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Inh.

17/08/2026

Was Hunde alles so können sollen...

Frust aushalten, Impulskontrolle - man hört diese Begrifflichkeiten immer wieder. Und sie haben gewiss ihre Berechtigung. Abwarten, nicht gleich das Ziel erreichen, welches man im Kopf hat.
Was wir bei den Hunden thematisieren, können wir es denn selbst?
Die Messlatte, die bei Hunden angelegt wird, ist teilweise ganz schön hoch.

Wie oft wird im Straßenverkehr gehupt, weil es nicht schnell genug vorwärts geht. Manche Autofahrer sind flott dabei und zeigen sich genervt, wenn es drum geht, dass der Verkehr nicht fließt, wie man es sich wünscht.
Was ist, wenn wir im Restaurant eine Weile auf unser Essen warten müssen - das behagt vielen nicht wirklich.
Und auch im Bereich Aggressionsverhalten können manche Menschen mithalten 😉. Damit ist nicht unbedingt körperliche Gewalt gemeint, sondern erst einmal auch in Form von Worten oder Beschimpfungen.
Vor allem in den sozialen Medien geht das heutzutage ruckzuck. Die Hemmschwelle ist deutlich niedriger geworden.

Es ist kein Zufall, dass hier ein Foto von Mikhenso zu sehen ist. Der Rüde nicht immer gut abwarten, vor allem wenn es um Futter geht...
Das kennen manche Menschen auch: Wer hungrig ist, ist manchmal sehr ungeduldig 😉.

Eure Wirs - mit Mikhenso

16/08/2026

Immer wieder wird in Zusammenhang mit Aggressionsverhalten davon gesprochen, dass der Hund ganz "plötzlich" gebissen hat.

Ohne jegliche Vorwarnung. Aus dem Nichts!

Für das ungeübte Auge mag das so wirken, als würde manch ein Hund prompt beißen. Quasi aus dem Nichts. Viele denken, auf jeden Fall würde ein Knurren vorneweg gezeigt werden. Und in der Tat: Es kann sein, dass ein Hund knurrt. Der nächste tut es wiederum nicht. Auch hier ist die individuelle Bandbreite sehr groß.

Manche drohen im Vorfeld hauptsächlich durch Körperanspannung. Sie werden ganz steif und es kann sehr schnell gehen, dass sie nach vorne gehen und beißen.

Am Blick erkennt man oft auch eine ganze Menge. Wenn dieser ernsthaft wird, dann kann es höchste Alarmstufe sein. Vor allem gehört natürlich anstarren und fixieren zum Drohverhalten.

Das als kleiner Exkurs zum Thema Aggressionsverhalten. Denn je mehr man über Hunde weiß und vor allem über das hündische Ausdrucksverhalten, umso besser kann man sie einschätzen und mit ihnen umgehen. Es lohnt sich, Hunde genau zu beobachten - untereinander und im Umgang mit Menschen.

Eure Wirs - mit Seelefant

15/08/2026
14/08/2026

Sie pöbeln andere Hunde an, hören nicht, drehen völlig frei und benehmen sich, als hätten sie noch nie etwas von Grenzen gehört.
Aber mal ehrlich: Ist der Hund wirklich ein Ar*****ch?
Oder ist er ein Hund mit viel Temperament, wenig Orientierung und einem Menschen, der selbst nicht weiß, wie er ihn führen soll?
Natürlich gibt es Hunde, die impulsiver, sensibler oder anspruchsvoller sind. Doch Gene, Temperament und Persönlichkeit sind nicht das komplette Drehbuch.
Entscheidend ist auch, was ein Hund im Alltag lernt:
Wie klar du bist.
Wie verlässlich du reagierst.
Welche Grenzen du setzt.
Und ob du deinem Hund Orientierung gibst – oder nur hoffst, dass er sich selbst reguliert.
Denn dein Hund reagiert nicht losgelöst von dir.
Er nimmt deine Körpersprache, deine Stimmung, deine Unsicherheit und deine Hektik wahr. Wenn du nervös wirst, kann sich seine Anspannung verstärken. Wenn du inkonsequent bist, wird die Situation für ihn unklar. Und wenn du ruhig, klar und handlungsfähig bleibst, bekommt er die Chance, sich an dir zu orientieren.
Das bedeutet nicht, dass jeder schwierige Hund einfach nur „falsch erzogen“ wurde.
Aber es bedeutet, dass wir genauer hinschauen müssen, bevor wir einen Hund abstempeln.
Hinter dem sogenannten „Ar*****chhund“ steckt oft ein Hund, der überfordert ist, nie gelernt hat, mit Reizen umzugehen, keine verlässliche Führung kennt oder in seinem Verhalten immer wieder bestätigt wurde.
Und genau deshalb arbeite ich nicht nur mit Hunden, sondern mit Menschen.
Du bist nicht das Problem deines Hundes – aber du bist ein entscheidender Teil seines Systems. Deine Haltung, deine Entscheidungen und dein Umgang beeinflussen euren Alltag.
Nicht, weil dein Hund plötzlich funktionieren muss.
Sondern weil du Verantwortung übernimmst, Orientierung gibst und echte Verbindung entstehen lässt.
Aus dem Hund, den alle für einen „Ar*****chhund“ halten, wird so ein Hund, auf den du wirklich stolz sein kannst.




Ich wollte mich eigentlich aus diesem „Jeder belehrt jeden“-Quatsch heraushalten. 😅 Leider rattert mein Gehirn – gewollt...
04/08/2026

Ich wollte mich eigentlich aus diesem „Jeder belehrt jeden“-Quatsch heraushalten. 😅 Leider rattert mein Gehirn – gewollt und auch ungewollt – den ganzen Tag irgendwelche Hundethemen hoch und runter. 🫣 Und eines fällt mir immer wieder extrem auf: Probleme über Probleme. Schier unlösbar und auf gar keinen Fall vorhersehbar. 😆

Dabei sprechen unsere Hunde den ganzen Tag mit uns! Man muss nur zuhören und im passenden Moment auch reagieren.

Gewollt sind Tiere wie auf dem Bild: Hunde, die nichts hören, nichts sehen und schon gar nichts sagen. 🙈🙉🙊 Ach, warte – das mit dem Hören ist nicht ganz so … Sie sollen hören, aber natürlich nur das, was der Mensch für richtig oder wichtig hält!

Verhalten sie sich unserer Meinung nach unangebracht, wird entweder gemeckert oder – noch schlimmer – ignoriert.

Dabei gibt es, bevor es überhaupt so weit kommen muss, unzählige Momente, in denen ein kleines Lob oder eine kurze Reaktion auf erwünschtes Verhalten diese täglichen Kämpfe deutlich reduzieren würde.

Hunde machen soooo viel richtig! Fragt man dann nach, warum der Halter darauf nicht reagiert, bekommt man meist Antworten wie:
„Er hat doch gar nichts gemacht.“ (Eben! Gerade bei reaktiven Hunden ist das beispielsweise eine Mega-Leistung!)
Oder:
„Hab ich nicht bemerkt.“ (Traurig! Das Augenmerk liegt auf allem – außer auf dem Lebewesen an meiner Seite.)
Oder:
„Der soll machen, was ich sage. Und wenn ich’s sage, dann gibt’s Lob.“ 🤷🏼‍♀️

Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, aber lassen wir es gut sein.

Mein Fazit: Macht es der Hund richtig, geht es unter oder wird als selbstverständlich angesehen. Macht er etwas falsch, gibt’s einen riesigen Aufstand.

Übrigens ist das nicht nur beim besten Freund des Menschen ein Problem, sondern auch bei Kindern. Irgendwo scheint unsere Fähigkeit, positives Verhalten bewusst wahrzunehmen und zu bestärken, in der sozialen Entwicklung hängen geblieben zu sein.

Das gute Bauchgefühl,ja,das ist irgendwie vielfach verloren gegangen:( Und zu viele wundern sich, wenn der Hund sich wie...
04/08/2026

Das gute Bauchgefühl,ja,das ist irgendwie vielfach verloren gegangen:(
Und zu viele wundern sich, wenn der Hund sich wie ein Hund benimmt…
Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass es viele gar nie interessierte, wie Hunde sich eigentlich verhalten 😔
Ein sehr guter, lesenswerter Beitrag!

Wir Menschen wissen "scheinbar" mehr und mehr über Hunde. Oder doch nicht? Manchmal hat es den Anschein, dass es durch die Informationsflut nicht unbedingt einfacher wird. Vor lauter lauter sieht man manchmal das Wesentliche gar nicht mehr.
Wir haben den Eindruck, dass das Bauchgefühl immer mehr verloren geht. Je mehr Dinge durch den Kopf gehen, umso verkrampfter wird es teilweise.

Was hilft es, zig Bücher gelesen, Internetrecherchen durchgeführt und andere Hundehalter und Hundeschulen befragt zu haben, wenn es dann noch immer unrund mit dem eigenen Hund läuft? Es wird nicht leichter und auch nicht unbedingt besser dadurch, dass ein Trainingsaufbau hochkomplex und kleinschrittigst ausgetüftelt und aufgebaut wird.

Manchmal braucht es mehr Handeln aus dem Bauch heraus. Mehr machen, anstatt zu grübeln, warum und weshalb der Hund nun gerade soundso ist. Früher war er doch ganz anders.

Das kommt vor. Wir verhalten uns auch nicht mehr wie mit 6, mit 10 oder 15 Jahren...
Ja, und der letzte war auch anders. Ups, das ist ja nun auch nicht mehr der Hund, den man einst hatte...?

Weniger Gedanken wälzen, was mit dem Hund los ist, sondern eher, was mit uns Menschen los ist, wenn wir uns fragen, weshalb der Jagdhund draußen dermaßen an Spuren interessiert ist oder der Hund, der gerade aus Rumänien angereist ist, sich vor Menschen, vor Geräuschen, vor dem Treppenhaus gruselt.

Ja, es ist in der Tat so - manche Menschen wundern sich, weshalb Hunde sich wie Hunde verhalten.
Wenn ein Knoten im Hirn zu sein scheint, dann kann es helfen, mal durchzuatmen, mal aus neuer Perspektive draufzuschauen und dann neu durchzustarten.

Eure Wirs - mit Thokosile

22/07/2026

Ich kann es nicht mehr hören.

«Mein Hund ist reaktiv.» Mittlerweile ist das bei vielen fast eine Art Diagnose. Aber was bedeutet das eigentlich?

Reaktivität beschreibt zunächst nur eines: Ein Hund reagiert auf einen Reiz. Oft stärker oder anders, als wir es erwarten würden. Mehr sagt der Begriff aber nicht aus.

Die ausschlaggebende Frage ist nicht, ob ein Hund reaktiv ist, sondern warum er so auf spezifische Reize reagiert. Diese Frage wird jedoch häufig übersprungen. Stattdessen wird der Begriff von Hundehalter:innen und Trainer:innen gleichermassen verwendet. Und jeder versteht etwas anderes darunter.

«Mein Hund kann XY nicht, er ist halt reaktiv.»
Doch Reaktivität erklärt kein Verhalten. Sie ist weder eine Diagnose noch eine Ursache. Hinter dem, was als «reaktiv» bezeichnet wird, können ganz unterschiedliche Gründe stecken: Angst, Frustration, Schmerz, Überforderung, Unsicherheit, gelerntes Verhalten oder territoriale Motivation. Unterschiedliche Ursachen, die unterschiedliche Herangehensweisen erfordern.

Wer seinen Hund einfach als «reaktiv» bezeichnet, läuft Gefahr, nicht mehr genau hinzuschauen. Der Begriff ersetzt niemals eigentliche Verhaltensanalyse.

Warum reagiert der Hund? In welchen Situationen zeigt er dieses Verhalten? Wann zeigt er es nicht? Was geht der Reaktion voraus? Welche Funktion hat das Verhalten für den Hund?
Diese Fragen sind elementar, wenn wir Verhalten verstehen und sinnvoll verändern möchten.

Dadurch kannst du lernen, deinen Hund besser zu lesen, sein Verhalten einzuordnen und die Ursachen dahinter zu erkennen. Gemeinsam mit einer Trainerin kannst du so herausfinden, wo ihr ansetzt, welche Unterstützung dein Hund oder du brauchen und wie ihr Situationen künftig anders gestalten könnt.

Deinem Hund zu helfen bedeutet: Aus verschiedenen Blickwinkeln hinzuschauen. Das ist anspruchsvoll, lohnt sich aber, wenn man Verhalten nachhaltig verändern will.

23/04/2026

Neue EU-Regeln für Reisen mit Haustieren

Ab dem 22. April 2026 gelten in der EU neue Regeln: Mit mehr als fünf Hunden im selben Transportmittel darf man nicht mehr reisen, es sei denn, man nimmt beispielsweise an Wettbewerben teil oder fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Ziel der Regelung ist es, den grenzüberschreitenden illegalen Handel mit Haustieren einzudämmen. Für die meisten Reisenden, die mit einem oder wenigen Tieren unterwegs sind, gibt es jedoch keine Änderungen. Hier gelten weiterhin die Anforderungen an einen Haustierpass, eine Tollwutimpfung und eine Chipkennzeichnung.
Wichtig zu beachten ist, dass besondere Regeln gelten, wenn man mit mehr als fünf Tieren unterwegs ist. Die maximale Anzahl an Hunden, die den Besitzer oder eine befugte Person begleiten, darf insgesamt fünf Tiere nicht überschreiten.
Diese Zahl darf jedoch überschritten werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
🐶 Der Transport der Tiere erfolgt mit dem Zweck der Teilnahme an Wettkämpfen, Ausstellungen oder Sportveranstaltungen oder dem Training für solche Veranstaltungen.
🐶 Es liegt eine schriftliche Dokumentation vor, die bestätigt, dass die Tiere entweder für die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung registriert sind oder bei einem Verein registriert sind, der solche Veranstaltungen veranstaltet.
🐶 Alle Tiere sind über sechs Monate alt. Wenn die Tiere diese Bedingungen nicht erfüllen, müssen sie die Anforderungen für die kommerzielle Einfuhr erfüllen. Alle drei Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein.

Hinweis: Seit dem 22.04.2026 werden diese Anforderungen nun unmittelbar auf Grundlage des EU‑Tiergesundheitsrechts, insbesondere der Verordnung (EU) 2016/429 („Animal Health Law“), angewendet. Die bisherige Regelung wurde damit nicht inhaltlich aufgehoben, sondern in das neue, einheitliche Tiergesundheitsrecht überführt.

👉 Lesen Sie mehr über die Regeln auf der EU-Website:
https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/carry/pets-and-other-animals/index_de.htm

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