05/03/2026
Das Wohl der Tiere verdient Sachlichkeit – keine Gerüchte, keine Vorverurteilungen.
In den vergangenen Tagen sind über soziale Netzwerke zahlreiche Behauptungen und Anschuldigungen über uns betreffend des furchtbaren Unglücks in unserer HUTA verbreitet worden. Viele dieser Aussagen beruhen auf Vermutungen oder falschen Darstellungen, wurden jedoch dennoch öffentlich weitergetragen. Im übrigen konnte sich auch die Amtstierärztin von der örtlichen Gegebenheit überzeugen. Es wurde nichts beanstandet.
Seit 2011 betreuen wir Hunde ... das sind mindestens 4500 Tage, an denen wir uns für die Übernahme einer großen Verantwortung entscheiden und zwar jeden einzelnen Tag. Menschen, die uns kennen, mit uns gearbeitet haben oder unsere Arbeit verfolgen, wissen, dass das Wohl der Tiere für uns immer an erster Stelle steht. Umso erschütternder ist es für uns, wenn ohne Rückfrage, ohne Gespräch und ohne Kenntnis der tatsächlichen Umstände öffentlich Anschuldigungen, Falschaussagen und ehrverletzende Aussagen getroffen bzw. verbreitet werden.
Wir gehören noch zu einer Generation, in der man Konflikte zunächst im Gespräch klärt und sich mehrere Seiten anhört, bevor man sich ein Urteil bildet. Dass stattdessen vorschnell über soziale Netzwerke geurteilt wird, ohne Fakten zu prüfen, ohne den Unterschied zwischen Unglück, Fahrlässigkeit und Vorsatz zu kennen, kennzeichnet eine sehr bedenkliche Entwicklung unserer Gesellschaft. Wir werden dies nicht akzeptieren. Die gegen uns gerichteten Veröffentlichungen stellen eine erhebliche Rufschädigung dar. Aus diesem Grund wurde Strafanzeige gegen die Verfasser entsprechender Beiträge und Kommentatoren gestellt. Die zuständigen Behörden befassen sich bereits mit den Vorfällen, und die verantwortlichen Personen werden hierzu entsprechende Post erhalten.
Wir möchten uns an dieser Stelle auch solidarisch mit all jenen zeigen, die ebenfalls Opfer von öffentlicher Vorverurteilung, Rufschädigung oder Internetkampagnen geworden sind. Niemand sollte gezwungen sein, solche Angriffe einfach hinzunehmen. Es ist wichtig, sich dagegen zu wehren und deutlich zu machen, dass solche Formen der Diffamierung nicht akzeptabel sind! Soziale Medien sind kein rechtsfreier Raum und wir werden handeln. Und das sollte auch jeder Betroffene tun! HateAid
Bei aller Tragik einzelner Ereignisse sollte außerdem jedem bewusst sein: Wenn im Anschluss eines Unglücks Gesetze gebrochen werden – etwa durch Sachbeschädigung oder gezielte Rufschädigung – verschärft das die Situation nur weiter. Vor allem hilft es keinem einzigen Tier. Es zeigt nur die eigene Hilflosigkeit, Probleme adäquat zu lösen oder sich Konflikten entsprechend auf Augenhöhe zu stellen.
Wie schon in unserer ersten Stellungnahme verdeutlicht, werden wir das Unglück für uns aufarbeiten, denn unser Fokus bleibt weiterhin dort, wo er immer war: beim Wohl der Tiere und bei unserer täglichen Arbeit.