25/08/2026
Dein Hund hört bei Hitze schlechter — und das hat nichts mit Sturheit zu tun.
Stress ist nicht nur das, was wir intuitiv damit verbinden: Angst, Ärger, Überforderung. Stress bedeutet für den Körper schlicht: Er muss gerade eine Anpassungsleistung erbringen. Und genau das passiert auch bei großer Hitze — der Körper deines Hundes arbeitet dann auf Hochtouren, um die Temperatur zu regulieren. Ganz ohne Bedrohung, ganz ohne Angst.
Das Problem: Dieser Stress zapft dieselben neurobiologischen Ressourcen an, die dein Hund auch braucht, um bekannte Signale abzurufen. Der präfrontale Kortex — der Teil des Gehirns, der für bewusstes Handeln und erlerntes Verhalten zuständig ist — steht unter Stress schlicht nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung.
Das bedeutet: Wenn dein Hund an einem heißen Tag ein Signal, das er sonst zuverlässig zeigt, plötzlich “vergisst” — ist das vielleicht kein Trainingsproblem. Sondern schlicht Physiologie.
Mehr dazu in Teil 4 unserer Reihe “Macht mein Hund wirklich einen Fehler?” — auf dem Blog.
https://cathrinbrenner.substack.com/p/macht-mein-hund-wirklich-einen-fehler-998