Mensch-Tier-Beziehungsweise

Mensch-Tier-Beziehungsweise Die Mensch-Tier-Beziehung auf allen Ebenen betrachtet, d.h. medizinisch, pädagogisch und spirituell

16/06/2024
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10/10/2023

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🐾💚 wie gut, dass es euch gibt🍀🐾

08/10/2023

😍

Ein wirklich großer Verlust... menschlich wie fachlich 😞 RIP 🌈
07/10/2023

Ein wirklich großer Verlust... menschlich wie fachlich 😞 RIP 🌈

Am 22. September erhielt ich die schockierende Nachricht vom unerwarteten Tod meiner langjährigen Freundin und Mentorin Dorit Urd Feddersen-Petersen!
Aus persönlichen Gründen wird diese traurige Nachricht in Absprache mit Dorits enger Verwandtschaft erst am 07. Oktober bekannt gegeben.
Obwohl Dorit und ich gleichermassen wenig mit den sozialen Medien zu tun haben wollten, nutze ich ebenfalls in Absprache mit Dorits Verwandtschaft diese Plattform dennoch, um eine möglichst große Reichweite zur Verbreitung dieser traurigen Nachricht zu erzielen.

Folgenden Nachruf habe ich für das Deutsche Tierärzteblatt verfasst:

Die am 12. April 1948 in Rendsburg geborene Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Verhalten von Wildcaniden, Hybriden und Haushunden, starb am 22. September 2023 in Kiel.

Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen studierte Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Dort promovierte sie über das Ausdrucksverhalten und die soziale Organisation an Zwergpudeln, Goldschakalen und deren Gefangenschaftsmischlingen, über die sie am Institut für Haustierkunde in Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Herre forschte.

Frau Dr. Feddersen-Petersen war auch Fachtierärztin für Tierschutz und für Verhaltenskunde. Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte blieben die Ethologie und die Psychologie der Wölfe und Haushunde. Sie leitete jahrelang den Haustiergarten in Kiel, ebenso die von ihr gegründete AG „Verhaltensbiologie an Wild- und Hauscaniden“.

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen war eine der führenden Ethologinnen weltweit.
Als Dozentin am Institut für Haustierkunde der Universität Kiel leitete sie u. a. die Arbeitsgruppe vergleichende Verhaltensforschung, die bedeutende Erkenntnisse über unsere tierischen Sozialpartner erarbeitete. In Deutschland gilt sie daher als DIE Expertin zum Thema „Hund und Hundeverhalten“.

Ihre Bücher sind Standardwerke zur Verhaltensforschung von Wölfen und deren verwandter Caniden, deren Sprache, Mimik und Körpersprache, Lautäußerungen, Gerüche und Berührungen sowie Kommunikation und Verständigung untereinander. In Bezug auf die Menschen erforschte sie dieses vier Jahrzehnte intensiv.

Unermüdlich hielt sie weltweit Seminare, schrieb Bücher und Gutachten, bekam etliche Preise, u.a. im Jahr 1992 den Felix Wankel- Tierschutz- Forschungspreis sowie im Jahr 2018 die Verdienstmedaille der Tierärztekammer Schleswig-Holstein, in der sie auch Mitglied der Prüfungskommission für die Hundetrainer-Zertifizierung war.

Dorit bereicherte zweifellos die Welt der Caniden.
Auf die Frage, welche Spuren sie hinterlassen möchte, antwortete Dorit sinngemäß, dass sie hoffe in guter Erinnerung zu bleiben. Sie wünschte sich so sehr, dass ihr Wissen nicht verloren geht und falsch interpretiert wird.

Aus diesem Grund wurde mir ihr wissenschaftlicher Nachlass anvertraut.
Ich lernte von Dorit alles aus dem ethologischen Bereich und fühle mich deshalb besonders geehrt. In meinen zukünftigen Vorträgen sowie meiner Arbeit werde ich Dorit würdigen und sie weiter leben lassen.
Denn wir waren beide fest überzeugt davon, dass eine Person niemals stirbt, solange über sie gesprochen wird!

Wie ihre – für sie besonders wichtige - Nichte Michaela sagt, war Dorit herrlich unkonventionell! Sie war eine großartige Wissenschaftlerin, die damals in der sehr männerdominierten wissenschaftlichen Welt als junge Frau wesentlich mehr leisten musste, um die selbe Anerkennung zu erhalten wie ein Mann. Das hat sie mehr als geschafft!
Sogar Konrad Lorenz gab ihr durch die Widmung eines Buches schriftlich, dass er falsch lag und Dorit seine These durch ihre wissenschaftliche Arbeit widerlegen konnte. Sie bewies, dass alle Hunderassen den Wolf als Urahnen haben und keine Rasse von Schakalen oder Coyoten abstammt, wie vorher angenommen.

Für viele war Dorit eine Koryphäe, ja sogar eine Inspiration. Häufig wurde sie zitiert, oftmals auch falsch, da nicht jeder ihren Gedankengängen folgen konnte.

Dorit hat die Wissenschaft geliebt und für diese gelebt!

Sie fand sich in einem Zitat von Nina Berberowa wieder: „Ich habe, so scheint es mir, aus jeglichem Ballast irgendetwas gemacht, etwas Trauriges oder etwas Freudiges, in jedem Fall etwas Lebendiges. Wenn ich mich betrachte, sehe ich, dass mir, wie man so sagt, alles zum Vorteil gereicht hat, und wenn der Preis dafür manchmal übermäßig hoch war, so war es doch der Preis für das Leben.“

In der biologischen Wissenschaftswelt hat Dr. Dorit Feddersen-Petersen Geschichte geschrieben.
Aber nicht nur das. Viel wichtiger ist, dass Dorit ein besonderer Mensch war: Hochsensibel, hochintelligent, reflektiert, humorvoll, tiefgründig und hinterfragend. Sie war wortgewandt, liebte die deutsche Sprache und war vielseitig interessiert. Kunst, Kultur und die Literatur waren ihre Leidenschaft.
Die Gespräche mit Dorit waren immer bereichernd, denn ihr Wissensschatz war groß, die Denkanstöße interessant und inspirierend. Überdies konnten wir auch herzlich zusammen lachen.
Sie hatte für jeden ein offenes Ohr und war ein gutmütiger Mensch, der schlecht „nein“ sagen konnte, was auch oft ausgenutzt wurde.

Liebe Dorit, Du wirst für mich immer unvergessen und unersetzlich bleiben!
Ich danke Dir, dass Du mein Leben mit Deinem Wissen und insbesondere Deiner Freundschaft so sehr bereichert hast.

Dr. Pasquale Piturru

Auf ihren Wunsch wird Dorit im engsten Familienkreis bestattet.
Als ihr zugedachte Anteilnahme wäre ganz in Dorits Sinne eine Spende an ein Projekt, das sie schon zu Lebzeiten durch den Erlös von Seminaren mit Leidenschaft unterstützt hat: „Rettet das Nashorn“
Spendenkonto: Animal Rescue - Tierrettung ohne Grenzen e.V.
Sparkasse Heidelberg, IBAN DE59 6725 0020 0009 2924 20,
BIC SOLADES1HDB, [email protected]

Ansprechpartner für Kondolenzschreiben: Dr. Pasquale Piturru, Alte Bundesstraße 7, 25373 Ellerhoop, eMail: [email protected], der diese in Absprache an Dorits enge Verwandtschaft weiterleiten wird.

Wer kennt es nicht 😂👍
19/09/2023

Wer kennt es nicht 😂👍

21/08/2023

Auszug aus einem Interview mit Günther Bloch, Hunde- und Wolfsforscher – mit sehr aktuellen Bezügen! 🐺🙂

ATN: Herr Bloch, in Deutschland hat ja mancher wirklich Angst, dass es bald zu viele Wölfe geben könnte – so rasant wie sich die Spezies im Augenblick ausbreitet. Lässt die Biologie „zu viele Wölfe“ überhaupt zu?

GÜNTHER BLOCH: […] Ihre Anzahl ist natürlichen Reglementierungen unterworfen – Krankheiten, Alter, Nahrungsangebot, Abwanderung – sie können sich gar nicht „unkontrolliert“ vermehren, weil die ganz natürlichen Umweltbedingungen „kontrollierend“ auf sie wirken. In einer Wolfsfamilie leben immer nur so viele Wölfe, wie das Gebiet ernähren und beherbergen kann. Und jede Familie besetzt ihr eigenes Territorium. Ist irgendwann alles besetzt und verteilt, werden es nicht noch mehr Wölfe, weil alle, die für sich keinen Platz finden, abwandern. Die laufen dann so lange, bis sie irgendwo wieder auf freies Gebiet stoßen. Wölfe expandieren also in Territorien, die frei sind und sich als Lebensraum eignen. Aus Wolfssicht ist Deutschland ziemlich frei – deswegen steigt die Zahl der Wölfe aktuell. Die Frage ist unterm Strich nicht, ob es irgendwann zu viele Wölfe gibt, sondern wo und inwieweit wir bereit sind, Wölfe zu dulden.

ATN: Wölfe gelten ja als sehr anpassungsfähig – passt sich wirklich jeder Wolf an das Umfeld an, in das er hineingeboren wird?

GÜNTHER BLOCH: Was wir wissen: Wölfe besitzen die Fähigkeit, an geographischen Besonderheiten – der Form von Tälern etwa, dem Vorhandensein von Vegetation und Deckung, Wasser und ähnlichem – geeignete „Wolfsgebiete“ zu erkennen. Sie erkennen auch den Nutzen von Infrastruktur. Sie müssen nicht jedes Mal von der Pike auf lernen, auf Eisenbahngleisen oder Waldwegen, Straßen etc. zu gehen. Sie sehen dergleichen und wissen unmittelbar wozu es gut ist. Sie wissen aber auch, dass Orte, die „schön“ sind, besetzt sein können. Und aller meistens laufen nach Territorium suchende Wölfe weiter, wenn sie auf Konkurrenz stoßen. Natürlich gibt es auch territoriale Streitigkeiten. […]

ATN: Dann sehen Wölfe Menschen von sich aus nicht unbedingt als Konkurrenz an, oder?

GÜNTHER BLOCH: Vielleicht ist es für Wölfe selbstverständlicher und natürlicher, mit anderen Spezies zu koexistieren, als für uns Menschen. Wölfe besitzen die Fähigkeit, sich mit Konkurrenten zu arrangieren. Menschen neigen dazu, Konkurrenz zu vernichten. Der Witz ist, dass Jagddruck durchaus dazu führen kann, dass sich Wölfe zurückziehen – sie wissen aber sehr genau, dass es dort am sichersten ist, wo die Menschen wohnen. In Stadtrandgebieten und Dörfern schießt keiner.

ATN: Wölfe gehören ja auch zu den Spezies, die Kulturen etablieren und Traditionen weitergeben – Stichwort „Überlebensstrategien vorleben“. Könnte man dieses Wissen nicht nutzen, um sie vielleicht ein Stück weit in unserem Sinne zu „erziehen“?

GÜNTHER BLOCH: Na klar. Wenngleich Kultur nicht gleich Tradition ist. Man kann Wölfen „beibringen“, dass Nutztiere etwa keine adäquate Beute sind. Mit ganz grundsätzlichen Herdenschutzmaßnahmen, die durch individuelle Strategien ergänzt werden. Wölfe sind schlau, es kostet sie ein Lächeln, vermeintliche Patentrezepte „von der Stange“ zu unterwandern und auszuhebeln. Aber wenn man selber clever ist, kann man es schaffen, ihnen eine Idee voraus zu sein. Wenn wir Wölfen ermöglichen, zu lernen, was wir wollen, dass sie lernen – zum Beispiel Schafe, Pferde oder Kühe links liegen zu lassen, wenn sie auf Jagd gehen – und wenn wir ihnen dann erlauben, das Gelernte an ihre Nachkommen weiterzugeben – unter anderem, indem wir Wölfe nicht bejagen – haben wir ziemlich gute Karten, wirklich nachhaltig mit Wölfen leben zu lernen. Ich habe in der Slowakei Wolfsrudel beobachtet, die in der Nähe von Dörfern siedelten. Ihre Jagdgründe hatten sie in den Wäldern. Zwischen Dorf und Wald befanden sich Kuhherden. Was hatten wir für einen Spaß, die Wölfe jeden Tag mitten durch Kuhherden laufen zu sehen, um in den Wäldern jagen zu gehen. Sie hätten tausende Gelegenheiten gehabt, Kühe zu töten. Haben sie aber nicht gemacht. Weil sie von irgendwelchen Wölfen lange vor ihnen eine Tradition übernommen hatten, genau das lieber nicht zu tun. Unterm Strich ist es genau wie bei uns: manche Tiere essen wir, andere setzen wir auf unsere Sofas. Auch Wölfe fressen nicht alles, was ihnen vor die Schnauze kommt.

ATN: Sie plädieren also dafür, Wölfe nicht zu jagen, damit sich Jungtiere an Alttieren quasi „vom Menschen erwünschtes Verhalten“ abschauen können?

GÜNTHER BLOCH: Genau. Das ist zwar nicht der einzige Grund, aber ein wichtiger. Zumal Wölfe, die mit einer adäquaten Überlebensstrategie, einem „Plan“, von zu Hause abwandern, diese Strategie mitnehmen. Lassen sich abwandernde Wölfe in freien Territorien rund um das Elternrevier und darüber hinaus nieder, hat man nach drei, vier Generationen eine kleine Dynastie in dem betreffenden Gebiet. Es lohnt sich, diese Dynastien zu schützen, weil in ihnen die Traditionen weitergereicht werden, es wird eine bestimmte Kultur gelebt, und aus der brechen Wölfe nicht mehr einfach so aus. Zumindest, wenn man als Mensch ein Auge auf die Rahmenbedingungen behält.

ATN: Was ist mit sogenannten Problemwölfen?

GÜNTHER BLOCH: Echte Problemwölfe sind Ausnahmen. Natürlich muss man hier eine Grenze ziehen und schauen, ab wann ein Verhalten tatsächlich nicht mehr tolerierbar ist. […] Wir erinnern uns: Wolfseltern sind diejenigen, die den Jungen Weisheiten vorleben, was wo wie zu tun ist. Schießt man sie ab, bleiben konfuse Jungtiere zurück, die nicht richtig wissen, wie das reale Leben funktioniert. Mit Abschussquoten nehmen wir uns und dem Wolf – wie wir gesehen haben – jede Chance, eine vernünftige Koexistenz des gelassenen Miteinanders zu entwickeln. Wer die Weisheit aus einer Wolfsfamilie herausschießt, zwingt die Hinterbliebenen, sich Beute zu erschließen, die der Weisheit nicht bedarf. Wer nach Abschussquoten für Wölfe ruft, muss sich im Klaren darüber sein, wie sehr er Nutztiere damit gefährdet.

(Quelle: Webseite der „Akademie für Tiernaturheilkunde [ATN] – Judith Böhnke“ vom November 2017, dort aktuell nicht mehr verfügbar)

Foto: ©Ira Prettycloud; https://www.facebook.com/iraprettycloud/photos/a.1406922546273718/1406923162940323

11/07/2023

Bislang können Jäger in Brandenburg wildernde Hunde jederzeit abschießen, wenn sie sich weit genug vom letzten Haus vor dem Wald befinden. Das soll künftig verboten werden. Was sich sonst noch für Jäger ändert und wie der Plan von Grünen-Minister Axel Vogel bewertet wird.

10/05/2023

Regenwürmer - die meisten haben keine Ahnung, mit wem sie es da zu tun haben. Lasst uns das ändern

18/03/2023

'WHEN I GROW OLD'
When you buy a horse, plan to take care of it in its old age. Use it in such a way that the horse remains healthy in the long term. And when he grows old, see in him the one who was in his full strength, love him even more than in his youth.
💗💗💗💗💗💗💗

❣️
08/03/2023

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“How much weight can a horse carry?

In my experience, a horse can carry an infinite amount.

They can carry the weight of broken hearts, broken homes, and broken bodies. Countless tears sometimes comb their tangled manes. Moments when parents and friends cannot be there to help and hold a person, horses embrace and empower. They carry physical, mental, and emotional handicaps. They carry hopes and dreams; and they will carry the stress from your day when you can't carry it anymore.

They carry graduations, they carry new careers, they carry moves away from everything familiar, they carry marriages, they carry divorces, they carry funerals, they carry babys before they are born, and sometimes they carry the mothers who cannot carry their own baby. They carry mistakes, they carry joy, they carry the good and they carry the bad. They carry drugs and addictions, but they also carry the celebrations.

They will carry you to success when all you have felt is failure. They will carry you, never knowing the weight of your burdens and triumphs.

If you let them, they will carry you through life, and life is hard, life is heavy. But a horse will make you feel weightless under it all.”

-Written by Sara Huffman

Photo credit: https://www.facebook.com/DorotaKudybaArt/photos

Good night, God Bless. 🙏🏻💖

D.O.Q. Test 2.0 mit the doghouse - Ihr professioneller Hundeservice. Eine schöne Prüfung heute👍Herzlichen Glückwunsch 🍀🐾...
18/02/2023

D.O.Q. Test 2.0 mit the doghouse - Ihr professioneller Hundeservice. Eine schöne Prüfung heute👍Herzlichen Glückwunsch 🍀🐾

Weil es nicht egal ist, wie dein Hund und du als Team zusammenarbeiten ❣️

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