Zillo s Hundeschule

Zillo s Hundeschule Zillo´s Hundeschule, die alternative Hundeschule für Jederhund! Vom Welpen bis zum Senior.

Sehr gut!! 👍👍👍DANKE! 🙏
06/02/2026

Sehr gut!! 👍👍👍
DANKE! 🙏

Auslandshunde klauen uns den Mops?

Ach, ein herrliches Thema und ich sehe mich schon beim Schreiben des ersten Satzes wieder die Hater bei Facebook blockieren.
Die Frage danach, ob wir Hunde nicht mehr züchten dürfen, weil es ja genug Hunde aus dem Tierschutz gibt, oder ob die bösen Tierschutzhunde uns die Tierheime voll machen, während der arme deutsche Hund auf der Straße sitzt.
Gleich mal vorneweg:
Wie viele Probleme dieser Welt wäre es schön, wenn es einfache Antworten gäbe, aber es ist nun mal komplexer und da hilft auch kein Schimpfen und Aufstampfen. Man muss sich leider die Mühe machen es differenzierter zu sehen.

Fangen wir mal bei der Hundezucht an.
Nein. Das Hunde gezüchtet werden hat nichts damit zu tun, dass im Ausland die Tötungsstationen überquellen. Und selbst wenn jeder Mensch in Deutschland der einen Hund hat jetzt sofort einen Hund aus dem Auslandstierschutz nehmen würde, dann wäre das Problem immer noch da und ein einem halben Jahr wieder genauso groß wie heute. Alle Leute hier hätten dann nämlich einen Hund und in den nächsten ungefähr fünfzehn Jahren wäre der Pool an Straßenhunden wieder dreimal so groß wie jetzt.
Das Problem der Überpopulation in anderen Ländern ist politisch.
Klar, kann man da einen Hund herholen. Mein einer Hund kommt übrigens aus Griechenland aus dem Tierschutz, mein erster Fiffi aus Spanien von der Straße. Und ein weiterer aus einem deutschen Haushalt aus dem er ins Tierheim ziehen sollte. Klar, kann man das gerne machen!
Und für diesen einen Hund ist das (eventuell!) auch eine super Hilfe. Aber es löst das Problem nicht im Ansatz. Für den Tierschutz brauchen wir vor allem Aufklärung und Hilfe vor Ort. Projekte zur Sterilisation und vor allem Hilfe für die Menschen!
Denn da, wo die Hundezahl auf der Straße explodiert, geht es meistens auch den Menschen schlecht und wer grade damit beschäftigt ist zu überleben kann sich um Luxusprobleme wie Hunde auf der Straße nicht kümmern.
Für alle die jetzt aufheulen wie böse die Menschen im Ausland sind, wann habt Ihr Euch hier das letzte Mal für Stadttauben eingesetzt?
Was das damit zu tun hat?
Stadttauben sind verwilderte Haustiere, genau wie Hunde. Wir haben sie erschaffen und gezüchtet für Messengerdienste und als Fleischlieferant. Und die, die draußen alles voll ka**en sind entflogene oder ausgesetzte Haustiere. Genau wie die Hunde im Ausland.
Und hast Du schon mal um eine überfahrene Taube geweint, oder heimlich Futter in der Innenstadt ausgestreut?
Ziehst Du los und tauscht Taubeneier gegen Holzeier, damit die Population eingedämmt wird?
Falls ja: danke! Cooler Job!
Falls nein: Wirf also bitte nie mehr Menschen in anderen Ländern vor, dass sie sich nicht darum kümmern, wenn verwilderte Haustiere alles voll ka**en.

Tierschutz ist toll und Menschschutz und Umweltschutz gehört dazu und ist nicht davon trennbar. Menschen müssen fair bezahlt werden, nicht von Krieg und Klimawandel bedroht sein und nicht unter der Ausbeutung anderer Staaten leiden, damit sie Zeit, Energie und Geld haben um sich um Straßentiere zu kümmern. Wer gütig zu anderen sein soll muss Güte erfahren! Wenn Du also etwas für diese Tiere tun möchtest, dann hilft alles, was die Welt friedlicher, fairer, sicherer und gesünder macht.
Und nebenbei hilft es Projekte zu unterstützen die vor Ort arbeiten. Und wenn Du magst und es in Dein Leben passt, dann hol Dir einen Hund aus dem Tierschutz, suche eine gute Organisation, die Dich ehrlich berät und einen passenden Hund für Dich rausgibt.
Zucht hat aber mit diesem Problem nichts zu tun.

An Zucht kann man eine Menge herummeckern. Inzestverpaarungen, genetische Verarmung und Qualzuchtmerkmale. Außerdem das immer weiter herunterreduzieren auf die Optik und das in den Hintergrund drängen von Fähigkeiten und Charakterzügen. Ja, das ist ein Problem, auch bei den Zuchtverbänden und den sogenannten „seriösen“ Zuchten. Hat aber nichts mit vollen Tierheimen zu tun.
Grundsätzlich ist die Idee sich einen Hund mit bestimmten Merkmalen holen zu wollen sehr nachvollziehbar. Je nachdem wie das Zusammenleben aussehen soll, ist es einfach schlau eine Rasse zu wählen die vielen Generationen auf bestimmte Fähigkeiten gezüchtet wird, wenn man diese Fähigkeiten unbedingt braucht. Nicht jeder Mensch kann einfach irgendeinen Hund nehmen und dann schon irgendwie damit leben.
Wer seinen Hund für eine Arbeit braucht und damit meine ich auch das Mitnehmen zu einer Arbeit, der tut gut darin die statistische Wahrscheinlichkeit, dass der Hund da rein passt auf ein Maximum zu erhöhen. Und ich persönlich finde es auch vollkommen vertretbar, wenn man seinen Hund auch hübsch finden möchte. Das sollte nicht der Hauptgrund sein, aber mal ehrlich, wer sucht sich denn einen Hund aus den er hässlich findet oder dessen Fell-Struktur er nicht gern anfasst?
Für gute Zucht gibt es also durchaus gute Argumente, auch wenn sicherlich nicht jeder Mensch einen Hund aus einer Zucht braucht.
Wo wir nun geklärt haben, dass Zuchthunde nicht die Jobs…ääh..Zuhause von Tierschutzhunden klauen noch mal zu den Hunden im Tierheim. Auch da kursieren immer wieder Gerüchte.
Im Tierheim sitzen selten Rassehunde aus einer „echten“ Zucht, also nicht einer vom Lastwagen an der polnischen Grenze, der in irgendeinem Keller massenproduziert wurde. Es sind teilweise Hunde aus dem schlechten Tierschutz von Orgas, die keine echten Tierschutzorgas sind und sich an der Vermittlung bereichern, oder einfach schlicht gesagt alles rüber schiffen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, dann aber nicht mehr ansprechbar sind und sich als große Retter ansehen.
Da entstehen manchmal schlimme Situationen mit Hunden die mehr entführt als gerettet und völlig unpassend vermittelt wurden. Dazu kommen falsche Erwartungen der Menschen, die zwar gern ihr Gewissen mit ein bisschen Hunderettung bepinseln möchten, aber dafür keinen Aufwand in Kauf nehmen möchten. Oder solche die dachten, dass die Rettung alleine ja Grund genug für den Hund sein müsste sich jetzt aus reiner Dankbarkeit anzupassen.
Dann sitzen da noch Hunde die von Dullies „gezüchtet“ wurden, die keine Ahnung von Genetik, Erziehung oder Verhalten haben und besonders gern die extra coolen Rassen in die Welt werfen.
Am liebsten auch vollkommen bescheuerte Mixe aus coolen Rassen. Pittbull-Owtscharka, Kangal-Cattledog oder andere ganz besondere Kinder. Das Aufstellen der Rasselisten hat leider nicht dazu geführt, dass Listenhunde weniger gezüchtet werden, sondern dass sie nun hauptsächlich Leute züchten, die wirklich gar keine Ahnung haben und den „Kampfschmuser“ als Statussymbol der Männlichkeit sehen, oder gern mal vermixen mit völlig unpassenden, anderen Rassen. Ja, ich weiß, auch da gibt es noch gute Zuchten, aber die, die im Heim landen sind eben oft aus Vermehrer-Haushalten von Leuten, die dachten damit den Mindestlohn aufzubessern. Und wer dann so einen Hund möglichst billig kauft, weil er eben so cool ist der kommt eventuell auch an seine erzieherischen Grenzen, wenn der „Kleine“ in die Pubertät kommt und auf einmal keine anderen Hunde mehr mag und auffällig wird, weil Erziehung leider nicht bei Ebay im Angebot war, oder sich maßlos selbst überschätzt wurde in den eigenen Kompetenzen.
Ganz viele Hunde in den Tierheimen kommen (egal wo sie ursprünglich herkommen), wenn sie in der Pubertät sind und sich auf einmal ihr volles, genetisches Potenzial entfaltet und man merkt, dass so ganz ohne jede Erziehung der Spaß plötzlich ein Loch hat, wenn der Hund erwachsen wird.
Und nicht jeder Mensch ist jedem Hundetyp gewachsen oder kann einschätzen, worauf er bei der genetischen Disposition achten muss.
Einen leider sehr großen Teil machen Hunde aus, die vom Vetamt eingezogen werden mussten und passiert nicht mal eben so. Wenn das Amt einen oder mehrere Hunde mitnimmt, dann ist da wirklich was los. Meistens sind Hund und Halter*in mehrfach gefährlich auffällig geworden. Oder es handelt sich um illegal eingeführte oder im Bundesland verbotene Rassen wie zum Beispiel Wolfshybriden. Die kann man nicht einmal einfach so wieder vermitteln. Und was die Meisten nicht mitbekommen, sind Einzüge aus Animal Hording Fällen. Die hauen richtig rein, denn aus so einem Haushalt dieser psychisch kranken Personen können schon mal über Hundert Hunde auf einen Schlag anfallen und auf die Tierheime verteilt werden. Oft in katastrophal verwahrlostem Zustand, ohne jede Erziehung oder guten Kontakt zu Menschen und nicht selten halb verhungert und/oder in Käfigen gestapelt. Manchmal kommt so ein Fall an die Öffentlichkeit, aber viel seltener, als es passiert. Diese Hunde haben sich oft auch innerhalb ihres Zuhauses miteinander verpaart und es kommt zu Inzucht und tragenden Hündinnen, die dann in den Tierheimen oder Pflegestellen ihre Welpen gebären. Diese Fälle haben weder etwas mit Zucht noch mit dem Auslandstierschutz zu tun und können Tierheime geradezu fluten, wenn dummerweise zwei überfüllte „Hunde-Höfe“ auf einmal hopsgenommen werden können.
Einige eher wenige Hunde landen wirklich einfach durch reines Pech im Heim, wenn zum Beispiel der Mensch verstirbt und sich niemand darum kümmert.

Wir haben also ein Erziehungs- und Aufklärungsleck, was Hunde in die Tierheime bringt und dafür braucht es auch mehr gute Hilfsangebote und mehr Kontrollen für Hundetrainer*innen. Dass der Beruf überhaupt mal als richtiger Beruf anerkannt wird und es einheitlich geregelte Anforderungen und Ausbildungen geben, würde wäre mal was.
Außerdem braucht es Reglementierung von Zucht, die einfach mal so aus Spaß gemacht wird und Massenvermehrung müsste klarer verfolgt werden, aber auch die Käufer*innen solcher Produktionsstätten müssten sich strafbar machen.
Wenn dann auch noch Qualzuchtmerkmale und Linienzucht verboten werden würde, dann hätten wir gut gezüchtete, gesunde Hunde, die genaue Ansprüche zuverlässig erfüllen und für die Menschen, die es brauchen einen vorhersehbaren Entwicklungsverlauf bieten.
Animal Hording ist schwer zu kontrollieren und in den Griff zu bekommen. Aufmerksames Hinsehen hilft, aber manchmal ist es unmöglich zu sehen, was in den Kellern einiger Leute abgeht.
Wie man vermeidet, dass sich Menschen Hunde holen, die überhaupt nicht in ihr Leben passen, sehr viel Fachwissen brauchen und große Erziehungskompetenz benötigen wüsste ich auch nur mit speziellen Nachweisen zu klären. Also einem Antrag und einer Überprüfung der Sachkunde und den gegebenen Haltungsbedingungen.

Wir hätten weniger Hunde auf den Straßen, wenn wir größer denken würden als bis zum Importieren einzelner Hunde. Und auch wenn wir mehr die Gesundheit der gesamten Welt anstreben würden.
Wir hätten allgemein weniger Tierleid, wenn mehr Menschen ihre Energie statt in Hass und überhebliche Anfeindungen in den aktiven Tierschutz stecken würden und vielleicht ja auch mal im örtlichen Tierheim eine Spende abgeben, mit den Hunden dort spazieren gehen, denen ein ordentliches Hundetraining bezahlen oder anders helfen.
Man könnte die Leute unterstützen, die helfen und ihre Sachen auf den sozialen Netzwerken teilen. Man könnte den Hundetrainer*innen die eine richtige Ausbildung gemacht haben einen anständigen Lohn zahlen, ohne zu mosern, damit sie auch anderen helfen können und für mehr Kompetenz und weniger Hunde im Tierheim sorgen können.
Und man kann sich politisch engagieren, um neue Gesetze auf den Weg zu bringen die dafür sorgen, dass nicht einfach irgendwelche Hunde auf den Markt geworfen werden dürfen, die dann im Tierheim landen. Ach, und noch tausend Sachen mehr!

Es gibt so viele Gründe, wieso die Hundewelt ist wie sie ist. Psychologische Mechanismen, Kultur, politische Situation und allgemeine, gesellschaftliche Entwicklung. Es ist einfach so viel mehr als eine einfache Erklärung, dass irgendwer Hunde züchtet, oder Hunde aus dem Ausland herholt.
Und genauso vielfältig wie die Ursachen sind, die Möglichkeiten zu helfen. Das Einzige, was wirklich niemandem hilft ist Gemotze auf den sozialen Netzwerken über böse züchtende, Tierschützer*innen oder Labrardoodel. Kann man machen, hilft aber nicht und ist eben alles alleine nicht der Grund für die vollen Tierheime.
In diesem Sinne: macht was Hilfreiches!

Ein sehr guter Text 👍Danke 🙏
02/02/2026

Ein sehr guter Text 👍
Danke 🙏

Wenn Verharmlosung gefährlich wird

„Der wollte nur spielen.“
„Das war ein Versehen.“
„Eigentlich macht er sowas nicht.“
„Er ist gerade einfach nicht gut drauf.“

Solche Aussagen hört man immer wieder, wenn Hunde schnappen, beißen oder massiv drohen. Sie klingen beruhigend, sind aber oft Ausdruck eines grundlegenden Missverständnisses von normalem Hundeverhalten. Nicht selten entstehen aus genau dieser Verharmlosung die angeblich „plötzlichen“ Vorfälle ganz ohne Vorwarnung, wie es dann heißt.

Hunde, die ein sogenanntes Fehlverhalten zeigen, sollten zunächst als das gesehen werden, was sie sind:
HUNDE

Ein Hund handelt nicht moralisch, nicht reflektiert und nicht aus Boshaftigkeit. Er handelt instinktiv und in letzter Konsequenz immer im Selbstschutz.
Dabei stehen ihm 42 durchschlagende Argumente im Maul zur Verfügung, die er einzusetzen weiß, wenn andere Argumente nicht reichen.

Hunde verteidigen Ressourcen, die sie selbst als wertvoll einstufen. Diese Ressourcen können sehr unterschiedlich sein.

Ein Grashalm oder ein Spielzeug.
Futter, Taschen oder Gegenstände
Ein Grundstück oder auch mal ein ganzer Häuser Block.
Einzelne Personen oder ganze Familien.

Was verteidigt wird und wie stark diese Verteidigung ausfällt, hängt von individuellen Erfahrungen, erlerntem Verhalten und genetischer Veranlagung ab.

Ein Hund handelt hormonell und statusbedingt.
Stress, Unsicherheit, Frustration oder Konkurrenz verändern seine Reaktionsbereitschaft deutlich. Hinzu kommt die rassespezifische Genetik jedes einzelnen Hundes. Viele Hunde tragen die Anlagen zur Ausführung einzelner oder kompletter Jagdsequenzen in sich mit sehr unterschiedlichen Endpunkten.
Ein Hund ist kein Risiko, weil er ein Hund ist und sich eben auch so verhält.
Gefährlich wird es, wenn seine Natur ignoriert wird.

Ein besonders problematischer Aspekt ist der übertriebene, oft als wahre Liebe zum Tier deklarierte Umgang.
Diese Form der Vermenschlichung ist jedoch kein Ausdruck von Fürsorge, sondern häufig genau das Gegenteil.

Wer seinem Hund aus vermeintlicher Liebe alles durchgehen lässt, ihm keine Aufgaben gibt, Grenzen meidet und Warnsignale schönredet, läuft sprichwörtlich mit rosaroter Brille durch die Welt. Der Hund wird dabei nicht wirklich wahrgenommen, weder in seinen Bedürfnissen noch in seinen Konflikten.

Stattdessen entsteht ein völlig verzerrtes Bild.
Der Hund soll lieb, sozial, konfliktfrei und jederzeit angepasst sein, unabhängig davon, was seine Anlagen, seine Erfahrungen oder seine aktuelle Situation vorgeben.

Verantwortung bedeutet nicht, Verhalten zu entschuldigen, sondern es zu erkennen, einzuordnen und entsprechend zu handeln. Ein Hund braucht keine romantisierte Liebe, sondern klare Strukturen, artgerechte Beschäftigung, vorausschauendes Management und Menschen, die bereit sind, ihn als das zu akzeptieren, was er ist.

Ein Hund ist kein Risiko, weil er Hund ist. Gefährlich wird es dort, wo seine Natur ignoriert, überdeckt oder aus falsch verstandener Liebe verleugnet wird.

Ein realistischer, ehrlicher Blick auf den eigenen Hund schützt am Ende alle Beteiligten und vor allem den Hund selbst.

Vielen Dank an alle Spender!🤩🙏❤️🐕🐕🙏🍀Die Spende ist gut angekommen!😄
21/12/2025

Vielen Dank an alle Spender!🤩🙏❤️🐕🐕🙏🍀
Die Spende ist gut angekommen!😄

Mensch, wie großartig ist denn das?

Zillo s Hundeschule hat sage und schreibe 600 Euro an Start ins - neue - Leben gespendet 🎉.
Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich bei Suleika, ihrem Gimli und den tollen Kunden von Suleikas Hundeschule für die großzügige Spende! Ihr seid einfach spitze 🥰! Danke, danke, danke 🙏.

Eure Wirs

Sehr, sehr gut 👍
17/12/2025

Sehr, sehr gut 👍

Status und Beziehung
Der Soziale Status beschreibt die Beziehungsstruktur zwischen zwei Personen. Also auch zwischen einem Mensch und einem Hund.
Hoher Status gibt dem, der ihn hat Privilegien und damit Macht.
Die Macht Entscheidungen treffen zu dürfen und im Zweifelsfall Recht zu bekommen oder seine Ansicht durchsetzen zu dürfen.
Klingt ja erstmal super. Cheff*in sein und entscheiden dürfen.
Damit hat man eben auch die Möglichkeit darüber zu entscheiden, wie man gemeinsam in der Welt so auftritt und was der Hund so tun darf und was nicht. So weit so wunderbar.
Aber das ist eben nicht alles, was es darüber zu wissen gibt. Einen hohen Status haben zu wollen heißt nicht, dass man ihn auch bekommt. Man muss ihn sich verdienen!
Es ist also mit Ansprüchen an mich und meine Durchsetzungskraft aber auch an meine Handlungsfähigkeiten und Kompetenzen geknüpft.
Ich darf nicht nur, ich muss gute Entscheidungen treffen, und zwar immer dann, wenn es etwas Wichtiges zu entscheiden gibt. Egal wie schwer es ist und ob es schnell gehen muss.
Ich kann dem Hund eine Entscheidung überlassen, eine Aufgabe zuordnen und einen Job übertragen, wenn er ihn besser ausfüllen kann als ich. Die Führung zu übernehmen, heißt nicht alles selber zu machen. In einer Firma mit einer guten Führungspersönlichkeit wäre es doch fatal, wenn niemand sonst arbeiten und Verantwortung für einzelne Aufgaben übernehmen würde.
Aber wer teilt die Aufgaben zu? Und wer überprüft, ob sie ausgeführt wurden? Und wer steht dafür grade, wenn sie es nicht werden? Und wer entscheidet was wann gemacht wird und wann und wie der Plan geändert wird?
Genau! Die Führungsperson.
Sie hat alles im Blick, alles unter ihrer Kontrolle, aber sie führt nicht alles selber aus.
Es ist also ok dem Hund zum Beispiel zuzugestehen fremde Hunde die angerannt kommen weg zu jagen, wenn er das eben gut kann und ich ihm dafür bewusst die Erlaubnis geben und es ihm genauso jederzeit verbieten könnte. Ich muss nicht alles machen, solange mein Hund es auch kann und das in dem Moment die für alle sinnvollste Entscheidung ist. Zuständig bin ich dann, wenn mein Hund es nicht kann, dann habe ich keine Möglichkeit diese Aufgabe zu übergeben.
Mein Job ist es in der Sekunde zu entscheiden was hier und jetzt sinnvoll und richtig ist.
Ich benötige den Überblick und die Fähigkeit meine Regeln so zu vermitteln, dass sie auch verstanden und umgesetzt werden.
Um das machen zu können brauche ich Kraft und Konzentration, auch wenn es mal schwer ist und ich mich nicht so recht fühle. Auch da muss ich geben und etwas einbringen.
Du merkst schon, auf den Privilegien, die ein hoher Status mit sich bringt, kann man sich wirklich nicht ausruhen.
Ich kann mich natürlich auch dafür entscheiden den niedrigeren Status einzunehmen und meinen Hund ihm wichtige Entscheidungen treffen lassen und ihm im Konflikt nachgeben, oder mich irgendwie versuchen herumzuschummeln, indem ich ihn ablenke und weglocke von dem, was er eigentlich wollte oder Situationen meide.
Mit etwas Glück komme ich so halbwegs über die Runden, auch wenn wir vielleicht in der Umwelt immer mal anecken. Aber eine grundlegende Verhaltensänderung kann ich dann nicht erwarten, wenn mich etwas stört, was der Hund tut. Denn weder meine Regeln sind etwas Wert, wenn ich nicht in unserer Beziehung diejenige bin, die die Regeln macht, noch mein Lob, oder meine Strafe. Was bedeutet es schon, wenn ich etwas toll finde oder ablehne, wenn ich grundsätzlich die Rolle ablehne vorzugeben, was in unserem Zusammenleben ok ist und was nicht?
Wer Änderungen schaffen möchte sollte sich also mit der Beziehungsstruktur befassen und sich ehrlich fragen, wie es denn im Alltag mit all den Kleinigkeiten steht. Liegt das Problem wirklich nur da, wo es so laut und störend auffällt und man den Hund nicht anhalten kann?
Oder ist es eine grundsätzliche Frage danach, wer in der Beziehungen Entscheidungen für die Gruppe treffen darf, wenn man sich uneins ist?
Die meisten Hundetrainings beginnen mit der Frage nach dem Zusammenleben, dem Alltag und den Kleinigkeiten, die mutmaßlich unwichtig sind oder „schon irgendwie laufen“. Denn dort liegt oft so viel mehr Potenzial als bei der Arbeit am Hauptkonflikt selber.
Der Alltag und das Zusammenleben sind die entscheidenden Faktoren welche Probleme überhaupt entstehen können und wie schnell oder gut sie zu verändern sind.

Ich weiß, dass es schwer ist vom Problem-Fokus abzurutschen und das Ganze zu betrachten und nicht nur den einen Moment, weswegen man zum Hundetraining geht.
Ich habe dafür extra die Schnipsel App entworfen, in der ich all die kleinen Momente, all die Entscheidungen und Dinge zeige, die am Ende wirklich wichtig sind. Denn es ist so viel und es wird so viel übersehen. Und es gibt so viele Missverständnisse darüber, wie das aussieht. Echte Führung der man sich gern anschließt wird aus Liebe übernommen und nicht aus Herrschsucht.
Wenn Du mir und meinen Hunden im Alltag zuschauen möchtest, kannst Du Dir die Schnipsel App im Appstore Deines Handys herunterladen und darin die Videos und Erklärungen ansehen und anhören.

Wenn Du magst und gern am Ende des Jahres ein bisschen R***e passieren lässt, um zu wachsen, dann schau doch mal auf die Beziehung zu Deinem Hund.
Könntest Du Dinge die eigentlich erlaubt sind auch spontan verbieten, ohne dass es ein Drama gibt?
Hast Du das Gefühl, dass Dein Lob wirklich hochwertig ist, weil es von DIR kommt? Nimmt Dein Hund Deine Entscheidungen an, auch wenn er dafür mal zurückstecken muss und etwas nicht darf?
Und fühlst Du Dich sicher und wohl in Deiner Rolle als Führungsperson, oder ist das für Dich mit Vorurteilen und unangenehmen Gedanken verknüpft?

Meine Rede, immer wieder..🙄Sehr gut👍
21/11/2025

Meine Rede, immer wieder..🙄Sehr gut👍

Wir hatten den Text schon mal veröffentlicht und machen das nochmal, denn es ist weiterhin relevant:

Lasst Hunde in Ruhe fressen.

Weshalb uns das Thema wichtig ist:
- ist ein Hund frisch in sein Zuhause umgezogen, wird manchmal sehr viel Fokus auf ihn gelegt, insbesondere auch dann, wenn er frisst. Viel Aufmerksamkeit kann schon sehr anstrengend für den Hund sein - im Tierheim war er einer von vielen. Nun wird jeder Schritt begutachtet. Nicht nur das, die Menschen möchten auch zuschauen, wie er frisst. Wie soll er da Ruhe haben?

- Menschen betreiben manchmal einen seeehr großen Aufwand, wenn es darum geht, dass der Hund wartet, wenn ihm der Napf vorbereitet bzw. hingestellt wird. Da wird "sitz" exerziert und dann heißt es, laaaange warten.

Was bedeutet das für den Hund? Futter wird unter Umständen sehr wichtig gemacht, außerdem entsteht ein Spannungsaufbau.

Wie stolz sind manche Hundehalter, dass der Hund zig Minuten wartet, bevor er fressen darf. Doch was bringt es letztendlich? Klar, sie müssen uns nicht den Napf aus der Hand entreißen. Es kann körpersprachlich etwas Raum eingefordert werden.
Passt das, kann ohne Aufhebens der Napf hingestellt werden, so dass der Hund fressen kann.

- oder aber der Hund soll sich einen Großteil "erarbeiten" und bekommt für den Rückruf etc. jeweils ein bisschen was.
Doch Hunde sind Schlinger, die, wenn sie etwas bekommen, in der Regel zügig fressen - durchaus auch größere Menge, wenn möglich. Immer wieder mini Portionen, das ist untypisch für Hunde. Und auch hier wird Futter sehr wichtig gemacht mit dem Gedanken, dass der Hund es sich erarbeitet.

Es ist ein Grundbedürfnis des Hundes zu fressen, welches ohne viel Tamtam abzudecken gilt.
Es sollte an und für sich selbstverständlich sein, dass Hunde fressen dürfen - ohne, dass daraus ein riesen Ding gemacht wird. Und auch ohne, dass man daran Bedingungen knüpft, zum Beispiel, dass es von Übungen abhängt.

Eure Wirs

🤩🥰
02/10/2025

🤩🥰

Heute auf dem Hundeplatz:Geschwister Treffen der E- Welpen 🤩Finn (Eloy), Ella (Estrella) und Ernesto, dem Lurchi 😁
27/09/2025

Heute auf dem Hundeplatz:
Geschwister Treffen der E- Welpen 🤩
Finn (Eloy), Ella (Estrella) und Ernesto, dem Lurchi 😁

DANKE!!!🙏🙏🙏
23/09/2025

DANKE!!!🙏🙏🙏

Wenn „Hundetrainer“ fast wie eine Beleidigung klingt, läuft etwas gewaltig schief.

Es ist traurig, dass der Begriff Hundetrainer inzwischen für viele Menschen fast schon wie eine Beschimpfung klingt.
Zu viele selbsternannte Trainer, die nach ein paar Wochenendseminaren oder überteuerten Schnellkursen auf den Markt drängen, haben das Vertrauen in unseren Beruf massiv beschädigt.
Dabei steckt hinter echter Arbeit mit Mensch und Hund so viel mehr: fundiertes Wissen, Erfahrung, Verantwortung und die Bereitschaft, sich ständig weiterzubilden.

Hundetrainer sollte ein Titel sein, der Respekt weckt – nicht ein Wort, das man mit Kopfschütteln ausspricht.

Hundetrainer ist ein Beruf – keine Konsequenz aus einer privaten Erfahrung. Nur weil jemand mit seinem eigenen Hund gut zurechtgekommen ist, bedeutet das nicht automatisch, dass er die Kompetenz besitzt, andere Menschen und ihre Hunde professionell anzuleiten. Umgekehrt gilt: Wer mit dem eigenen Hund Probleme hatte und deshalb eine Ausbildung beginnt, bringt zwar Motivation mit, aber nicht automatisch die fachliche Eignung. Hundetraining erfordert fundiertes Wissen, praktische Erfahrung mit unterschiedlichsten Hunden und die Fähigkeit, Menschen zu führen. Einzelne persönliche Erlebnisse ersetzen keine qualifizierte Ausbildung.

Echte Kompetenz entsteht durch fundierte Ausbildung und praktische Erfahrung – nicht durch Schnellkurse, die viel kosten und wenig bringen.
Hundetraining bedeutet Verantwortung. Wer nur teure Theorie vermittelt, schadet nicht nur Hund und Halter, sondern auch dem Ruf unseres gesamten Berufsstandes.

Wann es moralisch vertretbar ist, eine Dienstleistung anzubieten, hängt von grundlegenden ethischen Prinzipien ab: Kompetenz, Transparenz, Verantwortung und Fairness. Wer eine Dienstleistung anbietet, übernimmt Verantwortung für das Vertrauen, das Kundinnen und Kunden in ihn setzen. Daraus ergeben sich Mindestanforderungen, die erfüllt sein sollten, bevor man eine Leistung am Markt anbietet.
Dies gilt für Hundetrainer ebenso wie auch für Ausbildungsstätten für Hundetrainer.

Das Berufsbild des Hundetrainers leidet zunehmend unter unzureichenden Ausbildungsstandards. Durch extrem kurze oder rein online-basierte Ausbildungen gelangen viele unqualifizierte Trainer in den Markt, was nicht nur das Vertrauen der Hundehalter untergräbt, sondern auch dem Ansehen unseres gesamten Berufsstandes erheblich schadet. Umso wichtiger ist es, auf fundierte, praxisorientierte und qualitativ hochwertige Ausbildungen hinzuweisen, die dem Anspruch dieses verantwortungsvollen Berufes gerecht werden.

Hundetraining bedeutet Verantwortung – nicht nur gegenüber dem Hund, sondern auch gegenüber den Menschen, die oft in einer großen Notlage Hilfe suchen. Wenn unzureichend ausgebildete Trainer in den Markt drängen, kann den Haltern nicht wirklich geholfen werden. Im schlimmsten Fall nehmen dadurch sowohl die Hunde als auch ihre Menschen erheblichen Schaden. Deshalb braucht unser Berufsstand fundierte, praxisorientierte Ausbildungen, die dieser Verantwortung gerecht werden.

Ein großes Problem für unser Berufsbild entsteht durch Ausbildungen, die viel Geld kosten, aber kaum mehr als oberflächliches, theoretisches Halbwissen vermitteln. Die Absolventen fühlen sich danach oft als ‚fertige Hundetrainer‘, ohne jemals ausreichend praktische Erfahrung gesammelt zu haben. Dieses mangelnde Fachwissen führt nicht nur dazu, dass Hundehaltern in ihrer Not nicht wirklich geholfen wird – es schadet auch massiv dem Ruf unserer gesamten Branche. Denn wenn Halter schlechte Erfahrungen machen, zweifeln sie nicht nur am einzelnen Trainer, sondern am Berufsstand insgesamt.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass sich viele Menschen vor Beginn ihrer Ausbildung zu wenig informieren. Sie lassen sich von großen Versprechungen, Hochglanzbroschüren und schnellen Abschlüssen blenden – ohne kritisch zu hinterfragen, welche Inhalte tatsächlich vermittelt werden und wie viel praktische Erfahrung sie sammeln können. Am Ende stehen sie mit einer völlig überteuerten Ausbildung da, die ihnen kaum mehr als theoretisches Halbwissen vermittelt hat. Hauptsache schnell – doch genau diese Einstellung schadet nicht nur den Absolventen selbst, sondern auch den Hunden und Haltern, die später auf ihre Kompetenz vertrauen.

Auch die Ausbildungsstätten tragen eine große Verantwortung. Wer Menschen ausbildet, prägt nicht nur ihre Zukunft, sondern auch das Bild unseres gesamten Berufsstandes. Leider gibt es immer wieder Anbieter, die völlig ungeeigneten Interessenten das Geld aus der Tasche ziehen und ihnen einreden, sie hätten das Zeug zum Hundetrainer – nur um ihre Kurse zu verkaufen. Damit wird nicht nur den Teilnehmern geschadet, die mit falschen Hoffnungen und leeren Versprechen zurückbleiben, sondern auch den Hunden und Haltern, die später auf diese ‚Trainer‘ vertrauen. Ausbildungsstätten sollten nicht an kurzfristigem Profit interessiert sein, sondern an echter Qualität, ehrlicher Beratung und der Auswahl von Menschen, die wirklich das Potenzial für diesen Beruf mitbringen.

Erschreckend viele Hundehalter erzählen mir, dass sie schon bei mehreren Trainern waren – oft bei drei, vier oder noch mehr – und dennoch kaum oder gar keinen Fortschritt erlebt haben. Manche berichten, dass sie viel Geld investiert haben, aber am Ende mit denselben Problemen und noch mehr Frust zurückblieben. Viele dieser Menschen landen schließlich bei mir im Training, nicht selten mit dem Gefühl, bereits alles versucht zu haben. Das zeigt, wie dringend wir echte Qualität, Transparenz und Verantwortung im Hundetraining brauchen. Jeder erfolglose Versuch kostet nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen – und am meisten leiden darunter die Hunde, die keine klare und faire Anleitung bekommen.

Als professionelle hauptberuflich tätige Hundetrainerin lege ich größten Wert auf fundiertes Fachwissen, praxisorientierte Methoden und eine individuelle Begleitung von Mensch und Hund. Mein Anspruch ist es, Hundehaltern in oft sehr schwierigen Situationen wirklich helfen zu können – mit nachhaltigen Lösungen, die das Wohl des Hundes ebenso berücksichtigen wie die Bedürfnisse seiner Menschen. Verantwortung, Empathie und Qualität stehen dabei für mich an erster Stelle.

Natürlich muss jeder einmal anfangen. Niemand wird als erfahrener Hundetrainer geboren, und jeder sammelt seine ersten Schritte mit einzelnen Hunden oder in der Ausbildung. Daran ist überhaupt nichts falsch – im Gegenteil, es ist ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Problematisch wird es erst dann, wenn sich Anfänger bereits als vollwertige, qualifizierte Trainer darstellen und mit diesem Anspruch an Hundehalter herantreten. Lernen, üben und Erfahrungen sammeln gehört dazu – aber Ehrlichkeit über den eigenen Stand und die eigenen Grenzen ist die Basis für Seriosität und Vertrauen.

Adresse

Hauptstrasse 381
Edingen-Neckarhausen
68535

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 19:00
Dienstag 09:00 - 19:00
Mittwoch 09:00 - 19:00
Donnerstag 09:00 - 19:00
Freitag 09:00 - 19:00
Samstag 09:00 - 13:00

Telefon

+4915221627701

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Zillo s Hundeschule erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Zillo s Hundeschule senden:

Teilen

Kategorie