13/08/2026
Bin wohl nicht die Einzige….
GEBISSEN, GEKRATZT, TROTZDEM AM FRSIIERTISCH
Eine Fönpistole in der einen Hand, ein zappelnder Zwergpudel in der anderen – und am Ende des Tages schmerzt jedes Gelenk, das man hat. Klingt übertrieben? Ist es nicht.
Die International Grooming Society hat für ihre „Global Groomer Health Study 2025–2026" fast 4.000 Hundefriseure weltweit befragt. Das Ergebnis liest sich wie ein Fitnessstudio-Horrorfilm mit Fellwechsel:
84 Prozent klagen über Gelenk- oder Muskelschmerzen,
79 Prozent über einen Rücken, der streikt.
Fast jeder Zweite wurde schon von einem Hund gebissen oder gekratzt, und wer auch Katzen bürstet, kennt die Krallen erst recht
91 Prozent haben da schon Bekanntschaft gemacht.
Am meisten hängen geblieben ist mir aber diese Zahl:
Fast 40 Prozent rechnen damit, dass die Schmerzen sie irgendwann aus dem Beruf drängen. 44 Prozent haben schon ans Aufhören gedacht. Grund sind selten die bissigen Vierbeiner – meistens nagen Erschöpfung, Kundendruck und die Einsamkeit im Salon an einem, bis nix mehr geht.
Mein Kompass-Gedanke dazu:
Dein Business darf gerne wachsen und wedeln. Aber dein Rücken, deine Ohren und deine Nerven verdienen genauso viel Fürsorge wie deine Kundschaft. Gehörschutz beim Fönen, eine echte Pause beim Essen, ein Nein, wenn der Tag schon voll ist – das ist kein Luxus, sondern Berufsschutz.
Wie schaut's bei dir aus? Achtest du auf dich genauso wie auf die Hunde und Katzen, die bei dir auf dem Tisch liegen?