24/05/2019
Der Versuch das Leben eines anderen Hundes zu retten.
Gestern fand ich in einer "Blutspendegruppe für Hunde" den aufruf für einen Blutspender in meiner Nähe.
Ich nahm direkt mit der Besitzerin kontakt auf, die alles weitere mit der Tierklinik abklärte und mir dann mitteilte, dass ich los fahren kann und die TK auf uns wartet.
Ich fuhr also mit Pangari los und dort angekommen, wurde erst einmal eine Blutprobe entnommen um die Blutgruppe zu bestimme und zum Abgleich ob Pangari als Spender überhaupt in Frage kommt.
Es ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die Bestätigung kam "Ja, sie ist als Spender geeignet".
Es wurde dann alles vorbereitet.
Pangari ist im Grunde ein perfekter Kandidat für Blutspenden. Sie ist im besten alter, gesund, war noch nicht im Ausland und ist regelmäßig geimpft, zudem ist sie charakterlich einer dieser Hunde, denen man eine solche "Tat" zumuten kann, weil sie beim TA trotz ihrer Erfahrungen fröhlich und entspannt rein geht und jeden freundlich begrüßen muss (auch die TMFA hinter dem Tresen, sie wollte sich selbst anmelden xD ).
Auch auf dem Behandlungstisch ist Pangari die Ruhe in Person ähh... Hund natürlich xD
Dies wäre uns aber beinahe zum Verhängnis geworden.
Die Tierärztin konnte nur sehr schlecht ihre Blutgefäße ertasten, als sie endlich eine hatte und es versuchte, war das Blutgefäß bereits wieder "weg".
Nun wurde das Blutgefäß gestaut, in der Hoffnung, es staut sich bzw wird besser sicht und ertastbar und ein weiterer Versuch wurde gestartet - negativ :(
Nun sagte auch schon die Tierärztin, dass sie nur noch 1 Versuch starten wird und sollte dies nicht klappen, sie es abbrechen muss, da es sonst zu viel des guten für Pangari wäre.
Da fragte ich, ob ich das "böse" Wort sagen durfte um zu schauen ob sie sich dann etwas "aufregt".
Die Tierärztin als auch die beiden personen die bei der Blutabnahme halfen, dachten es wäre das "L" Wort (für die, die gerade nicht drauf kommen "Leckerchen" xD), aber als ich dann sagte "Wasserplatsch?!" waren doch alle etwas überrascht ABER es half.
Man konnte schlagartig das Gefäß pulsieren sehen und das sehr, sehr deutlich und das war unsere Chance, der Versuch hat direkt geklappt und Pangari konnte dann doch noch für die in Notgeratene Hündin Blutspenden.
Wir waren alle sehr, sehr erleichtert, da es wirklich sehr schlecht um die Hündin stand und das man so schnell eine Blutspende gefunden hat, ein riesen großer Glückfall ist.
Leider lassen noch nicht viele Hundehalter Blutspenden, andere wiederum dürfen aufgrund von Erkrankungen, Auslandsreisen, Gewicht oder Alter nicht spenden.
Es ist eine wirklich tolle Sache und rettet Leben und ich kann dies nur jeden ans Herz legen, darüber sich Gedanken zu machen, sich zu informieren und im besten Fall auch zu helfen.