03/08/2021
BARF? Nichts für Whiskey und Nala.
Wer barfen möchte, aktuell barft oder sogar nach PREY füttert, sollte sich diesen Beitrag durchlesen und vor allem die Hygieneregeln am Ende beachten.
Heute mal todesmutig ein heikles Thema:
BARF - Ja oder Nein?
Rohfütterung liegt im Moment voll im Trend. Rohes Fleisch, Innereien, Obst und Gemüse sollen die natürliche Ernährung von Wildhunden imitieren.
Die Diskussion, ob barfen gut ist, gleicht einem Lauf über heiße Kohlen, denn kein eingefleischter BARF-Fan lässt etwas schlechtes darüber sagen.
Es soll heute auch gar nicht um Sinn oder Unsinn des Barfens gehen, sondern um die Gefahren für den Menschen.
In zwei ganz aktuellen Studien aus 2021 sind mehrfach multiresistente Bakterien sowohl im Barf, als auch in den Hunden und sogar bei den Hundehaltern gefunden worden.
Es gibt nur noch wenige sogenannte „Reserve-Antibiotika“.
Wenn durch barfen auch noch die letzten dieser Notfall-Medikamente unwirksam werden, dann würden etliche Menschen sterben.
Kochen tötet Bakterien.
Durch Kühlung oder Tiefgefrieren werden diese Keime nicht abgetötet, auch wenn viele das denken.
Hunde und auch Katzen können diese multiresistenten Keime in sich tragen auch ohne zu erkranken. Durch Ablecken oder auch Kot können diese auf die Menschen in ihrem Umfeld übertragen werden.
Barfen ist also nicht mal eben:
Die Rationen müssen vernünftig berechnet werden und es sollte sich jeder klar machen, was für ein Risiko rohes Fleisch für die eigene Gesundheit darstellt!
Wer trotzdem unbedingt meint barfen zu müssen…
Hier ein paar einfache Hygienetipps:
•Rohes Fleisch sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.
•Alle Näpfe, Bretter und der Futterplatz sollten direkt mit heißem Wasser gereinigt werden.
•Jedesmal danach sehr gut Hände waschen.
•Auch für Hunde sollte hochwertiges Fleisch und kein Fleisch aus Massentierhaltung verwendet werden.
•Darauf achten, dass alles sofort gegessen wird, nichts stehenbleibt und der Hund auch kein rohes Fleisch wegschleppt.
•Niemals rohes Schweinefleisch füttern (Aujeszky oder Pseudotollwut)
•Und nochmal: Beim Kochen werden die Bakterien abgetötet. Einfrieren stoppt zwar das Wachstum der Bakterien, tötet sie jedoch nicht ab.
So, alles klar?
Ich erwähne es nochmal zum Schluss:
Hier geht es nicht um den Sinn oder Unsinn von barfen, sondern um die gesundheitlichen Gefahren für den Menschen.
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0168160521002439