05/11/2025
Heute zum Thema Zwerggarnelenfutter
Jeder Garnelenhalter kennt es, man hat nach einiger Zeit eine Sammlung verschiedener Dosen und Beutel mit Sticks, Staubfutter, Pudding und Lollies stehen.
Manches wird sehr gut von den Tieren angenommen, manches wird ignoriert.
Zuerst einmal: was brauchen Zwerggarnelen für Nährstoffe für Wachstum, Häutung und Vermehrung ?
An erster Stelle stehen hier Mikroorganismen und Aufwuchs.
Aufwuchs beeinhaltet natürlich auch Mikroorgnismen.
Um dies in ausreichender Menge zu gewährleisten bringt man idealerweise regelmässig getrocknetes Laub wie Walnuss, Eiche, Buche, Brennesseln, Maulbeerbaumblätter, Seemandelbaumblätter etc. ins Aquarium ein.
Dieses wird mit der Zeit von den wertvollen Mikrooganismen zerlegt - und genau diese kleinsten Organismen werden von Zwerggarnelen gern gesnackt. Auch der ganz frische Nachwuchs bedient sich daran. Positiver Nebeneffekt sind Humin- und Gerbstoffe mancher Laubarten. Sie fördern die Gesundheit aller Wasserbewohner.
Darum ist Laub eigentlich das beste Hauptfutter für Zwerggarnelen - und wer sagt, sie finden eigentlich immer was, hat Recht :)
An zweiter Stelle steht Aufwuchs, der sich in neuen Aquarien innerhalb 5-6 Monaten bildet. Auf Steinen, Wurzeln, Deko und an den Scheiben. Darum immer 1-2 Scheiben im Becken NICHT reinigen. Zu viel Sauberkeit nimmt den Garnelen hier ihre wichtige Nahrungsquelle weg.
Um Aufwuchs zu fördern gibt es mittlerweile einiges an Pülverchen.
Wenn, dann sollte man diese aber sparsam verwenden.
Auch der bewährte von uns seit einem Jahrzehnt verwendete GT essentials Pudding fördert die Mikrofauna.
Für eine problemlose Häutung benötigen alle Garnelen ausserdem Mineralien. Ein - bis zweimal die Woche bringt man diese am besten auch als Staubfutter oder in flüssiger Form ins Aquarium ein.
Von den sogenannten Mineralcubes halten wir nicht ganz so viel, die Tiere müssen sich zum Fressen extrem anstrengen, vor allem der Nachwuchs. Staubfutter hingegen verteilt sich überall und kann unentwegt mit abgeweidet werden.
Dies entspricht dem Verhalten von Zwerggarnelen am Besten, den ganzen Tag alles abzugrasen und jedes Korn umzudrehen, auf der Suche nach Nahrung.
Gleiches gilt für Futtersticks, auch die gehören natürlich auch ins Futtersortiment jedes Garnelenhalters und Züchters. Ideal, wenn sie schnell zerfallen und auch die Kleinsten und Schwächsten noch genug erwischen.
Für die Produktion von Eiern und genug Nachwuchs brauchen Garnelen ausserdem Proteine in ausreichender Menge.
Hier kann man inzwischen auch aus einem riesigen Angebot der Hersteller von Garnelenfutter aussuchen.
Was absolut nicht ins Garnelenbecken gehört : Gurke, frisches Gemüse und Obst, Salat , sowie Spaghetti - alles schon gesehen. Gefahr von Pestiziden, und zu viel Zucker, gammelt sehr schnell bevor davon was gefressen wird.
Natürlich gehen die Garnelen daran, erkundet wird ja alles Neue.
Getrocknete Ebsen und Karottenchips, Zucchini, sowie Hokkaidokürbischips sind aber eine tolle Abwechslung im Speiseplan. Wenn auch noch Schnecken mit im Becken sind, wird das recht schnell verwertet.
Zum Schluß empfehlen wir noch eine Futterschale zu nutzen, damit nicht all zuviel im Bodengrund versickert und dahin gammelt.
Was nicht gefressen wird, zügig absaugen und entfernen.
Eine abwechslungsreiche und hochwertige Fütterung ist immer das Beste, achtet beim Futter auch auf die Herstellung in Deutschland.