, Anforderungen passend zu dosieren oder im Training selbst ruhig zu bleiben?
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