GroseS Glück

GroseS Glück Rund um den Hund

20/05/2026
20/05/2026
14/05/2026

der neue trend - jeder macht "in tierschutzhunden".
vorzugsweise solchen, die der nähe des menschen nicht zugeneigt sind, milde ausgedrückt.
die zeigen dann nämlich richtig spektakuläres verhalten, während sie "geheilt" werden von ihrer umpassenden einstellung.

das prozedere ist marke blaupause.
hund hängt in den ersten szenen sich strangulierend im nackten überlebenskampf in der leine, wird festgehalten, herangezogen, von den pfoten geholt.

in den nächsten bildern zeigt er oft kaum noch reaktion, wird mit irgendwelchen plastikhänden, besenstielen und sonstigem werkzeug betatscht.

auf magische art steckt dieser hund dann wahlweise in einem sicherheitsgeschirr, vielleicht auch einem maulkorb, oder man absolviert den glorreichen ersten spaziergang auch einfach gleich an der würgeleine.

und heureka, jetzt kommt der tränchendrüsenteil.
der hund geht spazieren, er zerrt nicht an der leine, und - jubel, kniefall, herzerlsturm - er geht "von selbst" zum menschen, leckt hände, lässt sich überall berühren, nimmt einen keks!
welch glùck, welch wunder, welch glanzleistung!
wäre das alles so schlimm gewesen, dann würde der doch nicht....STOP.

nein.
traumatisierte hunde verhalten sich oft hoch funktional.
weil überleben jeden preis wert ist.
gerade hunde, die durch solche methoden gelernt haben, dass ihnen kein exit bleibt außer sich selbst zu erwürgen, zeigen extreme anpassung.
weil nichts anderes bleibt.

sich gut stellen mit jenen, vor denen es ohnehin kein entkommen gibt.
in jeder situation so schnell wie möglich herausfinden, was verhindert, dass das schreckliche, dem man nicht entkommen konnte, wieder passiert.
mitgehen.
still halten.
appeasement zeigen.
anpassung.
um jeden preis.

hauptsache der mensch kann sich für den "erfolg", dass der hund jetzt funktioniert, feiern lassen.

der eigentlich widerliche teil daran ist, dass das immer mit der betonung einher geht, wie glücklich der hund doch jetzt wäre, welch tolles leben man ihm verschafft hätte und dass das ja anders garnicht möglich gewesen wäre.
damit die jubelnden zuseher nicht auf die stimme in sich hören, die ihnen sagt, dass das so nicht richtig sein kann, was sie da gerade gesehen haben.

nichts sagt deutlicher, dass sich hier menschen ohne ahnung von trauma, neurobiologie, emotionen, lernen und verhalten an hunden vergreifen.
die auswahl "unethisch, gewaltsam oder garnicht" ist eine glatte lüge - und anpassung, weil nichts anderes übrig bleibt, eine erbärmliche zwangslage.
für diese hunde ist es, woraus ihr leben besteht.

wenn erleichterung alles ist, was die positive seite der waage füllt, sehen wir kein glück und kein wohlergehen. auch wenn man es uns noch so sehr einreden möchte.
wir sehen überlebende.

Hunde brauchen keine Dominanz, keine Machtspiele und keinen „Rudelführer“.  Sie brauchen Menschen, die sie verstehen, si...
14/05/2026

Hunde brauchen keine Dominanz, keine Machtspiele und keinen „Rudelführer“.
Sie brauchen Menschen, die sie verstehen, sie begleiten und ihnen Sicherheit geben.

Beziehung entsteht nicht über Druck — sondern über Vertrauen und Nähe.

Ein Hund lernt außerdem viel nachhaltiger über ein ehrliches „Ja“, das sich gut und sicher anfühlt, statt über ständiges Korrigieren und Verbieten.

Auch wir Menschen wachsen besser durch Verständnis als durch Angst vor Fehlern.
Warum sollten unsere Hunde anders lernen? 🐾

Positive Erziehung bedeutet nicht „Mach was du willst“.
Sie bedeutet, Bedürfnisse zu sehen, gemeinsam zu wachsen und einander zu vertrauen.

🐾 Hundetagesstätte mit Herz 🐾Bei uns geht es nicht um Dauerbespaßung.Nicht um höher, schneller, wilder.Natürlich darf ge...
12/05/2026

🐾 Hundetagesstätte mit Herz 🐾

Bei uns geht es nicht um Dauerbespaßung.
Nicht um höher, schneller, wilder.

Natürlich darf gelacht, gespielt und gemeinsam Spaß gehabt werden. 🤍
Aber genauso wichtig sind die leisen Momente.

Gemeinsam durch den Garten schlendern.
In der Sonne liegen.
Schnüffeln.
Beobachten.
Sich aneinander orientieren.
Nähe genießen und einfach entspannen. 🌿

Unsere Hundegruppe lebt von Ruhe, fairer Kommunikation und einem freundlichen Miteinander.
Die Hunde dürfen Hund sein — mit ihren Bedürfnissen, ihrem Tempo und ihren Pausen.

Denn echte Ausgeglichenheit entsteht nicht nur durch Action.
Sondern auch durch Sicherheit, Entspannung und soziale Geborgenheit. 🐕 Der Mensch lebt vor.

🐾 Themenspaziergänge 🐾Gemeinsam unterwegs sein.  Die Umwelt entdecken.  Beziehung wachsen lassen.  Ohne Druck. Ohne Perf...
12/05/2026

🐾 Themenspaziergänge 🐾

Gemeinsam unterwegs sein.
Die Umwelt entdecken.
Beziehung wachsen lassen.
Ohne Druck. Ohne Perfektion. 🤍

Unsere Themenspaziergänge verbinden Alltagstraining, Begegnungen, Erkundungsverhalten und ruhige gemeinsame Erfahrungen mit Glück und Vertrauen.

Der Hund darf schnüffeln, wahrnehmen, lernen und in seinem Tempo ankommen.
Wir arbeiten mit positiver Verstärkung, fairer Kommunikation und einem Blick auf das, was Hund und Mensch wirklich brauchen. 🌿

Oft sind es die kleinen Momente, die am meisten verändern:
ein Blickkontakt,
ein gemeinsames Weitergehen,
ein entspannter Atemzug,
ein bisschen mehr Vertrauen.
Zeit und Ruhe

Nicht höher, schneller, weiter.
Sondern gemeinsam wachsen. 🐕

12/05/2026

wie sehr der mensch es doch liebt, mittelpunkt der aufmerksamkeit eines anderen lebewesens zu sein.
der hund, der seinen menschen kaum aus den augen lässt, bei jedem umweltreiz den blick zu ihm wendet.
bewundert wird neidvoll, wer anscheinend auch das zentrum des universums für ganze hundegruppen ist.
alle voll am menschen orientiert.
wow.

wow, bis man die alles entscheidende frage stellt:
warum tun diese hunde das auf diese art und in diesem ausmaß?
dann sieht man sich die videos ohne hübsche worte dazu an und achtet nur auf das ausdrucksverhalten.
dann setzt man sich ein wenig mit der jeweiligen trainingsphilosophie, den leitideen dahinter und den verwendeten quadranten im gezeigten auseinander.

die antwort ist in den allermeisten fällen ernüchternd und hässlich.
durch einschüchterung, grobschlâchtige verhaltensabbrüche, androhung und einsatz von schreckreizen und sonstigen unangenehmen einwirkungen - sprich (konditionierter) strafe - ist der mensch in diesen settings nicht das, was er vorgibt bzw glaubt, zu sein.
er ist keine unwiderstehliche, vertrauenserweckende leitfigur, er ist eine potenzielle bedrohungen für diese hunde.
diese bedrohung behält der hund naturgemäß im auge.
sicher ist sicher.

sein leben mit daueraktiviertem schadensvermeidungssystem verbringen zu müssen, ist niemandem zu wünschen.
und doch ist so ein leben für viele hunde alltag.

wir dürfen uns die frage, warum unsere hunde sich uns gegenüber auf bestimmte arten verhalten, nicht ersparen, und uns schon gar nicht in den sack lügen, wenn's an die antwort geht.
denn nur dann sind wir in der lage, für unsere hunde zu sein, was sie verdienen.

11/05/2026

du beflegelst einen anderen autolenker, der dir die vorfahrt genommen und dich in gefahr gebracht hat.
und bekommst vom beifahrersitz aus eine geklatscht.
"oh, na wenn das so ist, find ich den anderen fahrer doch gleich klasse und reg mich beim nächsten beinahe-unfall gar nicht mehr auf" denkst du daraufhin.
wie, nein?
was, absurd?
warum, völlig kranke idee?

obwohl es uns eigentlich vollkommen klar ist, wie völlig neben der spur dieser ansatz ist, sobald es unsere spezies betrifft, glauben so viele menschen, dass es goldrichtig ist, mit genau dieser verqueren methode hunde zu malträtieren, die nicht genehmes verhalten zeigen.

weil menschen es uns glauben machen wollen.
jene, denen schleierhaft und vollkommen egal ist, was im hundegehirn geschieht.
solche, für die es kein relevanter gedanke ist, dass hunde über emotionen verfügen und darin der grund für hundliches verhalten liegen könnte.
diejenigen, die es sich einfach machen, aus wissensmangel, gleichgültigkeit oder auch im vollen bewusstsein labeln, fehlinterpretieren und selbtgestrickte, haltlose erklärungen für verhalten einfach selbstbewusst in die welt posaunen.

statusaggression.
raumbeanspruchung.
rangordnung.
rudelstellung.
stellvertreterkonflikte.
egal, wie es sich schimpft.

fakt ist, diese dem menschlichen gehirn gefällige, weil aus unserer perspektive leicht verständlichen systeme und ideen verkaufen sich gut.
und fakt ist, hunde leiden darunter, weil menschen sehen, was sie sehen sollen.
schließlich haben sie bezahlt dafür.

wenn du selbst nicht auf die idee kommst, dass es dich sozialkompetent, reguliert und freundlich macht, wenn dich jemand mit wasser anschüttet, dir eine klatscht, dich am kragen reißt, anbrüllt, auf einen stuhl verbannt oder tritt - dann tu das auch nicht mit deinem hund.

das ist der wirklich einfache teil von hundetraining.

08/05/2026

Mein Hund will nicht in Wasser. Ich habe alles versucht, er will einfach nicht rein, selbst mit Leckerlis oder Spielzeug ist er nicht reinzulocken.“

Liebe Hundehalter, bitte bedenken Sie: Hunde sind keine Wassertiere, sondern Landbewohner, genau wie wir. Es gibt Hunde die Spaß im Wasser haben, die gerne im Wasser toben, platschen und auch gerne schwimmen, aber das ist die persönliche Vorliebe genau dieser Hunde, aber als Individuum.

Jeder Hund ist ein Individuum – genau wie wir. Mit all seinen Eigenheiten, persönlichen Merkmalen, mit all seinen Vorlieben, Hobbies, Sympathien und Antipathien, mit all seinen Abneigungen und auch mit all seinen Ängsten – genau wir wir.

Der eine schwimmt gerne, der andere eben nicht. Der eine spielt gerne, der andere eben nicht. Der eine ißt gerne – der andere eben nicht. Der eine mag dies, der andere mag das.

Genau wie wir. Kein Mensch gleicht dem anderen, kein Hund gleicht dem anderen.

Nicht jeder Junge mag Fußball spielen, nicht jedes Mädchen mag Ballett tanzen.

Lernen Sie doch dies zu akzeptieren und hinzunehmen. Loszulassen und Wegzukommen von diesem verbitterten Wollen. Sie müssen nicht dauern versuchen, es ihrem Hund schmackhaft zu machen. Und wenn Sie an einer Wasserstelle sind und ihr Hund nur zum Trinken hingeht, dann ist das doch in Ordnung.
Und wenn er nur ein bißchen reingeht, um sich an einem heißen Tag die Beine zu kühlen, dann ist das doch auch ok.

Bei einem Kind würden Sie doch auch nicht hinbetteln: „Jetzt komm, Julia, Ballett ist doch soooo toll, alle Mädchen mögen doch Ballett. Schau, das süße Tutu, das würde Dir so gut stehen, und ich wäre so glücklich Dich an der Ballettstange zu sehen“, wenn das Kind sich doch für Pferde interessiert und lieber in einer ollen Latzhose Pferdeställe ausmistet.

Nur weil Ihnen etwas gefällt, muss es nicht zwangsläufig allen gefallen, dazu sind die Geschmäcker zu verschieden.

In diesem Sinne – jeder ist einzigartig, und jeder ist einmalig.
Ihr Hund und Sie auch.

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