Huforthopädin Vogtland

Huforthopädin Vogtland Ich bin selbstständige Huforthopädin nach Jochen Biernat, habe 2006 meine Ausbildung bei ihm beend

Selbstklebeversuch mit dem SHS performer Dieser Beschlag ist für den Endkunden gedacht zum selber Ankleben. Ich wollte e...
17/04/2026

Selbstklebeversuch mit dem SHS performer

Dieser Beschlag ist für den Endkunden gedacht zum selber Ankleben. Ich wollte es mal ausprobieren und hier seht ihr das Ergebnis.

Pferd ist ein 21 Jahre alter Haflinger, PPID (Cushing), mehrfach Hufrehe, zuletzt vor einem Jahr.

Das erste Ranmachen war sehr aufwendig, man muss den Beschlag in heißem Wasser erwärmen und dann zurechtbiegen. Danach werden die Laschen mit dem Heißluftfön weich gemacht und dann klebt man sie an den vorbereiteten Huf. (Klingt easy aber in der Praxis ist das doch nicht so leicht)

Vom Laufverhalten her top.
Der Beschlag ist sehr hart, das Pferd ist 6 Wochen lang super damit gelaufen. Er hat in allen Lebenslagen gehalten - Renngalopp, Matsch, Fluss, steile Abhänge, jeden Tag mindestens 15 bis 20 km Strecke. Das Pferd wiegt ca 450 kg.
Die hinteren Laschen sind am Ende alle abgegangen, aber das hat der Haltbarkeit am Huf keinen Abbruch getan.

Eigentlich wollte ich den Beschlag bereits nach 5 Wochen abmachen wegen der Hufstellung aber das Wetter hat das nicht zugelassen. Also jetzt war er knapp sechs Wochen dran auch noch so wenig abgelaufen, dass er noch mal wiederverwendet werden kann.

Ich habe mir ein Nachklebeset bestellt beim Hersteller und dann macht man die alten Leimreste von den Laschen runter und klebt eine Art doppelseitiges Klebeband (ähnlich 3M) an die Laschen und nachher genau wie das erste Mal wieder an den Huf.
Ist ein ziemliches Gefriemel, aber am Ende immer noch viel günstiger als wenn man sich das professionell rankleben lässt.

Also auf jeden Fall Empfehlung für den Beschlag, wer sich das zutraut den ran zu machen. Kosten ca 80 €, Nachklebeset ca 30 €.

Insulindysregulation und Hufrehe In den allermeisten Hufrehefällen ist eine Insulindysregulation  oder eine Insulinresis...
12/04/2026

Insulindysregulation und Hufrehe

In den allermeisten Hufrehefällen ist eine Insulindysregulation oder eine Insulinresistenz die Ursache für Hufrehe.
Ich werde in der nächsten Zeit einige Artikel und andere Dinge hierher verlinken, die diesen Mechanismus genauer erklären und warum ist wichtig ist, die Insulin dysregulation in den Griff zu kriegen und es nicht nur um gute Hufbearbeitung geht.
Ich habe in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, egal wie gut oder wie schlecht Hufe sind, Hufrehe ist ein stoffwechselproblem und man kann die Hufe noch so gut bearbeiten, wenn der Stoffwechsel entgleist hat man als Hufbearbeiterin wenig bis keine Macht mehr darüber, solange man den Stoffwechsel nicht wieder in den Griff bekommt.
Früher hieß es immer der Zucker ist die Ursache für die Hufrehe, mittlerweile weiß man aber, dass in Wahrheit das Insulin dafür verantwortlich ist. Es schädigt den Hufbeinträger direkt.
Eine Insulindysregulation kann viele Ursachen haben, z.b übergewicht, Ems, PPID, etc.
Grundsätzlich kann man sagen je mehr Zucker das Pferd aufnimmt und nicht verstoffwechselt, umso mehr Insulin im Blut.
Man erkennt eine schleichende Insulin ausgelöste Hufrehe oft durch einen verbreiterten Hufbeinträger, eine flache Sohle, fühligkeit beim Laufen.
Im Foto links sieht man einen verbreiterten Hufbeinträger mit auseinandergezogenen Lamellen und rechts einen gesunden und geschlossenen Hufbeinträger.

02/03/2026

Die Blättchenschicht (Weiße Linie) zeigt mehr, als man denkt.
Sie kann
• insulinbedingt geschädigt sein
• mechanisch überbeansprucht werden
• oder stabil und unversehrt bleiben

Die Blättchenschicht ist kein „Nebenschauplatz“, sondern ein wichtiger Indikator für die Huf- und Pferdegesundheit.

Stoffwechselbelastung – insbesondere durch Insulindysregulation – und ungünstige Zug- und Hebelkräfte haben hier direkte negative Auswirkungen.

Wer genau hinschaut, erkennt frühzeitig Veränderungen – bevor größere Probleme entstehen.

Heute mal wieder im Liegen bearbeitet.Pferd lag grad und weil es eh nicht so gut beim Bearbeiten steht gleich ausgenutzt...
04/01/2026

Heute mal wieder im Liegen bearbeitet.
Pferd lag grad und weil es eh nicht so gut beim Bearbeiten steht gleich ausgenutzt 😁

Wunderschönes Schlammloch zum Hufe einweichen.Extra für mich kurzfristig angelegt 🥰Bisschen die Erde locker gehackt und ...
24/08/2025

Wunderschönes Schlammloch zum Hufe einweichen.
Extra für mich kurzfristig angelegt 🥰
Bisschen die Erde locker gehackt und dann mit Wasser aufgefüllt.

Vorher - nachher
22/08/2025

Vorher - nachher

Auch die Vorderhufe kann man auf einen Klotz legen, wenn das Pferd das Bein nicht mehr richtig einknicken kann.Dieses Pf...
30/07/2025

Auch die Vorderhufe kann man auf einen Klotz legen, wenn das Pferd das Bein nicht mehr richtig einknicken kann.
Dieses Pferd hat starke Arthrose am Vorderfuß wurzelgelenk und kann das Bein nicht mehr stärker beugen.

29/07/2025

Warum entlastet dein Pferd das diagonale Hinterbein bei der Hufbearbeitung des Vorderbeins und was hat das mit Faszien zu tun?

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Wenn man ein Vorderbeine des Pferdes anhebt, entlastet es oft das gegenüberliegende Hinterbein. Das sieht auf den ersten Blick aus wie ein „Getue" – ist es aber nicht.

🔍 Stattdessen steckt ein biologischer Reflex durch myofasziale Verbindungen dahinter. Faszien und Muskeln sind im Pferdekörper in sogenannten myofaszialen Ketten verknüpft, die weit über einzelne Gliedmaßen hinausgehen.

Hebt sich ein Vorderbein, spannt sich zum Beispiel die Deep Ventral Line an – eine Verbindung vom Hinterbein über den Rumpf bis zum Hals. Liegt an irgendeiner Stelle Spannung, Blockade oder Verspannung vor – etwa in der Lendenregion – reagiert das Pferd kompensierend und entlastet automatisch das diagonale Hinterbein.

Das heißt konkret:
➡ Das Pferd versucht nicht bewusst auszuweichen,
➡ es will keine Unart zeigen,
➡ sondern es passt sich biomechanisch an, um sich zu schützen.

Leider muss ich sehr oft sehen, dass Pferde für dieses Verhalten bestraft und/ oder gewaltvoll behandelt werden. Das ist nicht in Ordnung. Jedes Verhalten von Pferden hat eine Ursache und man sollte auf die Ursache schauen nicht nur auf das Verhalten.

Wenn also ein Pferd beim Heben des Vorderbeins dieses Verhalten zeigt, lohnt es sich zB, gezielt an den myofaszialen Linien und Übergängen zu arbeiten – regelmäßiges Testen, gezieltes Lösen und Beobachten geben Hinweise, wo der Körper gerade Unterstützung braucht.

Genauere Erklärungen:
Myofasziale Ketten: Was bedeutet das?

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Pferde myofasziale Kinetik‑Linien (Ketten aus Muskeln und Faszien) besitzen, die Kopf, Rücken und Gliedmaßen verbinden und Bewegungen synchronisieren – ähnlich den bekannten „Anatomy Trains“ beim Menschen.

Ganz entscheidend in diesem Fall sind zwei tief liegende Linien:

Deep Ventral Line (DVL): Verläuft von den tiefen Flexoren im Hinterbein über Becken, Bauch und Brusthöhle bis zur Halsvorderseite und zum Kopf

Deep Dorsal Line (DDL): Läuft entlang der Rückenmuskulatur und der Wirbelsäule vom Schweif bis zur Kopfregion, verbindet über die Rückenmuskeln auch die Hintergliedmaße

Heute möchte ich mal ansprechen wie wichtig es ist, Hufe kurz zu halten vor allem in Bezug auf Fehlstellungen/Fehlbelast...
30/06/2025

Heute möchte ich mal ansprechen wie wichtig es ist, Hufe kurz zu halten vor allem in Bezug auf Fehlstellungen/Fehlbelastungen. Denn je kürzer ein Huf ist umso weniger deutlich wirken sich ungünstige Hebel- und Belastungsverhältnisse auf den Huf und somit auch auf die inneren Strukturen aus.

Diesen Huf habe ich erstmal einfach nur gekürzt und dann mal zwischen Fotos gemacht. Da ist die die Fehlstellung schon viel weniger deutlich ausgeprägt.

Vorher - nachher im Vergleich zum ParallelhufDer bearbeitungsintervall beträgt 6 Wochen. Das Pferd hatte den regulären H...
22/06/2025

Vorher - nachher im Vergleich zum Parallelhuf

Der bearbeitungsintervall beträgt 6 Wochen.

Das Pferd hatte den regulären Hufwachstumsschub im Frühjahr, der meistens durch das regelmäßige Gras(fressen) ausgelöst wird.
Wenn man sieht wie hoch der rechte frische Huf geraspelt ist und wie weit runter gewachsen das am linken Huf schon ist sieht man dass der Hof nicht nur extrem gewachsen ist, sondern sich auch sehr viel abgenutzt hat. So viel Wachstum innerhalb von sechs Wochen habe ich noch nie gesehen. Vorne habe ich mindestens 0,7 cm abgeschnitten, hinten mindestens 1 cm.

Vorher - nachher Dritte Bearbeitung kleines Kaltblut, Abstand je 6 Wochen.Die Hufe waren vorher in alle Richtungen verbo...
22/06/2025

Vorher - nachher
Dritte Bearbeitung kleines Kaltblut, Abstand je 6 Wochen.

Die Hufe waren vorher in alle Richtungen verbogen deswegen war die weiße Linie stark auseinandergezogen und schwarz. Außerdem hatten die Hufe keine Sohlenwölbung.

Wie man auf den Fotos sehen kann ist der Huf schon über die Hälfte durchgewachsen, die weiße Linie ist nur noch minimal verbreitert. Es hat sich auch schon eine gute Sohlenwölbung gebildet.

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Elsterberg
07985

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