14/03/2026
Gestern habe ich mich gegen ein Paar neue Sneaker entschieden - entscheiden müssen. Gestern habe ich mich aber auch für eine bessere Lebensqualität für meine Hündin entschieden, indem ich damit begonnen habe, ihr dauerhaft Schmerzmittel zu geben. Meine Hündin Lilli ist mit einer C-Hüfte geboren, d.h. sie hat eine angeborene Hüftdysplasie. Die letzten Jahre habe ich ihr dauerhaft Teufelskralle zum Futter gegeben und auf ausreichende, aber angemessene Bewegung geachtet, um die Muskulatur aufzubauen und auch aufrecht zu erhalten. Im Akutfall, also wenn sie mehr als gewöhnlich gelaufen ist, hat sie mal eine Schmerztablette bekommen. Die Akutfälle haben aber zugenommen und ihr Verhalten hat sich nennenswert verändert. Also dauerhafte Schmerzmittel, aber welche? Schmerzmittel haben neben den gewünschten Ergebnissen auch immer unerwünschte Nebenwirkungen. Was gebe ich, um Nieren und Leber nicht zu schädigen? Und geht das? Die Antwort ist nein. Jedes Mittel hat Nebenwirkungen, die sich nicht gut anhören…aber sie deswegen im Schmerz zu belassen ist keine Option. Für mich gilt Lebensqualität vor -quantität, also erhält sie nun monatlich eine Depotspritze. Verkürze ich möglicherweise ihr Leben dadurch? Vielleicht. Bricht es mir das Herz, wenn ich darüber nachdenke, dass sie irgendwann nicht mehr bei mir sein wird? Unbedingt! Aber die Vorstellung, ihr dabei zuzusehen, wie sie mit Schmerzen durch ihr ohnehin kurzes Leben geht, ist unerträglich. Liebe hat auch immer etwas mit Verantwortung zu tun, losgelöst von den eigenen Wünschen und auch Bedürfnissen.
Und während ich darüber nachdenke, kommt mir in den Sinn, dass das auch für jeden einzelnen von uns gilt. Qualität statt Quantität - für unsere Lebensdauer und auch für Materielles. Deswegen schicke ich die neuen, wirklich schönen Sneaker wieder zurück und gestalte mir und meiner Hündin, trotz des Regens einen guten Tag.
In diesem Sinn: euch allen ein schönes und qualitativ hochwertiges Wochenende 😍