25/05/2026
Letzte Woche war schwer. Wirklich schwer.
Manche Wochen in der Tiermedizin gehen einem besonders nahe.
Nicht, weil wir nicht helfen konnten – sondern weil so vieles vermeidbar gewesen wäre.
🐰 Zwei Kaninchen, beide über längere Zeit nicht kontrolliert:
• Eines mit über 1 kg Gewichtsverlust, korkenzieherartig gewachsenen Krallen, Tumor, Untertemperatur, Kreislaufversagen – Seitenlage. Ein Pflegezustand, der sich nicht über Nacht, sondern über Monate entwickelt.
• Ein weiteres mit bekannter Schneidezahnproblematik. Die Zähne waren so stark überwachsen, dass Fressen nicht mehr möglich war – Wachstum in Nase und Maulhöhle. Akut konnten wir zunächst kürzen, notwendig ist eine Schneidezahnextraktion. Wir hoffen sehr, dass diese zeitnah erfolgt.
🐶 Eine Hündin mit Gebärmutterentzündung – zum zweiten Mal.
Die empfohlene Operation wurde aus Sorge und Kostengründen zunächst abgelehnt. Es erfolgte eine intensive Beratung mit dem klaren Hinweis: Eine Gebärmutterentzündung ist immer ein Notfall.
Sechs Tage später wurde die Hündin erneut vorgestellt – diesmal septisch, in der Blutvergiftung. Die Entscheidung lag nun zwischen Operation und Euthanasie. Es wurde sich für die OP entschieden – allerdings mit deutlich höherem Risiko. Die Gebärmutter war bereits eröffnet, die Bauchhöhle betroffen, beginnende Peritonitis. Eine extrem belastende und intensive Operation.
🐶 Eine weitere Hündin aus dem Tierschutz , angeblich bereits kastriert – vorgestellt mit blutigem Ausfluss. Diagnose: ebenfalls Gebärmutterentzündung, zusätzlich Herzwurmbefall, Anämie und Sepsis.
🐶 Und ein Notfall, bei dem alles richtig gemacht wurde:
Schwarzer, übelriechender Durchfall und reduzierter Kotabsatz. Schnelle Vorstellung. Verdacht auf Blutung im Magen‑Darm‑Trakt und/oder Fremdkörper. In der OP kein Fremdkörper, aber eine hochgradige, multifokale Darmentzündung. Proben wurden für die Histologie entnommen, Helicobacter konnte nachgewiesen werden – das Ergebnis steht noch aus.
💚