Mit Hunden leben

Mit Hunden leben Der Weg zur Balance von Aktivität und Ruhe im Hund. Mit Hunden leben ist keine Hundeschule im herkömmlichen Sinne. Es grüßt Sie ganz herzlich Carsten Wagner

Schule hat nicht selten den bitteren Beigeschmack des Müssens. Statische Abläufe, festgefahrene Strukturen, schematisches, trockenes Wissen und ein Ort, der dem Hund nicht selten ein Ortsbezogenes lernen vermittelt, werden sie hier nicht finden. Mit Hunden leben hat sich die Aufgabe gesetzt, den Menschen ein tiefgreifendes Verständnis zum Hund zu vermitteln und ihn genau da abzuholen, wo es die Un

terstützung bedarf. Dabei steht der Beziehungsaufbau ohne Futter im Vordergrund. Beziehungsarbeit über die Distanz, Vertrauensarbeit durch tiefe Herzlichkeit, sowie ein respektables Miteinander, durch das persönliche Einbringen des Menschen, sind die zentralen Eckpfeiler meines Weges. Was sie bei mir nicht finden werden, sind klassische Welpenspielstunden, neumodische Auslastungsmodelle und Geplänkel. Meine Ansätze haben das Ziel, Mensch und Hund in eine tiefgreifende Beziehung zu führen, die das Vertrauen und den Respekt zur Grundlage hat. Das Ausbilden von innerer Ruhe im Hund ist zentrales Thema, da dieses Element entscheidend ist, um Verhaltensauffälligkeiten im Hund effektiv und nachhaltig zu verändern. Spaß, Freude, Ernsthaftigkeit und emotionales Begegnen sind genauso Bestandteil der Stunden, wie das Vermitteln von theoretischen Grundlagen, die ich hier und da auch abfragen werde, um Ihre aktive Mitarbeit zu überprüfen. Veränderungen können erst dann greifen, wenn man versteht.

Hast du das Gefühl, dass dein Training bei Leinenaggression einfach nicht fruchtet? Du probierst neue Methoden, besuchst...
21/08/2026

Hast du das Gefühl, dass dein Training bei Leinenaggression einfach nicht fruchtet? Du probierst neue Methoden, besuchst Hundeschulen und trotzdem kippt die Situation bei jeder Begegnung?

In diesem Live-Workshop decken wir auf, warum mehr Training oft nicht die Lösung ist. Wir gehen weg von der bloßen Symptombekämpfung und schauen uns an, was wirklich hinter dem Bellen und Ziehen steckt. Erfahre, warum dein Hund sich so verhält, wie er es tut, und warum er in stressigen Momenten nicht mehr erreichbar ist.

Wir besprechen die 4 entscheidenden Faktoren für Erfolg:

✅ Innere Regulation vs. pure Anspannung
✅ Wer trägt wirklich die Verantwortung an der Leine?
✅ Die versteckte Funktion von aggressivem Verhalten
✅ Realistische Ziele basierend auf der Genetik deines Hundes

Hör auf zu reagieren und fange an zu verstehen. Nur wer die Ursache kennt, kann langfristig entspannte Spaziergänge genießen.

Möchtest du das Thema aktiv angehen?

👉 Dann melde dich jetzt kostenlos an:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/e1XBmbBMS-C_5g6eCsvdfg

Im Anschluss an den Workshop nehme ich mir Zeit für deine Fragen!

05/08/2026

Wenn die beste Beziehung nicht reicht

Dein Hund pöbelt an der Leine? Dann arbeitet an eurer Beziehung. Dein Hund vertraut dir nicht genug. Würde er dir vertrauen, würde er es lassen. Solche Sätze hört man heute überall, und meistens folgt gleich noch einer hinterher: Lernt erst mal Ruhe, dann lösen sich die Themen von allein.

Zwischen Beziehung, Ruhe und Pöbeln liegt aber ein ganzes Universum. Da sind Typen, Genetik und Erfahrungen, da ist alles, was dein Hund mitbringt und was er erlebt hat. Mit einem einzigen Satz kommst du da nicht durch, dafür stehen zu viele Sterne darin. Eure Beziehung ist einer davon, ein wichtiger, aber nicht der einzige. Und zu jedem Stern gibt es mehr als einen Weg.

Beziehungsarbeit ist nämlich wie eine Paartherapie. Du gehst einmal die Woche zur Sitzung, danach arbeitet das Thema in dir. Was bleibt, ist der Alltag zwischen den Sitzungen. Und genau dort stehst du: mit deinem Hund an der Leine und dem Hund, der euch entgegenkommt.

Dass Wachsen und Verbinden elementar sind, bestreitet niemand, und bei uns Menschen ist das nicht anders. Nur brauchen wir in unserem Leben eben mehr als eine gute Beziehung. Wir brauchen Können, um den Alltag zu bewältigen. Ein Strauß Rosen zum Valentinstag ist etwas Schönes. Aber wenn du ihn den ganzen Tag vor dir herträgst, löst er dir keine einzige Aufgabe, die vor dir liegt. Genau so wird es aber verkauft. Bindung löst alles. Akzeptanz löst alles. Jein. Und wer damit nicht weiterkommt, hat angeblich nur nicht genug daran gearbeitet.

Bindung nimmt deinem Hund die Entscheidung ab. Er muss die Sache nicht mehr allein regeln, es hängt nicht mehr alles an ihm, und das nimmt Druck raus. Was Bindung ihm aber nicht sagt, ist, was er stattdessen tun soll. Er steht dann zwar bei dir, aber er steht da mit einem Kopf voller Spannung und ohne Idee, wohin damit.

Was du oben im Video siehst, ist genau das, was dann fehlt. Ein Bei mir, das sitzt. Kein Trick, den wir mal eben gezeigt haben, sondern ein Verhalten, das aufgebaut wurde, erst in Ruhe und dann unter Belastung. Ein Alternativverhalten.

Auch darüber wird viel geredet. In einer Stunde wird gezeigt, wie man ein Sitz aufbaut oder ein Schau mich an. Vergessen wird dabei nur eines: Bei schnellen, lauten und starken Hunden kommt es nicht auf die Idee an. Es kommt darauf an, ob es hält, wenn es brennt. Sonst wirkt jedes nett eingebaute Verhalten wie die Klarinette bei der Grundschulaufführung, wo jeder zweite Ton nach Zahnschmerzen klingt und am Ende trotzdem alle applaudieren.

Können entsteht eben nicht nebenbei. Es gibt deinem Hund eine Handlung, die er schon hundert Mal gemacht hat und die ihm nicht abhandenkommt, wenn es laut wird. Die Bindung sagt ihm, dass er nicht allein ist. Das Können sagt ihm, was jetzt zu tun ist.

Bindung ohne Können lässt ihn ratlos stehen. Können ohne Bindung lässt ihn allein.

Merke: Können ist Sicherheit. Für deinen Hund und für dich.

„Der ist unsicher." Diesen Satz hast du schon gehört. Er erklärt nur leider gar nichts.Vielleicht warst du schon bei zwe...
03/08/2026

„Der ist unsicher." Diesen Satz hast du schon gehört. Er erklärt nur leider gar nichts.

Vielleicht warst du schon bei zwei, drei Trainern. Jeder sagt was anderes. Und die eine Frage bleibt offen: Warum macht dein Hund das? Warum pöbelt er an der Leine, kippt an der Tür, im Auto, am Zaun, bei der Begegnung, bei der du schon von Weitem die Luft anhältst?

So viel vorweg: „Unsicher" hat viele Formen. Und pöbeln ist fast nie Angriffslust, sondern ein überforderter Hund, der Abstand will.

Bevor du das nächste Werkzeug oder das nächste Rezept probierst: Lass uns deinen Hund erst mal lesen. Was macht Nähe mit ihm? Welcher Typ ist er? Wo trägt er mehr, als er halten kann?

Im September komme ich zu DIR. Kein Vortrag, kein Standard-Programm, sondern eine ehrliche Einschätzung deines Hundes (Verhalten & Typ) und praktisches Training, live an deiner echten Situation.

📍 Bayern · Chamerau: 8.–12. September
📍 Österreich · Ramsau am Dachstein: 14.–25. September

Plätze begrenzt, ich bin nur die paar Tage da.
👉 0176/620 673 96 oder [email protected]

Nicht noch ein Trick. Endlich verstehen, warum.
Ich freu mich auf dich.
Carsten

Gute Reise, kleine EmmaDer Tod kauft immer mit! Hunde kommen und Hunde gehen. Bei dem einen fällt es uns leichter, bei d...
09/07/2026

Gute Reise, kleine Emma

Der Tod kauft immer mit!

Hunde kommen und Hunde gehen. Bei dem einen fällt es uns leichter, bei dem anderen nicht. Mir fällt es nie leicht. Auch wenn wir wissen, dass wir den Tod beim Kauf des Welpen mitkaufen, wollen wir es nicht wahrhaben. In den guten Zeiten denken wir nicht an den Tod. Er ist weit weg – dabei ist er eine der fünf Gewissheiten im Leben: altern, krank werden, sterben müssen, Veränderung und Verlust – und außer seinen Taten nichts mitnehmen zu können.

Der taffste Hund, der mir je begegnet ist

Emma war voller guter Taten. Gesellig, nie aggressiv, geduldig beim Erziehen der Welpen wie Katze, Hummel Skipper und Jasper und die vielen Welpen der Kunden. Sie war die Gouvernante mit Herz – passte sich an jeden Welpen an. Sanft bis klar! Jeder machte Später einen Hofknicks.

Geduldig im Ertragen unserer Launen – sie selbst war immer gut gelaunt.

Emma war der taffste Hund, der mir je begegnet ist. Sie überlebte es, vom Rottweiler fast totgeschüttelt zu werden. Ein Millimeter entschied schon damals zwischen Leben und Tod. Alle Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt, raste ich im Urlaub zum Notarzt. Emma auf der Rücksitzbank, im Arm meiner besseren Hälfte, im Schockzustand. Das Leben entglitt ihr, sie stand schon fast auf der Regenbogenbrücke. Ich rief: „Die darf jetzt nicht einschlafen, halt sie wach!" Beim Arzt angekommen – Not-OP, Stunden des Wartens.

Und sie kam zurück. Sie wollte leben.

Ihr Hals war zerrissen, und ich erinnere mich wie heute, wie tapfer sie die ärztlichen Behandlungen ertrug. Die Drainagen wurden ihr wiederholt aus dem Hals gezogen. Kein Mucks. Emma überlebte Lungenwürmer. Ihr Herz war so groß wie das eines Labradors – und das war genau so, wie ich es schreibe. Drei Herzklappen funktionierten nicht mehr, und ich dachte ständig, dass sie mir gleich umfällt, wenn sie mit den Hunden mitrannte. Sie liebte das Leben bis zum Schluss.

Selbst den Krebs machte sie nicht zum Thema. Sie hatte am Ende Schmerzen, ihre Lymphknoten waren so angeschwollen, dass man Angst haben musste, dass sie erstickt. Aber Emma holte sich immer und immer wieder ihre Lebensluft. Sie litt still und immer mit Charme – sie huschte selbst am Tag zuvor noch ab in den Garten. Und doch war sie den Rest des Tages vom Schmerz getrieben.

Die eine Entscheidung

Hast du einen Hund, dann triffst du am Ende diese eine Entscheidung – und selten wird sie dir abgenommen. Wir wünschen uns, dass der eigene Hund friedlich einschläft. Doch das tut er selten. Am Ende steht die Frage im Raum: Wann ist der richtige Moment, sie gehen zu lassen? Du weißt, sie hält am Leben fest, wir halten am Leben fest – an ihrem Leben, denn kostbar war es ohnehin. Das Ego hält an allem fest, die Liebe lässt gehen – verpflichtend, wenn sie das Leid erkennt.

Noch sechs Wochen

Vor zwei Wochen zeigten wir unserem Tierarzt ein Bild einer Metastase an ihrer Schnauze. Sie war so groß wie eine Daumenkuppe. Er sagte: noch sechs Wochen. Das war ernüchternd und endgültig.

Montag – Emma wird gehen

Montag stand es fest – Emma wird gehen. Frage und Antwort: Wie will ein jeder aus dem Leben scheiden? Glücklich. Vor was fürchtet sich ein jeder? Sein Leben schmerzverzerrt verlassen zu müssen – mit einem hilfesuchenden Flehen am Ende, das Leben zu nehmen, um dem Schmerz zu entfliehen. Eine Freundin sagte: Ihr Hund versuchte am Ende, sich vor Schmerzen in die Erde zu buddeln.

Das wollten wir nicht. Zumal ich bei unserer Betty, die vor Emma ging, die Erfahrung machte, dass drei Stunden Sterbebegleitung an die eigene Substanz gehen. Das muss man wollen!

Wir riefen den Doc an und sagten: „Mittwoch musst du kommen!" Wir entschieden uns, Emma zu Hause gehen zu lassen. Keine Arztpraxis, keine Abschiedsfahrt – das habe ich schon einmal gemacht und werde es nicht wiederholen!

Ist die Entscheidung getroffen, meldet sich umgehend der Zweifel. Schuldgefühle, es vielleicht doch falsch entschieden zu haben – vor allem, weil es hier und da die hellen Momente gab, in denen Emma hinausrannte und sich wieder ihres Lebens erfreute. Man denkt: Uschi, was wird das denn hier? Du machst es uns nicht leicht. Es gab leider kein Zurück!

Dienstag – Emma kommt nach Hause

Am Dienstag rief ich das Krematorium an, denn es stand fest: Emma wird verbrannt. Die Asche kommt nach Hause. Übertrieben? Der eine oder andere wird sicherlich denken: So ein Quatsch! So was gab es früher nicht! Hund begraben und dann weiter! Alles richtig! Wer den robusten Abgang des Einzelgängers wählt, soll so seinen Frieden finden. Hier geht es um etwas anderes: nicht um mich, sondern um die anderen! Und wenn die anderen eine Form des Abschieds brauchen, dann sollen sie die Form wählen, die für sie am hilfreichsten ist!

Ist ein Hund gestorben, gibt es drei Optionen. Die erste: beim Tierarzt abholen lassen und in der Sammelkremierung ins Nirwana gehen – fällt für mich weg! Die zweite: vergraben – für mich die Alternative. Voraussetzung: Man hat ein Grundstück, auf dem man das Tier begraben kann. Betty ist begraben. Wir haben ein Grundstück – und doch sollte es bei Emma anders sein. Und schon sind wir bei der dritten: dem Verbrennen. Und das bestimme ich! Ich bin aus dem Holz geschnitzt: Charakter – Ehre – Wertschätzung! Und die macht beim Hund nicht halt.

Hunde hatten schon immer einen besonderen Stellenwert! Schon aus der Zeit vor 14.000 Jahren gibt es Funde, in denen Menschen mit ihrem Hund begraben wurden. Das ist ein starker Hinweis darauf, dass die Bindung schon damals über den reinen Nutzen hinausging. Für mich ist ein Hund nicht nur ein Hund; er macht mein Dasein als Mensch wertvoller, weil er mir den Zugang zu meinen eigenen Emotionen erleichtert. Er ist für mich Verbindung zu meinem Selbst. Das war er schon immer.

Der Gedanke, den Hund beim Tierarzt einzuschläfern, ihn dann kalt auf dem Tisch liegen zu lassen und zu gehen, würdigt mir zu wenig die 15,5 Jahre Gemeinsamkeit. Einen Fernseher bringe ich auf den Schrottplatz, aber keine Emma!

Emma kommt nach Hause.

Der Entschluss war gefasst, und das Verabschieden begann. Das macht jeder auf seine Art und Weise, und hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Hier gibt es nur: Trauer, Freude, Lachen, Wehmut, Mitgefühl, Schwermut und Funktionieren, weil der Alltag weitergeht. Am Ende ist es dann so weit.

Mittwoch – so ein Tag kann sich strecken

Der Doc wollte zwischen 16 und 18 Uhr kommen. So ein Tag kann sich strecken. Meine bessere Hälfte war arbeiten – konnte sich ablenken. Im Hinterkopf nagt das Ende, und der Alltag zwingt dich, im Jetzt zu bleiben. Um 15 Uhr fingen wir an, den Wohnwagen zu packen – um uns an den Alltag zu klammern. Hat funktioniert. Bis der Anruf kam. Mein Doc rief an und sagte: „Ich mache mich auf den Weg."

Dieser Moment ist ekelhaft. Es fühlt sich plötzlich alles so ernst an!

Ihr Moment

Wir waren noch am Wohnwagen. Meine bessere Hälfte ging zu Emma. Ohne etwas zu sagen. Emma war ihr Hund, ihr Seelenhund, wie man so schön sagt – daher war es auch ihr Moment! Für mich bedeutet Abschied Würdigung, und diese hatte ich Emma schon lange entgegengebracht. Daher war es für mich auch wichtig, mich herauszuhalten.

Solche Momente dürfen nicht gestört werden. Auch nicht von Kindern. Das darf nie zu einer Nörgelveranstaltung werden, daher war klar, dass ich mich um Luna kümmere – unsere 3,5 Jahre alte Enkelin, die bei uns wohnt. Unser Tierarzt fuhr mit Begleitung in die Einfahrt. Wir begrüßten uns kurz, und ich sagte: „Geh rein, ich mache mich los."

Kinder nehmen Stimmungen wahr, und ich war überrascht, wie sich die Stimmung bei Luna änderte. Sie spürte, dass etwas passiert, das nicht Alltag ist. Etwas, das ernst ist, das traurig ist, das Leben und Tod ist – ohne es benennen zu können. Und dass weiße Kleidung nicht immer etwas Gutes bedeutet. Es ist nicht leicht, Menschen zu sehen, die man liebt, wie sie hilflos mit ihrem Hund sitzen und machtlos auf das Ende warten.

Ich packte Luna aufs Rad, wir fuhren zum Rhein, und ab da wünschte ich Emma eine gute Reise. Hast du ein Kind, musst du funktionieren und ein Lächeln erwidern, wo es nichts zu lachen gibt. Offen und frei sein, weil ihre verständnislosen Augen leuchtend ins Leben blicken.

Am Abend – respektvoll aufgebahrt

Am Abend brachten wir Emma ins Krematorium. Respektvoll wurde sie aufgebahrt.

Interessant fand ich, wie ein 3,5-jähriges Kind nach dem Aufbahren genau wahrnahm, dass hier etwas Existenzielles vorgeht, ohne es bewusst zu verstehen. Im Auto brachen ihre Emotionen, weil etwas Endgültiges vonstattenging. Das fiel mir auf! Genau deshalb hatte ich die Entscheidung getroffen, dass eine 3,5-Jährige den Prozess des Sterbens nicht begleiten wird.

Alles hat seine Zeit – und die leuchtenden Augen werden noch früh genug mit dem Tod konfrontiert.

Was bleibt

Emma ist tot. Ein wichtiger Part in unserer nicht durchschnittlichen Familie fehlt, und das wird auch so bleiben. „Jeder ist ersetzbar" sagen nur die, die den Wert eines Menschen oder Tieres nicht erkennen!

Gute Reise, kleine Emma!

Ich bin zurück. Und das Seminar in Liechtenstein war ein voller Erfolg.Jeder Mensch ist anders. Jede Nation noch viel me...
22/05/2026

Ich bin zurück. Und das Seminar in Liechtenstein war ein voller Erfolg.

Jeder Mensch ist anders. Jede Nation noch viel mehr. Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Deutschland — ein Vier-Länder-Eck, barrierefrei.

Vier Tage, davon zwei Tage Seminar. Es war wie Urlaub.
Was wir vorgefunden haben? Höflichkeit, Humor, Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft. Und ein gemeinsames Ziel: eine schöne, lehrreiche Zeit zu haben. Und das war sie.

Worum es ging
Nicht um Methoden. Um Sehen, Verstehen, Entscheiden.
Methoden gibt es viele — aber jede greift ins Leere, wenn der Hund nicht gelesen wird.

Zwischen Sehen und Handeln liegt eine Sekunde. Und nur einer der drei Schritte darin ist ehrlich. Den Rest erfinden wir.
Angst hat drei Gesichter: Weggehen. Erstarren. Nach vorne gehen. Zwei davon sehen gar nicht nach Angst aus — und genau die werden übersehen.

Führung ist keine Unterdrückung. Sie ist die Antwort auf eine stille Frage, die dein Hund jeden Tag stellt: Wer regelt das hier?

Nähe und Distanz — das Herzthema. Bindung, Aggression, Rückzug, Bellen, Ziehen: alles nur verschiedene Sprachen für dieselbe Frage.

Und die Reihenfolge entscheidet. Erst stabilisieren. Dann managen. Dann trainieren. Wer das umdreht, baut auf Sand.

Die Hunde, die uns geführt haben
Sieben Hunde. Sieben Geschichten. Jeder hat etwas gezeigt — wenn man ihn gelassen hat.

Der Riesenschnauzer — Spannung, die nach außen will. Das Bellen war kein Angriff, sondern ein Ventil. Entlastung statt Disziplin war der Weg.

Der Shepard — Leinebeißen, das nach Frechheit aussah, war Überforderung. Er hat seinen Menschen gelesen und übernommen, weil er glaubte, er müsse.

Charli — Schreiend auf dem Platz, gefangen in seiner eigenen Erwartung. Druck hätte ihn enger gemacht. Gelöst hat ihn ein klares, ruhiges Gegenüber.

Der Herder — Ruhig, bis er es nicht mehr ist. Und es war nicht nur er: Auch sein Mensch hielt fest. Beide mussten gelöst werden.

Die zwei Border Collies — Angst, die nach vorne geht. Wenn niemand übernimmt, übernimmt der Hund. Und irgendwann reicht ein Funke. Wer hier korrigiert, hat schon verloren.

Der Spürhund — Leinenproblem nach außen, Nähekonflikt nach innen. Zwei Systeme in einem Hund. Das Symptom war nie das Problem.

Und die Schafe. Ich wurde gebeten, die Arbeit am Hütehund zu beobachten. Wir haben Themen sichtbar gemacht und gemeinsam Lösungen erarbeitet — wie die Beziehungsebene effektiver in die Arbeitsebene einfließt. Dasselbe Prinzip wie im Hundesport: aus der Arbeit in die soziale Komponente schalten und wieder zurück.

Blockierte Arbeitsschritte haben wir über kreatives Denken aufgelöst — und der Kern lag, wie so oft, nicht in der Arbeit selbst. Sondern davor. Dafür danke ich.

Der rote Faden durch alle Hunde:
Es geht nie um das Verhalten. Es geht immer um das, was dahintersteht. Schau auf den Hund, nicht auf das, was er tut. Dann hast du den Schlüssel.

Danke, Priska. Du hast dieses Seminar so organisiert, dass ich mich um nichts kümmern musste außer um die Hunde und die Menschen vor mir. Wer das schon mal gemacht hat, weiß, was das heißt.

Und danke an das gesamte Team — an alle, die im Vorfeld und vor Ort mit angepackt haben. So ein Wochenende ist immer ein Teamprodukt. Und ihr habt es zu dem gemacht, was es war.

Mit Hunden leben

05/05/2026

Seminar Oldenburg – Was wirklich zählt

Es war ein Wochenende, das mir wieder einmal gezeigt hat, wie wenig es eigentlich braucht.

Nicht mehr Methoden. Nicht mehr Druck. Nicht mehr Lautstärke. Sondern den Blick für das, was unter der Oberfläche liegt.

Wir leben in einer Zeit, in der Methoden lauter werden als das, was sie eigentlich vermitteln sollen. Und ich sage das ohne erhobenen Zeigefinger – es geht mir nicht um Methodenkritik. Methoden sind wichtig. Aber sie bleiben eine leere Hülle, wenn wir die Muster im Warum im Hund nicht erkennen.

Egal ob Beziehungsarbeit, Bindung, wir kommunizieren auf Augenhöhe, technische Abläufe oder Körpersprache – im Kern arbeiten wir alle mit denselben lerntheoretischen Gesetzmäßigkeiten. Die vier Quadranten sind die vier Quadranten. Was den Unterschied macht, ist nicht die Methode selbst – sondern ob wir den Hund vor uns wirklich lesen können.

Und genau das war das Thema in Oldenburg.

Wir hatten ein breites Feld an Menschen - Tierschutz, Trainer, Hundehalter und ein breites Feld an Hunden dabei:
Tierschutzhunde mit komplexen Geschichten. Einen Maremmano, der soziale Last in sich trug. Einen Schäferhund, der in der Prüfung durchfiel, weil er in der Spürarbeit bei der Übergabe an eine Fremdperson – also in der Trennung von der Bezugsperson – fest wurde und knurrte.

Eine Bulldogge mit beginnenden Zwangsmustern. Einen Cane Corso, der nach außen cool wirkte und im Inneren ganz andere Räume brauchte. Einen Dobermann, der über Dynamik in Konflikte ging. Einen Hovawart, dem schnell Stempel aufgedrückt werden. Kelpies in der Hütearbeit. Malinois. Einen Shepherd – ein Mobbingopfer, ein Schäferhund mit maximaler Sensibilität, dessen Bild nach außen dem einer Rottweilerhündin mit Aggression gegen Menschen glich.

So unterschiedlich diese Hunde, so unterschiedlich ihre Geschichten – und doch zeigten sich Muster, die sich in vielen Kontexten wiederholten, nur in anderen Bildern.

Damit meine ich nicht, dass alle Hunde über einen Kamm zu scheren wären. Im Gegenteil – jedes Muster war komplex, individuell, eingebettet in seinen eigenen Kontext. Sie aufzubrechen war nicht einfach. Aber machbar, wenn man verstand, worauf man schauen muss. Es ging darum, das Wiederkehrende im Verschiedenen zu erkennen.

Genau da liegt die eigentliche Arbeit.

Ein Moment hat mich besonders berührt.
Eine kleine Hündin. Schon in mehreren Familien gewesen. Nach außen: autonom, stark, alles im Griff. Eine, die sich ihre Welt selbst sortiert.
Sie hatte ein massives Ressourcen-Thema. Biss sich in Stöcken und Ästen fest, hielt eisern, ließ nicht los – man bekam sie regelrecht nicht mehr vom Baum herunter. Sie sicherte gegen jeden, der ihr zu nahe kam.

Doch ihr eigentliches Thema war ein anderes. Trennung.
Sie hielt nicht den Stock fest. Sie hielt sich selbst fest.
Mit einer kleinen Übung haben wir dieses Muster aufgebrochen – und in dem Moment sank sie innerlich komplett in sich zusammen. Die Härte fiel ab. Die Sicherung löste sich.
Da war sie plötzlich. Die Hündin, die sie wirklich ist.

Was mir in vielen Seminaren über Körpersprache auffällt: Oft wird viel zu plump und mächtig auf den Hund eingegangen. Dabei braucht es das gar nicht. Wir müssen den Hund nicht körperlich schieben. Nicht mit ihm kämpfen. Nicht überrollen.

Wir müssen verstehen, wie wir einen Widerstand und einen freien Moment so miteinander verbinden, dass der Hund nicht nur körperlich, sondern geistig in Bewegung kommt.

Denn wenn ich nur körperlich bewege – aus meinem Willen heraus, weil ich das will – mache ich den Geist meines Hundes zu. Und ich riskiere genau die Blockaden, die später eskalieren können.

Weniger ist mehr. Aber dieses „weniger" verlangt Tiefe.

Ein großer Dank an alle Teilnehmer, die so viel auf sich nehmen – Anfahrt, Unterkunft, Zeit, Energie, Vertrauen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und ein riesiges Dankeschön an den Boxerplatz Oldenburg, an Sarah und das gesamte Team für die wunderbare Organisation und Bewirtung.

Oldenburg ist und bleibt Heimvorteil.

Letzte Chance! Zwei Tage Oberstenfeld. Boxerclub. Hardys Platz.Halter aus ganz Deutschland sind angereist. Mit ihren Hun...
25/04/2026

Letzte Chance!

Zwei Tage Oberstenfeld. Boxerclub. Hardys Platz.
Halter aus ganz Deutschland sind angereist. Mit ihren Hunden. Mit ihren Geschichten. Und mit derselben Frage im Kopf:
"Warum klappt es bei meinem Hund nicht?"

Was nach diesen zwei Tagen passiert ist, hätte keiner für möglich gehalten. Die Halter haben aufgehört, ihren Hund zu bewerten — und angefangen, ihn zu lesen.

Sie haben verstanden, was wirklich in ihrem Hund passiert.
Sie wussten plötzlich, ob ihr Hund überhaupt noch zuhören kann. Wer gerade die Verantwortung trägt. Was das Verhalten ihrem Hund bringt. Und was bei diesem Hund überhaupt möglich ist.

Vier Fragen. Und alles war anders.

In der Praxis kam dann der Moment, an dem es still wurde.
Eine einfache Übung. Kein Trick, keine Methode. Nur ein Werkzeug, mit dem man hinschaut.

Und plötzlich war es da — sichtbar für alle. Mensch und Hund konnten sich nicht mehr entziehen. Die Muster, die im Alltag verborgen lagen, kamen hoch.

Hunde, die ihre Spannung im Alltag halten — und genau diese Spannung später auf dem Platz in unsaubere Übungen, hysterisches Bellen oder Überforderung kippen.

Hunde, die ihre Last beim Halter ablegen — externe Entlastung auf Kosten des Menschen.

Halter, deren Bindungslücken plötzlich sichtbar wurden. Nähe-Konflikte, die sich schon im Stehen zeigten. Defizite, die kein Training der Welt zudeckt, solange sie nicht erkannt sind.
Und jeder im Raum konnte sehen:

"Was ich auf dem Platz sehe, beginnt nicht auf dem Platz."

Die Teilnehmerin öffnete sich. Tränen flossen. Es war ein stiller, berührender Moment.

Dann kam eine Hündin auf den Platz. Eine Hündin, die früher starke Aggression gezeigt hatte. Gegen Menschen. Gegen Kinder. Gegen andere Hunde. Auch gegen ihre Halter.

Es war die letzte Arbeit des Tages. An der Flexpool habe ich sie in die Ruhe gearbeitet. Vorbereitet. Auf das, was kommt. Ruhe. Nähe. Bindung.

Sie legte ihren Kopf an meinen.

Stille.

Das Mikrofon war an. Man hörte nur noch ihr Atmen. Ruhiger. Tiefer. Sie ließ sich fallen — immer mehr — bis sie ihre Last ablegen konnte.

Am nächsten Tag erzählten die Halter:
"Sie war am Abend wie ausgewechselt. Ruhig. Zufrieden."

Das ist keine Methode. Das ist Verstehen. Fühlen. Annehmen.
Methode kommt — aber viel später.

Erst muss der Hund gelesen werden. Erst muss verstanden werden, was wirklich passiert. Sonst bleibt jedes Training Stückwerk.

Hunde, die seit Jahren als "schwierig" galten, wurden plötzlich lesbar. Halter, die alles probiert hatten, fanden zum ersten Mal Klarheit.

Und das, was sie mitgenommen haben, wirkt nicht zwei Tage. Es wirkt jeden Tag.

Greifbar. Fühlbar. Verändernd. Für Mensch und Hund.

Das Seminar zeigt dir, wie das geht. Melde dich noch heute an. Klick auf den Link:
https://share.google/WjqHI4iIotFk6jqOd

Plätze mit Hund sind ausgebucht.
Plätze ohne Hund sind nur noch begrenzt frei. Annahmeschluss ist Donnerstag 12 Uhr.
Komm vorbei. Und geh anders nach Hause, als du gekommen bist.

Sollte das nicht klappen:
Seminar in Fürstentum Liechtenstein
Dauer: 2 Tage (Theorie & Praxis) – 16. – 17. Mai 2026
Adresse:
9494 Schaan, FL
Ansprechpartner:
Email: [email protected]

Wir freuen uns auf euch!
LG Mit Hunden leben

Adresse

Lottenstraße
Düsseldorf
40591

Öffnungszeiten

Montag 16:00 - 20:00
Dienstag 16:00 - 20:00
Mittwoch 16:00 - 20:00
Donnerstag 16:00 - 20:00
Freitag 09:00 - 20:00
Samstag 09:00 - 20:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Mit Hunden leben erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Mit Hunden leben senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie