Faszilation Hund

Faszilation Hund Faszilation Hund – Hunde verstehen. Alltag meistern. Verhaltenstherapie beginnt dort, wo Training seine Grenzen hat. Vanessa & Markus

Wir begleiten Menschen mit ihren Hunden, die Verhalten verstehen,
Probleme lösen und den Alltag sicher und entspannt gestalten möchten. Herzlich Willkommen bei Faszilation Hund

Die Verhaltentherapie und Tierheilpraxis

Wir arbeiten seit über 20 Jahren verhaltenstherapeutisch mit den ganz besonderen Hunden. Als besonders empfinden wir diejenigen Hunde, die sich nicht in das gängige Bild eines una

uffälligen Begleithundes fügen. Die zu reaktiv, zu bissig, zu ängstlich, zu krank, zu verhaltensauffällig z.B. selbstbeschädigend oder auch geistig und/oder körperlich stark gehandicaped sind. Für einen tiefergehenden Einblick in unsere Arbeit und Angebote besuchen Sie gerne unsere Homepage. www.faszilation-hund.com


Der Ehrenhof

Privat nehmen wir all diejenigen auf, bei denen gleich mehrere der oben genannten Aspekte in besonderer Schwere zusammenkommen und die von Tierschutzorganisationen auf Vereinsbasis nicht mehr trag- oder
machbar sind oder es auch noch nie waren. Wir übernehmen keine Hunde aus Privathand oder importieren aus dem Ausland und nehmen ausschließlich auf Anfragen von Tierschutzorganisationen oder diesen nahestehenden Personen, Hunde bei uns auf. Wir leben mit den Hunden familial zusammen und benötigen weder Zwinger noch Boxen oder ähnliches. Aufgrund der Schwere der Erkrankungen haben wir entsprechend hohe Kosten zu bewältigen und freuen uns selbstverständlich immer über liebe Unterstützung. Wer uns dabei helfen möchte vom Leben und den Umständen schwer benachteiligten Hunden wieder in eine körperliche und seelische Freiheit zu helfen, kann über

ko-fi.com/faszilationhund

einen Einblick über unser Leben, unsere Hunde und unsere Arbeit auf dem Ehrenhof gewinnen und auch mehrere Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung unserer einzigartigen Arbeit finden. Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihr Interesse und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei einem Besuch auf unseren Seiten!

01/06/2026

In dieser Woche steht bei uns Beauty und Wellness ganz oben auf dem Programm 🏖

Ist doch auch logisch, wenn die Schwimmbadsaison so heftig an die Tore klopft.
Unter anderem hatte heute Kuwala das Rundum-Sorglos-Paket: Zwischenballen-Haare entfernen, Nägel schneiden, Massagebürsten und Ohren auf Durchzug gebucht.

Weil wir uns noch nicht so lange kennen und wir nicht wussten, wie er aufgrund seiner schweren Behinderung und den empfindlichen Läufen auf das Nagelschneiden reagiert, haben wir vorsichtshalber den Maulkorb drauf gepackt.

Da wir mit ihm ausschließlich weichen Untergrund und Feldwege laufen und er seine Beine nicht richtig belasten kann, ist regelmäßiges Krallenschneiden unabdingbar.

Wir vermuten, er fand es wohl ganz ok 🤭

Wir sagen Danke ❤️Wie ihr euch bestimmt erinnert, hatten wir vor kurzem die liebe Freundin und Kollegin Lilli  Guth für ...
29/05/2026

Wir sagen Danke ❤️

Wie ihr euch bestimmt erinnert, hatten wir vor kurzem die liebe Freundin und Kollegin Lilli Guth für dreieinhalb Wochen aus München als Praktikantin bei uns zu Gast.
Sie hat uns dabei nicht nur in der Verhaltenstherapie begleitet, sondern auch direkt in der Wohnung über uns, mit Blick auf den Großteil unseres Gartens und lief in der Vergangenheit auch schon einige Tage in unserem Privathaushalt mit den Hunden mit.
Wenn es jemand beurteilen kann, wie wir 24/7 sind, dann sie.

Wir bedanken uns von Herzen für diesen wunderschönen mit so viel Mühe und Liebe geschriebenen Text, die langjährige Freundschaft und möchten sagen, dass du absolute Spitzenklasse bist ❤️

Google-Bewertung von Lilli:

Kurz Zusammengefasst:
Vanessa sieht bei ihrer Arbeit als Trainerin und Verhaltenstherapeutin die Details, die andere übersehen. Sie ist die Trainerin, zu der andere Trainer und Tierheime gehen, wenn sie nicht weiterwissen. Sie ist die Trainerin, zu der Mensch-Hund-Teams nach teils langer Odyssee kommen, bei denen andere Trainer nicht helfen konnten. Und sie ist die Trainerin, die dann auf Ihre Art eine bleibende Verhaltensänderung bewirkt, die die Besitzer auch dauerhaft sehen und umsetzen können. Meist ohne Futter und ohne den Hunden weh zu tun. Einfach durch klare, feine und gleichzeitig leise Kommunikation, die der Hund einfach versteht und dankbar annimmt.

Für die, die es detaillierter wissen möchten:
Vor Ihren Erfolgen bei stark traumatisierten und als aggressiv/bissig geltenden Hunden kann man nur den Hut ziehen.
Ihre umfangreiche Expertise im Bereich von Futtermitteln und Krankheitssymptomen ist ebenfalls beeindruckend.
Ich habe in all den Jahren als Trainer niemanden gesehen, der so fein und auf den Punkt Menschen und Hunde liest und Mensch-Hund-Teams so sehr erfolgreich und auf bedachte, ruhige Art so schnell vorwärts bringt.

Ich kenne auch niemanden, der mit so vielen ehemals stark bissigen und anderweitig verhaltensauffälligen Hunden im normalen Familienverband normal zusammenlebt und das ohne Misshandlungen, Käfige, dauerhafte Isolierung und Dauermaulkörbe (- und trotzdem noch alle 10 Finger hat. ;-) ) Selbst sterbenskranke Hunde, die aus unterschiedlichen Tierheimen und Resozialisierungsprojekten in Deutschland zu den beiden kamen, haben sich häufig durch die besondere Pflege und Unterstützung wieder erholt und noch ein langes Leben gehabt.

Nur ein Beispiel: Für mich persönlich ist ihre sehr erfolgreiche Eingliederung einer Hündin mit ehemals stark ausgeprägter Selbstverletzung in ihre Gruppe ein äußerst beachtlicher Erfolg. Bei dem ursprünglichen Schweregrad stand eigentlich die Euthanasie im Raum. Die Hündin lebt jetzt seit einigen Jahren in ihrer Familie, ist mittlerweile fast durchgehend symptomfrei und braucht keinerlei sedierende und stimmungsaufhellende Medikamente mehr. Es gibt schlicht so gut wie keine -mir bekannten -Trainer/Verhaltenstherapeuten in Deutschland, die Vergleichbares leisten.

Was Vanessa und ihr Mann Markus täglich auf ihrem privat finanzierten Gnadenhof ("Der Ehrenhof") für Ihre Tiere leisten, ist mehr als bewundernswert und bedürfte viel mehr Unterstützung für das Projekt. Es gibt so viele Leute die in der Social Media Welt schön daher reden und dann hinter den Kulissen ganz anders agieren. Markus und Vanessa leben hingegen durchgängig, was sie sagen und setzen Stück für Stück ihre Visionen um.

Die Schwierigkeit bei Vanessas Arbeit: Einmal bei ihr gesehen, dass Training auch anders, sanfter, ruhiger und nachhaltiger sein kann, kann man manche Dinge weder als Trainer noch als Besitzer zukünftig in anderen Trainingsstilen länger gutheißen. Der komplette Umgang mit dem Hund und viele bisher verwendeten Methodiken lassen sich dann ggf. in Frage stellen und nicht mehr mit ruhigem Gewissen nutzen. Das benötigt teilweise ein radikales Umdenken und so manchen unangenehmen Sprung über den eigenen Schatten und bisher geschaffene Konzepte.

Die Sichtweise an sich ist eigentlich einfach und logisch. Ich habe viele Besitzer gesehen, die damit keinerlei Schwierigkeiten hatten. Für Trainer ist das genaue Hinschauen und die Feinheiten zu erkennen und umzusetzen, die crux. Da gilt es öfter mal das eigene Ego hinten anzustellen und sich mit Offenheit auf einen anderen, neuen Weg zu begeben. Das fällt nicht jedem leicht und sorgt für so manchen rauchenden Kopf und kleinere und größere Welthinterfragungen in Ihren Webinaren und Veranstaltungen. Wer sich drauf einlässt und dauerhaft dranbleibt, wird mit positiven Ergebnissen belohnt. Und er wird definitiv besser im Umgang mit dem Hund.

Ich sehe seit mittlerweile 10 Jahren, wie viel die bei ihr gearbeiteten Hunde und Trainerszene durch ihre Arbeit profitieren und wünsche mir, dass noch viel mehr Menschen den Weg zu ihr finden und außerdem den Ehrenhof unterstützen.

Für freie Hunde...Wahrscheinlich der viermillionste Text zum Thema Maulkorb....Aber da die Ignoranten und Träumer nicht ...
28/05/2026

Für freie Hunde...

Wahrscheinlich der viermillionste Text zum Thema Maulkorb....
Aber da die Ignoranten und Träumer nicht müde werden, dagegen zu plärren, werde ich ebenfalls nicht müde, dafür zu argumentieren.
Und zwar jenseits von irgendwelchen persönlichen Befindlichkeiten, “Das tut mir weh, wenn ich das sehe“, “Der arme Hund“, “Der macht mir doch nichts“, “Der kann doch jetzt auch mal ohne Laufen, das geht jetzt schon mal“, “Dann sieht er doch so böse aus“, Der kann sich ja gar nicht frei bewegen“ und was weiß ich, was denjenigen noch so einfällt, die in ihrem Sinne “für“ den Hund plädieren.
Warum in ihrem Sinne? Weil es, wie man an den Beispielen sehr leicht ersehen kann, immer nur um ihre ganz eigene Sicht der Dinge geht, die stark von ihrem Gefühlsleben beeinflusst wird.
Ich fühle mich nicht gut, wenn der Hund so rumläuft, dann ist es auch nicht richtig.
Und da wird es gerne mit dem beliebten Thema “Bauchgefühl im Hundetraining“ vermischt.
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin ein großer Fan von Bauchgefühlen.
Aber ein noch größerer Fan bin ich von Selbstreflexion. Und die beginnt in diesem Fall mit der Frage, habe ich da ein Problem mit oder wirklich der Hund?
Und in den meisten Fällen, lässt sich das bei gründlicher Selbstreflexion schnell beantworten.
Es gibt da übrigens häufig einen direkten Zusammenhang zwischen dem “Problem mit einem Maulkorb“ und dem “Problem der übermäßigen Wahrnehmung des sozialen Umfeldes“.
Dies beruht auf keiner Studie, sondern aus der langjährigen persönlichen Beobachtung.
Und geht man das eine Thema an, geht es automatisch auch ans zweite.
Doch das sei nur am Rande bemerkt.
Viel wichtiger ist doch die Auswirkung des Maulkorbes auf den Hund, denn um den geht es ja schließlich.
Und da lassen sich, zumindest wieder aus meiner persönlichen Erfahrung geschlossen, einige Auffälligkeiten beobachten:

1. Hundehalter, die eine innere Ablehnung gegen den Maulkorb verspüren, betreiben exzessives Maulkorbtraining.
Ich hatte bisher ausschließlich bei diesen Hunden Probleme beim Anlegen des Maulkorbs. Das Tragen ist eine andere Geschichte, hier geht es um den Akt des Anlegens.
Die Überbewertung einer Aktion und dann noch über emotionale Abwehr hinweg, lässt alle Lebewesen misstrauisch werden. Und die regelmäßige Wiederholung manifestiert dieses Misstrauen. Das ist so lange unauffällig, so lange der Hund innerhalb dieses ritualisierten Kontextes bleibt. Doch nun wird er abgegeben, verliert seine Bezugsperson und sein Umfeld und erlebt eine mit zutiefstem Misstrauen belegte Situation mit einer Fremdperson.
Da muss man nicht Einstein sein, um zu ahnen was passiert.
Die Lösung ist leider nicht so einfach wie sie klingt. Sich am emotionalen Riemen reißen, den Maulkorb drauf und dem Hund eine schöne Zeit machen. Ihn unterbrechen, wenn er daran rummachen will und ihn ein bisschen ablenken. Die Zeit langsam steigern und schwupps schon läuft es. Nur bitte, reißen sie sich wirklich am Riemen und Umkreisen den Hund nicht wie eine hilflose Hummel oder stehen hilflos daneben. Macht es ihm schön. So einfach ist das. Denn das Geheimnis ist: Hunde, die nicht durch Maulkörbe oder noch schlimmer Maulschlaufen oder massiven Manipulationen der Hände am Kopf vorgeprägt sind, haben da kein wirkliches Problem mit. Und ich erkläre auch gleich warum.

2. Niemand hat ein Problem, dem Hund an einer der sensibelsten Stellen seines Körpers einen Lederriemen anzuschnallen. Probiere es ruhig selbst einmal und greife dir fest an den Hals und lass das mal 2 Minuten wirken. Und danach lege deine Hand sanft über Mund und Nase. Ich denke, das spricht doch für sich.

3. Es gibt einige umfangreiche Untersuchungen, in denen nachgewiesen wurde, dass Hunde mit Maulkorb ebenso vollwertig mit Artgenossen kommunizieren können, wie ohne. Stopp, das ist nicht ganz korrekt, das Belecken und Beißen findet natürlich nicht statt.
Je nach Maulkorböffnungen ist allerdings beides noch möglich. Und Hunde, die einem persönlichen Impuls folgen, an dessen Ende ein Biss steht, werden diesem mit und ohne Maulkorb folgen.
Der Maulkorb verhindert weder, noch verzögert er. Diese Annahme würde zur logischen Folge haben, dass Hunde ein strategisch kalkuliertes Vorhaben in ihrem Kopf haben, das Gegenüber zu verletzen. Und dem ist nicht so. Sie versuchen ihre situativen Probleme zu lösen und Nutzen dazu ihre Lernerfahrungen. Kamen sie bisher mit dem Biss zur Lösung, probieren sie dies weiter. Der Kontext Maulkorb erscheint da ebenso nebensächlich, wie der Kontext Halsband oder Geschirr.
Solltest du je einen Hund erleben, der gezielt auf die Abnahme des Maulkorbs wartet, um dich daraufhin zu verletzen, solltest du dir überlegen, ob dies tatsächlich der Hund ist, mit dem du oder jemand anders leben möchte.

4. Maulkörbe schenken Freiheit. Denn Hunden die schon4. Maulkörbe schenken Freiheit. Denn Hunden die schon ein- oder mehrfach gebissen haben, schenken die wenigsten sofort ihr ganzes Vertrauen. Was biologisch auch recht sinnvoll ist und der Erhaltung der eigenen Art dient. Doch Vertrauen ist, was dieser Hund als Vorschuss einmal bekommen sollte. Er hat wie oben erwähnt, nur sein Problem gelöst, wie er eben gelernt hat es erfolgreich zu lösen. Die Aufgabe des Menschen ist nun, herauszufinden was für ein Problem der Hund nun überhaupt hat bzw. hatte, um ihm dann in der Folge die Lernerfahrung zu ermöglichen, dass das Problem so gar keines ist oder in Zukunft nicht mehr auftreten wird oder er eben mit dieser Lösungsfindung nicht zum Ziel kommt und sich andere Lösungswege überlegen sollte. Und dies mit Verlaub ist doch sowohl für Mensch als auch Hund um einiges unbeschwerter und inniger, wenn beide ihre Waffen wegpacken. ein- oder mehrfach gebissen haben, schenken die wenigsten sofort ihr ganzes Vertrauen. Was biologisch auch recht sinnvoll ist und der Erhaltung der eigenen Art dient. Doch Vertrauen ist, was dieser Hund als Vorschuss einmal bekommen sollte. Er hat wie oben erwähnt, nur sein Problem gelöst, wie er eben gelernt hat es erfolgreich zu lösen. Die Aufgabe des Menschen ist nun, herauszufinden was für ein Problem der Hund nun überhaupt hat bzw. hatte, um ihm dann in der Folge die Lernerfahrung zu ermöglichen, dass das Problem so gar keines ist oder in Zukunft nicht mehr auftreten wird oder er eben mit dieser Lösungsfindung nicht zum Ziel kommt und sich andere Lösungswege überlegen sollte. Und dies mit Verlaub ist doch sowohl für Mensch als auch Hund um einiges unbeschwerter und inniger, wenn beide ihre Waffen wegpacken.

5. Die Verletzungsgefahr für sich und andere ist in der Tat nicht unerheblich. Angenommen dein Hund hört auf den Punkt und du hast ihn völlig unter Kontrolle. Hast du dich auch zu jedem Moment völlig unter Kontrolle? Niesanfälle, Stürze, Hornissen, Telefonate, es gibt so viele Dinge, die uns aus der Spur bringen können und dies sind nur einige der Beispiele, die ich von Kunden im Zusammenhang mit einem Beißvorfall hörte.
Im besten Fall wird der Halter gebissen, im schlimmsten Fall ein Unbeteiligter.
Warum im schlimmsten Fall? Weil diesem ein großes Stück an Freiheit in seinem Leben genommen wurde, ganz abgesehen von dem körperlichen und psychischen Schaden. Er wird nie mehr unbeschwert spazieren gehen können, denn überall laufen Hunde und er hat schon einmal erlebt, wie falsch die Selbsteinschätzung von Haltern sein kann.
Ganz zu schweigen von Kindern. Was es mit deren Psyche macht, möchte ich mir nicht einmal erlauben zu beurteilen. Sie haben in einem Moment, den freundlichen Hund aus dem Bilderbuch, die Fürsorge von Fremden und den Schutz der Eltern oder Familienangehörigen verloren, um dann für immer körperliche Zeichen zur Erinnerung davonzutragen.
Und die Notaufnahmen der Kinderkliniken sind voll von Bissopfern.
Wir haben unserem sozialen Umfeld gegenüber eine Mitverantwortung und nicht nur unserem Haustier.

6. Ein Hund kann unbeschwert Freiheiten genießen, die ihm ohne Maulkorb u.a. aus den oben genannten Gründen, verwehrt bleiben würden.
Soll er sein Leben für immer unter deiner engmaschigen Generalaufsicht verbringen, ohne auch mal frei irgendeinen Blödsinn zu machen, der zu unterbinden wäre, wenn das Feld nicht übersichtlich genug ist.
Und ich verrate euch etwas, ihr glaubt nicht, wie viele Leute auf Wiesen sitzen oder liegen, die man wirklich nicht vorher sehen kann. Und wenn, dann panisch zurückpfeifen und an die kurze Leine nehmen, statt entspannt umzuorientieren und in gebührendem Abstand in freiem Gehorsam bei dir zu gehen, bis man daran vorbei ist. Ist das dann mit dem richtigen Bauchgefühl noch zu vereinbaren?

7. Wenn der Hund schon einmal gebissen hat und tut es wieder, wird es haarig. Denn die Interpretation des Gesetzgebers ist eindeutig. Das erste Mal war ein unabsehbares Ereignis, das zweite Mal war absehbar und liegt somit voll in deiner Verantwortung und somit auch in deinem Geldbeutel. Denn da zahlt keine Versicherung mehr und du hast dich strafbar gemacht. Und dann kommen die Auflagen, die da heißen Maulkorb und Leinenzwang.
Das war es dann mit dem Toben auf Wiesen mit Kumpels oder mal schön am Wasser sitzen und den Hund im See baden lassen.

Und dann muss ich allen Ernstes die Frage stellen, war es das wert? Ging es dabei wirklich nur um den Hund?

26/05/2026

Back to the roots …
– nach genau 30 Jahren schloss sich am vergangenen Wochenende der Kreis

Was waren das für zwei schöne Tage zu Gast bei den Hundefreunde Rodalben!

Für Außenstehende ist das oft schwer nachzuvollziehen, aber „Hundeplätzler“ sind einfach eine besondere Art Mensch. Menschen, die bereit sind, an sich zu arbeiten, Dinge zu hinterfragen und für ihren Hund neue Wege zu gehen – auch wenn das Disziplin, Umdenken und manchmal ein Verlassen alter Gewohnheiten bedeutet.
Und genau solche Menschen durfte ich ein ganzes Wochenende lang begleiten.

Menschen, die zuhören, beobachten, umsetzen und bereit sind, ihren Hund wirklich verstehen zu wollen.
Angeleitet. Verstanden. Umgesetzt.

Es hat unglaublich viel Freude gemacht, mit euch zu arbeiten und eine andere Herangehensweise zeigen zu dürfen. Einen Weg, bei dem nicht Druck, ständige Wiederholungen oder äußere Motivation im Vordergrund stehen, sondern Verständnis für Kommunikation und Verhalten.
Denn am Ende geht es darum, den Weg des Hundes zu verstehen, um gemeinsam mit dem Menschen ans Ziel zu kommen.

Das Besondere für mich war aber noch etwas anderes:
Meine Anfänge liegen ebenfalls im Hundesport. Dort nahm alles seinen Anfang. Danach folgten 30 Jahre intensives Leben, Lernen und Analysieren der Kommunikation und des Sozialverhaltens von Hunden in der Gruppe, einzeln und im Umgang mit dem Menschen.

Und deshalb war dieses Wochenende für mich etwas ganz besonderes.
Nach all den Jahren durfte ich zurück auf einen Hundeplatz – nicht um Altbekanntes zu wiederholen, sondern um eine mögliche Alternative zu den klassischen Sichtweisen und Wegen aufzuzeigen.

Dass ein Hundesportverein sich bewusst dafür öffnet, Verhaltenstherapie und Hundesport miteinander zu verbinden, ist alles andere als selbstverständlich. Es ist das erste Mal in 30 Jahren. Umso mehr weiß ich deshalb das Vertrauen zu schätzen, das ihr mir entgegengebracht habt.

Danke, dass ich praktisch zeigen durfte, wie viel möglich wird, wenn man ruhig und klar in "Hundesprache" kommuniziert – und wie schnell Hunde darauf reagieren können, wenn man sie wirklich versteht.
Für mich persönlich ging damit auch ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Ihr seid eine außergewöhnlich freundliche und offene Truppe mit einem respektvollen Miteinander, das man heute nicht mehr überall findet und habt mich und alle anderen Teilnehmer mit einer Selbstverständlichkeit und Herzlichkeit bei euch willkommen geheißen, dass es sofort ein entspanntes und harmonisches Miteinander und dazu noch einer spektakulären Versorgung war.

Danke für dieses besondere Wochenende mit diesen wunderschönen Erlebnissen an Verhaltensänderungen - durch eure sofortige saubere Umsetzung.
Ganz großes Kino!

Tag 1 des "Meister des Mentalschach" - Seminars bei den Hundefreunden Rodalben e.V.Der heutige Tag begann zuerst einmal ...
23/05/2026

Tag 1 des "Meister des Mentalschach" - Seminars bei den Hundefreunden Rodalben e.V.

Der heutige Tag begann zuerst einmal mit zwei Stunden Theorie zur Kommunikationsform und dem Ausdruckverhalten von Hunden.
Dies war die Vorbereitung auf die verschiedenen Analysen und Anarbeitungen der einzelnen Mensch-Hund-Sets.
Das erleichtert in der Folge die Beobachtung und das Erkennen von Verhaltensketten und Kommunikationsformen der Hunde in den einzelnen Analysen.
In den 11 Einschätzungen wurden Annahmen überprüft und mit wenig Einfluss direkt einzelne Verhaltensänderungen erzielt.
Die Vorbereitung auf die eigentliche Arbeit am Sonntag.
Nach dem hervorragenden Mittagessen bei den Hundefreunden (Gegrilltes, Salate und Kuchen) ging es nach einer weiteren Analyse direkt in den Part der Leinentechnik.
Es galt im direkten Eins-zu-Eins Erfahrungen im Handling und dem optimalen Umsatz von Kraft, zum Wohl des Hundes zu sammeln und zu erleben, wie sich Leinenstopps und Rucke anfühlen und wie diese durch weit sanftere und für beide angenehmere und vor allem effizientere Methoden ersetzt werden können.
Danach ging es bis in den Abend mit Analysen weiter.
Unser Fleiß wurde mit dem nochmaligen Starten des Grills belohnt und wir saßen noch einen schönen Moment beisammen und tauschten uns aus.

Dieser Tag war sehr sehr schön und geprägt von spannenden Gesprächen, dem Knüpfen von neuen Kontakten und dem Pflegen der lieben alten geschmückt.

Wir bedanken uns schon jetzt sehr sehr herzlich bei den Hundefreunden für die Einladung und den Empfang mit offenen Armen und großem Interesse für diese Art der Arbeit mit Hunden.

Morgen starten wir mit der Arbeit mit den Hunden durch und ich freue mich schon sehr!

Schaut mal,  da geht's am Wochenende hin!Starke Leute, starke Leistung!Wir laufen uns warm und treffen noch die letzten ...
22/05/2026

Schaut mal, da geht's am Wochenende hin!

Starke Leute, starke Leistung!

Wir laufen uns warm und treffen noch die letzten Vorbereitungen für das morgen beginnende Wochenendseminar "Die Meister des Mentalschach" bei den Hundefreunden Rodalben e.V. mit irgendwas um die 40+ Leute; davon 10 Settings mit insgesamt 13 Hunden.

Ich freue mich schon sehr darauf! Vor allem weil die Teilnehmer eine unfassbar großartige Mischung aus Hundesportlern verschiedener Klassen und Leveln, Helfern und Übungsleitern, Trainern aus den unterschiedlichsten Richtungen, wie Alltagstauglichkeit oder Aggressionsverhalten, Diensthundeführern und natürlich auch Privathaltern wird.
Das geht alles ganz wunderbar zusammen und ich bin sicher, dass das ein richtig tolles Wochenende wird!
Hundeverhalten, Funktion und Umgang, mit sehr viel Praxis in der Druckbetankung.

Wahrscheinlich denkt wieder keiner an Fotos, außer in den Pausen, aber am Ende muss man das sowieso einfach erlebt haben, wie schnell sich Verhalten aus dem Hund heraus verändern kann, um die Tragweite der Möglichkeiten von Hunden zu begreifen.

Älterer Text - brisanter denn je! Es werden ja immer immer mehr!Ros(t)ige Aussichten... Gerade hat sich im Rahmen eines ...
21/05/2026

Älterer Text - brisanter denn je! Es werden ja immer immer mehr!

Ros(t)ige Aussichten...

Gerade hat sich im Rahmen eines Telefonats folgende Überlegung bei mir ins Hirn geschraubt:

Was machen körperlich aversiv arbeitende Trainer eigentlich, wenn sie älter werden.

Wenn der Stoß in die Seite den arthritischen Fingergelenken und dem daran angeschlossenen Handbesitzer mehr Reizreflex-Verknüpfung einbaut als dem Hund?

Wenn durch das Verdrehen des Halsbandes die osteoporösen Fingerchen knacken und mit Metallschienen wieder gerichtet werden müssen?

Wenn das Ausholen mit dem Knie Ischias und seine Fahrgemeinschaft der lustigen Bandscheiben auf den Plan ruft?

Wenn auf den Bodendrücken der Kalkschulter schadet und mit Effet die verhärtete Armsehne reisst?

Diese und weitere Fragen stehen durchaus im Raum, bei näherer Betrachtung 🤔

Vor zwei Jahren gemahnte mich eine Kollegin, dass ich daran denken soll, dass ich diesen Job irgendwann schon in den nächsten Jahren nicht mehr werde machen können.
Ich verstand den Hinweis nicht.

Bis nun gerade eben und jetzt weiß ich auch wie sie arbeitet.

Späte und völlig unwichtige Erkenntnis, doch insgesamt eine recht humorige Geschichte wie ich finde 😊

Vielleicht sollten wir uns schon einmal überlegen wie wir die frühverenteten Trainer mit ihren vielfältigen körperlichen Defekten mit einem gesellschaftlichen Mehrwert im Arbeitsleben halten können.

Vielleicht fällt euch ja was dazu ein ;)

Mir bisher nur, dass auch die Klickerer von diesem Schicksal nicht verschont werden, wenn Reflexe, Verknüpfungen, Sicht und Gehör nachlassen - also ist eine Umschulung auch kein wirklicher Ausweg für die Klopper.
Im Gegenteil, es kommt ja noch eine weitere Welle dazu 😲

Hilfe, wir werden in arbeitsunfähigen Trainern schwimmen - her mit den Lösungen!
Es gilt sich vorzubereiten 😱

Gerne Vorschläge in die Kommentare, damit wir die Kollegen frühzeitig unterstützen können!

Und manchmal weiß ich auch nicht mehr...Zu uns kommen keine "normalen" Hunde ins Training. Normal im Sinne von "in kein ...
19/05/2026

Und manchmal weiß ich auch nicht mehr...

Zu uns kommen keine "normalen" Hunde ins Training. Normal im Sinne von "in kein Extrem" ausschlagend.
Eher so HighEnd-Level was bei regulären Hundeschulen als Grenzerfahrung gilt, über die noch jahrelang gesprochen wird oder einfach nach ein bis zwei Jahren des Versauens rausgeschmissen.

Die Hunde schreien, explodieren, kreisen oder kreiseln im Highspeed, springen auf Kopfhöhe in die Leine oder den Besitzer, beißen in das, was sich am nächsten befindet, wollen andere Hunde/Menschen/Wild/Katzen/Radfahrer/Autos/uvm. jagen, hetzen, töten oder haben dies schon getan und sind von jedem Scheiß überfordert.

Also, erstmal Gang rausnehmen, ausrollen lassen, stehen bleiben, atmen und langsam wieder ans Gas rantasten.
Gleichzeitig wird geübt, wie das Lenkrad richtig gehalten wird, Kupplung, Gas und Bremse, je nach Umgebungsreiz genutzt werden und erstmal ruhiger Verkehr auf der Landstraße und in ruhigen Bereichen geübt.
Beide können sich einfinden und an Situationen gewöhnen. Hund und Mensch.
So lange das nicht halbwegs zuverlässig klappt, brauche ich weder in die dreispurige Innenstadt, die Autobahn, bei Starkregen oder mehrstündige Überlandfahrten im Linksverkehr machen.

Solange kein Verständnis für die Möglichkeiten des eigenen Hundes vorhanden ist und permanent über die Grenzen gegangen wird, stellt sich auch keine Sicherheit ein.
Sobald sich das Verständnis einstellt und man entsprechend "fährt", kommt man sehr schnell in die benötigte Sicherheit, um das Gas auch mal anziehen zu können und auf die Autobahn einzuscheren.

Der Mensch macht den Hund zu 100%.
Dafür ist es aber auch notwendig, dass er diesen auch erkennt und seine eigenen Wünsche hinten anstellt.
Nur so kommt die Geschwindigkeit rein, die man sich eigentlich wünscht.

Wenn es über Jahre verschissen wurde, der Mensch mehr am Hund als an seiner Führungsqualität arbeitet und nicht erkennt, wann mal Pause sein oder man vom Gas gehen muss, dann festigt sich beim Hund die Hilflosigkeit und man macht Jahre oder ewig daran rum.
Für Hund und Mensch eine Quälerei und Zeitfresserei.
Wenn ich mich mal für ein paar Wochen nur auf die Bedürfnisse des Hundes einstelle, kann ich erleben, wie sehr sich dieser anstrengt, um mir es mir recht zu machen. Und dann steigert man gemeinsam das Tempo.
Die Reflektion seiner selbst und der Möglichkeit des Hundes ist das Maß der Dinge.

Das ist der Grund, weshalb manche schnell vorwärts kommen und manche nicht.
Der eine geht den Weg für den Hund, der andere für sich.

Wir möchten uns ganz ganz herzlich im Namen aller Ehrenhofler bedanken!Am letzten Dienstag hieß es beim Webinar zum Them...
17/05/2026

Wir möchten uns ganz ganz herzlich im Namen aller Ehrenhofler bedanken!

Am letzten Dienstag hieß es beim Webinar zum Thema "Fehlgeleiteter Beutefang" nicht nur "Viele Grüße in die Schweiz", sondern auch "Bonsoir la France".
Und zwar hatte die liebe Evelyne die Idee, man könnte die Onlineveranstaltung doch einfach im Rahmen des einwöchigen Körpersprache-Seminars in Montchenis von Detlef und Katharina Nünninghoff, was mal ganz nebenbei schwer zu empfehlen ist!, abends auf der Großleinwand zeigen.

Das fand ich eine tolle Idee, auch wenn ausgerechnet diese Veranstaltung mit einigen mehr als unangenehmen Bildern gespickt ist, die anatomisch gesehen auf der Großleinwand nur wenige Fragen offen lassen.
Die Teilnehmer fanden es toll und haben sich entschieden, dafür was ins Ehrenhof-Kässchen zu packen.
Wir freuen uns riiiiiiiiiiiiesig, dass dabe sogar 140€ zusammengekommen sind!!!

Vielen vielen lieben Dank für diese tolle Unterstützung und auch das Interesse an einem eher unangenehmen Thema.
Das Bild sieht schwer nach Spaß aus, auch wenn euch die kühlen Temperaturen ein wenig durchgekühlt haben.
Die ideale Vorbereitung auf die kommende Wärmewelle.

Aus der Rubrik alt aber immer noch gültig...Liviing in a Box...Wie es wohl sein muss, immer wieder in eine kleine Kiste ...
16/05/2026

Aus der Rubrik alt aber immer noch gültig...

Liviing in a Box...

Wie es wohl sein muss, immer wieder in eine kleine Kiste gesperrt zu werden?

Vielleicht ist es für den Welpen gar nicht so schlimm, der gerade erst seine ganze Familie verloren hat. Seinen Halt, seine kleine bisher heile Welt.
Er soll ja sauber werden und da gehört es eben dazu, ihn auf so einen kleinen Raum zu begrenzen, dass er in seinen eigenen Exkrementen liegen müsste.
Was er natürlich versucht zu vermeiden und dann so unglücklich und unruhig wird, dass selbst der Mensch aus seinem Tiefschlaf aufwachen muss.
Denn Hunde machen nicht gerne da rein, wo sie leben, nur ist die Wohnung für einen Welpen anfangs so groß, dass er ja noch gar nicht so richtig weiß, dass er da ab jetzt nun überall lebt.
Ja, das dauert manchmal 2 Wochen und so ein kleines Pfützlein am Morgen stört schon sehr, also ab in die Kiste und sei gezwungen in dein Bett zu urinieren, wenn dich keiner hört oder du dich noch nicht traust - so wirst du es schon schneller lernen.

Vielleicht ist es für den hochsensiblen Hund ja gar nicht so schlimm, wenn man ihn in ein kleines Kistchen steckt, weil er aus Angst und Überforderung alles ankaut, um sich zu beruhigen.
Der von seinem Menschen so wenig Verständnis für seine Überforderung und Hilflosigkeit bekommt, dass es ihn innerlich fast zerreißt und er in der letzten Not versucht seinen inneren Druck und Stress durch Kauen ein wenig zu lindern.
Denn Kauen beruhigt, hilft der eigenen Erregung ein wenig Herr zu werden, bevor die Verzweiflung sich in Schreien ihre Bahn bricht.
"Es ist nur, damit er sich nicht verletzt, außerdem möchte ich mir doch jetzt keine neue Einrichtung kaufen.
Ich weiß wirklich nicht, was ich sonst noch tun soll, ich powere ihn ja schon 5 Stunden am Tag aus - ich habe schließlich auch noch ein Leben .
Wie? Das ist für diesen Hund zuviel? Nix gibt es, sonst zerstört er mir ja noch mehr."

Gilt übrigens auch für Hunde die im Alltag einfach mehr erleben müssen als sie verarbeiten können.
"Was? Baumarkt, Jahrmarkt, Kindergeburtstag, Besuche bei der Verwandtschaft, Maiwanderungen müssen einfach drin sein, wofür hole ich mir denn sonst einen Hund."

Vielleicht macht es dem Arbeitshund nichts aus, wird er doch den ganzen Tag gefordert und dann einfach praktisch weggepackt, wenn man ihn nicht braucht.
Es ist doch völlig normal den rauszuholen und einzusetzen und dann wieder wegzupacken.
Dafür wurde er gemacht, das ist sein Job.
"Was für Gefühle? Der ist doch froh, wenn er da drin ist, draußen kommt er nicht zur Ruhe.
Was soll das heißen, da muss ich mir Gedanken machen, weshalb er bei mir schlechter zur Ruhe kommt als in der Box!!!
Der denkt er muss ran, wenn er bei mir ist.
Was heißt hier schlecht aufkonditioniert???
Ich bin schließlich schon seit 15 Jahren Diensthundeführer und dass er, wenn er im Einsatz nicht zum Erfolg kommt, dann hinterher auch mal an mich geht, wenn ich das Spieli nicht schnell genug ins Auto werfe, ist normal.
Der hat Frust, das ist ein Diensthund, der braucht seinen Erfolg!
Was??? Schlecht gemacht!!! @ #%&€"

Vielleicht macht es dem Hund aus der Mehrhundehaltung nichts aus, wenn er mal stundenweise in ein kleines Kistchen gesperrt wird.
Dann kann er endlich mal schlafen und in Ruhe Fressen und Trinken, denn das kann er sonst nicht.
Sie sollen ja nicht auch noch immer um ihr Fressen kämpfen müssen.
Ist einfach zu viel Aufregung sonst drin und sie brauchen ja 18 Stunden Ruhephasen.
Klar, das klappt natürlich nicht, deswegen ja wenigstens mal 6 Stunden oder so.
Ist ja doch besser als nichts.
"Nee, weniger Hunde möchte ich nicht zusammen halten, das klappt doch ganz gut.
Meine Hunde sind sicher glücklicher als...
Ja, als...?"

Vielleicht macht es dem Hund nichts aus, der in der Box vor den anderen Hunden gerettet wird.
Es ist ja immerhin das kleinere Übel in eine kleine Kiste gesperrt zu werden, während derjenige oder diejenigen, die es auf einen abgesehen haben, davor frei rumlaufen und sämtliche Androh- und Strategiespiele treiben können, die ihnen nur einfallen.
Das Opfertier kann ja nicht weg und darf sich in Ruhe anschauen, was ihm blüht, wenn das Gitter sich öffnet.
"Nee, deswegen gebe ich doch keinen Hund ab, das klappt ja, wenn ich dabei bin.
Ich kann schließlich immer unterbrechen, wenn sie sich draufstürzen."

Vielleicht macht es dem Hund nichts aus, der solche Panik vor seiner Umgebung und seinen neuen Menschen hat, dass er sich überhaupt nicht entspannen kann, wenn er nicht in ein kleines Kistchen gesperrt wird.
"Was soll das heißen, da machen wir was falsch????
Der hat Schlimmes erlebt und ich kann die tobenden Kinder nicht einfach aus einem Zimmer raushalten. Nein, nicht mal ein einziges!!! In der Box lassen sie ihn in Ruhe, im Körbchen nicht.
Ja klar, rennen die hinterher, wenn er losrennt.
Wir verstehen auch nicht, wieso der nicht kapiert, dass er einfach liegen bleiben muss, dann ist er meistens uninteressant.
Nee, den geben wir nicht her!!! Wir alle und vor allem die Kinder liiiiiieeeeben den Balou!!!"

Gilt übrigens auch für Menschen, die es nicht schaffen NICHT permanent zu ihrem Hund zu denken oder zu schauen, anstatt ihm einfach mal Luft zum Atmen zu schenken.

Vielleicht ist es für einen übernervösen Hund ja ok, den Rahmen in Form einer kleinen Kiste zu bekommen, wenn sein Halter es nicht schafft ihm diesen zu geben.
Dann ist er nur noch 16 Stunden am Tag verloren, den Rest einfach weggesperrt.
Kann man aber prima nutzen, falls er eventuell mal operiert wird oder man drei Tage lang in die Türkei in Urlaub fahren möchte.
"Was soll das heißen, ein Hund der im Vertrauen ist, bleibt auch aus medizinischen Gründen in einer Box ohne Theater zu machen????
Soll das etwa heißen, mein Schnäuzelchen vertraut mir nicht??? ICH mache doch alles für ihn!!!!
WIE???? NICHT DAS RICHTIGE????
ich habe seit 30 Jahren Hunde usw."

Findet ihr, wir machen es uns zu einfach?
Nein, das tun wir nicht.
Im Gegenteil! Wir arbeiten alle diese Themen ohne Box. Und wenn wir das mit 16 Hunden schaffen, dann schafft ihr das mit 1-5 doch locker Ärmel hochkrempeln, Hose wackeln lassen, Disziplin an und Freizeit aus. Zumindest bis es läuft. In paar Wochen.

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Gewerbestrasse 4
Gaggenau
76571

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