31/07/2026
🦷 „Der Zahn fällt schon von alleine raus..." – leider eben nicht immer!
Unser kleiner Nugget von Huffelpuff 🐾 – einer unserer Praxishunde – hatte genau dieses Problem.
Gerade bei sehr klein gezüchteten Hunderassen sehen wir häufig sogenannte persistierende Milchzähne. Das bedeutet, dass die Milchzähne einfach nicht ausfallen, obwohl die bleibenden Zähne bereits durchbrechen.
Woran liegt das? 🤔
Vor allem bei sehr kleinen Rassen – und insbesondere bei Hunden mit Qualzuchtmerkmalen, wie in Nuggets Fall als Pomeranian – ist der Kiefer oft so klein gezüchtet, dass schlicht zu wenig Platz für den normalen Zahnwechsel vorhanden ist. Die bleibenden Zähne suchen sich ihren Weg, während die Milchzähne trotzdem fest sitzen bleiben.
Warum ist es so wichtig, das rechtzeitig zu behandeln?
Bleiben die Milchzähne bestehen, können die bleibenden Zähne in die falsche Richtung wachsen. Dadurch entstehen Fehlstellungen, ein falscher Biss und später oft auch Probleme wie vermehrte Zahnsteinbildung oder Parodontitis. Deshalb sollten persistierende Milchzähne möglichst zeitnah entfernt werden, sobald die bleibenden Zähne durchgebrochen sind.
Auf den Bildern seht ihr Nuggets Gebiss vor der Operation, das Dentalröntgen sowie die entfernten Milchzähne. Mithilfe des Dentalröntgens konnten wir sicherstellen, dass alle Zahnwurzeln vollständig entfernt wurden. 🦷✨
💡 Unser Tipp: Den Zahnwechsel haben wir bei den ersten Impfungen ohnehin immer mit im Blick. Gerade bei kleinen Hunderassen lohnt sich aber eine besonders genaue Kontrolle zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat. Falls ihr unsicher seid oder euch auffällt, dass Milchzähne trotz durchbrechender bleibender Zähne noch vorhanden sind, vereinbart gerne einen Termin in unserer Zahnsprechstunde – ganz bequem online. So können wir frühzeitig eingreifen und Folgeschäden vermeiden. 🐶🦷
Nugget hat den Eingriff übrigens super gemeistert und kann jetzt mit seinem bleibenden Gebiss ganz entspannt weiterwachsen. ❤️🐶