Goldnapf - ganzheitliche Naturheilkunde für ihr Tier

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Schüsslersalze
palliative Unterstützung

😢 DREI (GLAUBENS-)SÄTZE, DIE DEINEMALTEN TIER RICHTIG SCHADEN KÖNNEN 😢Auf den ersten Blick sind es nur Worte.Doch Worte ...
16/10/2025

😢 DREI (GLAUBENS-)SÄTZE, DIE DEINEM
ALTEN TIER RICHTIG SCHADEN KÖNNEN 😢

Auf den ersten Blick sind es nur Worte.

Doch Worte haben Macht – sie können wachrütteln oder lähmen.

Diese drei (Glaubens-)Sätze tun Letzteres:
Sie halten dich davon ab, hinzusehen, zu handeln, Verantwortung zu übernehmen –
und sie nehmen deinem alten Tier die Unterstützung, die es verdient.

🐾 1️⃣ „Das ist völlig normal im Alter.“

Nein – nicht alles, was häufig vorkommt, ist auch normal.

Schmerzen, Bewegungsprobleme, Muskelabbau, Desinteresse – all das sind Zeichen, dass dein Tier Unterstützung braucht.
Altern ist kein Zustand, in dem wir „nichts mehr tun“ – es ist eine Lebensphase, in der Feingefühl und Achtsamkeit wichtiger sind als je zuvor.

🌿 2️⃣ „Da kann man nichts machen.“

Doch, man kann. Nur vielleicht nicht immer auf den gewohnten Wegen.

Wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, bedeutet das nicht, dass Heilung oder Linderung unmöglich ist. Naturheilkunde, Homöopathie, Akupunktur oder Physiotherapie
können Prozesse anstoßen, die Lebensqualität zurückbringen.

Ein ganzheitlich arbeitender Therapeut mit Schwerpunkt geriatrische Tiermedizin kann helfen, individuelle Lösungen zu finden und dein Tier genau da zu unterstützen, wo es nötig ist –
so dass es sein Seniorenleben möglichst gesund, schmerzfrei und glücklich genießen kann.

Es braucht nur Mut, den Blickwinkel zu ändern – und weiterzusuchen.

💔 3️⃣ „Ganz klar – das Tier ist dement.“

Verhaltensveränderungen sind nicht automatisch Demenz. Oft steckt Schmerz, Orientierungslosigkeit, Stress oder hormonelles Ungleichgewicht dahinter.

Wenn dein Tier plötzlich anders wird, versuche nicht, es zu „diagnostizieren“ – versuche, zuzuhören. Denn jedes auffällige Verhalten ist eine Form von Kommunikation.

Altern ist keine Krankheit. Es ist ein Lebensabschnitt, der Würde, Zuwendung und Anpassung verlangt.

Und wir dürfen – egal, wie alt ein Tier ist –
immer noch etwas tun, um es zu entlasten, zu stärken und seine Lebensfreude zu erhalten.

Wenn du deinen Tiersenior wirklich verstehen und auf seine Bedürfnisse eingehen möchtest,
lade ich dich herzlich zu meinem Webinar
„5 Schritte, um deinen Tiersenior wirklich in der Tiefe zu verstehen“ am 23.10.2025 ein.

https://vetrias-tiergesundheit.my-ablefy.com/s/vetrias-tiergesundheit/tiersenioren-verstehen

Wir sprechen darüber,

🐾 was dein Tier dir mit seinem Verhalten sagen möchte,

🧠 welche körperlichen oder emotionalen Prozesse dahinterstecken können

und 💛 was es jetzt braucht, um gut, zufrieden und würdevoll alt zu werden.

01/10/2025

🌿 Few plants are as indispensable for the muscular and skeletal system as Solomon’s Seal.

From joints and tendons to repetitive use injuries, this graceful root has long been valued for restoring strength, soothing irritation, and supporting recovery. With its bone-like rhizomes and clasping leaves, Solomon’s Seal is also a beautiful example of the Doctrine of Signatures at work.

✨ Learn more about why herbalist Matthew Wood calls it the indispensable muscular and skeletal remedy in our blog:
👉 https://www.matthewwoodinstituteofherbalism.com/blog/indispensable-muscular-skeletal-remedies-solomons-seal

23/03/2025

Bärlauch – Verlass dich NICHT auf den Geruch!🌿❌👃

Jedes Jahr gibt es hitzige Diskussionen über die sichere Bestimmung von Bärlauch – und immer wieder höre ich: „Aber den kann man gar nicht verwechseln der riecht doch nach Knoblauch!“

Ja, jedes einzelne Bärlauchblatt duftet mehr oder weniger stark nach Knoblauch, doch nach wenigen angeriebenen Blättern riechen auch deine Hände danach. Das kann täuschen! Außerdem nimmt jeder Gerüche unterschiedlich stark wahr.

⚠️ Wichtige Erkennungsmerkmale von Bärlauch:
✔️ Einzelne Blätter wachsen aus dem Boden – keine Quirle oder rosettenartige Anordnung
✔️ Lanzettliche Blätter mit markanter Mittelrippe– die Unterseite ist matt, nicht glänzend
✔️ Stiele sind einzeln und nicht hohl
✔️ Blüte: Weiße, sternförmige Blüten in einer lockeren Dolde

🚨 Gefährliche Verwechslungspartner: Maiglöckchen, Herbstzeitlose & Aronstab – sie sind hochgiftig!

Dieses Thema triggert manche Menschen, denn jedes Jahr kommt es zu Vergiftungen. Und ja die Verwechslungspartner wachsen in einigen Gebieten zeitgleich direkt neben Bärlauch. Deswegen kommt es auch immer wieder zu Vergiftungen. Aber anstatt zu streiten, lasst uns lieber gemeinsam aufklären. Sei dir sicher, bevor du erntest! Hilf mit dieses Missverständniss auszulöschen und verTeile das Wissen! 🌱💚

18/03/2024

Wenn dir am Eingang zum Wald eine

💛 Schlüsselblume 💛

begegnet, dann sei dir gewiss, dass dir mit ihrer Hilfe von den Naturgeistern die Pforten zum wundervollen, magisch-mystischen Zauberwald 🌳🌲🌳geöffnet werden. 🧚‍♀️🌱🧚‍♀️

Schlüsselblumen gehören zu den liebsten Blumen der Elfen und werden deshalb auch Elfenschlüssel genannt (neben zahlreichen anderen Namen). Sie haben eine große Schutzwirkung, u.a. vor unliebsamen Wesen und körperlichem Schwindel und bewahren denen, die sich in ihrer Nähe aufhalten ihre Schönheit und beschenken mit Fruchtbarkeit.

Um sie ranken sich viele Sagen.

Durch die Germanen wurde die Schlüsselblume der Göttin Freya gewidmet.
Man sagt ihr nach, sie könne verborgene Räume öffnen, auch die eigenen Schatzkammern der Seele.

Bereits im Mittelalter wurde sie als Heilpflanze erwähnt. Aus ihren Wurzeln und Blüten wurde in der Volksheilkunde ein Tee bereitet, der schleimlösend ist, das Abhusten erleichtert, entkrampfend bei Neuralgien wirkt und das Herz stärkt.

Wegen ihrer Seltenheit steht diese Pflanze jetzt allerdings unter Naturschutz und darf weder gepflückt noch ausgegraben werden!

Schlüsselblumen-Heilpflanzentees sind im Handel erhältlich und/oder man kann sie im Garten anbauen und verwenden. 😉

Schlüsselblumen- Botschaft:

Mit der Kraft der Frühlingssonne bin ich dein magischer Schlüssel, der die Schatztruhe deiner geheimsten Wünsche öffnen kann, um sie der Erfüllung ein Stück näher zu bringen.
Mit dem Optimismus der erwachenden Natur schenke ich dir Zuversicht, Leichtigkeit und Lebensmut.

© Waldelfe Eva Dorfmann

❤️
02/09/2023

❤️

In Anwesenheit von Igeln sollte man keine Geheimnisse aussprechen, heißt es in der Mythologie...

🦔 Igel 🦔

sind Verbündete von Hexen.
Na wenn schon, Hexen sind weise Frauen, die meistens nur Gutes im Sinn haben. Ausnahmen gibt es immer, doch jede Hexe sollte ja wissen, dass alles, was sie aussendet, 3-fach zu ihr zurückkommt. 😉

Als Krafttier kommt dem stacheligen Gesellen eine besondere Rolle zu. Er ist ein Einzelkämpfer, ein Krieger des Lichts, der dich darauf aufmerksam machen möchte, deine inneren Werte zum Einsatz zu bringen. Mit schlechter Sehkraft ausgestattet, macht er uns klar, dass es wichtig ist, seine anderen Sinne immer wachsam und intensiv zu nutzen, um sich vor Gefahren zu schützen und den inneren Überblick nicht zu verlieren. Manchmal ist Rückzug besser als blinder Aktionismus, manchmal hilft es, sich aus dem Geschehen zu nehmen, indem man sich einigelt. Einigeln, um Zeit zu gewinnen, einigeln, um neue Strategien zu durchdenken, um zu sich zu kommen und neue (Lebens)Wege und Richtungen zu finden. In der Ruhe liegt die Kraft und sie ermöglicht, zur rechten Zeit aktiv zu werden und sich zu behaupten, Grenzen zu setzen und auch mal seine Stacheln zu zeigen. Alles zu seiner Zeit... 🦔
..und jede weise Frau braut manchmal ihr Süppchen ganz im Verborgenen und dafür gibt es gute Gründe. ❤ 💚 ❤

Übrigens: Igel sind Wildtiere und im Grunde nicht auf menschliche Unterstützung angewiesen. Jedes Jahr werden viel zu viele Igel völlig grundlos aus ihrem natürlichen Revier entnommen und in Auffangstationen gebracht oder mit nach Hause genommen. Diese Tierliebe stellt sich nicht selten als Nachteil für das Tier heraus! Nur in Freiheit lebende Igel lernen, sich ihr Futter zu fangen und sich so artgerecht zu ernähren. Also lasst die kleinen Jungtiere sich erstmal selbst entwickeln!

Igel fallen unter das Bundesnaturschutzgesetz, d.h. es ist verboten, sie aufzusammeln und mitzunehmen!!!

Viel wichtiger ist es, die Lebensräume zu erhalten und z.B. seinen Garten igelfreundlich zu gestalten, d.h. auch etwas liegen zu lassen, einen Komposthaufen zu haben, ihn eben nicht steril zu hinterlassen. Igel benötigen eine natürliche Möglichkeit für ihren Winterschlaf. Weiterhin sollte auf Giftstoffe gegen Schädlinge verzichtet werden, um den Igel nicht nebenbei zu vergiften. Er ist nämlich auf der Jagd nach diesen "Schädlingen". Bevor man in das Leben eines Igels eingreift, sollte man immer erst ausreichend beobachten, ob das überhaupt notwendig ist und selbst dann sollte es möglichst artgerecht bleiben.

© Waldelfe Eva Dorfmann

FÜR MEHR EMPATHIE IN DER KOMMUNIKATION🌈„Er hat Krebs. Da kann man nichts mehr tun. Machen Sie ihm noch eine schöne Zeit“...
30/08/2023

FÜR MEHR EMPATHIE IN DER KOMMUNIKATION🌈
„Er hat Krebs. Da kann man nichts mehr tun. Machen Sie ihm noch eine schöne Zeit“, sagte die Tierärztin zu meiner Patientin, als diese ihren 14 Jahre alten Seelenhund wegen auffälligem Hecheln und anhaltenden Hüsteln vorstellte.
Bis auf das Abtasten der Lymphknoten war zu diesem Zeitpunkt keine weitere Diagnose erfolgt. Kein Blutbild, kein Röntgen, kein CT, nichts.
Frauchen spürte, wie ihr der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Sie bekam keine Hilfestellung, keine Stütze, keinen Hinweise zum weiteren Verlauf, zu möglichen palliativen Therapien und notwendigen Hilfeleistungen. Sie wurde völlig sich selbst überlassen. Und dennoch gab Frauchen nicht auf, sie bündelte Liebe und Verzweiflung und fasste den Mut, neue therapeutische Wege zu beschreiten - oder besser: Eine Therapie zu suchen, sich nicht mit bloßer Palliation zufrieden zu geben.
Sammy geht es heute, zwei Tage nach der Erstanamnese, fünf Tage nach der verheerenden Diagnose, besser. Keiner weiß, wie viel Zeit ihm bleibt. Doch darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, diese Zeit so schön, so schmerzfrei und so unbeschwert wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Oder wie die Begründerin der Hospizarbeit Cicely Saunders sagte: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“
Zu erfahren, mit welcher kühlen Fatalität und welcher Nachdrücklichkeit manche Tierärzt:innen ihren Patientenbesitzer:innen die schlimmsten Diagnosen vor die Füße schmeißen, macht mich ebenso wütend wie traurig.
Ja. Als Therapeutin bin ich angehalten, offen und ehrlich zu kommunizieren. Aber das darf ich auf eine einfühlsame und zugewandte Weise tun, respekt- und liebevoll, dem Menschen wie dem Tier gegenüber.
Die Tierhalter:innen vertrauen uns Therapeut:innen nicht nur die Gesundheit ihres Vierbeiners an, sondern auch ihr eigenes Wohlergehen. Keiner von uns kann abschätzen, welches Päckchen dieser Mensch da mit sich schleppt, der uns verzweifelt und hilfesuchend gegenüber steht. Keiner weiß, wie er oder sie mit der Diagnose umgehen wird, was sie in ihm oder ihr auslöst, welche verdrängten Erfahrungen und Ängste noch einmal losgetreten werden, welches Thema wir berühren oder im schlimmsten Falle triggern. Wir wissen nicht, was dieser Mensch fühlt oder tut, wenn wir die Tür hinter uns schließen.
In dieser Situation erinnere ich mich an den Frühsommer 2004 zurück, als meine damalige Hausärztin mich nach der Auswertung meines Blutbildes zu sich in die Sprechstunde zitierte. Sie konfrontierte mich damals mit der Diagnose Leukämie: „Blutkrebs“. Ich war 19 Jahre alt, und ich steckte die Diagnose überraschend unbeteiligt weg.
Nun bin ich 38 und ich bin noch hier. Warum? Nicht weil ich erfolgreich eine (Chemo-)Therapie durchlaufen habe, nein.
Weil die Diagnose falsch war. Fehler können passieren, das ist nicht der Punkt. Aber die Art und Weise, dass diese Ärztin einem in meinem Falle, Volljährigkeit hin oder her, halbwüchsigen und sicherlich geistig und emotional unreifen Mädchen diese Diagnose überbrachte, ohne sich zu vergewissern, dass es aufgefangen, gehalten und getragen würde, ist äußerst fragwürdig. Meine Mutter stellte damals diese Ärztin zur Rede, und ich höre sie heute noch sagen: „Sie können froh sein, dass Franzisca das so weggesteckt hat. Manch anderer hätte sich von der Brücke gestürzt.“
In diesem Sinne: Jeder kämpft einen Kampf, der für Außenstehende nicht sichtbar ist. Jeder trägt sein Päckchen. Seine Geschichte. Viele Menschen hängen Tag für Tag an einem dünnen Stricklein, das sie noch halbwegs aufrecht erhält, das sie durchhalten lässt, auch wenn die Kraft längst aufgebraucht ist. Lasst uns fair, freundlich, achtsam und respektvoll miteinander umgehen. Vielleicht sind wir an diesem einen, besonderen Tag der letzte stabile Faden, der dafür sorgt, dass dieses Stricklein nicht reißt.

FÜR MEHR EMPATHIE IN DER KOMMUNIKATION🌈
„Er hat Krebs. Da kann man nichts mehr tun. Machen Sie ihm noch eine schöne Zeit“, sagte die Tierärztin zu meiner Patientin, als diese ihren 14 Jahre alten Seelenhund wegen auffälligem Hecheln und anhaltenden Hüsteln vorstellte.

Bis auf das Abtasten der Lymphknoten war zu diesem Zeitpunkt keine weitere Diagnose erfolgt. Kein Blutbild, kein Röntgen, kein CT, nichts.

Frauchen spürte, wie ihr der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Sie bekam keine Hilfestellung, keine Stütze, keinen Hinweise zum weiteren Verlauf, zu möglichen palliativen Therapien und notwendigen Hilfeleistungen. Sie wurde völlig sich selbst überlassen. Und dennoch gab Frauchen nicht auf, sie bündelte Liebe und Verzweiflung und fasste den Mut, neue therapeutische Wege zu beschreiten - oder besser: Eine Therapie zu suchen, sich nicht mit bloßer Palliation zufrieden zu geben.

Sammy geht es heute, zwei Tage nach der Erstanamnese, fünf Tage nach der verheerenden Diagnose, besser. Keiner weiß, wie viel Zeit ihm bleibt. Doch darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, diese Zeit so schön, so schmerzfrei und so unbeschwert wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Oder wie die Begründerin der Hospizarbeit Cicely Saunders sagte: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

Zu erfahren, mit welcher kühlen Fatalität und welcher Nachdrücklichkeit manche Tierärzt:innen ihren Patientenbesitzer:innen die schlimmsten Diagnosen vor die Füße schmeißen, macht mich ebenso wütend wie traurig.

Ja. Als Therapeutin bin ich angehalten, offen und ehrlich zu kommunizieren. Aber das darf ich auf eine einfühlsame und zugewandte Weise tun, respekt- und liebevoll, dem Menschen wie dem Tier gegenüber.

Die Tierhalter:innen vertrauen uns Therapeut:innen nicht nur die Gesundheit ihres Vierbeiners an, sondern auch ihr eigenes Wohlergehen. Keiner von uns kann abschätzen, welches Päckchen dieser Mensch da mit sich schleppt, der uns verzweifelt und hilfesuchend gegenüber steht. Keiner weiß, wie er oder sie mit der Diagnose umgehen wird, was sie in ihm oder ihr auslöst, welche verdrängten Erfahrungen und Ängste noch einmal losgetreten werden, welches Thema wir berühren oder im schlimmsten Falle triggern. Wir wissen nicht, was dieser Mensch fühlt oder tut, wenn wir die Tür hinter uns schließen.

In dieser Situation erinnere ich mich an den Frühsommer 2004 zurück, als meine damalige Hausärztin mich nach der Auswertung meines Blutbildes zu sich in die Sprechstunde zitierte. Sie konfrontierte mich damals mit der Diagnose Leukämie: „Blutkrebs“. Ich war 19 Jahre alt, und ich steckte die Diagnose überraschend unbeteiligt weg.

Nun bin ich 38 und ich bin noch hier. Warum? Nicht weil ich erfolgreich eine (Chemo-)Therapie durchlaufen habe, nein.

Weil die Diagnose falsch war. Fehler können passieren, das ist nicht der Punkt. Aber die Art und Weise, dass diese Ärztin einem in meinem Falle, Volljährigkeit hin oder her, halbwüchsigen und sicherlich geistig und emotional unreifen Mädchen diese Diagnose überbrachte, ohne sich zu vergewissern, dass es aufgefangen, gehalten und getragen würde, ist äußerst fragwürdig. Meine Mutter stellte damals diese Ärztin zur Rede, und ich höre sie heute noch sagen: „Sie können froh sein, dass Franzisca das so weggesteckt hat. Manch anderer hätte sich von der Brücke gestürzt.“

In diesem Sinne: Jeder kämpft einen Kampf, der für Außenstehende nicht sichtbar ist. Jeder trägt sein Päckchen. Seine Geschichte. Viele Menschen hängen Tag für Tag an einem dünnen Stricklein, das sie noch halbwegs aufrecht erhält, das sie durchhalten lässt, auch wenn die Kraft längst aufgebraucht ist. Lasst uns fair, freundlich, achtsam und respektvoll miteinander umgehen. Vielleicht sind wir an diesem einen, besonderen Tag der letzte stabile Faden, der dafür sorgt, dass dieses Stricklein nicht reißt.

28/08/2023

Adresse

Emmendingen
79312

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