Gülay Ücüncü

Gülay Ücüncü Das Gegenteil von Sitz. Ahoi! Bist du bereit für einen Strategiewechsel? Hier gibt's Hundetraining – aber anders! https://guelay-uecuencue.de/

Hundetrainerin · Verhaltensberaterin
Autorin
1:1 Begleitung in Hamburg
Für Menschen, die wirklich hinschauen
https://guelay-uecuencue.de/ Ich bin Gülay, Hundetrainerin, Verhaltensberaterin und Sachbuchautorin aus Hamburg mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung. Mit feinem Gespür für Mensch und Tier unterstütze ich dich dabei, die Beziehung zu deinem Hund zu verbessern, insbesondere bei konkreten Pr

oblemen und auch in vermeintlich schwierigen Fällen. Außerdem arbeite ich therapeutisch mit Hunden, die unter einem Trauma leiden. Wenn es zwischen dir und deinem Hund nicht rund läuft, du vielleicht auch schon einiges versucht hast, lade ich dich ein, etwas wirklich anderes auszuprobieren: eine neue Perspektive für dein Leben mit Hund. Bei mir findest du einen individuellen Trainingsansatz, der wirklich weiterhilft, und kompetente Beratung für konkrete Probleme oder für das Erlernen der Grundlagen, wenn ein Hund neu einzieht. In der Regel arbeite ich in Einzeltrainings, entweder in Hamburg-Altona oder auch bei dir zuhause.

Wenn alles Gewalt ist, ist nichts mehr Gewalt. Diesen Gedanken habe ich beim Lesen eines Beitrags von Nora Brede zur Gew...
07/06/2026

Wenn alles Gewalt ist, ist nichts mehr Gewalt.

Diesen Gedanken habe ich beim Lesen eines Beitrags von Nora Brede zur Gewaltdebatte im Hundetraining mitgenommen.

Der Gewaltbegriff ist so aufgebläht, dass jede Grenze, jede Konsequenz, jeder unangenehme Moment bereits als Gewalt gilt. Selbst die hochgezogene Augenbraue gilt als psychische Gewalt.

Der Begriff hat seine Trennschärfe verloren. Und die Folge ist fatal: Wenn alles Gewalt ist, ist nichts mehr Gewalt.

Echte Gewalt – der geschlagene, misshandelte Hund – geht im Lärm der aufgeblähten Empörung unter. Schutzbedürftige Fälle werden unsichtbar.

Wer jede unangenehme Erfahrung als Gewalt definiert, kommt zwangsläufig zu dem Schluss: Der Hund darf Grenzen nicht spüren. Wer einem Hund jede Erfahrung mit Grenzen erspart, bereitet ihn nicht auf das Leben vor. Er zieht ihn am Leben vorbei.

Das ist Unterlassung, keine Fürsorge.

Die Vorbereitung auf das Leben funktioniert nicht ohne Grenzen, Frustration, Widerstände und die Erfahrung von Konsequenzen – ein Prinzip des Lernens.

Wer nie erfährt, was zu vermeiden ist, entwickelt keine Eigenständigkeit. Er bleibt auf die permanente Steuerung durch den Menschen angewiesen.

Ausschließlich positives Verstärken ist nicht automatisch machtfrei. Es kann ebenso zur Steuerung und Kontrolle eingesetzt werden.

Der Glaube, Kontrolle verschwinde allein dadurch, dass sie freundlich und schmackhaft verpackt wird, ist ein Trugschluss.

Gehorsam im Zuckerpelz
bleibt Gehorsam.

Auch Futter ist Macht.

Auch das Vermeiden von Unbehagen entscheidet darüber, was der Hund erleben darf und was nicht.

Wer den Hund nie Nein spüren lässt, hält ihn im Kopf an der kurzen Leine.

Verhältnismäßige Konsequenzen sind nicht dasselbe wie Züchtigung. Der Hund soll die Folgen seines Handelns erfahren, nicht willkürlich bestraft werden. Wer beides gleichsetzt, macht Beziehung unmöglich.

Ohne Nein kein echtes Ja.

Wer nie Nein sagt, sagt trotzdem etwas:
Diese Grenze ist dir nicht zumutbar.
Diese Erfahrung ist dir nicht zumutbar.
Diese Welt ist dir nicht zumutbar.

Von wegen Schutz:
Das ist Entmündigung.

Und Entmündigung war noch nie ein guter Nährboden für Entwicklung.

—————

Den Beitrag von Nora Brede, auf den ich mich beziehe, verlinke ich im ersten Kommentar.

Der Deutsche Tierschutzbund zieht gegen die Bundesrepublikvor Gericht.Tierheime fangen Tiere auf.Und politische Lücken.T...
21/05/2026

Der Deutsche Tierschutzbund zieht
gegen die Bundesrepublik
vor Gericht.

Tierheime fangen Tiere auf.
Und politische Lücken.

Tierschutz steht im Grundgesetz.
Aber nicht im Haushalt.

Praktischer Tierschutz wird seit Jahren
auf Vereine, Spenden, Ehrenamt
und Menschen am Limit abgewälzt.

Das ist kein Vereinsproblem.
Das ist politisches Versagen.

Link zur Meldung
im ersten Kommentar.

Teilen ausdrücklich erwünscht.

Kleine Runde. Große Genauigkeit.Letzten Samstag. Letzte Einheit.Zwei Teams.Drei Termine.Viel Feinarbeit.Nox, zwei Jahre ...
20/05/2026

Kleine Runde.
Große Genauigkeit.

Letzten Samstag.
Letzte Einheit.

Zwei Teams.
Drei Termine.
Viel Feinarbeit.

Nox, zwei Jahre alt.

Da war schon einiges angelegt.
Vieles lief ruhig und klar.

Es ging um das Feinere.
Um die Stellen,
an denen der Hund
schon ein, zwei Schritte weiter ist
und der Mensch noch hinterherdenkt.

Hattie, fünf Monate alt.

Dackelkind.
Alles noch Anfang.
Alles noch Bewegung.
Alles noch: Wohin mit mir,
mit der Welt, mit dieser Leine?

Bei ihr ging es um Orientierung,
ohne das Lebendige glattzubügeln.
Um erste Linien in einer Welt,
die noch überall ruft.

Zwei Hunde,
die unterschiedlicher
kaum sein könnten.

Und doch ging es bei beiden
um diesen einen Herzschlag –

in dem Mensch und Hund
nicht mehr aneinander vorbeilaufen.

Genau mein Ding.

Die nächste Runde
Grundlagen der Leinenführung
startet am 13. Juni.

3 Termine.
Max. 4 Teams.
Altonaer Volkspark.

Wenn du dabei sein möchtest,
gib laut.

Du liebst deinen Hund.Und trotzdem bist du müde.Du dachtest,ihr wärt längst woanders.Irgendwann läuft noch etwas mit.Die...
17/05/2026

Du liebst deinen Hund.
Und trotzdem bist du müde.
Du dachtest,
ihr wärt längst
woanders.

Irgendwann läuft noch etwas mit.
Die Enttäuschung darüber,
dass er nicht der geworden ist,
den du dir vorgestellt hast.

Nein.

Den du erwartet hast.

Das passiert selten auf einmal.
Es schleicht sich ein –
in jeden Moment,
in dem wieder etwas nicht klappt.

Bis du nicht mehr siehst,
wer vor dir steht.

Du siehst nur noch,
was wieder nicht funktioniert.
Was noch nicht besser ist.
Was immer noch stört.

Was dein Hund nicht ist.

Dabei hat er dir vielleicht
immer wieder gezeigt,
wer er ist.

Mit seinem Tempo.
Seinen Grenzen.
Seiner Art,
mit Welt umzugehen.

Aber da ist auch noch
ein Bild von ihm
in deinem Kopf.

Und dieses Bild ist oft schneller
als dein Blick.
Es bewertet,
bevor es versteht.
Es vergleicht,
bevor es wahrnimmt.

Und Liebe allein verhindert nicht,
dass ein Bild lauter wird
als der Hund.

Liebe macht den Blick nicht frei.

Genau hier wird es unbequem.
Und ehrlich.

Denn Sehen ist schwerer
als verändern wollen.

Verändern gibt dir etwas zu tun.
Sehen nimmt dir die Ausrede,
dass nur der Hund
anders werden muss.

„Er müsste doch inzwischen …“
ist oft kein Satz über den Hund.

Es ist ein Satz über ein Bild,
das du von ihm hattest.

Ich sage nicht:
Liebe deinen Hund einfach mehr.
Sei einfach verständnisvoller.

Ich sage:
Sieh hin.
Sieh ihn.

Das ist schwerer.

Mein neuer Blogtext ist online:
„Er müsste doch inzwischen …“

Für Menschen,
die genauer hinsehen wollen,
bevor sie weiter verändern.

Den Link zum Blogtext
findest du im ersten Kommentar.

Heute vor 17 Jahrenzog hier ein kleiner Hund ein,der sich nie klein benommen hat.7,5 Wochen alt.Gebürtiger Ottensener.Ha...
15/05/2026

Heute vor 17 Jahren
zog hier ein kleiner Hund ein,
der sich nie klein benommen hat.

7,5 Wochen alt.
Gebürtiger Ottensener.
Hamburger Jung
mit frecher Schnauze.

Auch wenn ihn bis heute viele für
einen kleinen Südländer halten.

Nein.
Der Mann ist von hier.

Ich kenne ihn seit
seinem ersten Atemzug.
An jenem 15. Mai
wurde aus dem kleinen Racker
offiziell Gr**go Ücüncü.

Und wer ihn kennt, weiß:
Er hat diesen Platz eingenommen.

Neugierig.
Lebendig.
Mit Tempo im Körper
und Welt im Blick.
Bereit für alles, was kommt.

Kleiner Hund.
Große Präsenz.

Eigen, wach, nie beliebig.
Und immer klar mit dem,
was vor ihm stand.

So ist er durchs Leben gegangen.

Er hat Türen aufgerissen,
wo ich keine vermutet hatte.
Hat Turbulenz gebracht.

Leben in die Bude.
Widerspruch ins Denken.
Nähe ins Herz.

Und das tut er noch immer.

Nur anders.

Heute ist er 17.

Ein Senior.
Ein alter Herr.
Nicht mehr so sicher wie früher.

Die Turbulenz ist geblieben.
Nur ihre Herkunft hat sich verändert.

Langsamkeit.
Bedürftigkeit.
Und diese schmale Linie zwischen
Freude und Sorge,
Anspannung und Entspannung.

Zwischen „Bitte bleib noch“
und „Wie schön, dass du da bist“.

17 Jahre Gr**go Ücüncü.

Und ich bin dankbar.
Für ihn.
Für heute.
Für diese 17 Jahre.

Leinenführung in der GruppeDie nächsten Rundenstehen fest.Für Teamsmit gemeinsamer Grundlage.Für die,die dranbleiben.Wer...
11/05/2026

Leinenführung in der Gruppe

Die nächsten Runden
stehen fest.

Für Teams
mit gemeinsamer Grundlage.

Für die,
die dranbleiben.

Wer mitlaufen möchte,
gibt laut. 👋🏽

Wir diagnostizieren den Hund.Dabei wäre die ehrlichere Diagnoseeine andere.Er zeigt nicht,was mit ihm nicht stimmt.Er ze...
06/05/2026

Wir diagnostizieren den Hund.

Dabei wäre die ehrlichere Diagnose
eine andere.

Er zeigt nicht,
was mit ihm nicht stimmt.

Er zeigt,
wie es uns geht.

Dein Zustand
wird sein Zustand.

Zuverlässig.

Der Hund ist nicht schwierig.
Er ist ehrlich.

Ehrlicher
als du mit dir selbst bist.

Genau dort beginnt meine Arbeit.

Es beginnt selten dramatisch.Niemand wacht morgens aufund denkt:Ab heute passe ich mein Leben komplett meinem Hund an.Da...
01/05/2026

Es beginnt selten dramatisch.

Niemand wacht morgens auf
und denkt:
Ab heute passe ich mein Leben
komplett meinem Hund an.

Das passiert schleichend.

Du wirst vorsichtiger.

Entscheidungen fühlen sich
plötzlich schwer an.

Freiheit wird etwas,
das erklärt werden muss.

Und irgendwann gewöhnst du
dich daran,
dich selbst hintenanzustellen —
so lange,
bis du gar nicht mehr bemerkst,
wie klein dein eigener Radius
geworden ist.

Das Trügerische daran:
Von außen wirkt es oft sogar
verantwortungsvoll.

Dabei merkt kaum jemand,
wie viel von dir
längst verloren geht.

Menschen,
die sich komplett aufopfern,
werden selten hinterfragt.

Sie werden gelobt.
Für ihre Rücksicht.
Ihre Hingabe.
Ihre Anpassung.

Für ihren Dienst am Hund.

Und niemand fragt,
wie es dir dabei geht.

Wirklich geht.

Bis du vielleicht merkst,
dass etwas nicht mehr stimmt.
Aber du weißt nicht,
wie du das ändern sollst –
ohne das Gefühl zu haben,
deinen Hund zu verraten.

Als gäbe es nur zwei Möglichkeiten:
dich selbst verlieren
oder deinen Hund enttäuschen.

Genau dort beginnt meine Arbeit.

Du musst dich nicht entscheiden
zwischen deinem Hund und dir.

Das war nie die Frage.

„Früher waren wir neidisch auf Labradore.“Diesen Satz haben Dinas Menschen irgendwann zu mir gesagt. Heute sagen sie: „L...
29/04/2026

„Früher waren wir neidisch auf Labradore.“

Diesen Satz haben Dinas Menschen irgendwann zu mir gesagt. Heute sagen sie: „Langweilig.“ Und lachen.

Als ich Dina mit acht Monaten kennenlernte, war sie wie ein Flummi. Unaufhörlich. Rastlos. Immer in Bewegung.

Reize knallten ungefiltert durch sie hindurch. Ruhe war kein Zustand – sie war ein Ausnahmezustand.

Dina schlief über Monate kaum, machte Saltos an der Leine, bellte hysterisch, nagte sich wund und stand permanent unter Strom. Sie lebte bei ihren Menschen – und gleichzeitig in ihrer ganz eigenen Welt.

Ihre Menschen waren erschöpft. Standen irgendwo zwischen Hoffnung, Frust und Selbstzweifel.

Schlimm war das Verhalten. Doch schlimmer war, zuzusehen, wie wenig Ruhe dieser Hund in sich selbst fand.

Sie liebten Dina. Sehr sogar. Aber Liebe allein schafft nicht alles.

Die meisten Menschen wollen, dass ihr Hund sich ändert. Ruhiger wird. Einfacher. Passender fürs eigene Leben.

Und natürlich wollten Dinas Menschen genau das. Denn ehrlich gesagt: Sie war kaum auszuhalten.

Doch Dina war nie passend.

Ein Hund wie sie zeigt dir nicht nur, was er nicht kann. Er zeigt dir messerscharf, wo du noch lernen musst.

Dinas Menschen sind drangeblieben. Rückschritte, Zusammenbrüche und Jahre, in denen nichts selbstverständlich war, haben daran nichts geändert.

Sie sind immer wieder aufgestanden.

Heute hortet Dina Stöcke im Garten, pinkelt immer noch im unpassendsten Moment irgendwo hin und wird niemals geschniegelt neben einem Caféstuhl liegen und die Welt ausblenden.

Sie ist angekommen. Und ihre Menschen auch.

Früher war so viel Verzweiflung da. Und heute heißt es: „Unsere kleine Chaotennudel.“

Das ist kein feiner Unterschied.

Es ist alles.

Dina musste nie perfekt werden. Ihre Menschen mussten nur aufhören, gegen sie zu kämpfen.

Dina ist jetzt elf Jahre alt. Ich muss dringend mal wieder auf einen Kaffee vorbei – und dem Racker Hallo sagen.

Dieser Quatschkopf heißt Seven.1,5 Jahre.Griechische Wurzeln.Offensichtlichnicht ganz sortiert.Keine Hündin für alle.Die...
28/04/2026

Dieser Quatschkopf heißt Seven.

1,5 Jahre.
Griechische Wurzeln.
Offensichtlich
nicht ganz sortiert.

Keine Hündin für alle.

Die Vermittlungsanzeige
kommt noch.
Aber ich wollte
nicht warten.

Wenn dich dieser Blick
jetzt schon erwischt –
meld dich.

Adresse

Hamburg
22763

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