03/03/2016
Hüftgelenksdysplasie – es kann jeden Hund treffen
Dein Hund lahmt nach dem Spaziergang? Verhält sich lustlos – will sich kaum bewegen? Fällt ihm das Aufstehen und Hinlegen schwer? Erscheint sein Gang recht unstabil? Wenn ja, dann sollst Du ihn auf eine Hüftgelenksdysplasie, kurz HD, untersuchen lassen.
Was ist eine Hüftgelenksdysplasie?
Unter HD versteht man eine Gelenkerkrankung, die häufig bei Hunden auftritt. Hierbei handelt es sich um eine Fehlentwicklung des Hüftgelenkes. Dabei sind Oberschenkelkopf und Hüftpfanne in unterschiedlichster Weise verformt und arbeiten in Bewegung nicht harmonisch zusammen. Durch diese abnormale Bewegung nutzen Gelenke und Knorpel schneller als gewöhnlich ab.
Ist jeder Hund betroffen?
Diese Skelettverformung ist größtenteils genetisch bedingt und tritt insbesondere bei vielen großwüchsigen Rassen auf. Gleichwohl eine falsche Ernährung oder eine Überbelastung begünstigen das Krankheitsbild. Sei es eine unausgewogene Kost, die den individuellen Bedarf eines Tieres nicht gerecht wird, eine Mineralüber- oder auch -unterversorgung, sowie wiederkehrende Bewegungsabläufe wie Treppensteigen oder Springen – können sich schädlich auf die Gelenke auswirken. So leiden Welpen, Junghunde, erwachsene Vierbeiner und auch Senioren an dem übermäßigen Gelenkverschleiß, der Schmerzen verursacht.
Gibt es Therapiemöglichkeiten?
Bei einem beginnenden Krankheitsbild empfehle ich eine schmerzlindernde Therapie mit einer Kombination aus Medikamenten und einer physiotherapeutischen Behandlung. Bei der Physiotherapie sollte der Schwerpunkt auf einer Muskellockerung, einem Muskelaufbau, einer Gangbildschulung und einer Entlastung der Vorderbeine liegen.
Dazu befürworte ich ein regelmäßiges Training auf dem Unterwasserlaufband, um die Muskulatur insbesondere der Hinterbeine zu kräftigen. Darüber hinaus biete ich eine Ultraschall- oder Lasertherapie sowie eine Akupunktur zur Schmerzlinderung an.
Weitere Informationen unter: www.melanie-kujadt.de