Hundeschule Ostseepfoten

Hundeschule Ostseepfoten Hundeschule und Verhaltensberatung

29/05/2026

Das Erkennen von Schmerzen bei unseren Haustieren 🐶🐱 ist gar nicht immer so einfach. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden belegt, dass viele Hundebesitzende 🧍🏼‍♀️🐕 Schmerzen bei ihren Hunden gar nicht zuverlässig erkennen. Gerade subtile Verhaltensänderungen werden selbst von erfahrenen Hundehaltenden fehlgedeutet.

In der Studie bewerteten 530 Hundebesitzende und 117 Personen ohne Hund typische Verhaltens- und Körpersignale bei Hunden mit Schmerzen. Während auffällige Symptome wie Einschränkungen der Beweglichkeit von nahezu allen Teilnehmenden richtig eingeordnet wurden, wurden nächtliche Unruhe, verändertes Sozialverhalten oder das ständige Folgen von Bezugspersonen oft fehlgedeutet. Interessant hierbei war, dass Besitzende nicht wesentlich besser als die Probanden ohne Hund abschnitten. Haltende, die bereits ein Tier mit schmerzhaften Erkrankungen erlebt hatten oder selbst an Schmerzen litten, erkannten unauffällige Schmerzzeichen häufiger.

Also kann das Wohlbefinden der Hunde durch ein fehlendes Erkennen von Schmerzen deutlich beeinträchtigt sein. Dies mache ein breiteres Angebot für Fortbildungen über Hundeverhalten erforderlich, um gezielter über subtile Schmerzanzeichen aufzuklären.

Auch der Deutsche Tierschutzbund fühlt sich bestätigt, macht er doch seit Jahren die gleichen Beobachtungen und fordert schon lange einen Nachweis theoretischer Sachkunde vor der Anschaffung eines Hundes.

Bereits 2024 kam eine Studie mit vergleichbaren Ergebnissen zur gleichen Schlussfolgerung. Dort wurde gezeigt, dass Hundevideos in sozialen Medien Zeichen für Stress oder Unbehagen der Tiere häufig missverstanden werden. Die aktuellen Ergebnisse machen abermals deutlich, wie wichtig Wissen über Körpersprache und Verhalten von Hunden ist.

Mehr hierzu findet ihr kostenlos auf unserem Tiermedizin-Portal: 🌐 https://tiermedizin.thieme.de/aktuelles/detail/hundeschmerzen-bleiben-fuer-viele-halter-verborgen-2356

Quelle: Gardeweg SMA, Picard DE, van Herwijnen IR. The abilities in dog pain sign recognition as assessed by presenting seventeen listed dog behavioural signs and three case descriptions to dog owners and non-dog owners. PLoS One. 2026;21(4):e0344512.
Bildquelle: © Lindsay_Helms/stock.adobe.com

17/05/2026

Wir haben heute Medicaltraining an einem anderen Ort gemacht.
Normalerweise üben wir es nur bei uns Zuhause, heute habe ich aber diese Kisten bei uns im Garten gesehen, die eine gute Höhe fürs Kinntarget haben und habe daher mal ausprobiert.

Das Kinntarget als Kooperationsverhalten haben wir schon länger nicht mehr geübt und die Ablenkung war für Elfie höher als zuhause.
Dafür ist es aber super gut gelaufen 👍🏼

15/05/2026

„Du lenkst den Hund doch nur mit Futter ab.“

Diesen Satz höre ich oft.
Vor allem im Training bei Hundebegegnungen.

Da sieht jemand, wie ich ein Leckerchen werfe oder Futter streue, während der Hund den anderen Hund anschaut — und sofort entsteht das Bild:
👉 Der Hund soll einfach „abgelenkt“ werden.

Aber genau das ist nicht mein Ziel.

Ich möchte nicht, dass der Hund den anderen Hund übersieht.
Ich möchte, dass er lernt:

✨ „Ich kann den anderen Hund wahrnehmen und trotzdem ruhig bleiben.“

Das ist ein riesiger Unterschied.

Denn Lernen passiert nicht dadurch, dass wir schwierige Situationen „wegmachen“.
Lernen passiert dann, wenn der Hund erlebt:

* Ich werde verstanden.
* Ich muss nicht eskalieren.
* Ruhiges Verhalten lohnt sich.
* Ich bin mit meinen Gefühlen nicht allein.
* Ich kann den Auslöser wahrnehmen

Wenn ich belohne, verstärke ich also keinen „Trick“.
Ich verstärke Sicherheit.
Ruhe.
Orientierung.
Regulation.

Und auch die Art, wie und wo ich belohne, ist bewusst gewählt.

Ein deeskalierend geworfenes Leckerchen schafft Bewegung aus der Spannung heraus.
Es nimmt Druck aus der Situation.
Es hilft dem Nervensystem, wieder herunterzufahren weil der Hund zum Suchen sein Gehirn benötigt.

Das ist keine Ablenkung.
Das ist Kommunikation.
Und Training mit Gefühl statt

Ablenken lehrt den Hund nicht, mit der für ihn problematischen Situation umzugehen.
Mein Ziel ist es, dass der Hund sich automatisch besser fühlt und kooperativ wird.
So kann ich ihn anleiten, die problematische Situation zu meistern.

13/05/2026

Ein weiteres Hey-Fiffi-Video von uns ist online :)

Der Basiskurs für Junghunde geht in die 2. Runde! 🐾Euer (Jung)Hund steckt gerade mittendrin in all den typischen Junghun...
06/05/2026

Der Basiskurs für Junghunde geht in die 2. Runde! 🐾

Euer (Jung)Hund steckt gerade mittendrin in all den typischen Junghundthemen wie hohe Erregungslage, Leineziehen, herausfordernde Hundebegegnungen? Dann ist der Basiskurs genau das richtige für euch! 🐶

Wenn ihr interessiert seid, kommentiert mit "Junghund" oder schreibt mir eine DM 📩, dann sende ich euch einen Link für alle weiteren Infos!

✨ Neuer TrickDog-Kurs ab 30.05. ✨Tricktraining ist so viel mehr als nur „süße Kunststücke“:Es kann die Beziehung stärken...
14/04/2026

✨ Neuer TrickDog-Kurs ab 30.05. ✨

Tricktraining ist so viel mehr als nur „süße Kunststücke“:
Es kann die Beziehung stärken, die geistige Auslastung fördern und eurem Hund sogar mehr Selbstvertrauen geben.

Im Kurs arbeiten wir ganz individuell – angepasst an euch als Team:

➡️ Spaß-Tricks wie Männchen machen, Dinge umstupsen oder Socken ausziehen
➡️ Alltags- & Medical-Training wie Pfötchen geben, Kinntarget oder entspanntes Liegen auf der Seite

Egal ob Anfänger oder schon etwas Erfahrung – ihr seid herzlich willkommen 💛

Schreibt mir gern für mehr Infos 📩 oder schaut auf www.ostseepfoten.com/die-hundeschule/trickdog-kurs

Happy Birthday, Elfie! 🥳😍
15/03/2026

Happy Birthday, Elfie! 🥳😍

Elfies Eignungstest beim DRK Besuchshundedienst 🐾 Wie schon in der Story mitgeteilt, eignet sich Elfie leider nicht für ...
01/03/2026

Elfies Eignungstest beim DRK Besuchshundedienst 🐾

Wie schon in der Story mitgeteilt, eignet sich Elfie leider nicht für den DRK Besuchshundedienst.
Dabei hat sie viele der Testsituationen schön gemeistert.
Sie war kooperativ, ansprechbar und hatte sichtlich Spaß.

Deutlichen Stress hatte sie aber in Situationen mit mehrfach "übergriffigem" Verhalten durch fremde Personen (z. B. wiederholtes Tätscheln von oben auf den Kopf, Drüberbeugen, dabei lautes "Sitz" etc.), während ich nicht eingreifen durfte.

Ich weiß, dass andere Eignungstests teilweise anders ablaufen, u.a. mit mehr Eingewöhnungszeit und weniger Reizüberflutung. Ob das Ergebnis dann ein anderes gewesen wäre, kann ich nicht sagen 🤷🏼‍♀️

Vielleicht ist aber genau das auch der Punkt:
Wer später in Kitas oder Seniorenheimen eingesetzt wird, muss mit Unvorhersehbarem umgehen können. Es kann also sinnvoll sein, die Anforderungen im Test bewusst deutlich höher anzusetzen als im späteren Alltag.

Im Vorfeld bin ich außerdem davon ausgegangen, dass bei der Besuchshundearbeit nicht nur das Streicheln und Anfassen lassen im Vordergrund steht, sondern dass der Schwerpunkt auch auf anderen Formen der Interaktion liegen kann wie z. B. kleine Übungen, gemeinsames Erleben oder angeleitete Kontakte.

Die Prüferinnen haben betont, dass Elfie dennoch ein ganz toller Hund ist (das weiß ich ja sowieso 😊).
Genau das wollte ich eigentlich auch anderen Menschen zeigen und sie daran teilhaben lassen.

Ich bin trotzdem stolz auf sie, weil:

- sie in Stressmomenten aktiv Schutz bei mir gesucht hat
- sie den gesamten Tag mit vielen Hunden ruhig und souverän gemeistert hat und für ihr junges Alter erstaunlich gut abschalten konnte
- sie sich nach den stressigen Situationen super schnell wieder regulieren konnte und fröhlich wie immer weitergemacht hat
- sie in den Pausen außerhalb der Testsituationen durchaus freundlich und offen auf fremde Menschen zugegangen ist und sich auch anfassen lassen hat

Für mich sind genau das Eigenschaften, die mir im Alltag mit ihr besonders wichtig sind. ❤️

Happy Valentine's Day! 🥰Macht ihr heute was Schönes?     ❤️
14/02/2026

Happy Valentine's Day! 🥰

Macht ihr heute was Schönes?

❤️

Last Minute Silvestertipps⬇️⬇️⬇️
30/12/2025

Last Minute Silvestertipps
⬇️⬇️⬇️

Last Minute Trainingstipps für Silvester mit Hund💥

1. Nicht ableinen: Auch der coolste Hund kann sich erschrecken, wenn plötzlich in direkter Nähe ein Feuerwerkskörper explodiert. Keine Flexileinen verwenden! Flexileinen können tödlich sein, wenn sie in der Knallerei zu Boden fallen und klappernd hinter dem Hund her schleifen!

2. Unsichere Hunde bitte besonders sichern: Aus den normalen Geschirren kann sich jeder Hund blitzartig heraus ziehen. Und das alleinige Tragen eines Halsbandes ist bei Angst ebenfalls nicht sicher genug! Sinnvoll ist die doppelte Sicherung mit Halsband und Sicherheitsgeschirr an zwei Führleinen. Eine Leine wird am eigenen Körper befestigt. Ein GPS Tracker ist zusätzlich sinnvoll.

3. Hund ausführen lassen: Kinder sollten in den Tagen rund um den Jahreswechsel den Hund weder alleine ausführen, noch die Leine in der Hand halten. Verwandte und Freunde sollten entsprechend informiert werden vor Spaziergängen mit dem Hund. Eiserne Regel: Gut sichern und niemals ableinen.

4. Vielseitige Belohnung einsetzen: Gegen die Entstehung von Angst hilft das Erzeugen positiver Emotionen. Es knallt oder blitzt? Sofort mit sehr beliebtem Futter oder bereits bekanntem Spiel belohnen und Spaß mit dem Hund haben. Ängstliche Hunde brauchen deutlich mehr Unterstützung. Um keinen Kontrollverlust zu erleiden, sollten sie in Angstmomenten spezielle Signale ausführen. Mit dem gezieltem Training solcher Sicherheitssignale lässt sich Angst dauerhaft und sehr wirksam reduzieren.

5. Safety first: Mit einem ängstlichen Hund bitte nur in Gebieten spazieren gehen, wo kein Feuerwerkslärm zu erwarten ist. Sollte dies nicht möglich sein, Spaziergänge reduzieren und auf Beschäftigung im Haus ausweichen. Auch im Garten sind unsichere Hunde nur an der (langen) Leine wirklich sicher - ein Schlupfloch ist schneller gefunden, als man denkt.

6. Angstverhalten richtig einordnen: Angst ist auf der Körperoberfläche nicht auf Anhieb sichtbar und sie kann sich sehr schnell verschlimmern. Das Motto: "Er wird sich schon daran gewöhnen" gilt bei Silvesterangst ganz und gar nicht! Oft ist das Gegenteil der Fall, gerade bei jungen oder unsicheren Hunden. Bitte niemals denken: "Da muss er durch!". Auch das kann fatale Folgen haben.

7. Fels in der Brandung sein: Soziale Unterstützung ist hochwirksam in Momenten der Angst. Dabei gilt es, den Hund in seiner Angst weder zu ignorieren noch zu bemitleiden. Hilfreich kann sein, sich eine beängstigende Situation beim Arzt oder im Krankenhaus vorzustellen: Welcher Umgang würde mir selbst in meiner eigenen Angst am besten helfen?

8. Körperkontakt zum Trost genau überdenken: Manche Hunde fühlen sich von Berührungen im Moment der Angst bedroht oder eingeschränkt. Dies gilt besonders für kleine Hunde, die auf den Arm genommen werden. Reagiert der Hund wirklich entspannt auf die Berührung? Oder wirkt er aufgeregt oder komplett gehemmt? Im Zweifelsfall ist ein sicherer Liegeplatz, eine hochwertige Belohnung, ein Lieblingsspiel oder ein Kauartikel besser zur Entspannung geeignet.

9. Am Silvestertag: Für längere Spaziergänge bitte auf Gebiete ohne erwartbares Feuerwerk ausweichen. Sobald mehr Feuerwerk hörbar ist, bitte nur noch kurze Gänge zum gewohnten Löseplatz machen. Spätestens ab 20 Uhr sollte der Hund im Haus bleiben. Bitte unbedingt darauf achten, dass keine Türen oder Fenster offen stehen und kein Hund unbemerkt hinausschlüpft!

10. In der Silvesternacht: Schon vor Mitternacht gemeinsam mit dem Hund an einen bequemen und sicheren Ort seiner Wahl gehen. Musik und verdunkelte Fenster können helfen, den Silvesterlärm etwas abzuschirmen. Entspanntes Kuscheln, Kauartikel oder Suchspiele können zur Beruhigung beitragen. Sollte sich der Hund verkriechen, ist das vollkommen in Ordnung. Der Mensch kann dennoch für den Hund da sein, ihn von Angstauslösern abschirmen und mit entspannter Anwesenheit beruhigen.

Ein kurzes Wort zu Medikamenten und Nahrungsergänzungen: Diese werden viel diskutiert und so kurz vor Silvester bleibt nur noch zu sagen, dass auf Medikamente mit dem Wirkstoff Acepromazin (Packungsbeilage lesen!) unbedingt verzichtet werden sollte. Dieser Wirkstoff lähmt zwar den Körper, aber ist leider nicht angstlösend!

Der Hund wirkt nur äußerlich ruhig und bleibt innerlich panisch. Eine Geräuschangst kann sich unter Acepromazin sogar verschlimmern. Andere, besser geeignete Medikamente sollten dem ängstlichen Hund nur nach Absprache mit einer fachkundigen Tierarztpraxis gegeben werden.

Eine sinnvolle Behandlung der Geräuschangst ist und bleibt das zielgerichtete Training - am besten direkt zu Jahresbeginn.
Mit gutem Trainingsplan und unter Anleitung können Ängste wirksam und dauerhaft minimiert werden. So sind Mensch und Hund auch für die vielen sommerlichen Feuerwerke bestmöglich vorbereitet.

Dieser Text darf gerne geteilt werden. Bei Fragen oder Anregungen bitte wie immer einfach unter dem Originalbeitrag kommentieren.
Habt einen möglichst ruhigen Silvesterabend und einen guten Start in das neue Jahr mit euren Hunden.🍀🐕
© Rike Kranefeld

stadtlandhund.berlin

Adresse

Mecklenburger Str 18
Broderstorf
18184

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 19:00
Mittwoch 10:00 - 19:00
Donnerstag 10:00 - 19:00
Freitag 10:00 - 19:00
Samstag 11:00 - 16:00

Telefon

+4917643205815

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Hundeschule Ostseepfoten erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen

Kategorie