Miezeschool

Miezeschool Katzenverhaltensberaterin und vegane Tierrechtsaktivistin. Katzenlogik 🐱 trifft Tierethik ❤️
www.miezeschool.de Bachblütenberater für Katzen beim P.T.

Tierpsychologische Beratung bei Verhaltensauffälligkeiten/Problemen bei Katzen. Ausbildung: Tierpsychologie, Spezialisierung Katze/Pferd an der Akademie für Tiernaturheilkunde. Institut
Mitglied:
Anerkanntes Mitglied im Verband der Tierverhaltensberater und Trainer e.V.

Katzenaltersheim, Warteliste! Graues Gold e.V. Cookie's Veggies
30/05/2026

Katzenaltersheim, Warteliste!
Graues Gold e.V. Cookie's Veggies

Zusammen mit Sandra_katzenverrückt uvm.
19/05/2026

Zusammen mit Sandra_katzenverrückt uvm.

„Aber beim Fressen verstehen sie sich doch...“In meinen Katzenberatungen begegnet mir ein Thema immer wieder: Unstimmigk...
10/05/2026

„Aber beim Fressen verstehen sie sich doch...“
In meinen Katzenberatungen begegnet mir ein Thema immer wieder: Unstimmigkeiten im Mehrkatzenhaushalt. Oft berichten mir Kunden ganz erstaunt, dass ihre Katzen, obwohl es sonst ziemlich kriselt, direkt nebeneinander fressen können. Viele Menschen ziehen daraus den Schluss: "So schlimm kann die Lage ja nicht sein." Doch genau hier liegt ein häufiger Irrtum, über den ich heute aufklären möchte:
Katzen sollten idealerweise alleine fressen, weil sie:
biologische Einzeljäger sind und keine soziale Struktur zum Teilen von Beute besitzen. Gemeinsames Fressen aus nebeneinanderstehenden Näpfen widerspricht ihrem natürlichen Instinkt und kann erheblichen Stress verursachen.
Es gibt als "Einzeljäger" ja keinen instinktiven Mechanismus zum Teilen der Beute, weshalb die Anwesenheit anderer beim Fressen als Bedrohung der Ressource wahrgenommen werden kann.
Zudem sind, oder fühlen sich Katzen beim Fressen verwundbar (übrigens wie beim Klogang auch, sie sind ja Jäger aber eben auch Beutetiere und wären in diesen Situation einem Beutegreifer oder rivalisierenden Artgenossen komplett ausgeliefert).
Ein unangenehmer Artgenosse in der Nähe zwingt die Katze dazu, ständig wachsam zu bleiben, anstatt sich auf die Nahrungsaufnahme zu konzentrieren. Meist wird schnell geschlungen!
Warum sie doch nebeneinander fressen: Hunger ist ein stärkerer Antrieb als die Abneigung gegen einen Artgenossen. Die Katze „erträgt“ die Nähe, um als anatomischer Häppchenfresser an die lebensnotwendige Nahrung zu gelangen. Deswegen empfehle ich immer, Katzen getrennt voneinander (räumlich, ein paar Meter voneinander getrennt, oder auch mit Höhenunterschied) zu füttern.
Bild: Pixabay, meineresterampe

Thema Bachblüten (Achtung Trigger-Alarm, vielleicht fühlen sich Menschen die hier mitlesen "auf den Schlips getreten")Ic...
04/05/2026

Thema Bachblüten (Achtung Trigger-Alarm, vielleicht fühlen sich Menschen die hier mitlesen "auf den Schlips getreten")
Ich habe früher eine BB-Seminar für Katzen absolviert und auch Bachblütenmischungen für Katzen, auf Wunsch, empfohlen. Heute empfehle ich diese jedoch nicht mehr! Der Grund ist einfach: Es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege für eine spezifische Wirkung, und ein plausibler Wirkmechanismus fehlt. Rückblickend lassen sich beobachtete Effekte eher durch Faktoren wie den "Placebo-by-Proxy-Effekt" und verändertes Verhalten der Halter erklären. Deshalb setze ich inzwischen auf Ansätze, die nachvollziehbar und wissenschaftlich fundiert. Ich war früher auch schon skeptisch, habe mich aber nicht so ausführlich damit auseinandergesetzt.
Bachblüten werden Katzen gegeben, etwa gegen Stress oder Unruhe. Wissenschaftlich gibt es dafür jedoch keine überzeugenden Belege.
Kurz gesagt: Die Studienlage ist ziemlich eindeutig und erklärt auch, warum man bei Tieren keine „echte“ Wirkung findet.
Studien zu Bachblüten (beim Menschen):
Es gibt mehrere systematische Übersichtsarbeiten (also Zusammenfassungen guter Studien). Das Ergebnis ist konsistent:
In kontrollierten Studien zeigen Bachblüten keinen Unterschied zu Placebo. Auch bei konkreten Problemen wie Angst oder ADHS verbessern sich sowohl Placebo, als auch Behandlungsgruppe, aber gleich stark.
Das spricht klar dafür: Wenn Effekte auftreten, sind sie durch Placebo erklärbar, nicht durch das Mittel selbst.
Studien bei Tieren (z. B. Katzen), hier wird es für uns Katzenmenschen interessant:
Es gibt praktisch keine hochwertigen, kontrollierten Studien, die eine spezifische Wirkung bei Tieren zeigen.
Der Grund ist methodisch: Tiere können keinen klassischen Placeboeffekt haben (sie glauben ja nicht an die Behandlung).
Warum Menschen trotzdem „Wirkung“ bei Katzen sehen:
Hier kommt der "Placebo-by-Proxy-Effekt" ins Spiel.
Nicht die Katze wird beeinflusst, sondern der Mensch.
Wenn Katzeneltern glauben, etwas Wirksames zu geben, verhalten sie sich oft ruhiger, geduldiger oder aufmerksamer.
Dieses veränderte Verhalten könnte die Katze positiv beeinflussen, oder aber bei Katzen auch sehr problematisch werden, wenn der "Placebo-by-Proxy-Effekt" eine falsche Sicherheit erzeugt. Katzeneltern glauben dann, das das Mittel helfe und interpretieren normales oder leicht positiv verändertes Verhalten als Verbesserung. Dadurch besteht die Gefahr, dass echte Krankheiten oder Schmerzen übersehen oder zu spät erkannt werden.
Gerade bei Katzen, die Beschwerden oft lange verbergen, ist das sehr riskant! Statt eine wirksame tierärztliche Behandlung einzuleiten, wird weiter ein Mittel ohne nachgewiesene Wirkung gegeben. Das kann dazu führen, dass sich Erkrankungen verschlimmern oder unnötiges Leiden verlängert wird, z.b. Schmerzen übersehen werden.
Der "Placebo-by-Proxy-Effekt" kann indirekt schaden, weil er den Blick auf tatsächliche medizinische Probleme vernebelt und notwendige Behandlung verzögert.
Fazit (wissenschaftlich nüchtern)
Bei Menschen: Wirkung ≈ Placebo
Bei Tieren: keine belegte spezifische Wirkung
Wahrgenommene Effekte bei Katzen lassen sich am besten durch Placebo-by-Proxy + verändertes Halterverhalten erklären
Das ist auch der Grund, warum „es wirkt bei Tieren, also kann es kein Placebo sein“ wissenschaftlich nicht stimmt, denn es ist nur eine andere Form des Placeboeffekts.
Mein Standpunkt: Im Zweifel für die Fakten, unseren Katzen zuliebe. :-)
Video finde ich sehenswert.

28 likes, 4 comments. "Bachblüten für Tiere selber machen - Tierarzt klärt auf"

Eröffnung des Katzenaltersheim in Dorsten über dem Cookie's Veggies :-)Hier ziehen bald 4 "betagte" Katzen ein. Ein toll...
02/05/2026

Eröffnung des Katzenaltersheim in Dorsten über dem Cookie's Veggies :-)
Hier ziehen bald 4 "betagte" Katzen ein.
Ein tolles Projekt!
Graues Gold e.V. Iris-Koczwara-Stiftung
Mit Sandra_katzenverrückt leckere vegane Köstlichkeiten verspeist. So wie sich das gehört, denn im Tierschutz sollten immer ALLE Tiere geschützt werden.

VHS Düsseldorf :-)
30/04/2026

VHS Düsseldorf :-)

Zwei Plätze sind noch frei :-)Volkshochschule Oberhausen
28/04/2026

Zwei Plätze sind noch frei :-)
Volkshochschule Oberhausen

Eröffnung des Katzenaltersheim  ❤️ Im Cookie's Veggies 🐱 Kommt vorbei ❤️
05/04/2026

Eröffnung des Katzenaltersheim ❤️
Im Cookie's Veggies 🐱
Kommt vorbei ❤️

Wenn eine Katze scheu/ängstlich ist und warum es unfair ist und keinen Sinn macht, Situationen wie z. B. Rolligkeit eine...
29/03/2026

Wenn eine Katze scheu/ängstlich ist und warum es unfair ist und keinen Sinn macht, Situationen wie z. B. Rolligkeit einer Katze "auszunutzen" um diese schneller an Menschen zu gewöhnen (ist mir zu Ohren gekommen, das es teils so gemacht wird und finde ich wirklich komplett daneben):
Das Verhalten einer weiblichen Katze in der Rolligkeit ist nicht wirklich „frei entschieden“, sondern stark hormonell gesteuert.
In dieser Phase wird der Körper von Hormonen wie z. B. das Östrogen überflutet. Das führt dazu, dass sich selbst sonst scheue oder ängstliche Katzen plötzlich anders verhalten: anhänglicher, lauter, suchend nach Nähe.
Warum das "Ausnutzen" problematisch ist:
1. Kein „echtes“ Einverständnis der 🐱
Das Verhalten ist hormonell erzwungen, nicht Ausdruck von Vertrauen. Die Katze ist nicht plötzlich mutiger oder entspannter, sie ist biologisch in einem Ausnahmezustand. Es wäre vergleichbar mit jemandem, der unter starkem Einfluss von irgendwelchen "Substanzen" handelt.
2. Stress und Verwirrung für die Katze:
Eine eigentlich ängstliche Katze kann in der Rolligkeit Nähe zulassen, die sie sonst meiden würde. Wenn der Mensch das „ausnutzt“, kann das danach zu mehr Angst führen, weil die Katze die Situation nicht richtig verarbeiten kann.
3. Vertrauensbruch
Langfristig schadet es der Beziehung. Vertrauen baut man auf, indem man die Grenzen der Tiere respektiert und nicht, indem man "günstige" Momente ausnutzt.
4. Tierethik
In der modernen Tierethik gilt: Man sollte Tiere nicht in Zuständen eingeschränkter Kontrolle für eigene Zwecke nutzen. Unfair und hat für mich nix mit Tierschutz zu tun!
Unwissenheit oft, oder es kommt der Klassiker: "haben wir immer schon so gemacht" oder "30 Jahre Katzenerfahrung"... 😉
Zudem gehören ALLE Katzen zügig kastriert!
Bild aus dem Tierheim Duisburg.

2 VHS-Kurse von und mit mir. Im April und im Mai ❤️VHS Krefeld Neukirchen-Vluyn Volkshochschule Oberhausen
28/03/2026

2 VHS-Kurse von und mit mir. Im April und im Mai ❤️
VHS Krefeld Neukirchen-Vluyn Volkshochschule Oberhausen

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