28/05/2026
🐰 Gebärmutterkrebs beim Kaninchen – ein ernstes Thema, das viele nicht kennen.
Ohne Kastration erkranken bis zu 75 Prozent der Häsinnen im Laufe ihres Lebens an einem Gebärmuttertumor. Die Tumoren sind meist bösartig und können in die Leber und in fortgeschrittenen Stadien auch in die Lunge streuen.
Der Grund liegt in der Biologie: Kaninchen stehen dauerhaft unter starkem Hormoneinfluss – werden sie nicht gedeckt, kommt es immer wieder zu hormonellen Reizen ohne Trächtigkeit, was das Tumorrisiko mit zunehmendem Alter erheblich steigert.
Woran erkennt man es? 🔍
Die ersten Anzeichen sind leider unspezifisch: Appetitverlust, Gewichtsverlust, Verdauungsprobleme, teils treten aber auch Symptome wie Scheidenausfluss, Verhaltensauffälligkeiten oder Scheinschwangerschaften auf. In schweren Fällen zeigen betroffene Tiere Schwäche in den Hinterbeinen oder bei Lungenmetastasen Atemnot.
Was kann man tun? ✅
Derzeit stellt die einzige verlässliche Vorbeugung die chirurgische Kastration dar, wenn das Tier nicht zur Zucht eingesetzt wird, idealerweise im Alter von vier bis sechs Monaten. Wird der Tumor frühzeitig – also vor einer Metastasierung – entdeckt, ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken in der Regel erfolgreich. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind daher besonders wichtig.
Haben Sie ein weibliches, unkastriertes Kaninchen? Wir schauen gerne gemeinsam mit Ihnen, wie es Ihrer Häsin geht – sprechen Sie uns einfach an! 🐰