Christiane Göbel Horsemanship

Christiane Göbel Horsemanship Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Co-Trainer
Horsemanshipunterricht und Kurse
Verladetraining

Als ich mir 1992 nach 13 Jahren Pferde- und Reiterfahrung in Western und Englischreiten mein zweites Pferd Alibaba als Absetzer kaufte, war ich überzeugt mit meinen bisherigen Kenntnissen die auf Druck und Gewalt beruhten, dieses Pferd zu einem Reitpferd ausbilden zu können. Doch als Alibaba 3 Jahre alt war, halfen alle Ausrüstungsgegenstände auf dem Markt nicht mehr um ihn zu bändigen, man konnte

ihn weder führen noch reiten und die bisherigen Methoden mit immer härteren und schärferen Hilfsmitteln zu arbeiten waren nicht nur erfolglos, es wurde so schlimm, dass ich dieses Pferd noch nicht einmal von A nach B führen konnte. Damals suchte ich mir professionelle Hilfe in Form eines Europameisters im Westernreiten, der meinte, ich soll das Pferd schlachten, es sei eine Gefahr. Ich war am Ende und nach einem Telefonat mit dem Pferdemetzger fuhr ich zur Equitana 1995. Dort lernte ich das erste Mal Natural Horsemanship kennen und dies war unsere Rettung und nur 4 Jahre später ritt ich meinen Alibaba ohne Sattel und Zaumzeug, ohne Halfter und Halsring selbst auf der Equitana vor Publikum in allen Gangarten und konnte mein Pferd am Boden und im Sattel ohne Ausrüstung Dinge tun lassen, die 4 Jahre zuvor noch nicht einmal mit aller Ausrüstung auf dem Markt möglich waren. Dies war unsere Rettung und ich lernte, dass nicht Druck und Gewalt und schärfere Hilfsmittel die Lösung waren, sondern Psychologie, Wissen über die eigene Energie und die des Pferdes zu haben, Pferde lesen zu können und mit Ihnen so zu kommunizieren, dass sie gerne mit mir zusammen sind. Rückblickend war dies die Rettung für Alibaba und für mich der Weg meiner Berufung zu folgen, Menschen und Pferden zu einer besseren Partnerschaft zu verhelfen.

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08/06/2026

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04/06/2026

Wächst Dir die eigene Pferdehaltung auch über den Kopf?

Ich treffe immer öfter Pferdehalter in Eigenregie, denen die eigenen Pferdehaltung über den Kopf zu wachsen scheint, sei es finanziell, arbeitstechnisch, zeittechnisch, verantwortungstechnisch usw.....und dann denke ich zurück an die letzten Jahrzehnte und frage mich manchmal, wie ich das alles geschafft habe.

Mann, Kind, Pferde, Hunde, Katzen, Hof, 2 Jobs, Ausbildung zum Horsemanshiptrainer usw.....und dann sehe ich manche meiner Schülerinnen, die ähnliches stemmen und oft auf dem "Zahnfleisch" gehen.

"Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden"

Aus heutiger Sicht war "damals" alles gut, wie es war, ich konnte das alles irgendwie stemmen und leisten, - was ich mir nie leisten konnte, war es - die Pferde in Pension zu geben. Aber das lag auch daran, dass ich immer mehrere Pferde hatte, DENN - wenn man real mal alles zusammen rechnet, was man an Investitionen tätigen muss um eigene Pferde zu halten....da kommt einiges zusammen und man könnte wohl dafür locker ein Leben lang EIN Pferd in Pension stellen:

1. Einmalige Investitionen (Infrastruktur & Baumaßnahmen)
Wenn man nicht bereits einen voll ausgestatteten Resthof besitzt, muss man für die Ersteinrichtung tief in die Tasche greifen:
Weideland: Kauf oder Pacht von ausreichend Fläche (Faustregel: ca. 1 Hektar pro Pferd, um Weideparasiten und Trittschäden zu vermeiden).
Einzäunung: Robuste Zäune (Holz- oder stabiler Weidezaun mit Strom) sowie frostsichere Tränken.
Offenstall / Unterstand: Ein wind- und wetterfester Offenstall mit befestigtem, matschfreiem Paddock oder befestigten Laufwegen.
Bodenbefestigung: Spezielle Paddockplatten (z.B. Paddockgitter) und Sand oder Alternativen dazu, damit die Pferde im Winter nicht im Schlamm stehen.
Lagerraum: Ein trockener, diebessicherser Raum für die Heu- und Strohlagerung sowie ein separater Platz für das Equipment (Sattelkammer).
Mistlagerstätte: Eine befestigte und abgedichtete Mistplatte, die gesetzlichen Vorgaben entspricht kann schnell finanzielle Löcher reißen.
Maschinen & Geräte: Traktor oder Hoflader, Mistgabeln, Schubkarren, Weidepflegegeräte (Mähwerk, Schleppe) usw.......hier kommen sehr schnell 5-6 stellige Summen zusammen.

2. Laufende monatliche Fixkosten
Futter: Heu in sehr guter Qualität und Stroh/Sägemehl oder ähnliches als Einstreu. Dazu eventuell Mineralfutter und Kraftfutter.
Pacht & Nebenkosten: Kosten für das Land, Grundsteuer, Strom und Wasser.
Gesundheit & Vorsorge: Tierarzt, Zahnarzt und Hufschmied.
Versicherungen: Pferdehaftpflichtversicherung, eventuell OP- oder Krankenversicherung(bei den aktuellen Tierarztkosten empfehlenswert) sowie Tierhalter-Rechtsschutz.
Mistentsorgung: Kosten für die Abholung oder Verbringung des Mists auf ein Feld, Kosten für das Abmulchen der Weidefläche nach Nutzung usw.....

3. Zeitaufwand
Tägliche Arbeitszeit: ca. 1 bis 3 Stunden(je nach Anzahl der Pferde) täglich für das Misten, Füttern, die Kontrolle der Weiden und Zäune sowie ggfls. Pflege der Pferde.
Da Pferde Herdentiere sind, muss man die Haltung von mindestens zwei Pferden planen. Zudem muss die tägliche Versorgung auch im Krankheitsfall, bei Verletzungen oder im Urlaub nahtlos gewährleistet sein.

Wenn man das alles weiß und zusammenrechnet, dann kann man sicher auch ein Pferd in Pension stellen und hat schon mal alles unter Punkt 1 vom Hals und Punkt 2 beschränkt sich womöglich auf die Vollpension, während Punkt 3 in Vollpension der freien Zeitgestaltung mit dem Pferd zur Verfügung steht.

Und Zack - schon bekommt man eine andere Sichtweise und manch einer überlegt sich, ob er seine "Pferdesammelleidenschaft" einstellt, sein "Lieblings-Pferd" in Pension stellt und ab sofort "nur noch" für die "schöne gemeinsame Zeit" zum Pferd fährt.

Andererseits ist es eine lebensverändernde Erfahrung, alles rund um die eigene Pferdehaltung selbst zu erleben, zu bezahlen und zu erarbeiten. Erst dann kann man wahrscheinlich wertschätzen, was ein Pensionspferdestallbetreiber leistet.

Für welchen Weg man sich entscheidet, das hängt von vielen Faktoren ab und die dabei gemachten Erfahrungen, die kann einem niemand mehr nehmen. Sie tragen natürlich zur persönlichen Weiterentwicklung bei, sind aber oft sehr kostspielig an Geld und Zeit.

Aber wie heißt es so schön...."hinterher ist man immer schlauer", doch ich bereue nichts und bin sehr froh darüber, fast 40 Jahre lang meine Pferde in Eigenregie gehalten zu haben. Alles hat zwei Seiten und irgendeinen "Tod" muss man immer "sterben". Also entscheide für Dich selbst, was Du ER-leben möchtest in Bezug auf eigene Pferdehaltung.

Und das Schöne ist ja, dass man im Grunde immer neue Entscheidungen treffen darf, man muss nur dazu stehen, ohne sich ein schlechtes Gewissen von wohlwollenden Mitmenschen einreden zu lassen.

Und wenn Du Dich für die "eigene" Pferdehaltung entscheidest, kann Dir meine Gratisbroschüre "7 Tipps für eine kostengünstige Pferdehaltung" weiterhelfen: https://christiane-goebel.de/Startseite/BLOG/7-Tipps-fuer-eine-kostenguenstige-Pferdehaltung/

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31/05/2026

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Pferdeprofi in 6 Monaten? ...und dann noch mit Onlinekursen? Solche und ähnliche Anzeigen findet man immer öfter auf Soc...
29/05/2026

Pferdeprofi in 6 Monaten?
...und dann noch mit Onlinekursen? Solche und ähnliche Anzeigen findet man immer öfter auf Social-Media-Plattformen und ich habe selbst schon Menschen kennengelernt, die an solchen Angeboten teilnehmen und sich dann "Trainer" nennen.

Deshalb möchte ich heute die Frage aufgreifen: "Muss überhaupt jeder, der mit Pferden zu tun hat, ein Pferdeprofi werden?" - "Kann überhaupt jeder ein Pferdeprofi werden?" - "Was ist überhaupt ein Pferdeprofi?"

Nehmen wir mal zuerst die Frage: "Was ist überhaupt ein Pferdeprofi?" - darüber kann man wahrscheinlich ganz unterschiedliche Antworten erhalten, doch wenn man z.B. die Sendung "Die Pferdeprofis" hernimmt, dann ist ein Pferdeprofi jemand, der aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung in der Lage ist, mit "schwierigen" Pferden(Problempferden) an Lösungen zu arbeiten, bzw. die Probleme zu lösen.

Ob der Besitzer solcher "Problempferde" danach selbst einen Weg mit diesen Pferden findet und mit ihnen klarkommt, das hängt sicher auch vom Besitzer ab, und da wären wir dann schon bei der nächsten Frage: "Muss überhaupt jeder, der mit Pferden zu tun hat ein Pferdeprofi werden?"

Ich persönlich finde nicht, dass jeder, der mit Pferden zu tun hat, bzw. ein Pferd hat, auch ein Pferdeprofi werden muss. Im Grunde reicht es doch für den Besitzer eines Pferdes, wenn er mit diesem einen Pferd einen Weg findet glücklich zu werden. Das ist nicht immer möglich, wenn Mensch und Pferd "negativ" in Ressonanz gehen und sich gegenseitig aufreiben.

Der Weg mit Pferden ist deshalb aus meiner Sicht auch immer ein Weg zu sich selbst, ein Weg seine eigene Persönlichkeitsentwicklung "positiv" zu entwickeln, doch es ist nicht verboten, wenn man merkt, dass man nicht zusammen passt, dass man sich eben auch trennt und mit einem andern Pferd sein Glück sucht. - Wir haben nur dieses eine Leben -

Und da wären wir dann auch gleich bei der dritten Frage:"Kann überhaupt jeder ein Pferdeprofi werden?" - Ich bin der Meinung NEIN, - warum? Weil nicht jeder bereit ist diesen Weg zu gehen, fehlendes Talent kann zwar durch Fleiß ausgeglichen werden, aber wenn ich zurückdenke an meine Ausbildung von 1995 bis 2002 zur Horsemanshiptrainerin, dann weiß ich heute garnicht mehr, wie ich das "geschafft" habe.

Familie, Kind, Hof, Pferde, Hunde, Katzen, Beruf usw....und dann noch Zeit und Geld für die jahrelange Ausbildung, die vielen Wochen-und Wochenendkurse, USA-Aufenthalte, Train-the-Trainer-Camps usw....7 Jahre ging alle Zeit und Geld in die Fortbildung und parallel natürlich musste ich mit eigenen und fremden Pferden mein Wissen erweitern und mein "Können" unter Beweis stellen - und damals gab es nur Präsenzunterricht, kein Internet.

Ich hab keine Ahnung, wie ich das damals gemacht habe, und ich weiß auch nicht, wer heute bereit ist diesen Weg zu gehen, aber ich glaube nicht, dass es in 6 Monaten und dann noch großteils online gehen kann. Aber bestimmt gibt es ja auch talentiertere Pferdeleute wie mich, die eben nicht so lange brauchen....aber ob es in 6 Monaten und online geht?

Was willst Du persönlich denn tatsächlich? Willst Du einfach nur mit Deinen 2, 3, 4 oder 5 Pferden daheim am Stall klarkommen? Willst Du andern Menschen mit ihren "Problempferden" helfen? Willst Du Reitunterricht geben? Willst Du einfach nur mit Deinen Pferden "glücklich" sein?

Diese Fragen sind ausschlaggebend, denn wenn Du einfach nur mit Deinen Pferden klarkommen und glücklich werden willst, dann musst Du Dich lediglich auf Deine Pferde einstellen und nicht gleich Expertenstatus erreichen. D.h. Du musst Dich nur auf die Charaktere Deiner Pferde einstellen und keine Ausbildung machen um mit allen Pferde-Charakteren klar zu kommen, und dazu noch mit deren Besitzern.

Wenn Du allerdings "Expertenstatus" erreichen möchtes, da gibt es ja diese Zahl, die schon vor 30 Jahren im Raum stand und es heute immer noch tut. Selbst wenn man die KI fragt, kommt diese Zahl zur Geltung - wie viele Stunden sind notwendig um einen Expertenstatus zu bekommen? So lange ich denken kann, kommt hier die Zahl "10.000 Stunden" zur Sprache.

Hier geht es um bewusstes Üben/Trainieren und wenn man das mal in Jahre umlegt, wären das bei einer Vollzeittätigkeit(40 Stundenwoche) ca. 5 bis 6 intensive Jahre. Natürlich gibt es Menschen, die brauchen weniger und andere, die brauchen mehr, aber fertig ist man quasi nie. Und immer wenn man denkt, man hat schon alles erlebt, dann kommt dieses eine Pferd, das anders ist als die 500 Pferde davor.

Egal ob Du das Fundament für Deine Expertenlaufbahn legen willst oder einfach "nur" mit Deinem Pferd glücklich werden willst, das Sommercamp im Juli kann für Dich der Wendepunkt werden, mehr dazu hier: https://christiane-goebel.de/Unterricht-und-Kurse/Sommercamp-2026/index.php/

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