13/05/2026
Nein zu sagen in der Betreuung kann auch heißen zu den bestehenden Hunden ja zu sagen. Nein sagen kann auch heißen, nein zu einer schlechten Gruppendynamik zu sagen. Nein zu sagen, zu einem enorm gestressten Hund. Nein zu sagen, um für sich selbst ja sagen zu können.
In einer guten Betreuung sollten nicht einfach alle Hunde angenommen werden, egal ob sie in die Gruppe passen oder nicht. Es sollte ein umfangreiches vorab Kennenlernen stattfinden, sowie eine Eingewöhnungsphase in der entschieden wird, ob der Hund in die Betreuung passt oder nicht. Auf der einen Seite, ob die Betreuungsform überhaupt die richtige für den Hund ist, denn das kann deutlich variieren. Für manche Hunde ist eine Eins zu Eins Betreuung genau das richtige, andere fühlen sich in Kleingruppen wohl und für wieder andere passen auch große Hundegruppen. Auf der anderen Seite muss aber auch die jeweilige Gruppe passen und das nicht nur für den neuen Hund sondern auch für die vorhandenen. Wenn ein neuer Hund in die Betreuung kommt, kann sich die Gruppendynamik verändern und die ganze Gruppe auf den Kopf stellen. Im positiven wie im negativen. Es gibt Konstellationen die nicht gut mit einander harmonieren, so dass es sinnvoller ist sie aufzulösen. Natürlich kann es sich immer einspielen, aber die Frage ist zu welchem Preis.
Ein nein ist also nie gegen den Hund, sondern ein ja für die Bestandshunde, mich selbst oder auch den Hund der nicht von der Betreuung profitieren würde.