25/10/2019
Klarstellung des Sachverhaltes zu einem Post der Wolfsranch (Hundepension Wächtler) vom 16.Oktober hier noch einmal im Anhang aufgeführt
Frank Srock
16. Oktober um 20:31
Keine tierärztliche Behandlung mehr für die Hunde der Wolfsranch
Nach den zwei Behandlungen innerhalb einer Woche von F***y und Bonny für etwa 1700,00 Euro erreichte uns heute Vormittag ein nicht so schöner Anruf von Herrn Dr. Hempel aus der Tierklinik in Erfurt.
Wir riefen am Sonntag gegen 23.00 Uhr in der Tierklinik Erfurt (welche offiziell auf ihrer Homepage Notdienst anbietet) an, weil unsere Bonny ab etwa 18.00 Uhr innerhalb weniger Stunden extrem blutigen Durchfall bekam, ständig erbrach und sich ihr Zustand immer mehr verschlechterte. Die diensthabende Ärztin war auch sehr schnell erreichbar und verwies uns trotz dem Hinweis auf einen akuten Notfall an einen Durchgangsarzt. Damit waren wir aber nicht einverstanden und baten nochmals um schnelle Hilfe, die uns aber wieder verweigert wurde. Erst ein zweites Telefonat erbrachte dann den gewünschten Soforttermin, den wir dann auch sofort beanspruchten und kurz nach 24.00 Uhr in der Klinik waren. Die Diagnose und Behandlung begann auch sofort und nach kurzer Zeit war nun auch klar, dass es für Bonny wirklich knapp war, denn das Blut fing schon an zu verklumpen. Bonny wurde nach der Erstbehandlung auch stationär aufgenommen.
Unser drängeln, bitten und betteln auf Aufnahme Sonntagnacht veranlasste nun den Klinikchef uns mitzuteilen, dass wenn er auf einen Durchgangsarzt besteht, dies auch so durchgesetzt werden müsse. Weil wir so vehement auf die sofortige Behandlung ohne einen Durchgangsarzt bestanden haben, wird uns ab sofort jegliche Behandlung unserer Hunde in seiner Tierklinik verweigert.
Alles zum Wohl der Tiere, schade eigentlich … 🙁🙁🙁
Stellungnahme zu den Äußerungen der Tierheim und Tierpension Wächtler - Wolfsranch, Herr Frank Sronk, über unsere Tierärztliche Einrichtung Tierklinik Erfurt vom 16.10.2019.
Zuerst - die Amputation eines Hinterlaufs bei einem Patienten der Einrichtung Wächtler hat mit dem vorliegenden Fall nichts zu tun - Die Behandlungsliquidation von ca. 630,- € war im Vorfeld detailliert abgesprochen und wurde lediglich durch die Entscheidung der Auftraggeber zu einem weiteren stationären Tag ohne medizinische Erfordernis auf ca. 710,- € erhöht. Trotz dieser Absprachen wurden hier bei Abholung Diskussionen zur Rechnungshöhe mit Herrn Sronk geführt, da er im Nachgang Sonderrabatte forderte.
Der konkrete Fall spielte sich gegen 00:30 Uhr nachts ab. In einem ersten Telefonat mit Frau Wächtler schilderte diese einen Fall, der bereits gegen 17:30 Uhr am Vortag für die Betreiber der Einrichtung Wächtler auffällig war - trotz dem wurde kein Tierarzt konsultiert.
Gemäß den Vorgaben zur Durchführung von Notfalldiensten durch die Landestierärztekammer Thüringen wurde Frau Wächtler an den lokalen niedergelassenen Notdiensttierarzt verwiesen. Diese Verfahrensweise steht im Einklang mit den Vorgaben der Landestierärztekammer und verhindert eine völlige Überlastung der verbleibenden drei Maximalversorger für Kleintiere in Thüringen. Hierzu gab es bereits diverse Pressemitteilungen.
Die Reaktion von Frau Wächtler auf diese Verweisung mit grundsätzlicher Möglichkeit der Überweisung durch den niedergelassenen Notdienst an unsere Einrichtung im Bedarfsfall war eine massive Beleidigung und Beschimpfung unserer diensthabenden Tierärztin. Es fielen unter anderem die folgenden Worte; Zitat:“ dann lasse ich den Hund eben verrecken, wenn man so viel hin und her fahren muss“ - dann wurde aufgelegt. Kurz darauf erfolgte ein weiterer Anruf des Herrn Sronk zu dem gleichen Problem. Auch dieser bestätigte, dass das Problem bereits länger bestand und verlangte nach Behandlung durch einen geschäftsführenden Tierarzt, unterstellte dabei, dass unsere diensthabende Tierärztin nicht „Arbeiten wolle“ und bezeichnete die Kollegin als „das kleine Blondchen vom Vortag“.
Unsere Kollegin verwahrte sich gegen solche Diktion. Schlussendlich entschuldigte sich Herr Sronk bei der Kollegin, worauf diese sich bereit erklärte den Fall ohne Vorbeurteilung durch den niedergelassenen Notdienst anzunehmen. Das Tier wurde daraufhin von unserer Tierärztin fachgerecht versorgt und verließ unser Haus am 15.10.2019 in einem stabilen Zustand.
Ein klärendes Telefonat mit Frau Wächtler am 16.10.2019 durch unseren Geschäftsführer, Herrn Dr. Hempel verlief wieder sehr unerfreulich. Frau Wächtler wurden noch einmal ausführlich die Verfahrenswege im Notdienst erläutert und Sie wurde darauf hingewiesen, dass verbale Entgleisungen des Auftraggebers wie in diesem Fall zum Verlust des notwendigen Vertrauensverhältnisses zwischen Tierarzt und Tierbesitzers führen. Leider zeigte sich Frau Wächtler wiederum sehr uneinsichtig - auch bezüglich ihrer eigenen Äußerungen. Sie unterlies es wieder nicht, unsere Tierärztin zu verunglimpfen und zu beschimpfen.
Unter diesen Umständen sind unserem Haus weitere Geschäftsbeziehungen zum Tierheim und Tierpension Wächtler - Wolfsranch nicht zuzumuten. Dies wurde Frau Wächtler gegenüber durch unseren Geschäftsführer Herrn Dr. Hempel klar zum Ausdruck gebracht.
Den sehr lückenhaften Angaben zu diesem Vorfall durch Herrn Sronk in dem verlinkten FACEBOOK-Beitrag ist der Umfang des Problems natürlich nicht zu entnehmen, deshalb sehen wir uns zu diesem klarstellenden Post angehalten.
Jeder Leser möge sich ein eigenes Bild machen, insbesondere zu den tierverachtenden Äußerungen der Frau Wächtler. Hier ging es offensichtlich nur um Ausübung von Druck auf unsere Tierärztin. So ein Verhalten können wir uns insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsbereitschaft unserer angestellten Tierärzte nicht kommentarlos gefallen lassen. Ohne diese Kollegen würde der Notdienst in Thüringen erheblich an Qualität verlieren. Wir sehen es als unserer Aufgaben an, unsere engagierten und kompetenten Angestellten vor solch unverschämtem Verhalten zu schützen und ziehen deshalb nach erfolglosem Versuch der Klärung mit Frau Wächtler die Konsequenz, mit der Einrichtung Tierheim und Tierpension Wächtler - Wolfsranch in Zukunft nicht mehr zusammenzuarbeiten.
Wir können nur jedem Tierbesitzer dringend raten, sich über die Organisation und die Verfahrensweisen bei Notfällen außerhalb der Öffnungszeiten von Tierarztpraxen grundlegend zu informieren, damit keine unerfüllbaren Erwartungshaltungen auftreten und der betroffene Tierbesitzer sich korrekt verhält.
Keinesfalls können wir Beleidigungen und Beschimpfungen unserer immer erreichbaren, engagierten und immer hilfsbereiten Kollegen akzeptieren, die wesentliche Teile Ihrer Freizeit zur Behandlung betroffener Tiere aufbringen. Unsere Mitarbeiter können sicher ein Mindestmaß an menschlichem Anstand voraussetzen.