16/04/2026
Im Zusammenleben mit unseren Hunden geht es nicht darum, Signale wie Vokabeln auswendig zu lernen und diese dann einfach abzuspulen.
Es geht darum, den Hund lesen zu lernen, Verhalten zu verstehen, Situationen einzuschätzen und Zusammenhänge zu erkennen.
Es geht um Beziehung, Orientierung, Sicherheit, Unterstützung, Verantwortung, Verständnis und Vertrauen.
Wenn z. B. ein Hund Probleme bei Hundebegegnungen hat, gehe ich nicht in diese Situationen, um ihm genau dann beizubringen, wie er sich verhalten soll.
Ich baue das erwünschte Verhalten in ruhigen Situationen auf, damit mein Hund es später auch in stressigen Situationen zeigen kann.
Orientiert sich dein Hund draußen nicht an dir, wenn die Umgebung ablenkungsfrei ist, wird er sich auch nicht an dir orientieren, wenn Ablenkungen dazukommen.
Zeigt dein Hund bereits ein hohes Erregungslevel, wenn draußen gar nichts passiert, wird er nicht gelassen reagieren, wenn die Umgebung belebter ist.
Kann dein Hund in reizarmer Umgebung nicht sicher an lockerer Leine neben dir laufen, wirst du ihn nicht gelassen durch Hundebegegnungen führen können.
Gemeinsames Lernen mit deinem Hund kann nur dort stattfinden, wo er in der Lage ist, erwünschtes Verhalten zu zeigen.
Habt ihr dies zuverlässig aufgebaut, kann dein Hund es im Laufe der Zeit auch unter Ablenkung und später in Hundebegnungen abrufen.
Du benötigst ein stabiles Fundament auf dem du Stück für Stück aufbauen kannst.
Die kleine Loona hat heute die ersten Schritte in Richtung eigenständige Aufmerksamkeit, Orientierung und Laufen an der lockeren Leine in der Nähe ihres Menschen gemacht.