Balanced Dogwork Hundeschule

Balanced Dogwork Hundeschule Viele Probleme entstehen durch falsche Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Ich werde Ihnen den Weg zu einer schönen Beziehung mit ihrem Hund zeigen.

Basierend auf gegenseitigem Respekt, Grenzen setzen, Verständnis, Vertrauen und Zuneigung.

13/08/2026

Zügig ist nicht hektisch.

❌ Ruhiges Eingreifen wird oft mit langsamem oder vorsichtigem Eingreifen verwechselt.

Dabei kann eine gute Reaktion sehr schnell sein.

👉 Duke nimmt die Situation früh wahr.

👉 Er geht zügig hinzu, ohne hektisch zu werden.

👉 Er positioniert sich räumlich zwischen den Hunden und trennt die Situation.

👉 Danach geht er nicht einfach wieder weg, sondern bleibt präsent, als Snoopy erneut ansetzen möchte.

👉 Seine Intensität ist in diesem Moment nicht besonders hoch aber sie reicht aus.

👉 Würde Snoopy weitermachen, müsste die Antwort deutlicher werden.

Wahrnehmen + zügig handeln + Raum organisieren + Intensität anpassen = ruhige Führung ohne Langsamkeit.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, wie schnell du dich bewegst.

Sondern darin, wie organisiert du dich bewegst.

So wenig wie möglich – so deutlich wie nötig.

Beobachte dich in der nächsten Situation einmal selbst:
Wirst du hektisch oder einfach nur zügig?

11/08/2026

Einer bellt. Zwei übernehmen.

❌ In einem Mehrhundehaushalt wirkt es schnell so, als hätten alle Hunde gerade auf dasselbe reagiert.

Dabei kann die Reaktionskette ganz anders aussehen.

👉 Snoopy bellt hier zunächst aus dem Haus.

👉 Milo und Duke reagieren darauf innerhalb kürzester Zeit deutlich körperlich: Spannung steigt, Bewegung geht nach außen, der Garten wird kontrolliert.

👉 Entscheidend ist deshalb die Frage: Haben sie selbst etwas wahrgenommen oder reagieren sie zunächst auf Snoopy?

👉 Spannend ist außerdem, dass Snoopy selbst anschließend mit vergleichsweise lockerer Körperhaltung herauskommt.

👉 Der, der zuerst bellt, ist nicht automatisch der, der am stärksten aktiviert ist.

Auslöser + Reaktion eines Sozialpartners + individuelle Aktivierung = Dynamik im Mehrhundehaushalt.

Wenn mehrere Hunde gleichzeitig reagieren, schau nicht nur darauf, was draußen passiert. Beobachte auch:

Wer hat zuerst etwas wahrgenommen und wer reagiert gerade auf wen?

Genau dort beginnt die Einordnung.

10/08/2026

Je länger du unerwünschtes Verhalten laufen lässt, desto deutlicher musst du es später oft unterbrechen.

❌ Den Hund immer wieder halbherzig wegschieben, mehrfach „Nein“ sagen und trotzdem nicht dafür sorgen, dass sich die Situation wirklich verändert.

Dadurch versteht der Hund die Grenze nicht. Er versucht es weiter, die Situation schaukelt sich auf und irgendwann wird der Mensch deutlicher, als es bei einem frühen Eingreifen nötig gewesen wäre.

👉 Deshalb:

* Erkenne die kleinen Anzeichen, bevor das Verhalten vollständig entsteht.
* Entscheide früh, ob du das Verhalten zulassen möchtest.
* Wenn nicht, begrenze es verständlich und verbindlich.
* Reagiert dein Hund nicht auf deine Ansprache, wiederhole sie nicht ständig.
* Übernimm stattdessen Raum, Bewegung und Führung.
* Zeige deinem Hund, was er jetzt stattdessen tun soll.

🚨 Hör auf, nur in Korrekturen zu denken. Denk in Lösungen.

Es geht nicht darum, ein Verhalten möglichst deutlich abzustellen. Es geht darum, die Situation so zu führen, dass dein Hund eine andere, passende Lösung finden und umsetzen kann.

Frühes Erkennen + klare Führung + passende Lösung = weniger notwendige Korrektur

Beobachte heute einmal genauer:
Woran erkennst du schon früh, was dein Hund gleich tun wird und welche Lösung braucht er stattdessen?

09/08/2026

Musste einfach mal gesagt werden. Nur weil ein Hund neu in der Familie ist (als Welpe oder erwachsener Hund), heißt das nicht, dass er erstmal tun und lassen kann was er will. Ich finde das schon fair meinem Hund gleich mitzuteilen, was mir wichtig ist, wie meine Regeln sind, was ich mit unter einem Miteinander vorstelle. Dann weiß er woran er ist. Und das geht ohne harten Erziehungsmassnahmen aber mit Konsequenz und Stabilität in dem was ich möchte. Ein Welpe z.B. darf gleich lernen, dass er mich nicht ignorieren soll und mich irgendwo hinziehen soll, sondern dass ich Wert auf einer Beziehung aus gegenseitigem Respekt und Miteinander bestehe. Erklärt doch eurem Hund eure Welt und eure Werte. Liebevolle Konsequenz ist das Zauberwort.

08/08/2026

Älteres Video von Snoopy als Junghund.

Damals hatte er auf Spaziergängen manchmal genau solche „fünf Minuten“.

Leine schnappen, hochfahren, eine Dynamik mit mir anfangen.

Und trotzdem habe ich nicht jedes Mal gleich reagiert.

In dieser Situation bin ich bewusst nicht eingestiegen.

Nicht, weil ich unerwünschtes Verhalten grundsätzlich ignoriere.

Ich habe gesehen, was er tut, und entschieden:
Das braucht gerade keine Auseinandersetzung mit mir.

Er durfte seinen Frust in dem Moment haben, ohne dass ich daraus ein Gespräch mache.

In einer anderen Situation hätte ich dasselbe Verhalten durchaus klar begrenzt und gesagt:
Jetzt hörst du auf.

Genau deshalb gibt es für solche „fünf Minuten“ nicht die eine richtige Reaktion.

Mal braucht es Bewegung.
Mal weniger Reize.
Mal Raum und Begrenzung.
Und manchmal braucht es einfach keine Antwort.

Gleiches Verhalten braucht nicht immer die gleiche Reaktion.

Entscheidend ist die Situation.

07/08/2026

Impulskontrolle beginnt nicht erst beim erwachsenen Hund.

❌ Sie bedeutet aber auch nicht, einen zwölf Wochen alten Welpen ständig hochzufahren und anschließend zu prüfen, ob er sich beherrschen kann.

👉 In dieser Sequenz liegt Snoopy im „Platz“, während sich ein interessanter Gegenstand bewegt.

👉 Er darf den Reiz wahrnehmen aber er darf ihm nicht hinterhergehen.

👉 Die Intensität bleibt seinem Alter angepasst: kurz, vorsichtig und mit einer Aufgabe, die er bewältigen kann.

👉 Solche bewusst erzeugten Reize setze ich nur gelegentlich ein. Bewegung und Quietschen können einen Welpen deutlich aktivieren. Impulskontrolle entsteht nicht durch möglichst häufiges oder starkes Hochfahren.

👉 Entscheidend ist, dass Snoopy nicht nur körperlich liegen bleibt, sondern sich zunehmend wieder an mir orientiert.

Reiz wahrnehmen + zugewiesene Position halten + wieder ansprechbar werden = altersgerechte Impulskontrolle

Hier nutze ich das konkrete „Platz“. Ich kann dieselbe Situation aber auch über eine reine Raumzuweisung gestalten: Snoopy bekommt einen Bereich, den er halten soll, ohne dass eine bestimmte Körperposition verlangt wird.

Beides hat seinen Zweck:

Das „Platz“ fordert eine konkrete Position.
Die Raumzuweisung fordert das Einhalten einer Grenze bei freierer Körperorganisation.

Bei einem jungen Hund zählt nicht, wie viel Reiz er schon aushält. Entscheidend ist, ob die Aufgabe so gewählt ist, dass er sie verstehen, halten und mit Orientierung bewältigen kann.

Übst du mit deinem Hund eher konkrete Positionen oder arbeitest du bereits mit zugewiesenen Bereichen?

Die Leckerchendiskussion handelt oft nicht nur vom Futter.❌ Die entscheidende Frage lautet nicht einfach:„Leckerchen – j...
03/08/2026

Die Leckerchendiskussion handelt oft nicht nur vom Futter.

❌ Die entscheidende Frage lautet nicht einfach:
„Leckerchen – ja oder nein?“

Denn hinter dieser Diskussion stehen häufig sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein Hund lernen soll und welche Rolle der Mensch dabei übernimmt.

👉 Fachlich relevant ist:

* Futter kann Verhalten beeinflussen und wahrscheinlicher machen.
* Es erzeugt aber nicht automatisch Orientierung am Menschen.
* Ein Hund kann eine Aufgabe für Futter ausführen und trotzdem in schwierigen Situationen nicht ansprechbar sein.
* Ohne Futter zu arbeiten bedeutet umgekehrt nicht automatisch, klar oder fair zu führen.
* Entscheidend sind Kontext, Ziel, Timing und die Frage, was der Hund in dieser Situation tatsächlich braucht.

Formel:
Futtereinsatz ≠ Beziehung
Futterverzicht ≠ Führung
Beobachtung + Einordnung + Verantwortung = tragfähige Orientierung

Schau im Alltag nicht nur darauf, ob dein Hund etwas ausführt.

Schau darauf, ob er dich wahrnimmt, auf deine Ansprache verbindlich reagiert und sich auch dann an dir orientieren kann, wenn die Situation wichtiger wird als das Futter.

Welche Frage löst das Thema Leckerchen bei dir aus – eine Trainingsfrage oder eher eine Grundsatzfrage?

01/08/2026

„Darf mein Welpe meine Hand ins Maul nehmen?“

Diese Frage höre ich in Welpenstunden regelmäßig.

Viele Halter erschrecken im ersten Moment, wenn ihr Welpe ihre Hand mit dem Maul umfasst oder sie immer wieder zum gemeinsamen Spiel auffordert. Schnell entsteht die Sorge: „Gewöhnt er sich da etwas Falsches an?“

Meine Antwort lautet: Nicht die Handlung entscheidet – sondern der Kontext.

Unter Hunden gehört spielerisches Maulringen zum normalen Sozialspiel. Dabei wird mit dem Maul kommuniziert, Grenzen werden ausprobiert und gleichzeitig wird die Beißhemmung weiter gefestigt.

Auch zwischen Mensch und Hund kann sich daraus ein gemeinsames Spiel entwickeln.

Snoopy ist auf dem Video übrigens schon über zwei Jahre alt. Wir haben dieses ruhige Maulspiel bereits in seiner Welpenzeit miteinander entwickelt und es ist bis heute geblieben. Es gehört für uns einfach zu einer Form der sozialen Interaktion, immer mit klarer Beißhemmung und der Möglichkeit, das Spiel jederzeit zu beenden.

Voraussetzung ist allerdings:
• Der Hund bleibt körperlich locker.
• Er kann seine Kraft dosieren.
• Das Spiel bleibt jederzeit unter Kontrolle.
• Beide Seiten können das Spiel jederzeit beenden.
• Der Hund akzeptiert dieses Ende ohne Diskussion.

Problematisch wird es erst, wenn der Hund sich immer weiter hochfährt, keine Grenzen mehr wahrnimmt oder seine Beißhemmung fehlt.

Deshalb bewerte ich solche Situationen nie isoliert.

Ich frage mich immer:

➡️ Was zeigt der gesamte Hund?
➡️ Wie ist seine Körpersprache?
➡️ Wie reguliert er sich während des Spiels?
➡️ Kann er wieder herunterfahren?

Genau diese Einordnung macht den Unterschied zwischen einem normalen sozialen Spiel und einem Verhalten, das Aufmerksamkeit braucht.

📖 Wenn du lernen möchtest, Verhalten nicht nur zu beobachten, sondern wirklich einzuordnen, findest du genau diese Denkweise ausführlich in meinem Buch „Verhalten richtig einordnen“. Den Link findest du in meiner Bio.

Mich interessiert:
Spielt dein Hund auch manchmal auf diese Weise mit dir?

29/07/2026

Was siehst du hier? Wahrscheinlich entsteht schon beim ersten Anschauen eine Geschichte im Kopf:

Der Hund freut sich.
Er ist aufgeregt.
Er möchte nicht weiter.
Er findet die Situation spannend.

Vielleicht stimmt eine dieser Einordnungen. Vielleicht auch nicht.

Denn zunächst sehen wir nur einen kleinen Ausschnitt: eine Bewegung, einen Menschen, einen Hund und eine Situation, deren Vorgeschichte wir nicht kennen.

Genau hier liegt einer der häufigsten Fehler beim Beobachten von Verhalten:
Wir beschreiben nicht erst, was tatsächlich zu sehen ist. Wir geben ihm sofort eine Bedeutung.

Eine tragfähige Einordnung braucht mehr als ein einzelnes Verhalten. Sie braucht den Hund, den Menschen, den Kontext und den Verlauf der Situation.

In meinem Buch „Verhalten richtig einordnen“ geht es darum, genau diesen Unterschied zu verstehen und Verhalten nicht vorschnell zu bewerten.

💡 Welche erste Erklärung hattest du beim Anschauen im Kopf? Schreib mal gerne in die Kommentare.





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