Pferdephysio Elke Ruppert

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Musculus trapezius (Trapezmuskel) vs. Musculus pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel) und superficialis(oberflächlich...
28/03/2026

Musculus trapezius (Trapezmuskel) vs. Musculus pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel) und superficialis
(oberflächlicher Brustmuskel)

Der M. trapezius ist ein oberflächlicher Rücken-/Schultergürtelmuskel des Pferdes. Er besteht aus zwei Anteilen
• den Pars cervicalis (Halsanteil) und
• den Pars thoracica (Brustanteil).
und ist wichtig für die Bewegung und Stabilisierung vom Schulterblatt

Funktion:
• Hebt das Schulterblatt
• Zieht das Schulterblatt nach vorne
(Pars cervicalis) bzw. nach hinten (Pars
thoracica)
• Stabilisiert den Schultergürtel

Diese sind wichtig für:
• Vorhandfreiheit
• Schulterbewegung im Schritt/Trab/
Galopp
• Tragkraft der Vorhand
• Satteltragefähigkeit

Der M. pectoralis ist die Brustmuskulatur des Pferdes und spielt eine zentrale Rolle für Stabilität, Vorhandkontrolle und das Heranführen der Gliedmaßen unter den Körper.

Beim Pferd gibt es mehrere Brustmuskeln:
• M. pectoralis descendens (oberflächlich vorne)
• M. pectoralis transversus (oberflächlich quer)
• M. pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel)
Sie bilden die "Brustplatte" und sind Teil der Rumpf-Gliedmaßen-Verbindung

Funktion
• zieht die Vorderbeine nach innen
(Adduktion)
• stabilisiert den Brustkorb
• hebt den Rumpf zwischen den
Schultern
wichtig für: Gerade richten, Versammlung, Wendungen, Seitengänge, Tragkraft der Vorhand

Der Musculus trapezius und der Musculus pectoralis arbeiten beim Pferd direkt zusammen – sie sind Gegenspieler.
Zusammen tragen sie den Rumpf zwischen den Vorderbeinen

Kettenreaktion:
Probleme im Bereich des M. trapezius
• Dellen vor dem Widerrist
• Schulter wirkt "eingefallen"

Probleme in der Pectoralis Muskulatur:
• harte Brust
• empfindlich beim Gurten

Beides zusammen:
• kurzer Vortritt
• Vorhand schwer
• Pferd stolpert
• Probleme in Wendungen

Zusammenfassung: Der Trapezmuskel hebt die Schulter, der Pectoralis trägt den Körper. Arbeiten beide gut, wird die Vorhand leicht und die Schulter kann frei nach vorne greifen.

Musculus trapezius (Trapezmuskel) vs. Musculus pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel) und superficialis(oberflächlich...
28/03/2026

Musculus trapezius (Trapezmuskel) vs. Musculus pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel) und superficialis
(oberflächlicher Brustmuskel)

Der M. trapezius ist ein oberflächlicher Rücken-/Schultergürtel-muskel des Pferdes.
Er besteht aus zwei Anteilen
• den Pars cervicalis (Halsanteil) und
• den Pars thoracica (Brustanteil).
und ist wichtig für die Bewegung und Stabilisierung vom Schulterblatt

Funktion:
• Hebt das Schulterblatt
• Zieht das Schulterblatt nach vorne (Pars cervicalis) bzw. nach
hinten (Pars thoracica)
• Stabilisiert den Schultergürtel

Diese sind wichtig für:
• Vorhandfreiheit
• Schulterbewegung im Schritt/Trab/Galopp
• Tragkraft der Vorhand
• Satteltragefähigkeit

Der M. pectoralis ist die Brustmuskulatur des Pferdes und spielt eine zentrale Rolle für Stabilität, Vorhandkontrolle und das Heranführen der Gliedmaßen unter den Körper.

Beim Pferd gibt es mehrere Brustmuskeln:
• M. pectoralis descendens (oberflächlich vorne)
• M. pectoralis transversus (oberflächlich quer)
• M. pectoralis profundus (tiefer Brustmuskel)
Sie bilden die "Brustplatte" und sind Teil der Rumpf-Gliedmaßen-Verbindung

Funktion
• zieht die Vorderbeine nach innen (Adduktion)
• stabilisiert den Brustkorb
• hebt den Rumpf zwischen den Schultern

Diese sind wichtig für:
• Vorhandfreiheit
• Schulterbewegung im Schritt/Trab/ Galopp
• Tragkraft der Vorhand
• Satteltragefähigkeit

Der Musculus trapezius und der Musculus pectoralis arbeiten beim Pferd direkt zusammen – sie sind Gegenspieler.
Zusammen tragen sie den Rumpf zwischen den Vorderbeinen

Kettenreaktion:
Probleme im Bereich des M. trapezius
• Dellen vor dem Widerrist
• Schulter wirkt "eingefallen"

Probleme in der Pectoralis Muskulatur:
• harte Brust
• empfindlich beim Gurten

Beides zusammen:
• kurzer Vortritt
• Vorhand schwer
• Pferd stolpert
• Probleme in Wendungen

Zusammenfassung: Der Trapezmuskel hebt die Schulter, der Pectoralis trägt den Körper. Arbeiten beide gut, wird die Vorhand leicht und die Schulter kann frei nach vorne greifen.

M. rhomboideus vs. M. serratus Der Musculus rhomboideus ist ein oberflächlicher Rücken- und Hals-muskel, der zur Schulte...
25/03/2026

M. rhomboideus vs. M. serratus

Der Musculus rhomboideus ist ein oberflächlicher Rücken- und Hals-muskel, der zur Schultergürtel-muskulatur gehört.
Er ist sehr stark ausgeprägt, besonders der Halsanteil, der wichtig für die Haltung und Aufrichtung des Halses ist.
Er besteht aus 2 Teilen
• M. rhomboideus cervicis (Halsteil)
• M. rhomboideus thoracis (Brustteil)

Der Muskel:
• Hebt das Schulterblatt (Scapula) an
• Zieht das Schulterblatt nach kranial
und medial
• Unterstützt somit die Fixation der
Scapula am Rumpf
• Unterstützt das Anheben des
Widerrists
• Bei beidseitiger Kontraktion: hebt
(unterstützend zur Nacken-
muskulatur) den Hals

Funktionelle Antagonisten:
Antagonisten sind Muskeln, die die gegenteilige Bewegung der Scapula ausführen.
Wichtige Gegenspieler sind vor allem der Musculus serratus ventralis.
Er ist der wichtigste Aufhängeapparat des Rumpfes zwischen den Schulter-blättern – er trägt also den Rumpf zwischen den Vordergliedmaßen („Schlingenmuskel“).

Musculus serratus ventralis

Er ist ebenfalls in zwei Abschnitte gegliedert:
• M. serratus ventralis cervicis
(Halsanteil)
• M. serratus ventralis thoracis
(Brustanteil)

Funktion:
• trägt den Rumpf zwischen den
Vordergliedmaßen
• Bewegt die Scapula:
• bei Kontraktion des Halsanteils →
zieht die Scapula nach kranial (vorne)
• bei Kontraktion des Brustanteils →
zieht die Scapula nach kaudal (hinten)
• ist für die elastische Federung beim
Gehen und Laufen zuständig

Besonderheit beim Pferd:
Der Muskel ist besonders kräftig und elastisch und entscheidend für die stoßdämpfende Funktion in der Bewegung der Vorderhand.

M. latissimus dorsi (breitester Rückenmuskel) beim Pferd und seine Antagonisten.Der M. latissimus dorsi (breitester Rück...
18/03/2026

M. latissimus dorsi (breitester Rückenmuskel) beim Pferd und seine Antagonisten.

Der M. latissimus dorsi (breitester Rückenmuskel) ist für die Rückführung der Vordergliedmaße, Beugung im Schultergelenk und für die Unterstützung beim Vorwärtsschub aus der Hinterhand über die Brustwirbelsäule zuständig. Er spielt bei Rückenproblemen eine wichtige Rolle.

Ziel einer Physiotherapeutischen Behandlung mit Massage, Triggerpunktbehandlung, Dehnung und Thermotherapie ist es den Rücken zu lösen, die Schubübertragung zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren.

Seine Gegenspieler sind vor allem der Musculus brachiocephalicus, (Oberarm-Kopf-Muskel) der mehrere Funktionen hat
- Vorwärtsführung der Schultergliedmaße in der Hangbeinphase
- Seitwärtsziehen von Kopf und Hals bei einseitiger Anspannung
- Niederziehen von Kopf und Hals bei beidseitiger Anspannung

Dieser Muskel hat die Besonderheit, dass er durch den Klavikularstreifen in zwei Teile geteilt ist. Der obere Teil, den M. cleidomastoideus und den unteren Teil, den M. cleidobrachialis.
Der Klavikularstreifen ist ein bindegewebiger Streifen innerhalb des M. brachiocephalicus beim Pferd. Da Pferde kein Schlüsselbein (Clavicula) besitzen, ist dieser Streifen das Überbleibsel (Rudiment) aus der evolutionäre Entwicklung des Schlüsselbeins und dient als Ansatzpunkt bzw. Trennlinie innerhalb des M. brachiocephalicus.

Behandlungen durch den Therapeuten mit Massage am Hals, Dehnung, Faszientechnik und Mobilisation der Schulter wird der Raumgriff verbessert und die Beweglichkeit des Halses erhöht.

Der zweite Antagonist ist der M. omotransversarius (Schulter-Hals-Muskel)
Er verschmilzt mit seinem oberen Rand mit dem M. cleidomastoideus und unterstützt das Vorführen der Vordergliedmaße sowie das Seitwärtsbiegen des Halses in der Stützbeinphase.

Eine Behandlung mit gezielter Massage seitlich am Hals und laterale Dehnung des Halses verbessern die seitliche Halsbeweglichkeit und fördern die Koordination und den Raumgriff der Vordergliedmaße.

Da der M. brachiocephalicus und der M. omotransversarius eine funktionelle Einheit bilden, sollten beide Muskeln immer in Kombination behandelt werden.

M. brachiocephalicus u. M. omotransversarius
"ziehen die VGL nach vorne"
M. latissimus dorsi "zieht nach hinten"

Nackenstrang/NackenbandDer Nackenstrang ist ein Teil des Nackenbandes (Lig. nuchae) und verläuft vom Hinterhauptbein des...
13/03/2026

Nackenstrang/Nackenband
Der Nackenstrang ist ein Teil des Nackenbandes (Lig. nuchae) und verläuft vom Hinterhauptbein des Schädels entlang der Oberseite des Halses bis zum Widerrist und geht dort in das Rückenband (Lig supraspinale) über, das am Kreuzbein endet.
Er wirkt wie ein Gummiband, trägt das Gewicht von Kopf und Hals und entlastet somit die Hals- und Rückenmuskulatur.

Nackenplatte:
Die Nackenplatte ist ein fächerförmiger Teil des Nackenbandes und besteht aus mehreren Bändern. Sie verbindet das Nackenband mit der HWS (C2 - C5), stabilisiert den Hals und unterstützt das Tragen von Kopf und Hals.

Schleimbeutel C2 und C3
ermöglichen ein reibungsfreies Gleiten des Nackenbandes über die Halswirbel und verhindert eine Reizung oder Abnutzung des Nackenbandes. Durch eine Entzündung entsteht die sog. Genickbeule (Bursitis nuchalis). Meist entsteht diese durch zu eng sitzende Halfter, Stürze, Losreißen beim Anbinden oder Anschlagen.

Schleimbeutel Widerrist
Ermöglicht einen Druck- und Reibungsschutz zwischen Nackenband und Widerrist.
Eine Entzündung des Schleimbeutel entsteht meist durch Druck von schlecht sitzenden Sätteln oder Decken.

Physiologische Behandlung:
Massage
Dehnübungen
Mobilisation der HWS

Die Behandlung der Schleimbeutel sollte so gestaltet sein, dass das Nackenband ohne Schmerzen, Reizung oder Druck wieder normal arbeiten kann.

Das bedeutet:
Die Beweglichkeit zu verbessern, Druck zu reduzieren und das Nackenband zu entlasten, damit die Schleimbeutel wieder reibungsfrei arbeiten können.

Was sind Triggerpunkte und Stresspunkte:Triggerpunkte und das Myofasziale Schmerzsyndrom (MSS): Sarkomer-Kontraktion sin...
02/03/2026

Was sind Triggerpunkte und Stresspunkte:

Triggerpunkte und das Myofasziale Schmerzsyndrom (MSS):

Sarkomer-Kontraktion sind die grundlegenden kontraktilen Einheiten der Skelettmuskulatur, sie sind für die Muskelkontraktion verantwortlich und ermöglichen Bewegungen.

Triggerpunkte (Myofasziale Triggerpunkte) sind dauerhaft kontrahierte (zusammengezogene) Muskelfasern, die fast immer im Muskelbauch befinden, also im fleischigen Teil der Muskeln. Sie fühlen sich verhärtet an und verursachen Schmerzen, die die Beweglichkeit einschränken können. Sie entstehen durch Muskelüberbelastung, Fehlbelastung, Fehlstellungen, Sattelprobleme, Zahnprobleme, Stress oder Verletzungen.

Häufig betroffene Muskelgruppen:
• Halsmuskulatur
• Trapezmuskel
• Langer Rückenmuskulatur
• Kruppenmuskulatur

Das Pferd reagiert beim Druck auf solche Punkte mit:

• Muskelzucken bei Druck
• Ausweichen
• Wegdrücken
• Bewegungseinschränkung
• Rittigkeitsprobleme
• Schmerzreaktion

Wenn ein Muskel dauerhaft angespannt bleibt, wird er schlechter durchblutet, es kommt zu Sauerstoffmangel und Stoffwechselprodukte sammeln sich an.

Myofasziale Triggerpunkt-Therapie
• Punktueller Druck
• punktuelle Massage in Faserrichtung
• Faszientechnik für die oberflächliche Faszie des Muskels unter Vordehnung (wenn möglich)

Triggerpunkte sind ein muskuläres Problem

Stresspunkte:

Stresspunkte sind anders als Triggerpunkte Bereiche erhöhter Grundspannung durch Stress.
Dabei erhöht sich die Muskelgrundspannung durch Dauerstress.

Das vegetative Nervensystem (Sympathikus) wird aktiviert und sorgt für die Leistungssteigerung bei Stress- und Notfallsituationen.
Stresspunkte beim Pferd sind lokalisierte Verspannungen in der Muskulatur, die bei Druck schmerzhaft reagieren und auf Überlastung oder Ausrüstungsprobleme hinweisen.
Sie entstehen durch Myofasziale Triggerpunkte und können zu Leistungseinbußen, Unrittigkeit und Schmerzen führen.

Hauptstresspunkte liegen im Genick, Widerrist, Schulter, Rücken und Kruppe.

Wichtige Stresspunkte (nach Jack Meagher):

SP 1 (blau) (M. re**us capitis lateralis): Hinter dem Atlasflügel, wichtig für Kopfbewegung, oft fest bei Problemen im Genick/Stellung

SP 2 (rosa) (M. brachiocephalicus): Kopf-Arm-Muskel
Halsseite

SP 4-6 (grün) (M. trapezius): Trapezmuskel im Widerristbereich.

SP 7-8 (rot) (Schulter): Supraspinatus/Infraspinatus, wichtig für die Vorderbeinbewegung

SP 13 (lila) (Longissimus dorsi): Langer Rückenmuskel,
oft durch nicht passenden Sattel.

SP 23 (türkis) (Gluteus medius): Mittlerer , Kruppenmuskel entscheidend für die Schubkraft aus der Hinterhand.

SP 27 (grau) (Karpalgelenksstrecker): Unterhalb des Ellenbogens, bei Sehnenproblemen aktiv.

Anzeichen:
• Zähneknirschen
• Kieferpressen
• Schreckhaftigkeit
• Daueranspannung

Reaktionen:
Schmerzreaktionen beim Abtasten:
• Ausweichen, Schnappen, Zucken oder Kopfschlagen

Behandlung:
• mit direktem Druck mit Daumen, Finger oder Faust auf die gefundenen aktiven Stresspunkte wirken und quer zur Faser reiben.
Ebenso wichtig, rhythmisches Drücken über den gesamten Muskel, dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Verspannung gelöst.

Stresspunkte sind meist nervlich bedingte Spannungs- zustände.Eine gezielte Stresspunktmassage kann zu sofortiger Entspannung und freierer Bewegung führen.

Adresse

Krameserweg 4
Esch
54518

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