PIA " der andere Weg " Hundeerziehung

PIA " der andere Weg " Hundeerziehung Einzeltraining / Gruppentraining / Gruppentraining Leinenrambos / Mantrail

Größer, besser, breiter, dazu kommt gerenzenlose Selbstüberschätzung, die mit Beschlagnahme endet "weil ilegal gehalten"...
07/03/2026

Größer, besser, breiter, dazu kommt gerenzenlose Selbstüberschätzung, die mit Beschlagnahme endet "weil ilegal gehalten" ist nicht das kleinste Problem. Wer ist der Leidtragende in diesem "Spiel" am Ende?

In letzter Zeit bemerken wir verstärkt, dass wir bereits ganz tief in genau der "Scheiße" sitzen, die einige Vereine, Tierschützer, Trainer seinerzeit prophezeiten, bzw. erahnten.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Hunde erlebt gerade Naivität, Verniedlichung, Selbstüberschätzung, Realitätsverweigerung, Trotz und fragwürdiges Halbwissen bei der Haltung und Anschaffung durch uns als Menschen.

Insbesondere bemerken wir aufgrund der Anzahl der steigenden und dringlichen Abgabeanfragen, dass es immer schlimmer wird. Pro Woche erhalten wir aktuell 10-15 Anrufe mit dem immer gleichen Inhalt. Der Hund muss so schnell wie möglich weg, er hat gebissen, man hat jetzt Angst, oder man ist völlig überfordert. Zu 80% handelt es sich bei unseren Anrufern um Halter von American Bully XL.
Dahinter reiht sich der Cane Corso ein und jüngst auch gelegentlich der Presa Canario. Alles Substitut-Rassen für die in NRW gelisteten Hunde. Die einst "üblichen Verdächtigen" Staff, Pit, Rottweiler, Dogo Argentino etc. werden immer weniger Inhalt unserer Telefonate.

Wir machen diesen Job jetzt seit über 20 Jahren. Wir hatten Hunde von15kg bis 75kg im Heim, wir hatten unfassbar nette und friedliche Hunde und wir hatten auch Hunde, die brandgefährlich waren/sind. Im Laufe der Zeit reden wir von 3.500 bis 4.000 Hunden, die durch uns gehalten, trainiert, eingeschätzt und denen geholfen wurde. Wir durften von und mit Hunden lernen.

Wir sind auch schonmal etwas "flappsig" und nennen unsere Hunde liebevoll die "Pitzi-Kinder". Sie sind uns halt anvertraut und somit ganz wichtige Persönlichkeiten in unserem Alltag. Dennoch würden wir niemals ihre Individualität, Herkunft, Historie Genetik und Epigenetik ausblenden.

Genau das passiert jedoch gerade immer häufiger in diesem Land und insbesondere in Socialmedia. Mit Erschrecken lesen wir täglich Aussagen wie:

- Das böse ist immer am anderen Ende der Leine
- Kein Hund kommt böse auf die Welt
- Das sind doch Nannydogs
- Alles nur Knutschkugeln und Kampfschmuser
- Genetik gibt es nicht, alles Erziehungssache

In Anbetracht dessen, dass immer mehr Menschen durch die von uns durchaus geschätzten Rassen zum Teil schwer und schwerst verletzt werden, sowie der Tatsache, dass stetig mehr Hunde in akuter Not sind, bzw. gar den Tod durch Euthanasie finden, hängen uns diese "Parolen" zum Hals raus.

Wir könnten jetzt zu etlichen Rassen unseren Senf einfließen lassen, jedoch würde das den Rahmen sprengen und außerdem sind unsere Expertisen einfach nicht auf alle Rassen ausgedehnt. Bezug nehmend auf die oben genannten Vertreter jedoch haben wir eine ganz klare Meinung und erkennen erschreckende Tendenzen. Sowohl der Cane Corso, als auch der Presa Canario sind ambitionierte Hunde mit sich ähnelnden Tendenzen im Wesen und sie benötigen ein stabiles, geeignetes Umfeld. Diese Hunde sind ganz sicher nicht für jeden geeignet, insbesondere i.d.R. nicht für Anfänger, Romantiker und "Ego-Rambos".

Besonders kritisch jedoch sehen wir den American Bully XL. Hier wurde in den vergangenen Jahren eine Rasse gehyped, die dem Staffordshire Terrier, oder dem Pitbullterrier ähnlich sieht, jedoch erheblich größer, massiger und schwerer ist, als der AmStaff, oder gar der Pitbull. Aufgrund der hohen Nachfrage durch willige Abnehmer werden diese Hunde immer häufiger "vermehrt" und nicht mehr fundiert und selektiert professionell gezüchtet. In Folge dessen haben wir recht viele Hunde mit äußerst fragwürdiger Genetik und Epigenetik, mit geringerer Reizschwelle und tendenziell erhöhtem Beutefangverhalten auf dem "Markt", welche ungefiltert auf anschaffende Personen stoßen, die sich charakteristisch im zweiten Absatz dieses Postes wiederfinden.

Es ist einfach gefährlich was hier bereits in vollem Gange ist und es ist unfassbar ernüchternd und traurig, dass wir mit großen Schritten auf britische und amerikanische Verhältnisse zusteuern könnten. Fähige Organisationen zur Aufnahme dieser Hunde sind hoffnungslos überfüllt und viele große Tierheime können das gleiche Leid klagen.

Rien ne va plus... Nichts geht mehr! Überlegt euch bitte sehr gut, ob und welche Hunde ihr euch anschafft. Kaum jemand wird euch und euren Hunden zukünftig mehr helfen können, wenn es nicht funktioniert wie erträumt!!!

Die Bilder dienen der Aufmerksamkeit, dennoch sind es Hunde, die aktuell bei uns im Heim sitzen, den erwähnten Rassen angehören und deren Vermittlungschancen aufgrund ihrer Historie und/oder Physis leider recht bescheiden sind.

ROCKY - American Bully, 10 Jahre, 46kg
SIGGI - Cane Corso Mix, 7 Jahre, 64kg
JOHNNY - Presa Canario, 5 Jahre, 55kg

Ja sie können viel, unsere Hunde!
07/08/2025

Ja sie können viel, unsere Hunde!

📖 Er hieß Jack.
Er war ein ausgebildeter Rettungshund, der an der Seite der Feuerwehr diente.
Schon im Alter von zwei Jahren betrat er eingestürzte Gebäude, brennende Häuser, Katastrophengebiete...
nur um diejenigen zu finden, die vermisst wurden.
Er hatte keine Angst vor der Dunkelheit.
Er hatte keine Angst vor dem Feuer.
Er fürchtete sich nicht vor einstürzenden Wänden.
Er hatte nur eine einzige Angst:
Dass dort drinnen jemand auf Rettung wartete... und nicht gefunden wurde.

An diesem Tag fand er die letzte vermisste Person.
Aber er selbst... kam nie wieder heraus.
Er wurde unter den Trümmern verschüttet, als alles einstürzte.
Er starb still,
zwischen Staub und Rauch,
mit seiner „POLIZEI“-Weste am Körper,
die er immer mit Stolz trug.

Er war kein gewöhnlicher Hund.
Er war ein Begleiter, ein Retter, ein Freund.
Er verstand nichts von Medaillen.
Er kannte das Wort „Held“ nicht.
Aber er wusste eines:
Wenn sein Herrchen „Such!“ rief... dann rannte er los.

Heute ist er nicht von der Mission zurückgekehrt.
Stattdessen steht ein gerahmtes Foto da,
umgeben von Kerzen und Blumen.
Seine Feuerwehrkollegen erweisen ihm die letzte Ehre.
Und sein Herrchen – der täglich mit ihm trainierte –
konnte seine Tränen nicht zurückhalten.

Dieses Foto… ist ihr letztes gemeinsames Lächeln. ❤️
Er erschien nie im Fernsehen.
Er war nie auf der Titelseite.
Aber er rettete Leben.
Und er gab sein eigenes.

24/04/2025

Der muss nicht perfekt passen, wir brauchen den eh nur in bestimmten Situationen…

…diesen Satz höre ich in meinen Maulkorbberatungen immer wieder.

Vor allem Hundehalter, die gerade frisch damit konfrontiert worden sind, dass die „kleine geliebte Luna“ nun - egal aus welchem Grund - einen Maulkorb bekommen muss oder soll, haben oft eines im Kopf: „Diesen doofen und störenden Gesichtskäfig werde ich meinem Hund wirklich nur dann antun, wenn es sein muss - Gott sei Dank muss er den nicht ständig tragen. (Und da das nicht so oft sein wird, muss er auch nicht super-aufwändig angepasst werden, das können wir uns sparen)“.

Aus menschlicher Sicht ist diese Einstellung natürlich verständlich, denn niemand möchte seinem Hund lebenseinschränkende Dinge zumuten, schon gar nicht, wenn sie dann auch noch offenbaren, dass der Hund ggf. nicht immer nett ist, oder sonstige „Defizite“ hat. (Ich schreibe das extra etwas provokant, weil es die Angst vor einer wertenden Stigmatisierung von Nachbarn oder anderen Menschen widerspiegeln soll.)

Nun ist es aber so, dass schon die Einstellung dazu, wie man also als Hundehalter das Tragen eines Maulkorbs bewertet, nicht ganz irrelevant ist, wenn es darum geht, wie der Hund den Korb am Ende akzeptiert. Eine ablehnende Einstellung „seines“ Menschen bemerkt ein Hund natürlich sofort, denn er ist ein Seismograph für Stimmungen, und je nach dem, wie sensibel er ist, und auf solche Stimmungen reagiert, kann eine solche Ablehnung auch für eine entsprechende Ablehnung beim Hund sorgen. Es macht also Sinn, im Maulkorb kein störendes und einschränkendes Martyrium zu sehen, sondern ein Hilfsmittel, das aus gegebenem Anlass notwendig ist und / oder am Ende in irgendeiner Weise lebensverbessernd wirkt. Kurz: Wenn der Mensch kein großes Ding daraus macht und pragmatisch mit dem Maulkorbtragen umgeht, hat der Hund auch eine gute Chance, innerhalb seiner Möglichkeiten schnell in die Akzeptanz zu gehen.

Wenn die Einstellung stimmt, kommt ein weiterer Punkt zum tragen, der für eine gute Akzeptanz extrem relevant ist: Der Hund kann den Korb nur dann als neutralen und völlig selbstverständlichen Alltagsgegenstand bewerten, wenn er ihn oft und lange trägt. Nur so findet eine gute Gewöhnung statt, die dazu führt, dass der Maulkorb nicht mehr als Fremdkörper angesehen wird. Halsband, Leine, Geschirr … und der Maulkorb, das alles sollte gleichermaßen akzeptiert werden, und so wie es - auch für den Hund - als völlig selbstverständlich angesehen wird, dass z.B. ein Halsband angelegt und benutzt wird, kann auch ein Maulkorb selbstverständlich werden, aber eben nur mit der entsprechenden Gewöhnung über längere Tragezeiten in allen möglichen Situationen.
Setzt man den Korb immer vor für den Hund tollen Geschehnissen auf, wird der Maulkorb schnell die Ankündigung für diese positive Hormonausschüttung und erweckt eine gewisse Vorfreude. Also freut sich der Hund auch auf den Korb.

Das Wichtigste nun zum Schluss:
Wenn man seinem Hund die Gewöhnung verwehrt, ist das zwar nicht besonders fair, bewirkt aber nur, dass der Hund seinen Maulkorb halt nicht mag. Das ist nicht schön, aber für viele Hundehalter vielleicht noch akzeptabel, einhergehend mit dem Gedanken, dass man so darum herumkommt, seinem Hund diesen bösen Gegenstand über längere Zeit aufzusetzen. So what.
Der Hund besitzt aber ja nun einen Korb nicht grundlos, es wird also eine gewisse Notwendigkeit dahinter stehen, dass man eine Beißbremse angeschafft hat.
Und jetzt kommen wir zum Punkt:
Setzt man einen Maulkorb (selbst nach guter Gewöhnung) immer nur vor bestimmten Situationen auf, bildet sich beim Hund zwangsläufig eine Verknüpfung zwischen dem Aufsetzen des Korbes und der Situation. Gehen wir mal davon aus, dass es sich in den meisten Fällen um Situationen handelt, die nicht besonders erquicklich sind und im Hund kein innerliches Frohlocken hervorrufen, wird schnell klar, was daraus wird: Es entsteht eine Erwartungshaltung an das Aufsetzen des Korbes an das, was danach passiert, und der Hund kommt schon mal in Stimmung, bereitet sich also (nicht vom Hund steuerbar) darauf vor, was nun aus seiner Sicht im Worst Case passieren könnte. Er könnte sich darauf vorbereiten, wie er sich am effizientesten gegen den bösen Tierarzt, Physiotherapeuten, andere Hunde, oder auch Menschen verteidigt. Dies sind nur einige Beispiele für denkbar viele andere Situationen, die für den Hund schwierig zu durchstehen oder auf andere Art und Weise anspruchsvoll sind.
Und nicht nur, dass der Korb ein Signal dafür wird, dass es jetzt zeitnah doof wird ist zu bedenken, sondern es gibt auch im Umkehrschluss eine negative Verknüpfung mit dem Korb selbst, denn der wird fortan gehasst und nur ungern und widerwillig aufgesetzt. Das wiederum erzeugt jede Menge Stress, den wir z.B. in einer eh schon stressigen Tierarztsituation nicht gebrauchen können, sich zum Tierarztstress summiert und zum Eskalationsgarant werden kann, auch wenns bei der Behandlung gar nicht weh tut.
Hat dagegen eine gute Gewöhnung stattgefunden und der Maulkorb wird als ganz normaler Alltagsgegenstand akzeptiert wie ein Halsband oder ein Geschirr, und er wird geraume Zeit vor den Situationen aufgesetzt, für die er benötigt wird, wird dem Hund bei maximal möglicher Sicherheit kein zusätzlicher Stress aufgebürdet, was natürlich für ein entspannteres Durchleben sorgt.

Auch bei sogenannten „Alibikörben“, also Maulkörben, die nur für öffentliche Verkehrsmittel, Fähren oder Gondelfahrten im Urlaub benötigt werden, macht eine gute Gewöhnung Sinn, denn auch eine solche Fahrt kann für einen Hund stressig sein und da sollte der Korb kein zusätzlicher Stressfaktor sein.

Das Fazit ist also: Wofür auch immer ein Maulkorb gebaucht wird, er sollte für eine gute Gewöhnung und damit Akzeptanz oft und länger in allen möglichen neutralen Situationen vom Hund getragen werden, und dafür sollte er optimal passen.

(c) Lennart Peters @ Canis beatus - Der Blog.

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So heute haben wir mit der Hundeschule Fortgeschrittenenkurs das " Eiscafe` Tiziana" in Hombruch gestürmt🐕🦮🐕‍🦺🐩.Mit Hund...
23/04/2025

So heute haben wir mit der Hundeschule Fortgeschrittenenkurs das " Eiscafe` Tiziana" in Hombruch gestürmt🐕🦮🐕‍🦺🐩.
Mit Hund und ohne Hund, super liebe Besitzerin mit tollem Team.
Im Eiscafe` Tiziana gibt es selbstverständlich auch Hundeeis, es wohnt hier auch die Englische Bulldogge Dante.

27/12/2024

Der Böllerverkauf fängt an, bitte sichert eure Hunde vernünftig und doppelt.
Eurem Hund könnt ihr zuhause etwas Erleichterung
verschaffen, einfach machen wie die Hundefriseure.
Watte in die Ohren und Loop drüber, wenn es um 24 Uhr so richtig losgeht. Kommt gut durch die Böllerzeit.

17/12/2024

Ich wünsche allen Freunden, Kunden und Besucher dieser Seite, ein Frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.
Ich pausieren vom 24 12. 2024 bis 02.01.2025 und bin im neuen Jahr wieder für euch da.

Zu Weihnachten gibt es keine Tiere PUNKT, aber auch ausserhalb dieser Zeit gilt, nimm einen Hund den du händeln kannst, ...
10/12/2024

Zu Weihnachten gibt es keine Tiere PUNKT, aber auch ausserhalb dieser Zeit gilt, nimm einen Hund den du händeln kannst, gehe nie nach gefällt mir

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Dortmund
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