23/02/2026
Die Nächste in unserer Trainervorstellung ist Lea.
Lea ist 35 Jahre alt und hat Biologie studiert (M.Sc.).
Ihre Hobbys sind Angeln, Sport, Kino, Konzerte, Escape Games, mit Freunden schöne Ausflüge machen, Wandern, SUP-Touren und Fotografie. Im Sommer liebt sie es, im Garten zu puzzeln und Gemüse anzupflanzen. Ihr größtes Hobby ist allerdings ihre Hündin Feli, mit der sie am liebsten einfach nur durch die Natur streift.
Feli ist eine 15 1/2 Jahre alte Mischlingshündin aus einer spanischen Tötung. Ihr hat Lea es auch zu verdanken, dass sie Suchhundetrainerin geworden ist. Anfangs hat sie noch als Kundin getrailt, um der ehemals ängstlichen Hündin Selbstbewusstsein zu geben und den Jagdtrieb auf eine Aufgabe umzulenken. Mit Feli machte Lea Mantrailing und Zielobjektsuche. Beim Mantrailing wurde Feli in jüngeren Jahren grün durchgeprüft (ehemals K9®) und bei der Zielobjektsuche hat Feli im vorletzten Jahr den ersten Platz in einer Qualifikation erreicht. Zielobjektsuche macht sie mit Feli noch regelmäßig weiter, um die alte Hündin geistig fit zu halten. Beim Mantrailing kommt sie derzeit leider aus Zeitgründen zu kurz - der Schuster hat nun mal die schlechtesten Schuhe, sagte Lea.
Lea ist beim Suchhundezentrum Nord hauptberuflich angestellt und übernimmt dort mittlerweile zahlreiche Aufgaben. Als Stützpunktleiterin Kiel kümmert sie sich um alle anfallenden Aufgaben, die das Training in Kiel betreffen. Dazu gehören unter anderem die Verwaltung der Wartelisten, das Pflegen der Trailortliste und als Ansprechpartnerin der Kieler Trainer ein offenes Ohr für alles zu haben. Bei der Nasenarbeit ist sie zum einen Trailtrainerin (ehemals nach K9® advanced Trailtrainer (ATT) ausgebildet) und übernimmt mittlerweile seit drei Jahren die Ausbildung unseres Trailtrainer Nachwuchses. Zum anderen ist sie als Familienhundtrainerin Lizenztrainerin in der Zielobjektsuche®. Mit ein paar engagierten Kunden und Kundinnen trainiert sie dieses Jahr zum zweiten Mal auf den nächsten ZOS®- Wettkampf hin. Da das Suchhundezentrum Nord seine Räumlichkeiten für die Zielobjektsuche in Kiel im Tierheim Uhlenkrog hat, trainiert sie als Dankeschön dafür mit den Tierheimhunden in der Zielobjektsuche®. Neben Trailtrainerin, ZOS®-Trainerin und Ausbilderin fungiert Lea im Sommer auch als Trainerin für Stand-up-Paddling (SUP) mit Hund. Zudem ist sie sowohl beim Suchhundezentrum Nord als auch bei der Hundeschule Eckernförde für Social Media (Instagram und Facebook) zuständig und informiert die Follower über Aktuelles im Unternehmen. Zusätzlich kümmert sie sich um Merchandise des Unternehmens (Warnwesten - Bestellungen und Spreadshirt - Seite aktuell halten).
Lea hatte im letzten Jahr ihr 10-Jähriges Jubiläum im Suchhundezentrum Nord. Sie kam damals durch ihre Hündin Feli als Kundin zum Unternehmen. Mantrailing war damals nur ein Hobby von ihr, doch bei der Trailprüfung sprach die Leiterin Lydia Lea an und meinte, dass sie ein gutes Bauchgefühl habe und glaube, dass sie gut ins Team passen würde. Leas damalige Trainerin hatte sie beim Training noch ein bisschen bearbeitet und schwupps, fand sie sich neben ihrem Masterstudium in der Ausbildung zur Trailtrainerin wieder.
Auf die Frage, wie sich ihr Job seitdem verändert habe, sagte Lea, dass es deutlich mehr Arbeit geworden sei. Anfangs hätte sie den Job nebenberuflich gemacht und Gruppen von Alttrainern übernommen. Die Arbeit habe ihr großen Spaß gemacht und sie hätte schnell gemerkt, dass sie sich langfristig nicht in ihrem eigentlichen Beruf als Forschende in der Biologie sähe, und so sei sie hauptberuflich ins Unternehmen eingestiegen. Da es körperlich aber nicht leistbar gewesen sei, diesen Job nur über Trailgruppen zu füllen, sei die Zielobjektsuche und nach und nach auch die anderen Aufgaben hinzugekommen.
Lea liebt an ihrem Job, dass er so bunt ist. Die verschiedenen Aufgaben im Unternehmen sind so unterschiedlich, dass es nie eintönig wird. Mit Mensch und Hund zu arbeiten wird nie langweilig, denn so, wie jeder Mensch unterschiedlich ist, sind es auch die Hunde. Man muss sich auf jedes Team individuell einstellen und dabei kreativ und einfallsreich sein.
Zudem gibt es ihr sehr viel, mit ihrer Arbeit Mensch und Hund glücklich machen zu können. Die Freude der Hunde zu erleben, wenn sie zum Trail-Startpunkt erscheint, gibt ihr ein gutes Gefühl der Zufriedenheit und die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben! Zu erleben, wie man über seine Arbeit ganz viel im Hund-Mensch-Teams bewirken kann - etwas, das man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht sieht - das ist es, was den Job für Lea so wertvoll werden ließ und lässt. Und wenn sie dann manchmal auch noch nach Feierabend dankbare und liebe Worte ihrer Kundinnen und Kunden erreichen, ist sie oft ganz gerührt – und glücklich!
Und dem Ganzen setzen die Tierheimhunde noch ein Sahnehäubchen oben drauf. Familienhunden eine Aufgabe zu geben, ist alleine schon klasse. Aber den Tierheimhunden eine Aufgabe zu geben, ihnen etwas Neues beizubringen, sie über die Nase auszulasten und Ruhe und Konzentration zu fördern, da bekommt der Job nochmal eine ganz andere Bedeutung.
Kurz: Lea hat einfach ihren Traumjob als Suchhundetrainerin gefunden!
Bei der Antwort auf die Frage, was Lea an ihrem Job nicht mag, tat sie sich ein bisschen schwerer. Ganz klar mache ihr das Wetter manchmal etwas zu schaffen, wenn sie den Großteil des Jobs draußen arbeite. Andererseits härte sie das auch enorm ab, so dass sie eigentlich so gut wie nie krank sei.
Die meisten Menschen mit denen sie arbeite, seien ganz toll und sehr wertschätzend. Es gäbe manchmal bei der Arbeit mit Menschen aber auch ein paar wenige, die etwas distanzlos seien und vergessen würden, dass man im Endeffekt "nur" deren Trainer ist. Das könne dann selten auch mal zu unerfüllbaren Erwartungen auf Seiten der Kunden kommen, wovon sich Lea allerdings über die Jahre gelernt habe, gut abzugrenzen.
Einen ganz besonders schönen Moment in ihrer Arbeit zu nennen fiel Lea schwer. Sie sagte, dass es davon tausende gäbe. Von Angsthunden, die, um die versteckte Person zu finden, über sich hinausgewachsen seien, von lustigen Momenten, bei denen man Menschen in Mülltonnen versteckte oder in Schnee eingegraben hatte, über ganz viele Momente, in denen man mit nur kleinen Tipps ganz viel für ein Team verändern konnte.
Zur vorletzten Frage, ob sie auch eine unschöne Situation in ihrem Job erlebt habe, sei ihr eigentlich nur ein Erlebnis in Erinnerung geblieben: Ein Tierschutzverein hatte sie gebeten, eine schwierige Hündin zunächst notfallmäßig als Pflegehund aufzunehmen. Der Transport nach Kiel hatte sich etwas verspätet, so dass die Übergabe der Hündin genau in die Zeit einer Trailgruppe fiel. Da die Hündin extrem unsicher war, hatte sich Lea kurz Zeit genommen, um die Hündin nicht mit zu viel Druck und Hektik von einem Auto ins andere zu bekommen. Da die Trailgruppe, mit der Lea bereits arbeitete, bestens in der Zeit war, bat sie die Gruppe, sich schonmal für den nächsten Hund auszutauschen und die VP dort vorne gleich zu treffen. Eine Kundin hat über dieses Ereignis – eine Zeit der minimalen nicht-Betreuung der Trailgruppe - Wochen später eine Beschwerde bei Leas Arbeitgeber eingereicht.
Dies sei für Lea als sehr negativ hängen geblieben, da sie bis zu diesem Erlebnis davon ausgegangen sei, dass Hundebesitzer als Hundefreunde Verständnis haben und nicht 5 oder 10 Minuten vom Spaß des eigenen Hundes über einen kleinen Notfall eines anderen Hundes, stellen. Gleichzeitig sei dies aber auch als sehr schöne Erfahrung in Erinnerung geblieben, da Leas Arbeitgeber in dieser Angelegenheit voll und ganz hinter ihr gestanden hätten.
Leas Satz, den sie in ihrem Job oft sagt:
"Erst glauben, dann fragen!"