08/08/2026
Territorialität hat mehrere Facetten.
Es gibt die für uns sehr nachvollziehbare: unser Haus, unsere Wohnung, vielleicht auch noch unser Garten.
Aber dann gibt es Situationen, die für uns Menschen erst mal weniger logisch erscheinen:
Beim Spaziergang verstehen sich zwei Hunde noch wunderbar. Es geht Richtung Auto – und plötzlich entsteht ein Konflikt scheinbar aus dem heiteren Himmel.
Oder der Gassi-Freund läuft nach dem gemeinsamen Spaziergang noch mit in den Vorgarten und Luna ist plötzlich überhaupt nicht mehr so freundlich wie eben noch am See.
Territorialverhalten ist nämlich nicht nur auf Haus und Garten beschränkt. Auch das Auto oder regelmäßig genutzte Bereiche können für einen Hund eine entsprechende Bedeutung bekommen. Und je nach Veranlagung kann die Motivation, diesen Bereich gegenüber anderen abzugrenzen, eben sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Hier gilt es, dem eigenen Hund zu erklären, dass das Auto – wenn überhaupt – den Menschen gehört und er nichts verteidigen muss. Gleichzeitig sollte man darauf achten, dass den Bedürfnissen des Hundes nicht permanent auf der Nase herumgetanzt wird.
Es geht also um Management und Aufgabenverteilung, aber eben auch darum, die Motivation seines Hundes zu verstehen. Eine entsprechende Veranlagung bekommt man nicht einfach komplett gelöscht. Man kann aber sehr wohl beeinflussen, wie der Hund damit im Alltag umgeht.
Und auch wenn es manchmal schwer nachzuvollziehen ist: Wenn ich draußen ein territoriales Problem habe, muss ich häufig drinnen anfangen zu trainieren. Wer entscheidet zu Hause? Wer regelt Besuch? Wer ist für die Haustür zuständig? Und glaubt mein Hund vielleicht schon dort, dass bestimmte Bereiche oder Situationen sein Job sind?
Kurz zu mir:
Seit 16 Jahren Hundetrainerin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin & bekannt aus verschiedenen TV-Formaten.
Trainiere mit mir online auf www.ellenmarques.de– ohne Abo & mit lebenslangem Zugriff – oder vor Ort in der Martin Rütter Hundeschule Köln.