Zoo Dortmund

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Marcel Stawinoga
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Zoo Dortmund
Mergelteichstraße 80
44225 Dortmund

Um den Lesefluss zu fördern, wird in den Beiträgen auf der Zoo-Dortmund-Facebook-Seite bei der Bezeichnung von Personenarten oder -gruppen auf eine geschlechtsbezogene Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter; die verkürzte Sprachform beinhaltet keine Wertung.

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jede...
01/06/2026

Die Zwergstachelmaus ist unser „Tier der Woche“

Mit der Zwergstachelmaus (𝘈𝘤𝘰𝘮𝘺𝘴 𝘴𝘱𝘪𝘯𝘰𝘴𝘪𝘴𝘴𝘪𝘮𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ etwas ausführlicher vor.

Die Zwergstachelmaus kommt auf Felsvorsprüngen in Savannenwäldern vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Nagetiere erstreckt sich vor allem über die trockenen und halbtrockenen Regionen Afrikas südlich der Sahara, insbesondere Mosambik und Simbabwe. Dort sind sie weit verbreitet, scheinen jedoch zwischen den Flüssen Zambezi und Limpopo begrenzt zu sein.

Im Vergleich zu vielen anderen Mäusen ist die Zwergstachelmaus relativ klein. Mit einer Kopf-Rumpflänge von 85 bis 109 Millimetern und einem Gewicht von 22 bis 33 Gramm gehört sie zu den kleineren Nagetierarten. Die kompakte Größe ist eine Anpassung an ihren Lebensraum, da sie sich gut zwischen Steinen und in dichten Vegetationen verstecken kann, was ihr hilft, Fressfeinden zu entkommen. Ihr Fell ist weich und hat eine graubraune Farbe, die es ihr ermöglicht, sich gut in ihrer Umgebung zu tarnen. Ein besonderes Merkmal sind die stacheligen Haare entlang des Rückens, die sie vor Fressfeinden schützen.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Zwergstachelmaus als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.

Ihr findet die kleinen Nagetiere im Giraffenhaus, gegenüber von den Fetten Sandratten. Wenn sie sich nicht gerade unter Steinen verstecken oder durch das Gehege flitzen, sitzen sie auch gerne mal versteckt in den dichten und verzweigten Haselnusszweigen ihres Geheges – manchmal alle zusammen als Knäuel. Es lohnt sich also, auch mal etwas genauer hinzuschauen!



Foto und Text: Ida Andrae

30/05/2026

Capybara Lia umgestreichelt und Baby-Bauch gecheckt

Wir haben noch einmal bei Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund vorbeigeschaut. Unsere Tierpflegerin Steffi hat Lia dabei noch einmal ein paar Streicheleinheiten verpasst, bei denen das Wasserschwein, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, sich auf die Seite fallen ließ, offensichtlich, um sich Seite und Bauch streicheln zu lassen. Dabei haben wir uns auch Lias Baby-Bauch angeschaut.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Steffi im Video anbei auch erklärt, damit die Tiere in einer entspannten Atmosphäre zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Die Tragzeit bei einem Capybara beträgt etwa fünf Monate. Die Jungtiere kommen bereits mit bleibenden Zähnen zur Welt und nehmen zwischen ihrem ersten und dritten Lebenstag schon feste Nahrung zu sich. Auch sind sie bereits völlig behaart und können nach der Geburt direkt sehen und laufen. Trotzdem werden sie etwa 16 Wochen lang von ihren Müttern gesäugt.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

26/05/2026

Capybara Lia holt sich ein paar Streicheleinheiten ab

Capybara Lia bei uns im Zoo Dortmund hat sich heute Nachmittag, als ich für einen Dreh auf der Südamerika-Wiese war, noch ein paar Streicheleinheiten bei mir abgeholt, die sie ganz offensichtlich genossen hat, wie im Reel anbei zu sehen.

Die Capybara in unserem Zoo sind recht zutraulich. Diese Kontaktfreudigkeit fördern wir im Umgang mit den Wasserschweinen, wie Capybara im Deutschen auch genannt werden, damit die Tiere zum Beispiel im Rahmen einer tierpflegerischen oder tierärztlichen Untersuchung problemlos abgetastet und zum Teil auch behandelt werden können, oder eine Medikamentenverabreichung gezielt an einzelne Tiere möglich ist. Solche Streicheleinheiten, eine Massage oder ein Abbürsten dienen natürlich aber auch der Entspannung der Tiere, stärkt andererseits aber auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Zoobewohnern und ihren Pflegern.

Im Video könnt Ihr auch gut die Zähne von Lia erkennen. Das Wasserschwein gilt als größtes Nagetier der Welt und weist ein typisches Nagetiergebiss auf mit zu Nagezähnen umgewandelten Schneidezähnen. Die Nagezähne wachsen das ganze Leben lang nach und dienen den Capybara, um damit Baumrinde und harte Gräser abzunagen, die sie fressen. Im Zoo reichen wir den Nagetieren daher regelmäßig Holz, an denen sie ihre Zähne abnutzen können.

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Steffi Bothe für den Dreh bei den Capybars!

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden...
25/05/2026

Der Rotschopfturako ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Rotschopfturako (𝘛𝘢𝘶𝘳𝘢𝘤𝘰 𝘦𝘳𝘺𝘵𝘩𝘳𝘰𝘭𝘰𝘱𝘩𝘶𝘴) stellen wir Euch wie jeden Montag eine Tierart aus unserem Zoo als „Tier der Woche“ ein wenig ausführlicher vor.

Der Rotschopfturako, im Deutschen auch als Rothaubenturako bekannt, bewohnt verschiedene Waldtypen im Westen Angolas, wie beispielsweise Galeriewälder, schmale Waldstreifen entlang von Flüssen. Gelegentlich kann er auch in Savannen beobachtet werden. Generell ist aber wenig über seine Lebensweise in der Natur bekannt. Den Tag scheint dieser Vogel jedenfalls meist in den Baumkronen zu verbringen, wo er unter anderem nach Früchten, Blättern, Knospen und Samen sucht, die den Hauptteil seiner Nahrung ausmachen. Gelegentlich erbeutet der Rotschopfturako dabei auch mal eine Schnecke oder ein Insekt.

Rotschopfturakos leben in monogamen Partnerschaften und sind meist zu zweit unterwegs. Auch der Nachwuchs bleibt nach dem Ausfliegen, also dem Verlassen des Nests, nur wenige Wochen bei den Eltern, ehe er vertrieben wird. Das Paar beansprucht ein festes Revier für sich, das es gegen Artgenossen und auch andere Vögel mit ähnlichen Nahrungsvorlieben, wie zum Beispiel kleinere Nashornvogel-Arten, vehement verteidigt.

Der Rotschopfturako ist der Nationalvogel Angolas und kommt in keinem anderen afrikanischen Staat vor. Er wurde dort ein Symbol für Lebensraum-, Arten- und vor allem Vogelschutz. Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird die Art allerdings als „nicht gefährdet“ (LC) geführt, da sie in Angola recht häufig ist. Das Europäische Zuchtbuch (ESB) wird im Domaine de la Bourbansais geführt, dem Zoo in Pleugueneuc in Frankreich.

Eine Besonderheit bei Turakos ist übrigens das Vorhandensein der zwei Farbstoffe Turacin und Turacoverdin. Diese beiden Farbstoffe wurden bisher beinahe ausschließlich bei Turakos nachgewiesen und daher auch nach diesen Vö**ln benannt. Der rote kupferhaltige Farbstoff Turacin verleiht dem Rotschopfturako unter anderem seine leuchtend rote Federhaube, die Ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Die Farbe der grünen Federn kommt von dem grünen Farbstoff Turacoverdin. Interessant ist, dass diese Farbstoffe im Wasser löslich sind und daher zum Beispiel bei Regen oder einem Bad in geringen Mengen ausgewaschen werden, sodass sich das Wasser leicht verfärbt.

In unserem Zoo findet Ihr ein Paar Rotschopfturako, bei denen Hahn und Henne äußerlich nicht unterschieden werden können, im Vogelpark und zwei erwachsene männliche Jungtier des Paares in einer der Volieren hinter dem Regenwaldhaus.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Familienfoto bei den Roten RiesenkängurusWie bereits berichtet, gibt es bei den Roten Riesenkängurus aktuell Nachwuchs. ...
23/05/2026

Familienfoto bei den Roten Riesenkängurus

Wie bereits berichtet, gibt es bei den Roten Riesenkängurus aktuell Nachwuchs. Bei unserem letzten Besuch konnten wir einen schönen Schnappschuss von der ganzen Familie machen: links Papa Dundee, rechts daneben Mama Lilly mit ihrem Jungtier, das sichtlich lässig aus dem Beutel schaute, und im Hintergrund hat sich Franzi noch mit ins Familienfoto geschmuggelt.

Das Jungtier ist etwa ein halbes Jahr alt. Das Geburtsdatum können wir nur schätzen, denn nach einer kurzen Tragzeit, die bei Roten Riesenkängurus etwa 33 Tage beträgt, wird ein knapp 2,5 Zentimeter großes Jungtier geboren, das selbstständig von außen in den Beutel der Mutter klettert. Hier hängt es sich mit dem Maul an eine Zitze, die es nun für etwa zwei bis drei Monate nicht loslässt, ehe es dann erstmals mit dem Kopf aus dem Beutel schaut und auch erst dann oft von den Tierpflegern entdeckt wird.

Mit etwa sechs bis sieben Monaten verlässt der Nachwuchs dann zum ersten Mal den Beutel der Mutter, kehrt aber nach immer länger andauernden Ausflügen wieder zurück, bis es schließlich mit etwa acht Monaten ganz draußen bleibt. Auch die Tierpfleger konnten inzwischen erste Ausflüge vom Jungtier beobachten, allerdings immer nur in kurzen Etappen und wenn es regnet, bevorzugt es doch lieber den warmen und trockenen Beutel der Mama!

Für Lilly ist es der erste Nachwuchs. Das Känguru-Weibchen kommt aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden und wurde circa im Dezember 2023 dort geboren. Sie lebt seit letzten Jahr Mai bei uns im Zoo Dortmund.

Habt Ihr den Nachwuchs schon entdeckt? Falls nicht, bietet sich bei dem sommerlichen Wetter in den nächsten Tagen eine schöne Gelegenheit – vielleicht habt Ihr ja Glück und seht das Jungtier auch mal außerhalb von Mamas Beutel hüpfen. Schaut doch mal vorbei!



Foto: Ida Andrae
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga / Der Zoolotse

Kleiner Panda JingLing musste eingeschläfert werdenWir haben eine traurige Nachricht zu verkünden: Vergangenen Montag mu...
21/05/2026

Kleiner Panda JingLing musste eingeschläfert werden

Wir haben eine traurige Nachricht zu verkünden: Vergangenen Montag mussten wir uns leider von dem Kleinen Panda JingLing verabschieden. Das Weibchen zeigte sich zuletzt auffällig, indem es nicht fressen wollte, sehr schläfrig war und einen schwachen Eindruck machte und nicht, wie sonst üblich, neugierig und aufgeschlossen auf unsere Tierpfleger reagierte.

Aufgrund ihres bereits sehr hohen Alters von fast 15 Jahren war das Weibchen bereits längere Zeit tierärztlich beobachtet worden; zuletzt schlugen die Behandlungen jedoch nicht mehr an, sodass wir beschlossen haben, sie nach einer weiteren gründlichen Untersuchung unter Narkose aus veterinärmedizinischen Gründen einzuschläfern. Solche Entscheidungen sind nicht leicht und erfolgen in enger Abstimmung zwischen den Zootierärzten, den zuständigen Zootierpflegern sowie unseren Zoologen.

JingLing wurde am 4. Juli 2011 im Zoo Krefeld geboren und lebte seit Dezember 2012 bei uns. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Kleinen Pandas beträgt etwa 8 bis 10 Jahre. In menschlicher Obhut können sie jedoch oft älter werden und erreichen manchmal ein Alter von bis zu 15 Jahren oder mehr.

Das Panda-Weibchen war zuletzt im Gehege neben dem Nebelparder eingezogen. Getrennt vom männlichen Kleinen Panda Chenpo, blühte die alte Panda-Dame nochmal richtig auf, war aktiv und ging dort regelmäßig auf Erkundungstour.

Dass die beiden getrennt voneinander waren, ist übrigens nicht ungewöhnlich: Kleine Pandas leben meist einzelgängerisch und kommen nur zur Fortpflanzung zusammen. Aufgrund ihres schon recht hohen Alters war mit JingLing allerdings kein Nachwuchs mehr geplant.

JingLing wird uns und vor allem den zuständigen Tierpflegern sehr fehlen!



Foto & Text: Ida Andrae

Schabrackentapir geborenLetzte Nacht brachte Schabrackentapir Laila, die Ihr auch auf dem Foto anbei seht, ein Jungtier ...
20/05/2026

Schabrackentapir geboren

Letzte Nacht brachte Schabrackentapir Laila, die Ihr auch auf dem Foto anbei seht, ein Jungtier zur Welt. Mutter und Nachwuchs sind so weit wohlauf, wobei die nächsten Tage für das Neugeborene entscheidend sind, sodass wir trotz aller Freude über den Zuwachs unsere Euphorie zurückhalten.

Denn Laila trägt einen parasitären Erreger in sich, gegen den es kein Medikament gibt. Dieser Erreger wird über Hundekot übertragen, der unentdeckt im Futterheu vorhanden sein kann, wenn Hunde auf Futterwiesen koten. Rinder und andere Wiederkäuer sind vor allem Zwischenwirt dieses Erregers, aber auch Tapire können wie im Fall von Laila Zwischenwirt sein. Werdende Mütter können den Erreger über die Plazenta an das noch ungeborene Jungtier übertragen, der sich dann im Jungtier vermehrt und dieses schwächt, was dann zum Tod führen kann.

Wir geben unser Bestes und das Jungtier macht einen guten Eindruck. Es wird intensiv von unseren Zootierpflegern und Zootierärzten überwacht und bekam heute eine Immunstimulans zur Stärkung der Abwehrkräfte verabreicht. Das Kalb trinkt ordentlich Milch bei Leila und auch Leila kümmert sich sehr vorbildlich um ihren Sprössling.

Eine Zucht mit Laila war nicht geplant. Nachdem Laila in ihrem vorherigen Zuhause, dem Zoo Leipzig, bereits mehrfach Nachwuchs verloren hatte, zog sie in Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. EAZA Ex‐situ Programme, welches innerhalb der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) für Schabrackentapire im Tiergarten Nürnberg koordiniert wird, in unseren Zoo um. Hier sollte Laila gemeinsam mit Schabrackentapir-Opa Jinak leben. Denn bei einer Untersuchung von Jinaks Samenflüssigkeit wurden keine Spermien nachgewiesen, sodass er als unfruchtbar eingestuft wurde. Daher war Lailas Trächtigkeit eine nicht vorhersehbare Überraschung.

Habt bitte Verständnis dafür, dass wir noch keine Fotos von dem Jungtier in dieser sensiblen Phase gemacht haben und auch das Regenwaldhaus, in dem Sumatra-Orang-Utans, Zwergloris und Schabrackentapire leben, zunächst für Besucher geschlossen bleibt, um Mutter und Kind möglichst viel Ruhe und Zeit für sich zu geben.

Drückt uns und dem neugeborenen Schabrackentapir fest die Daumen! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

PS: Der Beitrag zum „Artenschutz-Mittwoch“ entfällt heute.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Pudu geborenIn der Nacht zum 1. Mai kam ein Südlicher Pudu in unserem Zoo zur Welt. Das Kitz hat die ersten Wochen seine...
19/05/2026

Pudu geboren

In der Nacht zum 1. Mai kam ein Südlicher Pudu in unserem Zoo zur Welt. Das Kitz hat die ersten Wochen seines Lebens gut überstanden und ist, wie auch seine Mutter Tinka, wohlauf.

Zurzeit befinden sich Mutter und Kind in einem rückwärtigen Gehege hinter dem Hauptgehege am Tamandua-Haus, das sie sich mit den Großen Ameisenbären teilen. Sie bekommen dort noch etwas Zeit für sich, weshalb eine Beobachtung der beiden während des Zoobesuchs aktuell nicht möglich ist.

Das Jungtier dürfte aber ohnehin für Euch schwer zu entdecken sein. Denn wie es für einen Hirsch typisch ist, ist ein junger Pudu ein sogenannter Ablieger. Dies bedeutet, das Kitz bleibt in den ersten Wochen meist irgendwo regungslos in Deckung zurück, während die Mutter an einer anderen Stelle nach Nahrung sucht und frisst. Zum Säugen kehrt sie dann zu ihrem Nachwuchs zurück. Das Jungtier kann in seiner versteckten Position nur schwer von Räubern entdeckt werden. Denn durch seine Fellzeichnung, die es später verliert, ist es gut getarnt. Außerdem sondert es keinen Eigengeruch ab, der Räuber anziehen könnte, da seine Duftdrüsen noch inaktiv sind. So bietet die Distanz zwischen Kind und Mutter bei der Nahrungssuche auch einen zusätzlichen Schutz für das Jungtier, falls ein Räuber die Duftspur des Muttertieres aufgenommen haben sollte. Denn diese kann ohne Nachwuchs deutlich schneller und besser fliehen.

Mit einer Schulterhöhe von 25 bis 40 Zentimetern gelten Pudus mit als die kleinsten aller Hirsche. Damit sind sie ausgewachsen etwa so groß wie ein Hase. Das Geburtsgewicht liegt bei etwa 700 bis 900 Gramm.

In den Kommentaren haben wir Euch ein weiteres (Such-) Bild hinzugefügt, wer ganz genau hinsieht, kann das Jungtier gut versteckt entdecken. Kleiner Tipp: Achtet auf die Punkte am Fell!

Vielen Dank an unsere Tierpflegerin Stefanie Bothe für das schöne Foto!



Foto: Stefanie Bothe
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

Der Löwe ist unser „Tier der Woche“Mit dem Löwen (𝘗𝘢𝘯𝘵𝘩𝘦𝘳𝘢 𝘭𝘦𝘰) stellen wir Euch, wie jeden Montag, eine Tierart aus uns...
18/05/2026

Der Löwe ist unser „Tier der Woche“

Mit dem Löwen (𝘗𝘢𝘯𝘵𝘩𝘦𝘳𝘢 𝘭𝘦𝘰) stellen wir Euch, wie jeden Montag, eine Tierart aus unserem Zoo etwas ausführlicher vor.

Anders als die anderen eher einzelgängerischen Großkatzen lebt der Löwe in einem Rudel, das hauptsächlich aus verwandten Weibchen und deren Nachwuchs besteht. Diese Weibchen bringen ihre Jungtiere gleichzeitig zur Welt, und jedes Muttertier säugt auch die Jungen der anderen. Eine solche Gruppe wird von einem Verband ausgewachsener Männchen verteidigt. Entgegen der häufigen Annahme handelt es sich dabei selten um einen einzelnen männlichen Löwen; meist sind es drei bis fünf Kater, die oft miteinander verwandt sind. Je nach Größe des Reviers und Anzahl der Beutetiere kann ein Löwenrudel bis zu 30 Tiere umfassen.

Die Reviergrenzen werden durch Kot und Urin markiert, und das beeindruckende Löwengebrüll dient ebenfalls der Reviermarkierung. Dieses Gebrüll ist von Boeti bei uns im Zoo gegen Abend häufiger zu hören. In der Regel verteidigt ein Männerverband etwa zwei bis drei Jahre lang die Löwinnen-Gruppe und das Revier, bevor sie von jüngeren, stärkeren Löwen abgelöst werden. Junge männliche Löwen bleiben bis zu drei Jahre im Rudel ihrer Eltern, werden jedoch mit Erreichen der sozialen Geschlechtsreife vertrieben – tatsächlich könnten sie bereits mit etwa eineinhalb Jahren für Nachwuchs sorgen! Die vertriebenen Löwen ziehen dann oft über Jahre allein oder in Junggesellentrupps mit anderen männlichen Löwen umher.
Löwen ernähren sich von nahezu allem, was sie überwinden können, und jagen meist nachts oder am frühen Morgen. Ein weiteres Vorurteil lässt sich hier aufklären: Ein Löwenrudel wird selten von nur einem männlichen Löwen angeführt, und die Kater erlegen einen großen Teil ihrer Nahrung selbst, anstatt hauptsächlich auf die Beute der Weibchen angewiesen zu sein.

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) bzw. das EAZA-Ex-situ-Programm für Afrikanische Löwen wird im Rahmen der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA - the European Association of Zoos and Aquaria) im GIVSKUD ZOO in Give, Dänemark, geführt.

Laut der Weltnaturschutzunion IUCN sind die Bestände der Löwen in jüngster Zeit um bis zu 50 Prozent zurückgegangen. Hauptursache dafür scheint die sich ausdehnende Landwirtschaft zu sein. Daher wird der Löwe auf der IUCN Red List of Threatened Species (Roten Liste gefährdeter Arten) als „gefährdet“ (VU) geführt.

Bei uns im Zoo leben seit 2021 insgesamt drei Löwen. Boeti kam aus dem GaiaZOO in Kerkrade, Niederlande, zu uns, wo er am 15. Oktober 2019 geboren wurde. Die beiden Schwestern Saba und Zuri stammen aus dem Thüringer Zoopark Erfurt, wo sie am 31. August 2020 zur Welt kamen. Auf dem Foto anbei seht Ihr Boeti.



Foto:Ida Andrae
Text: Ida Andrae & Marcel Stawinoga/ Der Zoolotse

Zwei Capybaras geborenCapybara Maya brachte letzten Sonntag, am 10. Mai, zwei gesunde Jungtiere zur Welt. Für Maya ist e...
17/05/2026

Zwei Capybaras geboren

Capybara Maya brachte letzten Sonntag, am 10. Mai, zwei gesunde Jungtiere zur Welt. Für Maya ist es der zweite Nachwuchs und sowohl Geburt als auch der Start ins Leben sind gut verlaufen. Auf dem Foto anbei seht Ihr eines der Jungtiere draußen auf der Südamerika-Wiese.

Wie bei Capybaras üblich, kamen die beiden Jungtiere bereits völlig behaart zur Welt. Als sogenannte Nestflüchter können Wasserschweine, wie Capybaras im Deutschen auch genannt werden, außerdem nach der Geburt direkt sehen und laufen, sodass Ihr die beiden kleinen Racker schon draußen auf der Südamerika-Wiese umherflitzen sehen könnt.

Bei der Geburt bringt ein Capybara übrigens etwa 1,5 Kilogramm auf die Waage. Später können diese Nagetiere eine Schulterhöhe von bis zu 50 Zentimeter, eine Länge von bis zu 130 Zentimeter und ein Gewicht von bis zu 75 Kilogramm erreichen, in seltenen Fällen auch mehr. Damit ist das Capybara das größte und schwerste Nagetier der Welt.

Mit dem jüngsten Nachwuchs ist die Capybara-Familie in unserem Zoo nun auf neun Familienmitglieder gewachsen.



Foto und Text: Marcel Stawinoga/Der Zoolotse

Adresse

Mergelteichstraße 80
Dortmund
44225

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:30
Dienstag 09:00 - 16:30
Mittwoch 09:00 - 16:30
Donnerstag 09:00 - 16:30
Freitag 09:00 - 16:30
Samstag 09:00 - 16:30
Sonntag 09:00 - 16:30

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