19/08/2026
Wichtiger Beitrag für alle ✨
7 Rüden – davon 2 intakte Rüden!
Von jung bis alt, von ruhig bis dynamisch, von klein bis groß, von Futterneid bis tiefenentspannt – eine bunte Mischung und genau das, was Sozialkontakte so wertvoll macht ✨
Und genau solche unterschiedlichen Konstellationen dürfen unsere Hunde kennenlernen, begleitet, angeleitet und mit einem guten Auge für die Kommunikation 💙
Manchmal bedeutet sozialverträglich nicht, dass ein Hund einfach mit jedem Hund „klarkommt“ 🐾
Ein kleiner Blick zurück zu Bernie:
Bernie ist ein intakter Rüde und hatte früher selbst Schwierigkeiten im Sozialkontakt. Und wenn ich ehrlich bin, war nicht nur Bernie angespannt – ich war es mindestens genauso 😅
Ich wollte ihn nicht mit anderen Rüden laufen lassen, hatte ständig Angst, dass es kippt und die sich irgendwann in die Haare kriegen. Also war ich bei Hundekontakten sehr angespannt – und genau diese Anspannung hat natürlich auch Bernie beeinflusst.
Wir mussten beide lernen!
Schritt für Schritt durfte Bernie unterschiedliche Hunde kennenlernen– souveräne, faire, sozial sichere Hunde, wilde & dynamische. Dabei ging es nie darum, ihn einfach „machen zu lassen“.
Es ging darum, ihn zu unterstützen.
👉 Ihm zu zeigen, wann er Kontakt aufnehmen kann.
👉 Ihn dabei zu unterstützen, einen Kontakt wieder zu verlassen.
👉 Ihm Grenzen zu setzen, wenn es nötig ist.
👉 Ihm zu helfen, wenn eine Situation für ihn schwierig wird.
👉 Und ihm gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, eigene gute Entscheidungen zu treffen.
Denn genau so lernen Hunde nach und nach, miteinander zu kommunizieren. Sie lernen, Grenzen zu setzen, Grenzen anzunehmen, Konflikte fair zu lösen und auch mal sehr souverän aus einer Situation herauszugehen.
Und auch heute ist Bernie nicht einfach ein Hund, der in jeden Kontakt läuft und „das schon macht“.
Wenn (unter Rüden) die Spannung steigt, Dynamik entsteht oder eine Situation beginnt zu kippen, braucht auch Bernie manchmal meine Unterstützung und Anleitung.
Und das Schöne daran: Er fragt nach!
Er schaut, ob er etwas richtig macht. Er nimmt meine Hilfe an und kann sich auf mich verlassen.
Und genau darin liegt für mich ein ganz großer Schlüssel:
Teamarbeit. Vertrauen. Ein gutes Auge für Kommunikation. Und die Bereitschaft, den eigenen Hund wirklich zu begleiten - IMMER!
Und genau dasselbe erleben wir auch bei Grobi und Hanna ❤️
Auch Hanna darf lernen, Grobi weiterhin in Kontakte zu lassen, Situationen auszuhalten und ihm die Möglichkeit zu geben, Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig braucht Grobi immer mal wieder Unterstützung und Anleitung, wenn eine Situation für ihn schwierig wird.
Aber das Entscheidende ist: Sie wachsen gemeinsam.
Kontakt für Kontakt. Situation für Situation. Schritt für Schritt. 💪🐾
Denn auch ein sozialverträglicher Hund kann in Situationen kommen, die ihn überfordern. Er kann bedrängt werden, eine Situation falsch einschätzen oder selbst zu weit gehen.
Dann brauchen unsere Hunde uns.
Nicht erst, wenn es eskaliert.
Sondern vorher ❤️
Wir sollten unseren Hunden beibringen, dass sie bei uns Unterstützung bekommen – und dass sie sich auf uns verlassen können.
Denn wenn wir sie immer wieder komplett sich selbst überlassen, können sie anfangen, Situationen selbst zu regeln. Und das ist nicht immer die Richtung, in die wir möchten.
Sozialverträglichkeit bedeutet für uns deshalb nicht: „Mein Hund liebt jeden Hund“
Sondern vielmehr:
„Mein Hund kann kommunizieren, Grenzen erkennen und setzen, Hilfe annehmen und sich auf mich verlassen.“
Und genau das kann man lernen. Schritt für Schritt. Hund für Hund. Mensch für Mensch 🐾💙