Hundeleben

Hundeleben Ein Hundeleben muss nichts Schlechtes sein. Hier geht es um praktische Tipps, wie man das Leben eines Hundes schöner und artgerechter gestalten kann.

Seit 20 Jahren arbeite ich in der Ausbildung von Hunden und habe mich auf die Rehabilitation und Resozialisierung von vernachlässigten und misshandelten Hunden spezialisiert. Ich bin Mitglied im Verband der professionellen Hundetrainer in den USA (APDT https://apdt.com/), wo ich in den vergangenen zwei Jahren Servicehunde für Militärveteranen mit PTSD in Texas und Oklahoma ausgebildet habe. Seit 1

5 Jahren arbeite ich aktiv im Tierschutz, zunächst auf den Kanarischen Inseln, danach auf Mallorca und in Texas. Im Verein Einfach Tierschutz e.V. bin ich zuständig für die Resozialisierung von Hunden, die aus rumänischen Tierheimen nach Deutschland kommen und aufgrund ihres Ausbildungsstandes noch nicht bereit sind für die Adoption.

Bei Reisen in den Süden Europas denkt unbedingt an den Schutz für eure Vierbeiner. Herzwürmer, Leishmaniose und Borrelio...
14/08/2018

Bei Reisen in den Süden Europas denkt unbedingt an den Schutz für eure Vierbeiner. Herzwürmer, Leishmaniose und Borreliose sind nur wenige Krankheiten, an denen dein Hund erkranken kann.

Austin war vor seiner Reise auf die Iberische Halbinsel noch einmal beim Arzt und hat alle notwendigen Auffrischungen erhalten.

23/07/2018

Natürlich lächeln die Hunde nicht. Es widerspricht sogar vollkommen ihren Instinkten, da das Zeigen der Zähne unter Hunden ein Warnsignal darstellt.

Die Hunde in dem Video haben einfach gelernt, dass Menschen die Zähne zeigen, wenn sie freundlich sind und haben dieses Verhalten kopiert. Ob dein Hund "lächelt" oder nicht, hat eine ganze Menge mit dem so genannten "Will to please" zu tun, also mit der Motivation, es dem Menschen recht zu machen und ihm zu gefallen.

Interessant und es lässt mich meine Strategie überdenken, streitende Hunde sofort nach dem Streit wieder zusammenzuführe...
04/07/2018

Interessant und es lässt mich meine Strategie überdenken, streitende Hunde sofort nach dem Streit wieder zusammenzuführen.

HUNDE SIND NACHTRAGEND

Auch im Tierreich wird gestritten und wenn Tiere miteinander streiten, verraten sie auch etwas über ihr ererbtes Verhalten. Nachgewiesen wurde das jetzt bei einem Vergleich von Wölfen und Hunden: Letztere sind nicht auf ein Rudel angewiesen - und daher viel nachtragender.

Caniden sind aber nicht die einzigen "Streithanseln" im Tierreich, bei Affen wurden bereits früher Test durchgeführt um zu beantworten wie das "Konfliktmanagement" bei den haarigen Zweibeinern abläuft. Versöhnung nach dem Streit haben Verhaltensforscher zunächst bei Schimpansen nachgewiesen. Später gelang das auch bei verschiedenen anderen Tierarten, nebst Affen bei Wildziegen, Delfinen, Fleckenhyänen, Saatkrähen und Raben. Bei all diesen Tierarten suchen die Beteiligten nach einem Konflikt die gegenseitige Nähe, um wieder Frieden zu schließen.

Ein Team um Simona Cafazzo (Wolf Science Center in Ernstbrunn) und Friederike Range (Messerli Forschungsinstitut, VetMed-Uni Wien) hat nun untersucht, wie oft Haushunde und Wölfe streiten.

Wer streitet mehr - Hund oder Wolf?

Dazu beobachteten sie jeweils vier Rudel von Wölfen und Hunden, die in Gehegen im Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn leben. In 500 Stunden gab es bei den Wölfen 419 Aggressionen untereinander, bei den Hunden lediglich 55. Während bei den Wölfen aber sechs von zehn Konflikten ohne Körperkontakt etwa durch reines Drohen, Nachlaufen und Hinschnappen gelöst wurden, kam es bei Hunden im Regelfall (in neun von zehn Fällen) zu tätlichen Angriffen wie Beißen und Niederstoßen.

Die Hunde zeigten in der Studie auch keine Anzeichen von Versöhnung, sondern gingen einander nach einem Streit stets aus dem Weg, berichten die Forscherinnen. Wölfe verbrachten nach einem Konflikt mehr Zeit miteinander, wobei die Versöhnung meist vom unterlegenen, rangniedrigeren Tier ausging.

Das zeigt, Wölfe streiten mehr aber es geht weniger "zur Sache" als beim Hund. Sie verfügen über ein größeres Repertoire einen Konflikt ohne körperliche Auseinandersetzung abzuwickeln. Hunde "hauen" schneller hin. Auch bei der Versöhnung sind Wölfe kreativer als Hunde, die halten eher wenig davon, sie meiden einander. Aber warum ist das so?

Es ist vermutlich eine Folge der Domestizierung

In der Natur sind Wölfe viel mehr auf einander und eine funktionierende soziale Gruppe angewiesen, als Hunde, erklären die Forscherinnen in dem Fachartikel. Wölfe jagen im Rudel, verteidigen ihr Gebiet als Gruppe und ziehen gemeinsam ihre Jungen auf. Hunde müssen sich hingegen eher mit den Menschen gutstellen, als mit Artgenossen. Selbst freilebende Hunde handeln nur im Bedarfsfall gemeinsam. Die Forscherinnen nennen dies „unverbindlich sozial“. Deshalb ist die Fähigkeit, sich flott wieder auszusöhnen, für Wölfe viel wichtiger, als für ihre domestizierten Verwandten.

In früheren Studien eines belgischen Teams zeigten aber auch Hunde die Fähigkeit, einander zu versöhnen, so die Forscherinnen. Sie wollen nun herausfinden, unter welchen Umständen die Tiere dazu gewillt sind.

Eine weitere spannende Frage

Der Mensch ist unbestritten ein wichtiger Faktor im hundlichen Verhalten. Spannend ist daher die Frage wie sehr der Mensch den Hund beeinflusst, wenn es um Konflikt und Versöhnung geht.

Ein weiterer Faktor ist die Haltung, denn vermutlich ist ein "Einzelhund" anders geprägt als Hunde die in einem Rudel oder einer Meute miteinander leben. Zweitere müssten ein relativ gut ausgeprägtes Konfliktmanagement aufweisen.

Auch da kann die Forschung Antworten geben und es steht zu hoffen, dass entsprechende Studien stattfinden werden.

Link zur Studie: http://rsos.royalsocietypublishing.org/content/5/7/171553

RED/APA
Foto: DOGnews - Die Seite

04/07/2018

Achtung auf die HIRSCHLAUSFLIEGE

Sie hat gerade Saison und sie kann für Mensch und Tier sehr unangenehm werden.

"Lipoptena cervi", die Hirschlaus, ist klein aber bissig. Sie ist fünf bis sechs Millimetern "groß" aber sie kann beim Menschen Herzfieber verursachen und auch beim Hund entzünden sich die Bissstellen leicht. Diese Spezies ist ein Ektoparasit, spezialisiert auf verschiedenen Hirscharten (daher ihr Name) aber sie beißt auch Dachse oder Wildschweine und selbst menschliches Blut gehört zu ihrem Menü. Die Hirschlaus ernährt sich blutsaugend. Nachdem der Wirt angeflogen wurde, krallt sich die Fliege fest und bricht ihre Flügel ab. Die Weibchen bringen lebende Larven zur Welt, diese verpuppen sich am Boden.

Der "Biss" ist eigentlich ein "Stich", zwischen Juli und Oktober ist die aktive Zeit dieser kleinen Biester.

Nach der Landung auf dem Wirt verliert sie ihre Flügel und sucht sich krabbelnd relativ schnell eine geeignete Bissstelle. Hat sie die gefunden, krallt sich die Hirschlausfliege mit ihren sehr stabilen Beinchen fest und macht sich ganz flach gedrückt ans Saugen. Oft kommt es bei "Wirten" nach dem Biss zu eitrigen Hauterkrankungen, die mit Fieber einher gehen. Verursacht wird dies durch das Bakterium Bartonella schoenbuschensis.

Hunde, die von Hirschlausfliegen gebissen werden, drehen sich meist panikartig nach hinten, sie setzen sich hin und knabbern wie verrückt am eigenen Hintern oder am Rutenansatz. Der Biss einer Hirschlausfliege dauert lange, etwa 15 bis 20 Minuten. Dabei kann das kleine Biest mehrfach zubeißen. Wenn diese Parasiten ihr "Restaurant" gefunden haben, können sie sich bis zu 13 Monaten einnisten und bringen am "Wirt" ihre Nachkommen zur Welt.

Hierschlausfliegen los zu werden ist gar nicht so einfach, besonders bei Hunden mit dunkler Fellfahre oder langem Haar sind sie schwer zu entdecken. Mit einem Flohkamm kann man sie herauskämmen. Nach jedem Spaziergang sollte das Tier nach Zecken und Hirschlausfliegen abgesucht werden. Bei stärkerem Befall sollte der Hund gebadet werden. Sollte dies nicht helfen, dann muss man einen Tierarzt aufsuchen. Wird man die kleinen Schmarotzer nicht los, vermehren sie sich am Hund, Entzündungen entstehen, eine Übertragung auf den Zweibeiner ist möglich.

Man trifft sie vor allem in Wäldern an, aber auch in Augebieten sind sie zu finden. In besonders verseuchten Gebieten hat man das Gefühl es würde "Zecken regnen", auf den ersten Blick ist die Hirschlaus dem gemeinen Holzbock nicht unähnlich, sie wirft, sobald sie ihren Wirt gefunden hat", die Flügel ab und krabbelt in das Haarkleid des Hundes um sich in der Haut festzubeißen.

27/06/2018

Ein Hundeleben besteht aus mehr als einer bequemen Couch und ekligem Trockenfutter.

Ein Hund, der sich in seinem Leben nie verletzt, hat nicht wirklich gelebt. Ich fordere meine Tiere jeden Tag aufs neue heraus, über sich hinauszuwachsen und Dinge zu tun, vor denen sie Angst haben oder die sie gestern noch nicht geschafft haben. Dass es dabei zu dem einen oder anderen Wehwehchen kommt, nehmen wir billigend in Kauf.

06/04/2018

Sehr schön geschrieben ...

Wussten Sie ...
- dass American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Staffordshire-Bullterrier in Großbritannien und den USA die beliebtesten Familienhunde sind?
- dass der Staffordshire-Bullterrier so kinderfreundlich und friedfertig ist, dass er in Großbritannien „NANNY-DOG“ (Babysitterhund) oder „CHILDREN’S NANNY“ (Kindermädchen) genannt wird?
- dass der Hund in der Fernsehserie „Die kleinen Strolche“ ein American Staffordshire Terrier war?
- dass der Bullterrier in vielen Ländern als „NURSE-DOG“ (Krankenpflegehund) bekannt ist und erfolgreich als Therapiehund für behinderte und verhaltensauffällige Kinder eingesetzt wird?
- dass sowohl Staffords als auch Stafford-Bullterrier in anderen Ländern Blinden- und Rettungshunde sind?
(Der „Held vom World Trade Center“, der die meisten Verschütteten rettete, war ein American Stafford, der amtierende Rettungshundeweltmeister ist ein Staffordshire-Bullterrier)
- dass Pit Bulls in den USA als „SOCIAL-DOGS“ in Krankenhäusern und Altenheimen eingesetzt werden?
- dass sämtliche Beißstatistiken (auch die der tödlichen Bisse!) NICHT von genannten „Kampfhunden“ angeführt werden?

„Diese Hunde sind potthässlich“ ...
Schauen sie ihnen in die Augen! Sind sie das wirklich? Alle?
Und selbst wenn… Müssen sie deshalb (aus)sterben? Ist Schönheit Bedingung zum Lebensrecht?
Außerdem ist es schlicht Geschmackssache. Für viele sind sie die schönsten Hunde überhaupt.

„Diese Hunde beißen häufiger als andere Hunde“ ...
Das ist definitiv falsch! Im Gegenteil – sie beißen seltener als manch andere Rasse! Dies belegt wirklich JEDE Beißstatistik (auch Statistiken, die bereits die Vorkommenshäufigkeit der Rassen mit einbeziehen!).
Durch die genetische Verwandtschaft mit den molosserartigen Hunden sind diese Hunde sehr nervenstark und haben eine sehr hohe Reizschwelle. Ihr souveränes Wesen und ihre Gelassenheit sorgen dafür, dass man sie wirklich sehr provozieren kann ohne dass sie darauf reagieren. Anders wäre z.B. auch eine Arbeit mit Kindern und Behinderten, wie sie diese Hunde häufig ausüben, unmöglich.

„Diese Hunde haben mehr Zähne (bzw. eine zweite Zahnreihe) als andere Hunde“ ...
Absoluter Unsinn. Diese Hunde haben so viele Zähne wie jeder andere auch!

„Diese Hunde haben eine „Kiefersperre“. Beißen sie einmal zu könne sie nicht wieder loslassen. Man muss den Kiefer brechen/aufstemmen“ ...
Diese Hunde haben keinen anderen Kiefer als jeder andere Hund! Das kann ihnen jeder Tierarzt bestätigen. Vernünftig erzogene Hunde dieser Rassen lassen – wie jeder andere Hund auch - selbstverständlich auf Kommando aus! Gäbe es dieses „Einrasten“ wirklich, wie denken sie, sollte man diese Hunde füttern? Bei jedem festen kauen, müsste der Fang ja aufgestemmt werden…

„Diese Hunde beißen ihre Welpen tot“ ...
Dann wären sie bereits ausgestorben Nein, im Ernst: Das kommt nicht häufiger als bei anderen Rassen vor.

„Diese Hunde haben eine extreme Beißkraft (bis zu 2 Tonnen)“ ...
Das ist wissenschaftlich unhaltbar! Beißkraft resultiert aus Kiefermuskeln, die wie jeder andere Muskel auch trainiert werden müssen, um Kraft zu entwickeln! Untrainiert haben diese Hunde so viel Beißkraft wie jeder andere. Es hängt alleine vom Trainingszustand des Hundes ab!

„Diese Hunde haben kein (kaum) Schmerzempfinden“ ...
Das gehört ebenfalls ins Reich der Märchen. Fragen sie jeden Tierarzt, selbstverständlich spüren diese Hunde Schmerzen wie jeder andere. Sie sind nur souverän genug deshalb nicht gleich auszurasten und um sich zu beißen und zu bellen.

Wir sind das, was IHR aus uns macht!!!
Wir sind Hunde, wie jeder andere Hund auch! Keiner von uns wird böse geboren! Wir brauchen Liebe, Vertrauen und Zuwendung - nicht Hass, Gewalt und Maulkörbe!

Albert Einstein sagte einmal:
„Es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil“

BITTE BEWEISEN SIE UNS DAS GEGENTEIL!!!

Text: Magge Trust

16/03/2018

Wer es zu Beginn seiner athletischen Karriere übertreibt, riskiert im schlimmsten Fall schwere Verletzungen. Daher gilt gerade am Anfang: Weniger ist oft schon zu viel.

Bewegung, Disziplin, Zuneigung. Vielmehr verlangt dein Hund von dir nicht.
18/02/2018

Bewegung, Disziplin, Zuneigung. Vielmehr verlangt dein Hund von dir nicht.

Dein Hund sollte dir überall hin folgen, ohne Fragen zu stellen oder zu zögern. Er muss dir so weit vertrauen, dass er w...
30/01/2018

Dein Hund sollte dir überall hin folgen, ohne Fragen zu stellen oder zu zögern. Er muss dir so weit vertrauen, dass er weiß, dass du ihn keiner Gefahr aussetzen würdest. Fange klein an und baue auf den ersten Erfolgen auf.

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Hamburg

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Montag 10:00 - 20:00
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