Mobile Hundeschule Hüllhorst

Mobile Hundeschule Hüllhorst Hundetraining zu Hause. Gruppentraining. Welpenprägung. Beratung. Anti-Jagd-Training. Spezial Training
Hundetrainer mit Erlaubnis nach § 11, Abs. 1, Nr. 8

Das kann ich bestätigen es lohnt sich.
11/05/2026

Das kann ich bestätigen es lohnt sich.

Eines Tages gibt sich manch ein Hundebesitzer einen Ruck nach dem Motto "jetzt muss was verändert werden, wir starten mit Hundetraining". Eine Hundeschule wird besucht und es klingt schlüssig, was empfohlen wird. An und für sich sind die Hundehalter motiviert, etwas zu tun. Doch auf der anderen Seite klingt es anstrengender als gedacht. Scheinbar kann das Pöbeln bei Hundebegegnungen nicht einfach so abgestellt werden. Und es gibt nicht den einen Trick, dass sich der Hund zurückhält, wenn Gäste zu Besuch kommen...

Manchmal fühlen sich Hundehalter dann wie erschlagen von dem großen Berg, der vor ihnen zu liegen scheint. Doch so kompliziert, wie es wirkt, ist es in der Regel gar nicht. Natürlich, man muss etwas tun - nicht nur 1-2 Tage lang, sondern langfristig - und es kann auch mal unbequem sein, etwas umzustellen.
Es bedeutet, einen Weg zu gehen - aber nicht zwangsläufig steil bergauf. Lieber Schritt für Schritt.

Wenn man Autofahren lernt oder eine Fremdsprache oder ein Musikinstrument - dann braucht alles seine Zeit. Es gibt Höhen und auch mal Tiefen. All das gehört dazu. Und umso toller ist es, wenn man dann zurückblickt und sieht, welche Strecke schon geschafft ist.

Also, bleibt geduldig mit euch und eurem Hund 🙂. Jedes Stück nach vorne zählt 💪.

Eure Wirs - mit Seelefant

Ja genauso ist es das macht das Training erst interessant
25/02/2026

Ja genauso ist es das macht das Training erst interessant

Einmal FB oder Insta durchgescrollt und die Meinungsgewitter hageln nur so auf einen nieder.
Hundetraining ist kein Glaubenskrieg.
Es geht nicht um Wattebäusche.
Nicht um Alphas.
Nicht um „rein positiv“ oder „aversiv“.
Es geht um den Hund.
Den, der gerade vor dir steht.
Mit seiner Geschichte.
Seinen Erfahrungen.
Seinen Emotionen.
Manche Hunde kommen leicht.
Andere tragen Rucksäcke voll mit Angst, Unsicherheit, alten Mustern.
Und genau deshalb braucht Training keine Dogmen.
Sondern Wissen.
Verständnis.
Herz.
Professionelles Training heißt:
Nicht das trainieren, was im Buch steht oder auf FB oder Insta, 😉sondern das, was dieser Hund braucht.
Weniger Lagerdenken.
Mehr Hinschauen.
Mehr Zuhören.
Mehr Miteinander.

Denn am Ende zählt nur eines:
Der Hund.

Es ist so wichtig das nicht aussen vor zu lassen .
17/02/2026

Es ist so wichtig das nicht aussen vor zu lassen .

Brauchen GEBRAUCHSHUNDE tatsächlich spezielle Auslastung oder reicht eine gute soziale Struktur und das reine „Dabeisein“?
Heute Morgen bin ich über einen Post gestolpert, der mich doch ein wenig sprachlos macht.
Wenn Hundetrainer behaupten, Hunde bräuchten keine besondere Auslastung, wenn sie sich am Begriff Gebrauchshund stören oder genetische Anlagen als quasi nicht real darstellen, entsteht ein Bild vom Hund, das mit seiner Realität nur bedingt vereinbar ist.

Der Begriff Gebrauchshund ist kein Modewort, sondern beschreibt Hunde, die über viele Generationen hinweg gezielt für bestimmte Aufgaben selektiert wurden. Hütehunde, Jagdhunde, Schutz- und Diensthunde oder Zughunde tragen Eigenschaften in sich, die nicht zufällig entstanden sind.
Hohe Reizempfänglichkeit, ausgeprägter Arbeitswille, schnelle Erregbarkeit, Ausdauer und spezifische Verhaltenssequenzen wie Hüten, Jagen oder Bewachen.
Diese Anlagen verschwinden nicht dadurch, dass ein Hund heute als Familienhund lebt.
Natürlich ist eine stabile soziale Struktur essenziell. Bindung, klare Kommunikation und emotionale Sicherheit sind die Basis für jedes harmonische Zusammenleben. Doch soziale Stabilität ersetzt nicht automatisch die Befriedigung rassespezifischer Bedürfnisse. Interessant ist, welche Hunde besagte Trainer selber führen und natürlich habe ich deshalb auch ein wenig Verständnis für ihre Aussagen. Denn sie können es sich nicht im Ansatz vorstellen was so ein GEBRAUCHSHUND mitbringt.
Ein Hund kann eng eingebunden sein und dennoch unterfordert sein. Mentale Auslastung, kontrollierte körperliche Arbeit und Aufgaben, die an die genetischen Dispositionen anknüpfen, tragen wesentlich zur inneren Balance bei. Fehlen diese Elemente dauerhaft, zeigen sich nicht selten Übererregung, Frustration, stereotype Verhaltensweisen oder unerwünschte Selbstbeschäftigung.

Wenn zudem die Botschaft verbreitet wird, jeder Hund sei allein durch Nähe und soziale Einbindung glücklich, wird die Anschaffung bestimmter Rassen schnell unterschätzt. Gebrauchshunde werden nach Optik oder Trend gewählt, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Treten dann ernsthafte Verhaltensprobleme auf, stehen Halter überfordert da und nicht selten endet dies in der Abgabe des Hundes. Dass gerade leistungsstarke Hunde überproportional häufig in Tierheimen landen, ist kein Zufall, sondern oft das Ergebnis fehlender Auseinandersetzung mit ihren spezifischen Bedürfnissen.

Das bedeutet nicht, dass jeder Hund aus einer Arbeitslinie täglich Hochleistungssport betreiben muss. Individuen unterscheiden sich, und es gibt durchaus Hunde, die mit moderater, aber sinnvoller Beschäftigung zufrieden sind. Entscheidend ist jedoch die Anerkennung, dass genetische Dispositionen real sind und Verhalten beeinflussen. Sie vollständig zu ignorieren oder als irrelevant darzustellen, wird weder dem Hund noch dem Halter gerecht.

Gebrauchshunde sind keine Problemhunde. Sie sind spezialisierte Hunde mit Eigenschaften, die ursprünglich gewollt und gefördert wurden. Wer diese Anlagen versteht und in angemessener Form berücksichtigt, schafft die Grundlage für ein stabiles Zusammenleben. Werden sie hingegen ignoriert, braucht man sich über die aktuellen Entwicklungen zunehmende Überforderung, wachsende Problemfälle und steigende Abgabezahlen nicht zu wundern.
Natürlich findet es viel Zustimmung, wenn man so etwas schreibt denn wie unkompliziert erscheint Hundehaltung plötzlich, wenn angeblich jeder Hund, unabhängig von Rasse, Linie oder Veranlagung, allein durch Nähe und eine gute soziale Struktur zufrieden ist. Dann spielt es scheinbar keine Rolle mehr, welchen Hund man sich anschafft. Alles wirkt einfach, niederschwellig und für jeden machbar.

Doch sich mit genau diesem einen Hund wirklich auseinanderzusetzen, ihn seiner Veranlagung entsprechend zu arbeiten, seine Anlagen zu erkennen, zu fordern und gezielt zu fördern, um ihm echte innere Zufriedenheit zu ermöglichen das setzt Wissen, Erfahrung und Können voraus und zwar nicht nur beim Hundehalter, sondern ebenso beim Trainer. Es erfordert Fachkenntnis über Rassemerkmale, Belastbarkeit, Erregungslagen und sinnvolle Auslastungsformen. Es bedeutet, genauer hinzusehen, differenziert zu denken und Verantwortung zu übernehmen.
Wenn man selbst noch nie mit einem echten Gebrauchshund gelebt oder gearbeitet hat, ist vieles davon schwer greifbar. Das ist nachvollziehbar. Bestimmte Dynamiken, Intensitäten und Bedürfnisse erschließen sich oft erst in der praktischen Erfahrung. Doch gerade deshalb sollte man vorsichtig sein, pauschale Botschaften in die Welt zu setzen, die genetische Anlagen relativieren oder negieren. Solche Aussagen können verheerende Auswirkungen haben, weil sie Erwartungen formen und Entscheidungen beeinflussen.

Wer zweifelt oder es nicht glauben kann, darf gerne den direkten Austausch mit mir suchen und erleben, was ein wirklicher Gebrauchshund ist und was ihn ausmacht. Vielleicht erweitert genau diese Erfahrung die Perspektive auf diese besonderen Hunde und führt zu mehr Differenzierung, Respekt und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit ihnen.

Ja genau so ist es und deshalb muss man früh genug daran arbeiten das sie es anders lernen dürfen .
06/02/2026

Ja genau so ist es und deshalb muss man früh genug daran arbeiten das sie es anders lernen dürfen .

Der Windhund (z. B. Galgo, Whippet, Saluki) – der Flitzer

Da steht er.
Dieser wunderschöne, grazile Hund. Rehaugen. Schlanker Körper. Alles an ihm wirkt ruhig, fast zerbrechlich. Er schaut. Beobachtet. Und in der nächsten Sekunde sprintet er los.

„Alle in Deckung“, ruft jemand.
Nicht, weil der Windhund dich umrennen will, sondern weil er genau dafür gezüchtet wurde.

Während klassische Jagdhundrassen vor allem ihre Nase nutzen, um Fährten zu lesen, zu prüfen und Entscheidungen langsam aufzubauen, arbeitet der Windhund über das Auge. Er sieht – und reagiert. Ohne Vorwarnung. Ohne Anlauf. Ohne Diskussion.

Heißt: Er nimmt einen Reiz wahr, und sein Körper ist schon unterwegs, bevor der Mensch überhaupt merkt, dass da gerade etwas passiert ist.

Windhunde sind deshalb keine Dauerarbeiter.
Sie sind Punktarbeiter. Entweder sie stehen scheinbar teilnahmslos herum – oder sie sind im Lauf. Dazwischen gibt es wenig. Dieses Umschalten aus dem Nichts irritiert viele andere Hunde. Gerade in unseren Breitengraden, wo viele Hunde eher gleichmäßig unterwegs sind.

Darum ist frühe Sozialisation für Windhunde so wichtig. Nicht, um sie „normal“ zu machen, sondern damit sie lernen, dass andere Hunde anders ticken. Und damit andere Hunde lernen, dass Windhunde sich manchmal bewegen, als hätte jemand auf Vorspulen gedrückt. Das kann sonst erschrecken: der stille Beobachter, der plötzlich losschießt.

Vom Wesen her ist der Windhund sensibel. Er trägt Konflikte ungern körperlich aus. Statt zu raufen oder zu kebbeln, jagt er lieber, zwickt mal in den Po oder geht auf Distanz. Er wirkt still, beobachtend, manchmal fast abwesend – dabei ist er hochwach.

Auf Führung am Halsband reagieren viele Windhunde eher unerfreut. Druck, Enge und Festhalten passen nicht zu einem Körper, der auf Geschwindigkeit und Freiheit gebaut ist. Klassische Korrekturen machen ihn nicht klarer, sondern kleiner.

Vorderführung wirkt hier oft erstaunlich beruhigend. Nicht, weil sie ihn stoppt, sondern weil sie ihn nicht erschreckt. Ein klares Abbremsen von vorne gefällt ihm vielleicht nicht immer – aber es macht ihn nicht innerlich eng. Er bleibt bei sich.

Und privat?

Viele erwarten einen Hund, der auch zu Hause ständig unter Strom steht. Schnell. Nervös. Immer bereit loszuschießen.
Und dann liegt da plötzlich ein Windhund auf dem Sofa, als hätte er seit Jahren nichts anderes gemacht.

Windhunde sind keine Dauerläufer. Sie sind Profis für kurze Intensität – und für sehr viel Ruhe dazwischen. Zu Hause sind sie oft leise, genügsam, fast unauffällig. Sie stehen nicht ständig im Weg, sie fordern wenig ein, sie kleben nicht an ihrem Menschen.

Sie sind gern dabei – aber nicht aufdringlich.

Was man wissen muss: Windhunde mögen Komfort. Weiche Plätze. Wärme. Decken. Nähe, aber dosiert. Sie kuscheln, ja – aber nicht beliebig. Wenn es reicht, reicht es. Dann stehen sie auf und gehen. Kommentarlos.

Im sozialen Miteinander sind sie höflich, eher zurückhaltend. Kein Hund, der ständig bestätigt werden will. Kein Hund, der permanent fragt: „War das jetzt richtig?“
Wenn sie etwas tun, dann weil es für sie Sinn ergibt – nicht, um zu gefallen.

Mit Besuch sind viele Windhunde erstaunlich gleichgültig. Ein Blick. Kurzes Einschätzen. Dann wieder Sofa.

Und genau das ist vielleicht ihr größter Unterschied zu vielen anderen Rassen:
Sie leben nicht permanent im sozialen Austausch. Sie brauchen ihn – aber sie verlieren sich nicht darin.

Windhunde brauchen eigentlich wenig:
die Möglichkeit zu rennen.
Ein ruhiges Zuhause.
Futter.
Und ein paar ausgewählte soziale Kontakte.

Nicht unbedingt den Labrador-Bulldozer von nebenan, eher ruhigere, größere Hunde mit Übersicht.

Für wen sind Windhunde passend?
Für Menschen, die sich gern auf weiten Flächen bewegen, auf denen der Hund rennen darf – und die selbst eher gemütlich sind.

Ein kleiner Hinweis zum Schluss:
Andere Hundebesitzer reagieren auf Windhunde manchmal ängstlich oder verärgert.
Der Windhund weiß nämlich nicht, dass er ein Raser ist.
Er findet sich völlig normal.

www.der-hundegefaehrte.de

Probiert es aus es wird euren Hunden helfen .
06/02/2026

Probiert es aus es wird euren Hunden helfen .

🌿 TJURE Mönchspfeffer – Natürliche Unterstützung in hormonell herausfordernden Zeiten

Hormonelle Schwankungen gehören zum Leben unserer Hunde dazu – ob bei Hündinnen während und nach der Läufigkeit oder bei Rüden, wenn plötzlich alles ganz besonders spannend riecht. 🐶👃

TJURE Mönchspfeffer wurde speziell dafür entwickelt, den Hormonhaushalt deines Hundes auf natürliche Weise zu unterstützen und zu harmonisieren – ganz ohne unnötige Zusätze.

✨ Das macht TJURE Mönchspfeffer besonders:
✔️ konzentrierte Kräuterlösung mit hohem pflanzlichem Wirkstoffextrakt
✔️ frei von zugesetztem Zucker, Alkohol & chemischen Mitteln
✔️ niedrige Dosierung durch schonendes Herstellungsverfahren
✔️ geeignet für Hündinnen & Rüden

Ideal für Phasen, in denen Verhalten, Sensibilität und Alltag aus dem Gleichgewicht geraten können – natürlich, unkompliziert und gut in die tägliche Fütterung integrierbar. 🌱🐾

Ja so ist es daher nun schon öfter kleine Hunde in der Kundschaft dabei weil sie auch gesehen werden wollen .
02/02/2026

Ja so ist es daher nun schon öfter kleine Hunde in der Kundschaft dabei weil sie auch gesehen werden wollen .

Wow, Hundehalter unter sich.
Da kochen die Emotionen hoch!
Was für ein Paradebeispiel für die Doppelmoral in der Hundewelt. Auf der einen Seite erlebe ich Halter eines Pitbulls, die sich darüber empören, dass ihr Hund als Kampfhund bezeichnet wird. Auf der anderen Seite höre ich ganz selbstverständlich Begriffe wie Fußhupe oder Wadenbeißer, sobald es um kleine Hunde geht. Genau dieser Widerspruch macht die Diskussion für mich kaum erträglich.

Ich sehe immer wieder, dass kleine Hunde im Alltag nicht als vollwertige Hunde wahrgenommen werden, sondern als Accessoire, Witzfigur oder harmloses Beiwerk. Ihr Knurren wird belächelt, ihr Schnappen entschuldigt, ihr Stress ignoriert. Wenn ihre Halter diese Hunde nicht erziehen, nicht führen und nicht ernst nehmen, wird das oft sogar als niedlich oder witzig angesehen.
Gleichzeitig gilt genau dieses Verhalten bei großen Hunden sofort als massives Halterversagen und als Beleg für angebliche Gefährlichkeit.

Natürlich ist mir und hoffentlich allen klar, dass der Schaden, den ein kleiner Hund verursachen kann, in der Regel geringer ist. Körpermasse, Beißkraft und Reichweite setzen physische Grenzen. Umgekehrt sehe ich aber genauso klar, dass in Konflikten zwischen Hunden deutlich häufiger kleine Hunde schwer verletzt oder getötet werden als große. Begegnungen zwischen sehr unterschiedlich großen Hunden sind asymmetrisch, und dies wirkt sich im Ernstfall fast immer zulasten des kleineren Hundes aus.

Für mich ändert das nichts daran, dass kleine Hunde vollwertige Hunde mit Bedürfnissen, Grenzen und Anspruch auf verantwortungsvolle Führung sind. Ein geringeres Schadenspotenzial ist keine Rechtfertigung für fehlende Erziehung oder mangelnde Führung, sondern lediglich eine Beschreibung möglicher Folgen.

Was ebenfalls ständig passiert:
Rücksicht auf kleine Hunde, ihre Halter und deren keineswegs unbegründete Ängste wird belächelt oder komplett ignoriert. Wenn jemand seinen kleinen Hund hochnimmt, höre ich sofort Kommentare wie:
„Warum nimmst du den hoch?“ und als Rechtfertigung
„Klar springt meiner dann hoch.“
Als wäre das Hochnehmen eine Provokation statt eine Schutzmaßnahme.
Dass Halter kleiner Hunde gute Gründe haben können, schlechte Erfahrungen, reale Verletzungsgefahr oder schlicht Verantwortung für ein deutlich unterlegenes Tier, wird dabei ausgeblendet.
Es ist ja nur so eine Fußhupe!

Große Hunde brauchen mindestens genauso verantwortungsvolle Besitzer. Gleichzeitig darf man es ihnen gegenüber auch nicht auf die Spitze treiben. Sie haben auch „nur“ einen Hund an der Leine. Nur weil dieser groß ist, bedeutet das nicht, dass er mental über allem stehen muss oder kann. Rücksicht funktioniert in beide Richtungen. Mal die Leine kürzer nehmen, den eigenen unproblematischen Hund zu sich heranrufen oder Abstand schaffen aus Rücksicht auf andere, da bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone.

Ich selbst habe Hunde in nahezu allen Varianten.
Große Hunde mit realem Gefährdungspotenzial, kleine Hunde, die keineswegs harmlos sind, ebenso wie große und kleine Hunde, die völlig unkompliziert sind.
Vielleicht bin ich genau deshalb nicht so schnell im Verurteilen. Ich weiß, dass Verhalten nicht an der Größe hängt, sondern an Genetik, Erfahrung, Führung und Kontext und dass jede pauschale Einordnung der Realität nicht gerecht wird.
Übrigens führe ich meine großen eventuell (potentiell) gefährlichen Hunde mit Maulkorb in der Öffentlichkeit, nicht weil ich es muss. Nicht weil ich sie nicht unter Kontrolle habe, nicht weil sie mir gefährlich gegenüber sind. Sondern weil ich es kann, es kein Problem für mich und meine Hunde darstellt und im Zweifelsfall niemand zu Schaden kommt. Auch wenn meine Hunde nicht der Verursacher wären, definitiv würden sie einen nicht unerheblichen Schaden anrichten. Weil es einfach Hunde mit Potential sind.

Dazu kommt meine berufliche Realität:
Ich habe einige Kunden, deren kleiner Hund von einem größeren getötet wurde. Genauso kenne ich Großhundebesitzer, deren Hund einen kleinen Hund getötet hat. Das ist für beide Seiten dramatisch. Niemand steht morgens auf mit der Absicht, dass so etwas passiert. In diesen Fällen war es fahrlässig, ja aber niemals vorsätzlich.
Für alle Beteiligten bleiben Schuldgefühle, Trauer und oft lebenslange Konsequenzen zurück.

Für mich wäre schon ein enormer Schritt gewonnen, wenn jeder bei sich und seiner eigenen Verantwortlichkeit bleibt. Den eigenen Hund realistisch einschätzen, führen und absichern, statt das Verhalten des anderen kleinzureden oder zu kommentieren , dass wäre ein super Start für ein entspannteres und respektvolleres Miteinander.

Und jetzt schaut einmal genau hin, wie ihr diesen Text lest. Er ist weder pro noch kontra, weder für kleine noch für große Hunde. Beim Lesen lohnt es sich, wahrzunehmen, wo ihr innerlich nickt und an welchen Stellen Emotionen hochkommen. Das macht nicht der Text, dass macht ihr selbst daraus. Genau dort liegt der Schlüssel zur eigenen Reflexion.

Ja, es gibt unwissende, unverfrorene, unverschämte und rücksichtslose Menschen, völlig unabhängig davon, welchen oder ob sie überhaupt einen Hund an der Leine haben.
Das ist Realität. Aber genau das darf nicht die Ausgangslage für ein Miteinander sein.
Wer so startet, bestätigt nur Vorurteile und verschärft Fronten, statt Verantwortung, Respekt und Sicherheit in den Mittelpunkt zu stellen.

Was mich zusätzlich frustriert: Egal welche Rasse ich nenne, die Reaktionen sind fast immer gleich. Menschen fühlen sich persönlich angegriffen. Meine Aussagen werden nicht als sachliche Beschreibung gelesen, sondern als Angriff auf den eigenen Hund, die eigene Identität oder die eigene Haltung. Objektives und differenziertes Lesen scheitert daran, dass Emotionen sofort die Oberhand gewinnen. Statt über Verhalten, Verantwortung und Rahmenbedingungen zu sprechen, wird reflexartig verteidigt, relativiert oder zurückgeschossen.
Egal über welches Thema ich schreibe, es fehlt immer diese oder jene Sichtweise. Man findet immer etwas was ja noch unbedingt mit erwähnt werden müsste.
Ein FB Post dient meist dazu ein bestimmtes Thema aufzugreifen und darüber zu schreiben und einen überschaubaren Text zu erstellen. Tatsächlich würde es fast jedes Thema auch zumindest zu einem Taschenbuch schaffen, aber es ist eben nur ein Post der zum Reflektieren oder Nachdenken anregen soll.

Das Absurde daran ist für mich, dass genau diese Emotionalisierung jede ernsthafte Auseinandersetzung blockiert. Solange alles personalisiert wird, bleibt sachliche Kritik unmöglich und genau dadurch ändert sich nichts an den bekannten Problemen.
Wenn ich Respekt für meinen eigenen Hund einfordere, muss ich ihn auch allen anderen Hunden zugestehen, unabhängig von Größe, Gewicht oder öffentlichem Image. Alles andere empfinde ich nicht als Fairness, sondern als Bequemlichkeit.

Und ganz ehrlich:
Wenn wir Hundehalter untereinander schon Krieg führen, wie sollen dann Menschen ohne Hund Verständnis für Hunde und deren Menschen entwickeln? Wenn wir uns gegenseitig abwerten, belehren oder bekämpfen, liefern wir genau das Bild, das später gegen alle Hundehalter verwendet wird. Ein respektvolles Miteinander beginnt nicht draußen auf der Straße, sondern bei der eigenen Haltung gegenüber anderen.

Adresse

Büttendorfer Str. 192
Hüllhorst
32609

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 19:00
Freitag 09:00 - 19:00
Samstag 09:00 - 16:00
Sonntag 09:00 - 14:00

Telefon

+491636024637

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Mobile Hundeschule Hüllhorst erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Mobile Hundeschule Hüllhorst senden:

Teilen

Kategorie