16/04/2026
Patientenstory: Labrador „Max“ 🐾
Heute möchten wir euch den dreijährigen Labrador-Rüden Max vorstellen.
Max wurde uns aufgrund einer deutlichen Lahmheit der linken Hintergliedmaße überwiesen. Bereits die behandelnde Haustierärztin äußerte den Verdacht auf einen Kreuzbandriss.
Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich eine ausgeprägte Lahmheit des linken Hinterbeines. Auffällig war ein positiver Sitztest auf der linken Seite. Das Kniegelenk war leicht verdickt, der Schubladentest zeigte sich nicht eindeutig positiv. Zudem lag eine mediale Patellaluxation (Kniescheibenausrenkung) vor – Grad III links und Grad II rechts. Eine schmerzhafte Reaktion bei der Streckung des linken Kniegelenks war ebenfalls auslösbar.
Zur weiterführenden Diagnostik wurde eine Röntgenuntersuchung in Narkose durchgeführt. Dabei zeigte sich eine distale Varus-Malformation (O-Beinigkeit) der Oberschenkelknochen, die zu einer deutlichen Fehlstellung der Hintergliedmaßen führte. Zusätzlich bestand eine Pronationsfehlstellung der linken Tibia.
Diese knöchernen Fehlstellungen waren die Ursachen der Patellaluxation und führten zur Überlastung des vorderen Kreuzbandes.
Die Diagnose lautete: med. Patellaluxation Grad III und partieller Kreuzbandriss des linken Knies.
Für eine Wiederherstellung war eine OP notwendig.
Eine Woche später wurden drei Eingriffe bei Max durchgeführt:
• Femurkorrekturosteotomie zur Achskorrektur
• TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomie)
• Keilvertiefung des Sulcus trochleae (Kniescheibenrinne)
Ziel war es, die Gelenkstabilität wiederherzustellen, Fehlbelastungen zu vermeiden und Max langfristig ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.