Zoo Zajac

Zoo Zajac https://www.thepetfactory.de Bis zum Frühjahr 2025 präsentierte Zoo Zajac auf über 12.000 qm Verkaufsfläche eine unübertroffene Auswahl an Tierzubehör.

Zoo Zajac – die offizielle Facebookseite

Willkommen auf der FB - Seite des ehemals größten Zoofachgeschäft der Welt

Im November 2004 wurde Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl eröffnet und war seitdem unbestritten das größte Zoofachgeschäft der Welt. Offiziell bestätigt wurde dieser Status 2004 durch das Guinness World Records Unternehmen welches Zoo Zajac mit seinen damals noch 8.000 qm Verkaufsfläch

e ins Guinness Buch der Rekorde aufnahm. Die beeindruckende Tierpräsentation und vor allem die Artenvielfalt machenten das Zoofachgeschäft zu einem wahren Allwetterzoo. Alle Tiere wurden bei Zoo Zajac artgerecht und den Tierbedürfnissen angepasst untergebracht. Die Tiergehege waren großräumig und liebevoll bis ins Detail ausgestaltet. So konnte sich der interessierte Tierhalter schon bei der Besichtigung der Verkaufsgehege von einer artgerechten und zeitgemäßen Tierhaltung inspirieren lassen. Zoo Zajac legte als Zoofachgeschäft großen Wert darauf, Fachpersonal zu beschäftigen. Neben drei fest angestellten Tierärztinnen arbeiteten eine Tierheilpraktikerin, 4 Biologen und über 10 Tierarzthelferinnen und gelernte Tierpfleger im Geschäft. Alle Mitarbeiter wurden regelmäßig geschult. Dieses geschah sowohl auf Seminarveranstaltungen im Haus oder bei externen Schulungen, Seminaren und Kongressen. Nur geschultes und sachkundiges Personal kann dem zukünftigen Tierbesitzer das notwendige Fachwissen für die Haltung seiner Schützlinge vermitteln und kompetent beraten. Als zusätzlichen Service für unsere Kunden wurden alle größeren Säugetiere, Reptilien und Vögel von einer Tierärztin klinisch untersucht bevor sie in ihr neues zu Hause kamen. Jeden Tag der Woche und an den Wochenenden vom frühen Morgen bis spät abends waren die Tierpfleger unter ständiger tierärtztlicher Kontrolle für unsere Schützlinge da. Zajac legte großen Wert auf Kompetenz in allen Belangen des Umganges mit Tieren, auch privat waren die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begeisterte Tierfreunde, die sich auch bundesweit in Verbänden, Vereinen sowie im Tierschutz engagieren. Es fanden regelmäßig im Haus kostenlose Seminare und Vortragsveranstaltungen für alle interessierten Tierbesitzer und -interessenten statt, bei denen national und international bekannte Referenten ihr Wissen direkt an die interessierte Zuhörerschaft weitergaben. Zoo Zajac´s Zielo war es, nicht nur gesunde Tiere zu verkaufen, sondern die Kunden so zu unterstützen, dass die Tiere jederzeit in ihrem neuen Heim optimale Bedingungen vorfanden. Dazu gehörten neben der intensiven Beratung und dem tierärztlichen Service eine der größten Fachbuchabteilungen in Deutschland. Und natürlich das komplette Zubehörsortiment aller führenden Hersteller. Für Tierarten, die eine besondere Ausbildung und Sozialisierung erfordern (wie z.B. die Hunde)
wurde ein besonderes Betreuungs-Programm entwickelt. So wurden die Hunde beispielsweise von erfahrenen Hundetrainern, langjährigen erfahrenen Hundehaltern und geschulten Pflegern intensiv betreut. Die Hunde lernen spielerisch die alltäglichen Geräusche kennen, wie sie in jedem Haushalt vorkommen (z.B. Staubsauger, Türklingeln etc.). Sie wurden altersgemäß regelmäßig ausgeführt und so an Halsband, Leine, Geschirr und auch den Straßenverkehr gewöhnt. Leider mußte Zoo Zajac nach Norbert Zajac´s Tod und schwieriger, wirtschaftlicher Lage den betrieb im Frühjahr 2025 nach einer Ausverkaufphase beende und am 30.04.2025 final die Schlüssel abgeben. Das Gebäude nebst Geländer verkauft worden und soll es nach dem Abriss ein gewerbepark entstehen. Dieser Kanal wurde von Martin Höhle, Inhaber von the Pet Factory und alter Freund von Norbert Zajac, wie auch langjähriger Lieferant des Unternehmens, erworben. Ziel ist es, die Erinnerungen zu erhalten und sofern möglich, den Kontakt zu den ehemaligen Kunden, Fans und Mitarbeitern zu erhalten.

𝗔𝘂𝘀 𝗮𝗹𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗭𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗳𝗶𝘀𝗰𝗵𝘁Algerischer Rippenmolch, Pleurodeles poiretiRippenmolche gehören zu den ältesten klass...
04/09/2026

𝗔𝘂𝘀 𝗮𝗹𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗭𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗳𝗶𝘀𝗰𝗵𝘁
Algerischer Rippenmolch, Pleurodeles poireti

Rippenmolche gehören zu den ältesten klassischen Pfleglingen im Aquaterrarium, allerdings vor allem die europäische Art Pleurodeles waltl. Die vergleichsweise zierlicheren Pleurodeles poireti besiedeln ein relativ kleines Gebiet auf der Halbinsel Edough, und zwar in den Guerbes-Sendhadja- sowie den Mekhada-Sümpfen Nordost-Algeriens. Früher galt die Art als viel weiter verbreitet, doch genetische Untersuchungen wiesen nach, dass es sich bei allen anderen nordafrikanischen Rippenmolchen um eine separate Spezies handelt, die Pleurodeles nebulosus genannt wurde.

Warum sind Rippenmolche seit langem beliebt bei den Hobbyisten? Sie sind schwarzgrau und auch verhaltensbiologisch nicht gerade ein besonderer Renner, sieht man einmal davon ab, dass es bei ihnen eine echte Paarungsumklammerung mit Brunftschwielen im männlichen Geschlecht gibt, die bei den meisten anderen Molchen nicht stattfindet. Sie lassen sich permanent in einem Aquarium pflegen. Man findet nämlich auch Populationen in Gewässern, aus denen die Molche gar nicht herausklettern können, zum Beispiel Zisternen. Im Mittelmeerraum ist offenbar genau das richtige Klima für so eine besondere ökologische Nische, die Rippenmolche auch zu Kulturfolgern machte. Anders als etwa die Lungenlosen Salamander, die ausschließlich durch die Haut atmen, kommen die aquatisch lebenden Rippenmolche auch immer mal an die Wasseroberfläche, um ihre Lungen mit Frischluft zu füllen.

Im Aquaterrarium oder Aquarium legen die Rippenmolche ihre Eier einzeln an Pflanzen, Wurzeln oder in dafür eingebrachte Laichwolle. Man separiert sie und wartet bis zu zehn Tagen auf den Schlupf der Larven. Diese fressen Rädertierchen und später Cyclops und Daphnien, bis sie nach etwa 16 Wochen die Metamorphose durchlaufen. Dabei müssen sie nicht zwingend an Land gehen, sind aber erst nach zwei Jahren geschlechtsreif. Die erwachsenen Rippenmolche – Männchen erreichen 4,5, Weibchen 5 cm Kopf-Rumpf-Länge – fressen Molchpellets. Sie können bis zu 15 Jahre alt werden.

Hajo Herrmann

UV-Lampen für die Terraristik sollen durch EU-Recht wegen ihres Quecksilbergehalts eingeschränkt bzw. verboten werden. D...
03/09/2026

UV-Lampen für die Terraristik sollen durch EU-Recht wegen ihres Quecksilbergehalts eingeschränkt bzw. verboten werden. Die Stellungnahme des BNA ist beim Öko-Institut als Auftragnehmer der Europäischen Kommission eingegangen und wurde dort inzwischen veröffentlicht. Auf der Homepage des Öko-Instituts ist ersichtlich, dass zahlreiche Unternehmen und Hersteller in den verschiedenen Kategorien Anträge auf Ausnahmegenehmigungen eingereicht haben. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen gehen wir derzeit davon aus, dass ein Entwurf des Öko-Instituts mit Empfehlungen zu möglichen Verlängerungen und Ausnahmeregelungen voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr vorgelegt wird. Nach aktuellem Stand bedeutet dies, dass die betroffenen Leuchtmittel auch über das Frühjahr 2027 hinaus weiterhin verwendet werden dürfen. Für Ihre interne und externe Kommunikation haben wir außerdem unsere Pressemitteilung in deutscher und englischer Sprache als PDF beigefügt.

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Wann, wenn nicht jetzt?https://www.bna-ev.de/index.php/bna-mitgliedschaft

Martin stellt den Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis vorDie aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart...
03/09/2026

Martin stellt den Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis vor

Die aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart der Afrikanischen Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis kann immerhin bis zu 8,5 cm groß werden. Bioniker nahmen sie sich wegen ihres wendigen Fluges bei relativ hohem Körpergewicht als Vorbild für die Entwicklung von Transportdrohnen. Wie man diese Brummflug-Wonneproppen pflegen und sogar vermehren kann, erfahrt ihr in Martins Video.

Kommt zum Zoo-Zajac-Kanal bei Youtube, besucht uns dort und abonniert den Kanal, so unterstützt ihr uns und bekommt regelmäßig neue Videos mit Artporträts, Talk und kleinen Reportagen über Menschen mit Tieren, also besondere Tierhalter, Vereine und vieles mehr. Schaut mal rein:

Die aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart der Afrikan...

𝗕𝗹𝘂̈𝘁𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗳 𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮𝗴𝗱Afrikanische Blütenmantis, Pseudocreopoda wahlbergiDiese ungewöhnlich attraktive, durch...
31/08/2026

𝗕𝗹𝘂̈𝘁𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗳 𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮𝗴𝗱
Afrikanische Blütenmantis, Pseudocreopoda wahlbergi

Diese ungewöhnlich attraktive, durch ihre Färbung und Zeichnung Blüten nachahmende Gottesanbeterin besiedelt feuchte Gebiete Ost- und Südafrikas. Oft findet man diese Tiere auf der Unterseite von Blüten, wo sie meist nahezu regungslos verharren und derart gut getarnt auf ihre Beute lauern. Das sind meist Fluginsekten, die sich als Bestäuber der Blüten betätigen und so in unmittelbare Nähe der Mantis kommen. Gewöhnlich ist die Körpergrundfarbe cremeweiß, doch meist befinden sich dunkelgrüne Bänder und Flecke auf den Beinen oder den Segmenten des Abdomens. Zudem kann sich diese Blütenmantis an ihre Blütenumgebung farblich anpassen, und zwar nach einer Häutung, wenn sie mitunter grün, blau oder violett gefärbt ist. Körperanhänge an Abdomen und Thorax lösen optisch die Silhouette des Insekts auf. Die Augenzeichnung der Flügel kommt nur bei der Drohgebärde zum Einsatz. Die größeren Weibchen erreichen 50, die Männchen 40 cm Länge.

Pseudocreopoda wahlbergi kann in einem eher hohen als großflächigen, üppig bepflanzten Regenwaldterrarium gepflegt werden. Sie benötigt eine Temperatur zwischen 24 bis über 30°C. Hohe relative Luftfeuchtigkeit von tagsüber 60, nachts 80 % ist entsprechend der natürlichen Habitate erforderlich. Nebel- oder Beregnungsanlagen sorgen für ein solches Milieu. Allerdings darf es nicht zu Staunässe kommen, also eine Belüftung über Gazefelder am Terrarium ist wichtig. Man füttert ausgewachsene Afrikanische Blütenmantis mit Stubenfliegen, Wachsmotten oder Wiesenplankton.

Wegen der hohen Aggressivität und des kannibalischen Verhaltens insbesondere der Weibchen ist nur eine Einzelhaltung möglich. Wer es mit der Zucht versuchen möchte, muss also mehrere Terrarien mit Männchen und Weibchen zur Verfügung haben. Die kleineren, schlankeren Männchen lassen sich gut anhand ihrer auffällig langen Fühler erkennen. Möchte man ein Männchen zu einem Weibchen setzten, so sollten beide vorher satt gefüttert sein. Gleich nach der Paarung muss das Männchen wieder separiert werden. Das Weibchen legt Ootheken irgendwo im Terrarium ab. Sie befinden sich an Pflanzen oder an der Terrarienwand. Man entnimmt sie und inkubiert sie in einer Box bei einer Temperatur über 30°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 %. Die Larven schlüpfen nach vier bis sieben Wochen. Erstes Futter für die Nachkommen sind kleine Drosophila.

Hajo Herrmann

𝗩𝗼𝗿 𝗸𝘂𝗿𝘇𝗲𝗺 𝗲𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘁𝗲 𝗥𝗮𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁Tsavo-Zwerggecko, Lygodactylus tsavoensisLygodactylus tsavoensis ist allgemein als Tsavo-Zw...
30/08/2026

𝗩𝗼𝗿 𝗸𝘂𝗿𝘇𝗲𝗺 𝗲𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘁𝗲 𝗥𝗮𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁
Tsavo-Zwerggecko, Lygodactylus tsavoensis

Lygodactylus tsavoensis ist allgemein als Tsavo-Zwerggecko bekannt. Er ist eine kleine, tagaktive, baumbewohnende Geckoart, die im Südosten Kenias endemisch ist. Er wurde erst im Jahr 2019 von Patrick K. Malonza und Kollegen beschrieben. Im Jahre 2016 konnte ich ihn im Amboseli Nationalpark nachweisenn, war aber damals nicht in der Lage, die Art zu determinieren.
Lygodactylus tsavoensis kommt hauptsächlich in trockenen Buschlandschaften mit Akazien-, Commiphora- und Combretum-Vegetation vor. Er ist tagaktiv, lebt auf kleineren Bäumen, Sträuchern, umgestürzten Ästen und gelegentlich auch auf von Menschenhand geschaffenen Strukturen wie Zäunen und an Mauern. Er ist sehr klein; die maximale Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 35 mm. Die gräulich-blaue Körperfarbe kann sich je nach physiologischem Zustand und Umgebung verändern. Die Weibchen haben meines Wissen und Aufgrund meiner Beobachtungen keine blauen Farbelemente auf dem Körper. Er verfügt über eine cremefarbene, Y-förmige Zeichnung am Kopf, die die Augenhöhlen verbindet und sich als heller Streifen, der von dunklen Linien flankiert wird, über den Rücken hinunterzieht. Die Jungtiere von Lygodactylus tsavoensis sind gräulich mit einem gestreiften, goldbraunen Kopf und goldenem Schwanz.

Leider existieren meines Wissens noch keine Informationen zur Haltung in Terrarien. Diese sollte aber nicht wesentlich von anderen Lygodactylus-Arten abweichen.

Roland Zobel

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copeiSphaerodactylus copei ist eine kleine Gecko...
23/08/2026

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼
Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copei

Sphaerodactylus copei ist eine kleine Geckoart aus der Familie der Sphaerodactylidae, die endemisch auf den Westindischen Inseln, insbesondere auf der Tiburon-Halbinsel in Haiti, vorkommt. Die Art wurde auch auf die Bahamas eingeschleppt; dort entstanden auch die Fotos. Diese Tiere bewohnen sowohl feuchte als auch sehr trockene Gebiete. Dazu gehören bewaldete Regionen, trockenes Buschland sowie Bananen- und Kaffeeplantagen. Aufgrund ihres enormen Feinddrucks und ihrer winzigen Körpergröße leben sie versteckt am Boden und meiden direkte Sonne. Man findet sie meistens unter Steinen, verrottenden Baumstämmen, abgefallenen Blättern oder abgestorbenen Agaven. Bei Sphaerodactylus copei gibt es einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich so stark voneinander, dass man sie leicht für zwei verschiedene Arten halten könnte. Die Grundfarbe des Rückens der Männchen reicht von blaugrau über braun bis hin zu grünlich. Über den Körper verstreut liegen oft auffällige, rostfarbene oder purpurbraune Schuppen. Das markanteste Merkmal der Männchen ist der Kopf. Dieser ist leuchtend gelb-grün oder intensiv rost-orange gefärbt. Der Rücken der Weibchen ist meist blasser und variiert zwischen hellgrau, blaugrau und dunkelbraun. Er wird von ein bis vier dunklen Querbändern durchzogen. Ein charakteristisches Merkmal der Weibchen ist ihr tiefschwarzes Halsband, in das meist vier kontrastierende weiße Augenflecke eingebettet sind. Der Kopf zeigt ein Linienmuster aus blassgrünen oder kräftig braunen Streifen auf einem grauen oder blaugrauen Untergrund. Im Habitat herrschen tagsüber 24 bis 28 °C. An einem exponierten Platz können 30 bis 32 °C erreicht werden. Nachts kühlt die Temperatur auf ca. 20 bis 22° C ab. Da die Art sowohl feuchte als auch trockene Gebiete bewohnt, ist eine moderate, aber schwankende Luftfeuchtigkeit zwischen 60 bis 70 % gegeben. Nachts steigt die Luftfeuchtigkeit auf 80 bis 90 % an. Sphaerodactylus copei gehört zu den reinen Insektenfressern. Aufgrund der geringen Gesamtlänge von 7- 8 cm können diese Geckos nur kleine Beutetiere überwältigen.

In einem kleinen, gut strukturierten Terrarium ist die Haltung der kleinen Geckos und deren Zucht sehr gut möglich. Wichtig ist eine permanent leicht feuchte kleine Dose mit feuchtem Moos für die Eiablage und die gute Häutung der Geckos. Wichtig ist die abwechslungsreiche Ernährung mit winzigen Futtertieren. Dazu gehören Fruchtfliegen, Springschwänze, Asseln, Erbsenblattläuse, Mikroheimchen und Ofenfischchen. Erwachsene Shaerodactylus copei werden drei- bis viermal pro Woche gefüttert. Jungtiere im Wachstum benötigen täglich Futter. Pro Tier reichen meist drei bis fünf kleine Futterinsekten pro Mahlzeit. Überschüssiges Futter sollte nicht tagelang im Terrarium verbleiben. Da diese Echsen schnell an Mangelerscheinungen (wie Rachitis) erkranken, ist das Bestäuben der Futtertiere Pflicht. Zu fast jeder Fütterung gehört Kalziumpulver, um den Knochenbau und bei den Weibchen die Schalenbildung der Eier zu unterstützen. Vitamin D3 ist wichtig für die Kalziumaufnahme. Die Futtertiere sollten mindestens einmal pro Woche mit einem passenden Vitamin-Präparat eingestäubt werden.

Die Nachzucht von Sphaerodactylus copei im Terrarium ist für erfahrene Terrarianer gut möglich, erfordert aufgrund der Winzigkeit der Tiere jedoch Fingerspitzengefühl. Die Art gilt als produktiv, sofern die Parameter stimmen. Die Paarung verläuft meist unkompliziert. Das Männchen packt das Weibchen mit einem Paarungsbiss im Nacken. Wie fast alle Kugelfingergeckos legen die Weibchen immer nur ein einzelnes Ei pro Gelege. Bei guter Fütterung und optimalen Temperaturen kann ein gesundes Weibchen alle zwei bis drei Wochen ein neues Ei legen. Die Eier werden versteckt abgelegt – bevorzugt in Ritzen von Korkrinde, in leeren Schneckenhäusern, kleinen Filmdosen oder direkt in einer feuchten Box. Die Eier sind hartschalig und werden oft an den Untergrund angeklebt. Die Eier können im Terrarium belassen werden, wenn keine Fressfeinde (wie räuberische Asseln) vorhanden sind. Sicherer ist das Überführen in einen Inkubator: Das Ei wird auf leicht feuchtes Vermiculite, Perlite oder trockenes Moos gebettet. Hartschalige Eier dürfen nicht direkt nass werden, da sie sonst verpilzen. Optimal sind konstante 26 bis 28 °C. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Die Babys sind winzig und oft kaum größer als 1,5 bis 2 cm Gesamtlänge. Jungtiere sollten unbedingt separat in kleinen, ausbruchssicheren Dosen mit Walderde, etwas Moos und Rindestücken aufgezogen werden. Sie fressen in den ersten Wochen ausschließlich frisch geschlüpfte Springschwänze, kleine Zwergasseln und frisch geschlüpfte Drosophila melanogaster. Jede Mahlzeit muss unbedingt mit feinem Kalzium- und Vitamin-D3-Pulver bestäubt werden. Die kleinen Geckos trocknen schnell aus. Ein tägliches, feines Sprühen ist überlebenswichtig, Staunässe muss aber vermieden werden. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als potenziell gefährdet eingestuft. Der Hauptgrund hierfür ist der fortschreitende Verlust ihres Lebensraums durch die Holzkohleproduktion und Rodungen.

Roland Zobel

𝗦𝗺𝗮𝘂𝗴 𝗹𝗶𝗳𝗲 𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲Riesengürtelschweif, Smaug giganteusDer Artname suggeriert ein größeres Tier, denn so g...
20/08/2026

𝗦𝗺𝗮𝘂𝗴 𝗹𝗶𝗳𝗲 𝗶𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗹𝗹𝗲
Riesengürtelschweif, Smaug giganteus

Der Artname suggeriert ein größeres Tier, denn so gigantisch erscheinen sie nicht, die mit meist 20, maximal 40 cm Gesamtlänge größten Gürtelschweife Südafrikas. Sie besiedeln das offene Grasland in einem verhältnismäßig kleinen Areal. Da immer mehr davon landwirtschaftlich genutzt wird und die Tiere von den Basothos als Aphrodisiakum verwendet werden, schrumpft ihre Population, weshalb die Art im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens geführt wird. Riesengürtelschweife leben getrennt in Kolonien für Weibchen und Männchen, graben allerdings jeweils einen individuellen Bau, der fast zwei Meter tief sein kann. Außer den eigenen Jungtieren werden auch Frösche der Gattungen Kassina und Breviceps als Mitbewohner der Baue geduldet. Bei Gefahr verkeilen sich die Gürtelschweife derart in ihrem Bau, dass die dornenartig aufgestellten Kopf- und Nackenstacheln abwehrend nach oben gerichtet sind.

Viele Jahre lang wurde die Art innerhalb der Familie Cordylidae in die namengebende artenreiche Gattung Cordylus gestellt. 2011 schufen Herpetologen und gleichsam Fans von „Der Hobbit“ anhand molekulargenetischer Untersuchungen die neue Gattung Smaug für acht Gürtelschweife, die sie offenbar an den legendären Drachen Smaug erinnerten.

Die tagaktiven, sozialen Riesengürtelschweife sollte man in sehr geräumigen Terrarien mit tiefem Bodengrund aus Sand und Lehm, Korkunterschlüpfen und einem Trinknapf pflegen. Sukkulente Sansevierien oder Aloe können mit Töpfen eingesetzt werden. Tagsüber bei bis zu 28, nachts bei maximal 20°C und etwa 50% relativer Luftfeuchtigkeit pflegt man die Tiere am besten. Sie benötigen jedoch auch eine etwa achtwöchige Winterruhezeit bei ca. 15°C, während der auch die Beleuchtung kürzer und die Fütterung komplett eingestellt werden muss. Riesengürtelschweife fressen bevorzugt Käfer, weshalb Zophobas und allerlei Schaben die beste Nahrung sind, aber auch Wanderheuschrecken und große Grillen. Nach der Winterruhe ist Paarungszeit. Die Tiere kommunizieren mittels chemischer Signale, die in den Oberschenkel- und Cloakaldrüsen erzeugt werden. Die Trächtigkeit der lebendgebärenden Art beträgt vier Monate. Dann bringen die Weibchen meist ein bis zwei Jungtiere zur Welt, die man mit kleinen Grillen in einem separaten Terrarium aufzieht.

Hajo Herrmann

𝗗𝗶𝗲 𝗳𝗮𝗿𝗯𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗡𝗮𝘀𝗵𝗼𝗿𝗻𝗹𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻𝗲Bahama-Felsenschwanzleguan, Cyclura rileyCyclura riley ist bekannt als Bahama-Felsens...
16/08/2026

𝗗𝗶𝗲 𝗳𝗮𝗿𝗯𝗶𝗻𝘁𝗲𝗻𝘀𝗶𝘃𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗡𝗮𝘀𝗵𝗼𝗿𝗻𝗹𝗲𝗴𝘂𝗮𝗻𝗲
Bahama-Felsenschwanzleguan, Cyclura riley

Cyclura riley ist bekannt als Bahama-Felsenschwanzleguan oder San-Salvador-Felsenleguan. Es ist eine stark vom Aussterben bedrohte Echsenart aus der Familie der Leguane. Sie kommt endemisch auf den Bahamas vor und ist durch den Verlust ihres Lebensraums sowie freilaufende Hunde und Katzen gefährdet. Die Leguane ernähren sich überwiegend von Pflanzen (Blüten, Früchten und Blättern). Sie zeigen einen deutlichen Sexualdimorphismus; Männchen sind größer und besitzen ausgeprägtere Rückenkämme als die kleineren Weibchen. Die Geschlechtsreife wird in der Natur erst nach etwa drei bis sieben Jahren erreicht. Die Art ist stark gefährdet. Auf manchen kleinen Cays leben nur noch wenige hundert Exemplare. Die Regierung der Bahamas stellt prinzipiell keine Exportgenehmigungen für Felsenleguane aus. Ihr Lebensraum umfasst die trockenen Küstenzonen. Hier bewohnen sie Buschlandschaften, lichte Dünenvegetation und tropische Trockenwälder. Die Leguane sind stark an zerklüftete Landschaften mit verwittertem Kalkstein gebunden. Sie nutzen natürliche Spalten, Höhlen und erodierte Felslöcher als nächtlichen Unterschlupf und Schutz vor Feinden.

Feinsandige Abschnitte in Nestnähe sind für die Weibchen überlebenswichtig, um dort im Frühsommer ihre tiefen Eiablagehöhlen zu graben. Das Klima auf den Bahamas ist subtropisch-heiß und wird stark durch den Golfstrom beeinflusst: Die durchschnittlichen Lufttemperaturen liegen im Sommer bei rund 31°C. Im kältesten Monat (Dezember) fällt das Thermometer auf durchschnittlich 17°C. Schattige Plätze oder Höhlen dienen nachts als Kälteschutz. Die Leguane benötigen hohe Temperaturen zur Verdauung. Auf von der Sonne aufgeheizten Felsen, auf denen sie intensiv baden, steigen die Oberflächentemperaturen oft weit über 40 bis 45°C. Die Luftfeuchtigkeit schwankt stark mit den Jahreszeiten und liegt im Durchschnitt zwischen 40 und 75 %. Es gibt eine kurze Regenzeit im Mai/Juni sowie die intensive Hauptregen- und Hurrikan-Saison von August bis November, die für regelmäßige Feuchtigkeitsschübe sorgt. Den Großteil des Jahres verbringen die Tiere jedoch in einer eher ariden, windigen Küstenumgebung.

Die Haltung von Cyclura rileyi ist für Privatpersonen nahezu unmöglich und illegal, da die Art strengstens durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES Anhang A) geschützt ist. Ein legaler Erwerb für Hobbyhalter ist ausgeschlossen. Die Zucht und Haltung finden ausschließlich in wissenschaftlich geführten Zoos und streng überwachten Schutzstationen statt. Männchen sind territorial und untereinander unverträglich. Die Paarungszeit findet nur einmal im Jahr statt, meist im Frühjahr zwischen April und Juni. Etwa 40 Tage nach der Paarung graben die Weibchen tiefe Nistgänge in sandigen Boden. Ein Gelege umfasst je nach Alter und Größe des Weibchens nur zwei bis sechs Eier. Die Inkubation im warmen Sand dauert etwa 65 bis 90 Tage. Danach benötigen die Schlüpflinge oft noch bis zu zwei Wochen, um sich aus der Erdkammer an die Oberfläche zu graben.

Roland Zobel

𝗪𝗶𝗻𝘇𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗽𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗲𝗻𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻Zwergkärpflimg, Heterandria formosaSie sind etwas besonderes, die Zwegkärpflinge, ...
13/08/2026

𝗪𝗶𝗻𝘇𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗽𝗲𝗿𝗺𝗮𝗻𝗲𝗻𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗵𝗿𝗲𝗻
Zwergkärpflimg, Heterandria formosa

Sie sind etwas besonderes, die Zwegkärpflinge, die kleinsten aller Lebendgebärenden Zahnkarpfen ( Männchen ca. 2, Weibchen 3 cm lang). Sie haben spezielle Merkmale, die ihnen eine Gattung nur für sie allein einbrachte (monotypisch). Sie gehören zu den wenigen Aquarienfischen, die man sehr gut in einem Nano-Aquarium pflegen kann. Im Jahr ihrer Ersteinfuhr 1912 war die Aquarientechnik noch kaum entwickelt. Damals pflegte man die Fische ohne Filterung, Belüftung oder Heizung – und es klappte sofort gut mit der Zucht. Auch heute braucht man für ihr Aquarium keine Heizung; Zimmertemperatur reicht vollkommen aus. Heterandria haben ein relativ kleines Vorkommensgebiet in Florida uns Südkarolina. Dort beseidelt die Art Flachwasserbereiche sehr unterschiedlicher, doch stets stark verkrauteter Gewässer. Die Fische dringen sogar bis ins Brackwasser in Küstennähe vor.

Wenn man Zwergkärpflinge in einem kleinen Artaquarium pflegt und sparsam mit dem handelsüblichen Fischfutter versorgt, lassen sie sich gar nicht daran hindern, sich zu vermehren. Man beobachtet sehr oft die typische Paarung mit innerer Befruchtung mittels Gonopodium des Männchens. Bei Heterandria kann auch dann, wenn das Weibchen bereits trächtig ist, Sperma nachgespritzt werden. So gibt es im Körper des Weibchens Embryonen und Jungfische in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Die älteren ernähren sich sogar von Nährstoffen, die aus der Follikelplazenta des Weibchens stammen. So erklärt sich auch, dass im Zeitraum eines Monats täglich ein bis maximal neue Jungfische geboren werden – insgesamt bis zu 30.

An Wasserwerte oder Aquarieneinrichtung stellen die Zwergkärpflinge kaum Ansprüche, nur eine dichte Bepflanzug sollte vorhanden sein. Sie sorgt auch dafür, dass sich die Neugeborenen verbergen können und allerlei winzige Organismen als Erstnahrung finden. Es gibt eine Reihe von Aquarianern, die viele Jahre lang eine sich immer wieder verjüngende Gruppe von Zwergkärpflingen in einem kleinen Aquarium pflegen, ohne je neue hinzuzusetzen. Inzucht wird bei diesen Fischen nicht beobachtet. Heterandria formosa wird maximal drei Jahre alt, sorgt aber in diesen Jahren stets für Nachwuchs. Zwar sind diese Zwergfische nicht sonderlich bunt, doch der kleine rote Farbklecks in der Rückenflosse fällt auf wie ein Signal.

Hajo Herrmann

𝗘𝘅𝘁𝗿𝗲𝗺 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗶𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗻𝘄𝗮𝗹𝗱𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿Moosiger Plattschwanzgecko, Uroplatus sikoraeDieser Blattschwanzgecko bewohnt primä...
09/08/2026

𝗘𝘅𝘁𝗿𝗲𝗺 𝗲𝗺𝗽𝗳𝗶𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗥𝗲𝗴𝗲𝗻𝘄𝗮𝗹𝗱𝗯𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝗲𝗿
Moosiger Plattschwanzgecko, Uroplatus sikorae

Dieser Blattschwanzgecko bewohnt primär die östlichen und zentralen Regionen Madagaskars. Ein breiter Gürtel von den feuchten Küstenwäldern im Osten bis in die zentralen Hochebenen ist sein Hauptverbreitungsgebiet. Besonders häufig sind Vorkommen in geschützten Nationalparks wie dem Nationalpark Marojejy im Nordosten und dem Nationalpark Ranomafana im südlich-zentralen Osten. Die Tiere sind spezialisierte Baumbewohner, die perfekt an das Leben in intakten Ökosystemen angepasst sind. Sie leben ausschließlich in primären und sekundären Regenwäldern. Uroplatus sikorae ist eine Hochland- bis Bergwaldart. Sie kommt in Höhenlagen von ca. 500 bis 1200 m NN vor. Das Habitat ist ganzjährig von kühlen Nächten, moderaten Tagestemperaturen und einer dauerhaft sehr hohen Luftfeuchtigkeit geprägt. Tagsüber schlafen die Geckos kopfunter an dünnen, moos- und flechtenbewachsenen Baumstämmen oder Ästen in den unteren und mittleren Waldschichten. Nachts jagen sie im Geäst nach Insekten. Uroplatus sikorae ist ein Meister der Tarnung. Die Körperfärbung reicht von Moosgrün über Flechten- und Rindenfarben bis hin zu Schwarz. Die Tiere haben flache Hautlappen an Körper und Kopf. So sind sie auf einem Baumstamm kaum mehr zu sehen. Der Schwanz ist blattartig abgeflacht.

Aufgrund ihrer Anpassung an das feuchte Mikroklima der Regenwälder Madagaskars sind diese Echsen anspruchsvoll: Die Haltung ist komplex und erfordert Erfahrung. Sie benötigen sehr hohe Luftfeuchtigkeit und genaue regulierte Temperaturen. Für die Haltung dieser Geckos müssen die klimatischen Bedingungen der madagassischen Bergregenwälder exakt simuliert werden. Sie vertragen keine dauerhaft hohen Temperaturen über 28°C. Ideal sind Tagestemperaturen zwischen 22°C und 25°C mit einer nächtlichen Absenkung auf 16°C bis 19°C. Das ist wichtig für einen optimalen Stoffwechsel. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch sein, sich aber im Tagesverlauf dynamisch verändern. Tagsüber sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 65 bis 75% liegen.
Nachts zwischen 90 bis 100%. Da die Tiere Wassertropfen von den Blättern lecken, empfiehlt sich eine automatische Regenanlage. Große Lüftungsflächen sind Pflicht, um lebensbedrohliche Staunässe zu verhindern. Da diese Gecko-Art baumbewohnend und nachtaktiv ist, wird ein hohes Terrarium benötigt. Die Größe der Tiere liegt bei 15 bis 20 cm. Die Geckos gelten als sehr friedlich untereinander. Eine Gruppenhaltung von einem Männchen und zwei Weibchen in einem entsprechend großen Terrarium ist möglich. Zwei Männchen dürfen niemals zusammengesetzt werden. Das Terrarium benötigt dicke, vertikale und diagonale Äste. Naturkorkwände, Moose und Regenwaldpflanzen. Sie bieten Sichtschutz und stabilisieren das Mikroklima. Die Geckos sind reine Insektenfresser. Gefüttert wird nachts mit Grillen, Heimchen, Schaben oder Motten. Extrem wichtig ist das regelmäßige Bestäuben der Futtertiere mit Kalzium- und Vitamin-D3-Präparaten, um Knochenerweichungen (Rachitis) vorzubeugen. Die Fortpflanzung von Uroplatus sikorae wird maßgeblich durch die Simulation von Jahreszeiten gesteuert. Ohne eine kühle Ruhephase zwischen Mitte November bis Mitte Februar reifen die Keimzellen der Weibchen nicht optimal heran. Die Beleuchtungsdauer wird auf sechs bis acht Stunden verkürzt. Die Tagestemperaturen sinken auf etwa 18°C bis 20°C. Ab März werden die Beleuchtungszeit und die Temperaturen langsam wieder hochgefahren. Kräftiges Sprühen simuliert die madagassische Regenzeit. Die Geckos werden agiler und das Männchen (erkennbar an den verdickten Hemipen*staschen an der Schwanzwurzel). Das Männchen beginnt mit der Paarung, sobald das Weibchen empfängnisbereit ist. Das Weibchen trägt die Eier etwa 20 bis 25 Tage. Ein Gelege besteht fast immer aus zwei runden, hartschaligen, weißen Eiern. Die Eier werden meist auf dem Boden unter feuchtem Laub versteckt oder leicht im Substrat vergraben. Weibchen legen pro Saison etwa drei bis fünf Gelege im Abstand von einigen Wochen.
Blattschwanzgecko-Eier sind empfindlich gegenüber Staunässe. Sie sollten vorsichtig aus dem Terrarium in einen Inkubator überführt werden. Je nach exakter Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach 74 bis 130 Tagen.

Der Lebensraum von Uroplatus sikorae schrumpft rapide. Die größte Gefahr für die Wildbestände ist die fortschreitende Entwaldung in Madagaskar durch Brandrodung, Holzkohlegewinnung und Saphirminen. Da die Art auf intakte, feuchte Waldstrukturen angewiesen ist, verschwindet sie sofort, wenn ihr Wald fragmentiert oder ausgetrocknet wird. Die gesamte Gattung Uroplatus ist im Anhang II des CITES-Abkommens gelistet. Der Handel und die Einfuhr sind streng reguliert. Beim Kauf in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist ein legaler Herkunftsnachweis (z. B. eine Züchterbescheinigung mit den Elterntieren) zwingend erforderlich.

Roland Zobel

Adresse

Süntelstrasse 23
Hülsede
31867

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