10/06/2026
ℹ Wusstet ihr schon?
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) gehört zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen bei Katzen. Etwa 1 von 200 Katzen ist betroffen – die Tendenz ist leider steigend.
Die gute Nachricht: Bei frühzeitiger Diagnose & konsequenter Behandlung können viele Katzen ein weitgehend normales Leben führen. In manchen Fällen ist sogar eine Remission (Rückbildung) möglich.
Wer ist gefährdet:
• Übergewichtige Katzen
• Ältere Katzen ab 8 Jahren
• Kater – doppelt so häufig betroffen wie Kätzinnen
• Katzen mit Bewegungsmangel (reine Wohnungskatzen)
• Katzen, die Kortison erhalten
Die häufigsten Ursachen:
• Übergewicht: Fettgewebe fördert Insulinresistenz
• Falsche Ernährung durch mangelhaftes & billiges Futter: Zu viele Kohlenhydrate
• Bewegungsmangel: Besonders bei Wohnungskatzen
• Genetische Veranlagung: Einige Rassen sind anfälliger
• Medikamente: Langfristige Kortisonbehandlung
• Andere Erkrankungen: z. B. Niereninsuffizienz oder Bauchspeicheldrüsenentzündung
Typische Frühsymptome:
• Vermehrtes Trinken (Polydipsie) – deine Katze trinkt auffällig viel
• Häufiges Urinieren (Polyurie) – die Katzentoilette ist schneller voll
• Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit
• Gesteigerter Hunger (Polyphagie)
Fortgeschrittene Symptome:
• Mattigkeit und Schwäche
• Stumpfes, ungepflegtes Fell
• Plantigrade Haltung: Die Katze läuft auf den Fersen statt auf den Zehenspitzen
• Appetitlosigkeit im späten Stadium
• Erbrechen und Austrocknung (diabetische Ketoazidose)
Maßnahmen:
• Spezielles Diabetiker-Futter: Hoher Protein-, niedriger Kohlenhydratanteil
• Feste Fütterungszeiten: Abgestimmt auf die Insulingabe
• Gewichtsreduktion: Bei übergewichtigen Katzen langsam und kontrolliert
• Kein Trockenfutter: Enthält oft zu viele Kohlenhydrate
(Quelle: https://www.mein-haustier.de/magazin/katze-diabetes/)