11/05/2026
Meine Helferinnen haben mal wieder auf ein Bewertungsportal geschaut und diese negative Bewertung gefunden.
Ich kam aus dem Kopfschütteln nicht raus in der Überlegung, was in dieser Frau vorgeht:
Hier mal die Bewertung - natürlich mit einem Sternchen:
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Ich war mit meinem Kater zunächst in dieser Praxis, da er starke Beschwerden hatte und der Verdacht auf einen großen Blasenstein bestand. Trotz dieser Ausgangslage wurde ich nach Hause geschickt mit der Anweisung, am nächsten Tag wiederzukommen.
Am selben Abend verschlechterte sich der Zustand meines Katers massiv: Er schrie vor Schmerzen, konnte nicht zur Ruhe kommen, konnte nicht urinieren und hat alles Getrunkene wieder erbrochen. Ich habe daraufhin die Notfallnummer der Praxis angerufen und die Situation genau geschildert. Mir wurde lediglich gesagt, dass er Schmerzmittel bekommen habe und man nichts weiter tun könne, er müsse die Nacht überstehen.
Da sich sein Zustand weiter zuspitzte, bin ich schließlich eigenständig in eine Tierklinik gefahren. Dort wurde sofort ein akuter Notfall festgestellt – mein Kater hatte eine massiv gefüllte Blase mit Steinen und Gries und musste umgehend behandelt werden. Laut Aussage der behandelnden Tierärzte hätte er die Nacht sehr wahrscheinlich nicht überlebt.
Mein Kater musste mehrere Tage stationär behandelt werden (Katheter, Spülungen etc.), was für uns nicht nur emotional extrem belastend war, sondern auch hohe Kosten verursacht hat.
Ich hätte mir in dieser Situation zumindest gewünscht, dass mir geraten wird, nochmal vorbeizukommen oder direkt in eine Tierklinik zu fahren. Das ist meiner Meinung nach bei einer Notfallnummer das Mindeste.
Ich werde diese Praxis künftig nicht mehr aufsuchen!
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So was ist also passiert? Die gute Frau war Anfang Januar diesen Jahres da. Diagnose Blasenentzündung; Harnuntersuchung: reichlich Leukos, etwas Blut, keine Kristalle o.ä. und ein pH von 6.
Der Kater wurde 2 Tage behandelt, dann gab es Medikamente für zu Hause und den Rat zur Kontrolluntersuchung, wenn Medikamente alle sind.
Die Kundin kam dann fast genau 3 Monate später, zeigte ein Video und erklärte, dass der Kater seit einigen Tagen so komisch wäre. Auf dem Video sah man, wie der arme Kerl vor Schmerzen taumelte, er sah aus, als wenn er alkoholisiert wäre - so schwankte er.
Bei der allgemeinen Untersuchung viel sehr schnell die harte und schmerzhafte Blase auf, so dass nach dem Röntgen ganz schnell die Diagnose "Blasenstein" feststand - nicht einer, nicht zwei sondern die ganze Blase voll!
Alles weitere hätte dann in Narkose passieren müssen, dafür räumten wir ihr extra am nächsten Morgen einen Termin ein.
Für die Nacht bekam er ein Schmerzmittel und Antibiotikum. Damit ging es ihm viel besser, als in der Nacht davor und davor und davor....
Nachdem ich ihr gesagt hatte, dass das schon massiv wäre, fing die Besitzerin an sich endlich Sorgen zu machen, rief abends noch mal an und sagte es ginge ihm noch schlecht. Ich erzählte ihr noch mal, dass der Kater jetzt doch Schmerzmittel bekommen hätte und alles andere morgen in Narkose passiert.
Die Besitzerin ist darauf zur Tierklinik gefahren, dort wurde er dann noch in der Nacht operiert.
Auch dort war man entsetzt über das Ausmaß der Steinbildung und dass die Besitzerin die Symptome und Schmerzen wochenlang ignoriert hat. Genau deswegen bekam sie von den Ärzten die ermahnenden Worte, dass das auch hätte schief gehen können und er hätte sterben können.
Natürlich wäre er nicht am nächsten Tag gestorben, aber bei so viel Ignoranz ist das immer ein Weckruf von Tierärzten an die Besitzer.
Dementsprechend kam sie nicht am nächsten morgen - während wir warteten, hatte die Besitzerin es nicht nötig ab zu sagen und ging auch nicht ans Telefon. Auch nicht in den nächsten Tagen.
Da die Besitzerin rausgerannt war ohne zu bezahlen, versuchten wir sie über 2 Wochen zu kontaktieren. Aber wann immer die Praxis bei ihr anrief ging sie nicht dran. Danach versuchte es eine Helferin mit ihrem privaten Handy, erreichte sie und bat um Zahlung ihrer Außenstände. Eine komplett patzige Tierbesitzerin kam am nächsten Tag dann zum Bezahlen und schimpfte vor sich hin - Frau Weinert hätte sie nicht ernst genommen... danach schrieb sie diese Bewertung um mir wenigstens noch eins Auswischen zu können.
Jetzt die Frage: Warum haben wir ihn nicht noch am selben Abend operiert?
Es gibt so etwas, wie eine "Übernahmeschuld". D.h. wenn man etwas anfängt, muss man vorher wissen, dass man es fertig bekommt.
Wir sind eine kleine Praxis, es gibt niemanden, der das frisch operierte Tier die ganze Nacht hätte betreuen können. Der Kater brauchte nach der Op Infusionen und Betreuung. Das kann keine Praxis leisten! Das ist der Grund warum wir auch keine Magendrehung mehr operieren, da auch diese Tiere nach der Operation ganz viel Betreuung brauchen.
Natürlich wäre das alles am nächsten morgen in Ruhe zu machen gewesen, denn dieser Kater hatte mit diesem Problem ja schon über 2 Monate überlebt.
Für den Kater war es natürlich schöner noch in der Nacht operiert zu werden, darum gibt es ganz sicher keine Kritik an der Entscheidung zur Tierklinik zu fahren.
Ich persönlich finde es nur extrem bemerkenswert, wenn man, wie diese Frau immer bei anderen die Schuld sucht.
Sie ist auch bei dem Spruch der Klinik, nicht auf die Idee gekommen, dass der Apell (Es war fast zu spät!) an SIE - als Besitzerin ging!!!. Auch die Klinik hat nur selten ein so massives Blasensteinproblem und weiß, dass da ein wochenlanger bzw. monatelanger Leidensweg hinter dem Kater lag!
Unsere Praxis hatte die richtige Diagnose in weniger als 20 Minuten und einen Termin für den nächsten morgen frei geräumt.
Die Besitzerin hat über 2 Monte alle Symptome der Blasensteinerkrankung übersehen - bis er taumelte!
Wir fassen mal grad Kommentare zusammen:
Das Verhalten des Katers war wie beschrieben nur auf dem Video zu sehen, bei uns in der Praxis war der Kater vom Verhalten unauffällig/normal! Festgestellt wurde die schmerzhafte Blase und ein Röntgenbild gemacht, welches nicht veröffentlicht wurde.
Er hatte bei uns in der Praxis keinen Harnröhrenverschluss - falls er das 2 Stunden später - nach 3 monatiger Krankheit hatte - war es echt schicksalhaft - weil zu diesem Zeitpunkt die Besitzerin sensibilisiert war und endlich reagiert hat.
Ich hätte tatsächlich abends im Auto auf dem Weg zu einem anderen Notfall dran denken können, ihr zu raten zur Tierklinik zu fahren. Das fiel mir erst ein, als ich aufgelegt hatte! Manchmal hofft man als Tierarzt, dass Tierbesitzer auch selbst entscheiden können, da ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr beurteilen konnte, ob er sich verschlechtert hat!
(Foto zeigt anderen, ähnlich dramatischen Fall, wo auch wochenlang weggeguckt wurde)