11/07/2026
Heute ist World Horse Day. 🐴❤️ Und eigentlich müsste ich heute einfach nur schreiben, wie dankbar ich für Pferde bin. Aber in letzter Zeit beschäftigt mich etwas anderes.
Ich sehe immer häufiger, wie schwer es für Menschen wird, sich Pferde und den Reitsport noch leisten zu können. Futter, Stallmiete, Tierarzt, Hufschmied und viele weitere Kosten steigen. Ich erlebe Kunden, die Termine verschieben müssen, weil unerwartet der Tierarzt kommen musste. Und ich höre immer häufiger den Satz: „Das ist mein letztes Pferd.“
Das macht mich traurig. Nicht nur, weil meine berufliche Existenz mit Pferden verbunden ist. Sondern weil ich weiß, was dieser Sport einem Menschen geben kann.
Ich habe einen großen Teil meiner Jugend im Reitverein verbracht. Von morgens bis abends. Wir haben Pferde versorgt, Ställe gemacht, geritten, Freundschaften geschlossen, Verantwortung übernommen, im Stall übernachtet und sicherlich auch den einen oder anderen Blödsinn gemacht. 😅 Es war eine wunderschöne Zeit.
Pferde lehren uns Verantwortung, Zuverlässigkeit, Geduld und den Umgang mit Rückschlägen. Sie zeigen uns, dass die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens manchmal wichtiger sind als die eigenen. Und dass man nicht nach dem ersten Misserfolg aufgibt.
Natürlich war Pferdesport nie günstig. Aber ich wünsche mir sehr, dass er nicht zu einem Sport wird, den sich irgendwann nur noch wenige Menschen leisten können.
Ich wünsche mir, dass Kinder und Jugendliche weiterhin ihre Nachmittage im Stall verbringen können. Dass Menschen nicht Abschied vom Pferd nehmen müssen, weil die finanziellen Belastungen dauerhaft zu groß geworden sind.
Zum World Horse Day wünsche ich mir deshalb nicht nur, dass wir unsere Pferde feiern.
Ich wünsche mir, dass die Pferdewelt für viele Menschen ein Zuhause bleiben kann. Auch für kommende Generationen. 🐴❤️
Wie erlebt ihr die aktuelle Entwicklung? Wird der Reitsport zum Luxussport?