03/10/2025
Gerade eine Frage in einer Gassigruppe beantwortet, weil jemand 20,-€/Tagespreis für frech hielt!
Nur ein Beispiel
Bei einem Tagesbeitrag von 20,-€
1 Hund wird um 7.30 Uhr bei der Hundepension abgegeben.
In der privater gehaltenen, also kleinen Meutegröße, werden bis zu 5 maximal 6 Hunde gleichzeitig dort betreut.
Um 10.30/11.00 Uhr geht es für 1,5 Stunden in den Wald.
Danach SIESTA!
Weil Hunde unbedingt schlafen und dösen können müssen!
Das geht nur ohne Aufregung in der Bude.
(Daher ist die kleine Anzahl an Hunden auch meistens dafür besser)
Abgeholt werden die Hunde dann zwischen 16/17.00 Uhr.
In der Zwischenzeit kann der Pensionsbetreiber nicht weg und auch keine „für Hunde aufregende Sachen“ machen.
Ein ganz normaler Arbeitstag also, wie viele andere auch jeden Tag machen.
Beaufsichtigen bedeutet meistens eben nicht nur, dass der Hund einfach nur da liegt.
Manche Hunde sind wachsamer, andere vielleicht mit bunten Ideen im Kopf und viel Energie-die länger brauchen um runter zu fahren und je nachdem auch sofort wieder mit aufspringen, wenn der Pensionsbetreiber bloß auf Toilette muss. Und damit alle anderen auch wieder wachsamer werden.
Natürlich geht man trotzdem auf Toilette aber Hausarbeiten zum Beispiel, kann man auch nicht machen.
Grob gesagt von 7.30-17.00 Uhr vergehen 9,5 Stunden und du ärgerst dich über 20,-€ die jemand „frecherweise“ verlangt hat. (Das ging an eine unbedachte Äußerung eines anderen Gruppenmitglieds)
Dann bist du nur bereit einen Stundenlohn von 2,11€ zu bezahlen. 😳
Ok vielleicht hat derjenige noch 5 oder 6 weitere Hunde zu deinem Hund dazu.
Dann kommt der Pensionsbetreiber auf „freche“ 12,60€/h. (Bei 6 Hunden in Pension)
Mindestlohn in deutschland pro Stunde liegt bei 12,82€ zur Zeit!
Merkt man was?
Und da rede ich noch gar nicht davon, dass der Hundepensionsbetreiber sich ständig auf
🛑neue Zeiten seiner Kunden einstellen muss und es gar
🛑nicht sichergestellt ist, dass jeder angekündigte Hund tatsächlich jeden Tag kommt. (Denn das wird gerne freigehandhabt)
🛑Das er sich selbst krankenversichern muss,
🛑eine Betriebshaftpflichtversicherung braucht
🛑und jedes Jahr eine Steuererklärung mit vorraussichtlich zu erwartenden Steuern im vorraus sich veranschlagen lassen muss!
🛑Und wenn er krank wird, zahlt man dem Hundesitter natürlich auch nichts-weil er ja schliesslich nicht auf den Hund aufpasst!?
🛑Weihnachtsgeld und
🛑Urlaubsgeld: sowieso Fehlanzeige!
Aber der Hundepensionsbetreiber hat natürlich stets und ständig verfügbar zu sein.
Arztbesuche-anhand der Öffnungszeiten- quasi unmöglich!
Eine weitere Kraft einstellen?
Mit den gleichen Qualifikationen?
Apropos Qualifikationen…Weiterbilden per vor-Ort-Seminaren, ist natürlich auch Vorraussetzung und die kostet nebenbei, in einer Zeit, wo man ja bekanntlich kein Geld rein bekommt, auch noch sehr hohe Gebühren.
Plus Bücher und Auffrischungskursen, online Seminaren etc.
🤔Von welchem Geld denn bitteschön?😤
Das musste ich jetzt mal raus lassen.