24/05/2018
„…eine HUNDEtagesstätte?...“
Ich schaue oft in sehr fragende Gesichter, wenn ich Menschen erzähle, dass ich eine HuTa betreibe. Auch ich hatte zum Start der HuTa nicht im Ansatz klar, was es dort alles für unterschiedliche Gründe geben kann, seinen Hund in eine Tagesstätte zu bringen: von sehr schönen bis hin zu sehr dramatischen:
Oft stecken die Besitzer/-innen in einer sehr schwierigen Lebensphase, und da ist es eine große Hilfe für sie, wenn sie ihren Hund gut betreut wissen. Plötzliche private oder berufliche Veränderungen, die so nicht gewollt waren, stellen von heute auf morgen alles auf den Kopf: Scheidung, längerer Auslandsaufenthalt eines Ehepartners, oder die Kinder sind erwachsen und ziehen zu Hause aus.
Krankheiten sind ein anderer vielschichtiger Grund, warum plötzlich eine Tagesbetreuung für den geliebten Vierbeiner her muss. Ich habe hier schwere Lebenskrisen hautnah mitbekommen, Unfälle und schwere Krankheiten der engsten Familienangehörigen. Neulich schaute sich eine älterer Dame meinen Betrieb an; nur „für den Fall der Fälle“ und sie ad hoc (was in ihrem Alter jederzeit passieren könne) ins Krankenhaus müsse, möchte sie ihren Dalmatiner tagsüber in guten Händen wissen. Abends und am Wochenende könne er dann von der berufstätigen Tochter übernommen werden.
Im Gegensatz zu diesen schweren Fällen, werde ich aber auch für zahlreiche ganz „kleine Probleme“ benötigt, wie z. B. für die Sommermonate, in denen der Hund nicht wie sonst beim kurzen Auswärtstermin im Auto bleiben kann; oder für diejenigen Hunde, die generell oder im Moment nicht gerne alleine bleiben; für Tage, an denen der gewohnte Hundesitter mal ausfällt, oder auch für den Ausnahmezustand, wenn eine Truppe Handwerker in der sonst so ruhigen Wohnung arbeiten muss.
Letztlich gibt es aber auch die wunderbaren, „nicht problembehafteten“ Gründe, wie z. B. Hunde die hier endlich einen vierbeinigen besten Kumpel gefunden haben, oder Frauchen/Herrchen sich einfach nur darüber freuen, wenn ihre Vierbeiner Spaß haben und es ihnen gut geht, während sie sich mal einen Wellnesstag gönnen.
Ja, unsere Hunde sind am Besten im geliebten Heim aufgehoben. Aber manchmal kommt es im Leben ganz anders als geplant, und da ist es gut einen Plan B in der Hand zu haben.