27/11/2025
🛑 WICHTIGES UPDATE ZUR WILD-SAISON: Was Sie über Blei, Strahlung & Ihren Sonntagsbraten wissen müssen 🦌🐗
Liebe Tierfreunde und Patientenbesitzer,
die Tage werden kürzer, und pünktlich zur Herbst- und Weihnachtszeit landet bei vielen von uns wieder Wildfleisch auf dem Teller. Zu Recht! Wild gilt als das vielleicht ehrlichste Fleisch: Keine Massentierhaltung, kein Antibiotika-Einsatz, ein freies Leben in der Natur. 🌱
Doch als eure Tierarztpraxis Ullmann müssen wir heute auch mal den Finger heben und aufklären. Denn „Natur pur“ bedeutet leider auch Risiken, die im Supermarkt-Fleisch so nicht vorkommen. Wir haben die Fakten für euch und eure Vierbeiner zusammengefasst. 👇
⚠️ 1. Das unsichtbare Gift: Blei im Braten
Viele Jäger nutzen noch immer bleihaltige Munition. Das Problem: Beim Aufprall zerlegt sich das Geschoss in mikroskopisch kleine Splitter („Bleiwolke“). Diese verteilen sich tief im Fleisch und sind mit bloßem Auge nicht zu sehen – auch Großzügiges Wegschneiden hilft oft nicht!
Warum das gefährlich ist: Blei ist ein Schwermetall, das sich im Körper anreichert.
Unsere dringende Warnung: Schwangere, Stillende und Kinder unter 7 Jahren sollten kein mit Blei geschossenes Wild essen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt hier deutlich vor Schäden am Nervensystem.
✅ Die Lösung: Fragt beim Kauf gezielt: „Wurde dieses Tier bleifrei erlegt?“ (In vielen Staatsforsten ist das schon Pflicht!).
⚠️ 2. Das Strahlungs-Erbe: Radioaktivität
Tschernobyl ist lange her, aber noch nicht weg. Besonders in Süddeutschland sind Wildschweine oft noch mit Cäsium-137 belastet. Grund sind die Hirschtrüffel im Boden, die das radioaktive Material speichern und von den Sauen gefressen werden.
✅ Die Lösung: Fleisch aus dem regulären Handel wird getestet (Grenzwerte werden streng kontrolliert). Seid aber vorsichtig, wenn ihr Wildschwein „unter der Hand“ von privaten Jägern kauft – fragt nach dem Messprotokoll!
⚠️ 3. Hepatitis E & Parasiten: Bitte „Well Done“!
Wildschweine sind ein Hauptwirt für das Hepatitis-E-Virus. Auch Parasiten können vorkommen.
✅ Die Lösung: Wildfleisch niemals rosa oder blutig servieren! Es muss komplett durchgegart sein (Kerntemperatur min. 70°C für 2 Minuten), um Viren und Bakterien sicher abzutöten.
🐶 4. ACHTUNG HUNDEBESITZER: Ein tödliches Risiko! 🐶
Viele von euch wollen ihrem Hund etwas Gutes tun und geben Reste vom Wildfleisch oder Innereien in den Napf.
BITTE VORSICHT BEI WILDSCHWEIN: Rohes Schweinefleisch (auch Wildschwein) kann das Aujeszky-Virus enthalten. Für Menschen ungefährlich, endet es für Hunde (und Katzen) immer tödlich (Pseudowut)!
Zudem ist auch für Hunde eine Bleibelastung durch Munitionsreste in Innereien oder Abschnitten schädlich.
📝 Unser Fazit für einen gesunden Genuss:
Wildfleisch ist eine tolle, nachhaltige Ressource. Aber kauft bewusst ein! Achtet auf bleifreie Munition und gart das Fleisch gut durch. Und für den geliebten Vierbeiner: Bitte kein rohes Wildschwein füttern!
Passt auf euch und eure Fellnasen auf! 💚
Euer Team der Tierarztpraxis Ullmann 🐾
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