Der Hunde - Schäfer

Der Hunde - Schäfer Behandle deinen Hund nicht wie einen Menschen, sonst behandelt er dich wie einen Hund !Beratung und Praxishilfe für Menschen mit Hund(en) !

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05/01/2023

Verflixt nochmal…
Wo bleibt die Praxis?

Hinweis: HT steht für Hundetrainer/Hundetrainerinnen
HB steht für Hundebesitzer/Hundebesitzerinnen

Es darf ganz einfach so nicht bleiben! Viel zu viele modern ausgebildete HT spielen in Sachen Lerntheorie in einer „erstklassigen“ Liga, sind aber in der Vermittlung von Kompetenzen in der Praxis – wenn überhaupt – maximal drittklassig!
Wem nützt es wirklich, wenn wir ratsuchende HB über lerntheoretische Modelle, über biochemische Vorgänge, über Habituation, Sensitivierung und assoziative Vorgänge aufklären und dabei nicht einmal wissen, wie man eine Hundeleine richtig in der Hand hält.
Die kolossale Kluft zwischen Theorie- und Praxiskompetenzen sehe ich mittlerweile als durchaus ernstzunehmendes Problem in der HT-Ausbildung.
Dabei beklagen die Absolventen der meisten Ausbildungseinrichtungen in Deutschland genau diesen Umstand, wenn Sie zu uns in die Fortbildung kommen: „Theorie war toll, Praxis haben wir leider kaum gemacht“, ist eine mehr als typische Aussage, wenn es um die zurückliegende Ausbildungszeit geht.

„Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten“
(Fernöstliche Weisheit)

Noch nie habe ich den Wahrheitsgehalt einer fernöstlichen Weisheit so stark wahrgenommen, wie in der aktuellen Entwicklung des Hundetrainings.
In einem Interview gab die renommierte Wissenschaftlerin Dr. Dorit-Feddersen-Petersen zu verstehen, dass eine Hundetrainer-Ausbildung voll mit Theorie UND PRAXIS ausgestattet sein muss. Sie spricht in diesem Zusammenhang sogar von einer „ausgefeilten“ Praxis.
Zum Leidwesen so vieler Hunde klappt die Sache mit der Theorie, kaum aber mit der Praxis!
Bereits das Vermitteln einfachster Führtechniken an der Leine stellt viele HT vor scheinbar kaum lösbare Probleme. Dies vor allem bei temperamentvollen, dynamischen Hunden. Diese gelten bei mangelhafter Leinenführigkeit schnell als verhaltensauffällig bzw. schwierig, dabei liegt in den allermeisten Fällen der Ursprung mangelhafter Leinenführigkeit in einer desolaten Führtechnik bzw. Führstrategie.
Es ist durchaus irritierend, wenn ich im Rahmen meiner Fortbildung für HT nur selten auf Menschen treffe, die über ein zufriedenstellendes technisches Know How zum Einsatz der Hundeleine verfügen. So ist festzustellen, dass das wohl wichtigste Hilfsmittel für HB – die Hundeleine – meistens falsch eingesetzt wird.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Leine am Halsband, am Geschirr oder am Halti (Kopfhalfter) verwendet wird.
Das Wort „Leinenführung“ beinhaltet zwei Begrifflichkeiten – Leine und Führung.
Idealerweise sollte das Verhältnis dabei 10% zu 90% liegen. Das heißt, den Löwenanteil der Leinenführigkeit bildet die Führung durch soziales Management (Kommunikation und Interaktion), die Leine hingegen ist eine wichtige Nebensächlichkeit.
Die Realität liefert uns eine nüchterne Erkenntnis: 90% Einsatz der Hundeleine und nur 10% soziale Führung! Da wird gehalten, gezogen und auch gerissen und geruckt – und dies bei scheinbar immer „verrückter“ werdenden Hunden. Die allermeisten hilfesuchenden HB hatten allerdings in Hundeschulen die Leinenführigkeit bereits als sogenannte Praxis-Grundlage vermittelt bekommen!
Doch diese Anleitungen waren weit überwiegend sowohl strategisch als auch technisch schlicht und einfach falsch!
Wenn beispielsweise im Trainingsaufbau der Leinenführigkeit ein Hund auf der linken Seite geführt wird, sollte die Leine grundsätzlich nicht in der rechten Hand gehalten werden! Wie sollen technisch feine Manipulationen (in Dosis und Timing stimmig) über einen derart langen Weg korrekt eingesetzt werden? Das geht einfach nicht!
Welche Funktion hat ein nach oben angewinkelter Arm, wenn der Hund die Leinenführigkeit lernen soll? Niemand(!) kann mit angewinkelten Armen und damit nach oben gehaltener Leine technisch effektiv trainieren.
Klar, wenn die Leinenführigkeit einmal erfolgreich vermittelt wurde, spielt es keine große Rolle mehr, wie die Leine gehalten wird. Aber bis der Lernprozess der Leinenführigkeit abgeschlossen ist, muss einfach über das Handgelenk des lose nach unten hängenden Armes trainiert werden. Das wäre bei einem links geführten Hund logischerweise der linke, lose nach unten hängende Arm.

Auch das permanente Locken mit Leckerli gilt in Sachen Leinenführigkeit bei so vielen Hunden als nicht effektiv, weil es selten zuverlässig bzw. nachhaltig die Leinenführigkeit verbessert (vor allem bei Stressempfinden oder extremer Erwartungshaltung).

In meinen Beratungsanalysen mit schwierigen Hunden sind auch Beziehungstests vorgesehen und dazu gehört unter anderem die Leinenführigkeit (Basis) als Ist-Stand-Analyse.
Nicht in brisanten Hundebegegnungen, sondern in der weitgehend stressfreien Basis-Ausrichtung. Wie wird der Hund geführt? Wie wird an der Leine kommuniziert (Körper, Stimme)? Welche technische Ausrichtung ist zu sehen? Welche Belohnungsoptionen gibt es für den Hund? Was macht der Körper des Menschen? Wie wird verbal kommuniziert? Welche motorischen Abläufe sind erkennbar? Wo befinden sich beim Führen die Hände (wichtig!).
Und dann??? Wir erkennen fast ausnahmslos in derartigen Ist-Stand-Analysen dass eine Leinenführigkeit nicht einmal in der Basis funktioniert! Wie soll es denn dann unter dem Einfluss von Stress klappen?
Bewundernswert, wie schnell sich Hunde positiv verändern können, wenn ihnen durch angeleitete HB kompetente Vorgaben gemacht werden.
Hunde sind unglaublich offen für Veränderungen! Und das gilt vor allem auch für positive Veränderungen.

Der Faden lässt sich natürlich weiterspinnen. Genauso wie der Umgang mit der Hundeleine meist falsch vermittelt wird, gibt es weitere erhebliche Defizite in der Vermittlung von anderen Praxiselementen.
Es ist für mich als „Primärpraktiker“ einfach mehr als ärgerlich, dass grundlegend nette und unbefangene Vierbeiner durch ein falsch vermitteltes Handling früher oder später zu „Problemhunden“ abgestempelt werden.
Warum wird in den meisten Ausbildungseinrichtungen (nicht in allen) das Hundetraining einseitig auf schlichte Konditionierungsabläufe ausgerichtet?
Na, weil es außerhalb ablenkender Umstände funktioniert und die Funktionalität eines Hundes im verhaltensbiologischen Sinne höchste Priorität einnimmt.
Dabei ist doch die Konditionierung verhaltensspezifischer Merkmale nicht mit Hundeerziehung gleichzusetzen. Zwischen Konditionierung (früher „Dressur“) und Erziehung gibt es nun mal einen wesentlichen Unterschied!

KONDITIONIERUNG ist über Reiz-Reaktions-Muster aufgebaut, über Input- und Output-Systeme. Die Zielstellung ist eine im Vorfeld festgelegte, künftige Funktionalität des Hundes.
Die besten Beispiele hierzu dürften im Alltag die erlernten Sitz-, Platz- und Bleib-Situationen darstellen. Das alles aber ist noch lange keine Erziehung, sondern funktionales Lernen!

ERZIEHUNG hingegen umfasst primär soziales Management. Hier geht es – losgelöst von materiellen Inhalten – um Vorgaben sozialer Anpassungsfähigkeiten.
Es geht somit um das Vermitteln sozialer Kompetenzen und damit um Kommunikation, Interaktion, Vertrauen, Respekt, soziale Fürsorge sowie um das Gewähren oder auch Einschränken von „persönlichen“ Freiräumen eines Hundes.
Die Zielstellung dabei ist nicht mehr als ein sozialharmonisches Miteinander.
Wie soll sich ein lerntheoretisch korrekt konditionierter Hund an seinem HB orientieren, wenn das soziale Management nicht oder unzureichend aufgebaut wurde?

Das seit 2014 gesetzlich vorgeschriebene Erlaubnisverfahren zur Ausübung einer Tätigkeit als HT ist lediglich ein Zulassungsmerkmal, jedoch noch lange kein Qualitätsmerkmal.
Als Sachverständiger beteilige ich mich seit Jahren in mehreren Berliner Stadtbezirken an den Fachgesprächen der jeweiligen Behörden.
Da der Gesetzgeber die Hürden auf ein „Mindestmaß an Sachkunde“ festgelegt hat, sind diese Hürden nicht besonders hoch und wenn man methodenoffen beurteilt (was zwingend notwendig ist), sind in der Trainingsmethodik vor allem tierschutzrechtliche Einwände zu prüfen.
Doch gerade die erforderliche Offenheit gegenüber Trainingsmethoden hat in der Vergangenheit bei nicht wenigen Behörden zu Ermessenswillkür geführt.
So sehen es viele Sachverständige in den Fachgesprächen als „Durchfallkriterium“ an, wenn beispielsweise abweichend von typischen Konditionierungsabläufen ein Hund bei unerwünschtem Verhalten räumlich oder körperlich begrenzt wird – selbst wenn dabei keinerlei tierschutzrechtliche Relevanz (Schmerzen/Leiden) zu erkennen ist.
Dieses Vorgehen aber ist methodenorientiert und keinesfalls methodenoffen. Und damit ist ein "Durchfallen" lassen bei abweichender Methodik überhaupt nicht zulässig.
Das bedeutet, dass jeder HT, der sich einer offensichtlich methodenorientierten Beurteilung ausgesetzt sieht, in der nur geläufige Konditionierungsaspekte Gültigkeit haben, gute Aussicht auf Erfolg hat, wenn er sich dagegen zur Wehr setzt.

Warum stellt sich der Baumann schon wieder gegen das doch so moderne, ausgeklügelte und wissenschaftlich belegbare Ausbildungssystem der meisten Ausbildungseinrichtungen.
Ganz einfach, weil mir die Hunde und deren HB einfach leid tun, wenn zweifelsfrei nach bestem Wissen und Gewissen konditioniert wird, die Erziehung aber oftmals gänzlich auf der Strecke bleibt!
Wir profitieren zweifelsfrei täglich von professionellen Konditionierungsmethoden, das alleine macht aber Hunde weder glücklich, noch erfüllt es wichtige erzieherische Anforderungen, die offensichtlich in der hundehaltenden Gesellschaft zunehmend vernachlässigt werden.
Und dass „Erfahrene“ meist viel besser über Erziehung Bescheid wissen als „Gelehrte“, ist übrigens kein Alleinstellungsmerkmal der Hundeerziehung!

Thomas Baumann, 05.01.23

Auch in Krisenzeiten weiterhin hoch hinaus!!Jeder der Lust hat seine Hundeführerfähigkeiten zu verbessern darf sich bei ...
17/04/2020

Auch in Krisenzeiten weiterhin hoch hinaus!!
Jeder der Lust hat seine Hundeführerfähigkeiten zu verbessern darf sich bei mir melden. Lasst uns gemeinsam herausfinden wozu Du und dein Hund fähig seid.
www.derhundeschäfer.de

„Coronazeit“ heißt mehr freie Zeit für Sie und Ihren Hund !An jeder vermeintlich schlechten Situation gibt es eine gute ...
16/03/2020

„Coronazeit“ heißt mehr freie Zeit für Sie und Ihren Hund !

An jeder vermeintlich schlechten Situation gibt es eine gute Gegenseite. Nutzen Sie Ihre arbeitsfreie Zeit für sich und Ihren Hund, dieser freut sich mit Sicherheit über lange gemeinsame Spaziergänge in freier Flur, im Wald und auf den Feldern. Vielleicht haben Sie jetzt auch endlich die Zeit und Muße sich um die ein oder andere Baustelle in Ihrer Mensch- Hund Beziehung zu kümmern. Gern unterstütze ich Sie im Einzeltraining dabei.

www.derhundeschäfer.de

23/02/2020

Hier ist die Fortsetzung vom letzten Kapitel.
Die Texte sind aus einem von mir geschriebenen Werk, in dem ich meine Erfahrungen der letzten Jahre als Hundetrainer zu einem kleinen Buch zusammengefasst habe.

Dieses soll dem (zukünftigen) Hundebesitzer eine klare und einfach zu verstehende Hilfe und Anleitung für die Erziehung seines Hundes sein.

Ich freue mich über eure Likes und ihr dürft das ganze natürlich auch gerne Teilen !

Die Rasse

Die Rasse des Hundes, oder die Rassenkonstellation beschreibt mehr den ursprünglichen als den aktuellen Gebrauch des Hundes. Damit einhergehend, durch die selektive Zucht, die spezifischen Arten des Jagens oder der Elemente des Jagens.
Es gibt 10 Gruppen die vom FCI anerkannt sind.
Diese werden unterteilt in:

1. Hüte und Treibhunde
2. Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
3. Terrier
4. Dachshunde
5. Spitze und Hunde vom Urtyp
6. Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
7. Vorstehhunde
8. Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
9. Gesellschafts- u. Begleithunde
10. Windhunde

Jede Gruppe bietet viele verschiedene einzelne Rassen, die für unterschiedlichste Verwendung und Umweltbedingungen gezüchtet worden sind.
Es empfiehlt sich in jedem Fall über Verwendung und den Nutzen des eigenen Hundes ausreichend informiert zu sein und sich Gedanken zu machen, bevor man sich den „falschen“ Hund einer nicht passenden Rasse anschafft.
Zu oft musste ich Jagdhunden das Jagen abtrainieren, bzw. umlenken. Zu häufig kamen Leute zu mir, deren Energieniveau bei weitem nicht zu dem Energielevel ihres Hundes gepasst hat.
Auch wenn die Entscheidung für einen Hund oft eine emotionale ist, sollte der Verstand und eine gute Selbstreflexion unbedingt mit einbezogen werden. Die Optik und Ausstrahlung eines Hundes sollten bei der Entscheidung über die Rasse eine untergeordnete Rolle spielen.

Nicht alle Eigenschaften eines Hundes lassen sich ausschließlich von seiner Rasse herleiten aber doch sehr viele.
Ich empfehle folgende Überlegung in chronologischer Reihenfolge:

1. Für was brauche ich den Hund, was möchte ich mit ihm machen ? - Verwendung
2. Wie viel Zeit und Energie habe ich für meinen Hund ? - Energielevel
3. Welchen klimatischen Bedingungen ist mein Hund ausgesetzt ? - Habitus,Fellbeschaffenheit
4. Wie soll mein Hund aussehen, welchen Charakter soll er haben ? - Individualität

Aus diesen Fragen ergibt sich dann ein bestimmtes Bild von einem Hund. So kann jeder für sich den passenden Hund mit der passenden Rasse oder Rasse-Mischung finden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich der Ausschluss von kranken und unnatürlich gezüchteten Rassen. So haben zum Beispiel kurzschnäuzige Rassen häufig akute Atembeschwerden, viele ein Leben lang. Zudem sind sie teilweise gar nicht zu einer natürlichen Geburt fähig.
Überdies gibt es leider viele überzüchtete Rassen, bei denen zu viel Aufmerksamkeit auf Optik oder Gebrauch gelegt und gleichzeitig die Erhaltung der Gesundheit vernachlässigt wurde. Die Probleme reichen von Hautkrankheiten über Erkrankungen des Bewegungsapparates bis hin zu Verkümmerungen der Sinnesorgane. Hier sollte man sich intensiv und sehr genau informieren,sowohl über die Züchter, die Zuchthunde und die Rasse im Allgemeinen.
Ich selbst bevorzuge Mischlingshunde bei denen ich eine genauere Vorstellung von den beteiligten Rassen habe. So kann ich mir die gewünschten Eigenschaften ein wenig zusammenbasteln und habe die Hoffnung, dass die Natur durch die Vermischung der Gene die guten bevorzugt und die schlechteren (krankmachenden) vernachlässigt.

Persönlichkeit

Natürlich hat jedes Tier und somit auch jeder Hund eine individuelle Persönlichkeit.
Diese gilt es pfleglich zu behandeln um sich keinen schwierigen Charakter heran zu ziehen.
Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen Persönlichkeit und Verhaltensauffälligkeiten! Meist entstehen diese durch negative Einflüsse von außen oder schlechter Haltung und Führung.

Verhaltensauffälligkeiten sind:

gesteigertes Maß an Aggressionen
Hyperaktivität
Trennungsangst
Zwänge und Fixierungen
Phobien und Neurosen

All diese Verhaltensauffälligkeiten gibt es bei frei lebenden (wilden) Hunden oder Wölfen nicht, oder nur in (sehr) geringem Ausmaß. Hier sollte dem aufmerksamen und bewussten Hundebesitzer klar werden, was wir unseren Hunden mit der Gefangenschaft in unserer zivilisierten Welt „antun“ und was das über unsere Art zu leben aussagt.
Der Hund lebt seit Jahrtausenden mit dem Menschen zusammen, doch besonders in den letzten Jahren stiegen die Verhaltensauffälligkeiten beim Hund rapide an.
Wir können dem nur Einhalt gebieten in dem wir selbst ein möglichst natürliches Leben bevorzugen, somit selbst physisch und psychisch gesund und natürlich stabil bleiben und unserem Hund so gut es geht artgerecht zu begegnen, bzw. ihn zu halten.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage was ist mit Persönlichkeit gemeint ?!

Individuelle Energie und damit verbunden Ausstrahlung und Geruch.
Zur Persönlichkeit zähle ich außerdem die psychische Belastbarkeit, Nervenstärke, die Fähigkeit zu Ruhe und Souveränität und ob sich ein Hund eher situativ dominant oder zurückhaltend, vermeidend oder unterwürfig verhält.
Jeder Hund ist hier unterschiedlich veranlagt, dies sollte vom Hundebesitzer für den Gebrauch unbedingt beachtet werden. Daraus ergibt sich folglich die Art und Weise wie sich der Hund gegenüber der Außenwelt verhält.
Grundsätzlich muss beachtet werden, dass der Charakter von der Rasse mit geprägt wird. Es gibt Rassen mit einem überdurchschnittlich hohen Energielevel, zum Beispiel Hüte-, Lauf- und Schweißhunde, sowie Terrier und es gibt Hunde, mit einem unterdurchschnittlichen Energielevel, zum Beispiel Sennenhunde oder Molosser.
Was dies jetzt für den Menschen bedeutet lässt sich wiederum gut von der Hundewelt abschauen. Gleiches gesellt sich zu Gleichem.
Hunde suchen sich gerne ihre Hundekumpels anhand von Rasse und Persönlichkeit/Energielevel aus. Das heißt, Hunde der gleichen Rasse verstehen sich meist besser, da die Art der Kommunikation eine ähnliche ist. Bei Hunden unterschiedlicher Rassen kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Schäferhunde, die eine sehr direkte Art und Weise der Kommunikation haben, sprich sie sind eher impulsiv und körperbetont, oder auch forsch.
Trifft jetzt ein Schäferhund auf einen Galgo, der eine sehr feine Kommunikation hat, werden die zwei vielleicht größere Probleme haben sich zu verständigen. Ein sehr extremes Beispiel, aber dennoch veranschaulicht es, weshalb Hunde der gleichen Rasse sich konfliktfreier verständigen können.

Allgemein ist zu beobachten, dass Hunderassen, die für jagdliche Zwecke oder den Schutz eingesetzt werden eine rauere Umgangsform untereinander pflegen. Dies löst untereinander jedoch nicht zwangsläufig Aggressionen aus. Trifft jedoch ein Hund mit raueren Zügen auf einen sensiblen Hund kann dies bei dem zweiteren durchaus zu Zwangshandlungen wie Flucht oder Aggression führen, was dann wiederum beim ersteren zu „unsozialem“ Verhalten wie Jagd/Hetzen oder ebenfalls Aggression führen kann. Hier ist dann der fähige und sachkundige Mensch gefragt, der seinen Hund auch in solch ungleichen Begegnungen führen kann, um derartige Eskalationen zu vermeiden.
Es gibt jedoch auch Hunde unterschiedlicher Rassen, die sich aufgrund ihrer höheren sozialen Kompetenz, damit meine ich das Verstehen anderer Rassen und einem ähnlichen Energielevel sehr gut miteinander verstehen. Sprich, bleibt ein Hund in der Erstbegegnung mit einem anderen Hund, anderer Rasse, souverän und neutral besteht die Möglichkeit, das sich die Hunde besser kennenlernen können und aufgrund ähnlichem Energielevel sehr sozial miteinander umgehen und evtl. Spielverhalten zeigen.

Auch die Persönlichkeit sollte nach dem Tier, dem Hund und der Rasse entsprechend Aufmerksamkeit bekommen. Es ist schön zu sehen, dass nicht nur wir Menschen, sondern auch die Tiere Individuen sind und somit sicher eine Seele besitzen. Zumindest haben das, Gott sei dank, heutzutage die meisten Menschen begriffen. Was dies letzten Endes für Auswirkung auf die Tierhaltung in der Landwirtschaft und in den Versuchslaboren heißt, darf jeder über seinen Konsum und seine Stimme mitbestimmen!

14/02/2020

Deine Einstellung zum Hund

Wenn wir eine gesunde und natürliche Beziehung zu unserem Hund aufbauen möchten, müssen wir ihn respektieren. Damit meine ich, wir sollten nichts in ihn hinein interpretieren, sondern wir müssen ihn als das sehen, was er ist: er ist in erster Linie ein Tier, ein Raubtier, danach ein Hund einer bestimmten Rasse und auch eine Persönlichkeit.

Das Tier

Ein Tier denkt nicht viel, ein Tier hat vorrangig Instinkte und Triebe die es zum Handeln veranlasst. Ein Tier kann natürlich auch denken, nur anders und weniger als wir Menschen das tun. Zudem besitzen alle Tiere mehrere Eigenschaft die uns Menschen immer mehr verloren gehen: Das Urvertrauen, die Fähigkeit über Energien und Ausstrahlung zu kommunizieren und diese vom Gegenüber auch deuten zu können, insofern das Gegenüber eine klare Ausstrahlung hat. Sowie die Nichtidentifikation mit seinem Verstand und daraus sich ergebend ein gesünderes Bewusstsein für das eigene Selbst und Sein aus dem sich wiederum sehr viel Möglichkeiten ergeben die uns Menschen durch die Hauptsächliche Identifikation über den Verstand verloren gingen. Doch dazu gleich mehr.
Überaus wichtig für eine gute und sinnvolle Hundeerziehung ist die Grundhaltung: Beachte stets, du lebst mit einem Tier zusammen das völlig anders funktioniert als du. Seine Wahrnehmung ist eine andere und seine Reaktionen darauf auch. Hört sich ganz simpel an und dennoch vergessen es leider sehr viele Hunde/Tierbesitzer im täglichen Umgang. Ein Tier lebt zudem draußen, das heißt ich sollte mich möglichst viel mit meinem Tier draußen aufhalten um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das tue ich nicht, wenn ich drei mal am Tag eine Runde mit dem Hund um den Block gehe, aber auch das wird sicher den meisten bewusst sein. Später hierzu mehr !

Der Hund

In der nächsten Betrachtung sollten wir feststellen das dieses Tier ein Hund ist. Der Hund ist ein Raubtier, welches natürlicherweise in sozialen Gruppen lebt, im Optimalfall in einem Rudel. Wenn dieses nicht vorhanden ist, tut es auch ein strukturierter sozialer Verband, der dem Hund einen sicheren Rahmen gibt in dem er sich wohl fühlt, gerne lebt und ein Teil dieser Gruppe sein darf.

Der Hund stammt immer noch vom Wolf ab und zeigt damit auch teilweise große Freude am Jagen. Sicher ist durch jahrtausendlange Domestikation und Zucht das Jagdverhalten der vielen verschiedenen Hunderassen verändert, abgeschwächt oder spezialisiert worden und dennoch ist der Hund ein (domestiziertes) Jagdtier. Dieser ursprünglichen Veranlagung sollte man im Sinne der Hunderasse gerecht werden und das stets mit im Bewusstsein führen.
Was daraus folgt ist, dass der Hund ein Fleischfresser ist, kein ausschließlicher aber ein Großteil seines Futters sollte aus Fleisch bestehen. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, denn über die artgerechte Tierernährung wurden schon viele Bücher geschrieben, aber so viel sei gesagt:
Die grobe Richtlinie ist zwei Drittel Fleisch und ein Drittel pflanzliche Anteile.
Meine Hunde fressen Fleisch in ordentlichen Portionen aber sie lieben auch vegetarische Kost wie verschiedenes Obst und Gemüse. Sie haben sogar gelernt sich selbst an Bäumen und Sträuchern zu bedienen. Sie pflücken oder sammeln sich gerne Kirschen, Äpfel, Hagebutten und Sanddornbeeren. Im Garten müssen wir klare Linien ziehen damit unser Gemüse wie zum Beispiel Kürbisse und Tomaten bis zur Ernte an der Pflanze bleiben. (Mit Tomaten bitte vorsichtig sein, als Nachtschattengewächs eignen sie sich nur bedingt und in geringem Maße zur Fütterung)
Ein geeignetes Futter für unsere Hunde ist zum Beispiel frischer, grüner (heißt ungewaschener) Pansen von Wiederkäuern. Er liefert eine gute Portion gesundes und nährstoffreiches Fleisch mit einem hohem Anteil vorverdauter pflanzlicher Kost. Zudem reinigt und stärkt der Hund beim zerkleinern des Futters sein Gebiss.

Kommen wir nochmal auf die soziale Struktur in der unsere Hunde artgerecht leben sollten zu sprechen. Es wird ja oft von einem Rudel gesprochen, hierbei muss sich der Mensch bewusst sein dass er mit seinem Hund kein echtes Rudel darstellt. Ein Rudel ist von der Definition her ein Familienverband, Klein- oder Großfamilie. Dies setzt aber voraus, das die Mitglieder des Rudels alle einer Art angehören.
Die meisten Menschen leben mit einem oder mehreren Hunden zusammen, die dann aber oft nicht miteinander verwandt sind. Dies stellt dann schlicht und ergreifend einen sozialen Verband dar. Eine Gemeinschaft. Jede funktionierende Gemeinschaft braucht Regeln und klar verteilte Rollen.

Nun ist es oft so, dass wenn ein Hund in eine menschliche Familie kommt, dieser sehr viel - zu viel- Aufmerksamkeit bekommt, was er aus seinem Hunde/Welpenleben so noch nicht kannte. Hier entsteht schon das erste große Missverständnis und Ungleichgewicht das niemanden gut tut. Vor allem nicht dem Hund.
Was erklären wir dem Hund mit dem Übermaß an Aufmerksamkeit? Er ist der wichtigste Part in unserer Gemeinschaft. Obwohl er sich in dieser noch kein Stück auskennt. Weder weiß er welcher Mensch welche Rolle hat, noch kennt er sich mit den menschlichen Regeln die so eine Gemeinschaft mit sich führt aus. Ganz zu schweigen davon welche Gefahren und Regeln dann draußen gelten.
Der Hund kommt als Neuankömmling in die Gemeinschaft und braucht Zeit sich in dieser zurecht- und seinen Platz zu finden. Dies kann er nicht wenn er sofort den wichtigsten Part in der Gemeinschaft darstellen soll. Der Hund muss jemanden in dieser Gemeinschaft finden, der ihm seinen Platz zuweist und ihm die Spielregeln seines neuen Umfeldes erklärt. Wie das genau funktioniert, dazu komme ich in den folgenden Kapiteln.

Wenn ausreichend Interesse eurerseits besteht gibt es eine Fortsetzung !

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04/12/2019

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Ein Supertyp der mit seinem Projekt zeigt wie man mit den richtigen Engagement ein Stück Umwelt, Tierwelt retten kann.

Michel ist 33 Jahre alt. Er kommt aus Kiel, einer Stadt in Norddeutschland, in der Nähe von der dänischen Grenze. Seine Eltern haben ihr eigenes Geschäft, un...

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Sehr interessanter und aufschlussreicher Beitrag von einem Tierarzt über das Thema Zecken und die Angst vor den Krankheiten die diese zu einer geringen Wahrscheinlichkeit übertragen können. Was es mit Spot On etc. wirklich auf sich hat und warum Zecken überhaupt beißen.

►► Wie der Weg zum gesunden Hund aussieht, erfährst du in meinem kostenlosen Online Seminar für Hundehalter: http://futterpro.de/hundegesundheit Zeckenschutz...

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