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Bienen- und Wespengiftallergie beim Hund (english below)Insektenstiche können bei Hunden Hypersensitivitätsreaktionen au...
12/06/2026

Bienen- und Wespengiftallergie beim Hund (english below)

Insektenstiche können bei Hunden Hypersensitivitätsreaktionen auslösen. In Mitteleuropa sind diesbezüglich vor allem Honigbienen (Apis mellifera), sowie Faltenwespen (Vespula vulgaris und Vespula germanica) bedeutend. Seltener spielen Feldwespen, Hornissen oder Hummeln eine Rolle. Bei Insektengiftallergien handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine Überempfindlichkeitsreaktion vom Soforttyp (Typ-I Allergie), welche innerhalb von Sekunden bis maximal 30 Minuten allergische, im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Symptome verursacht. Bei milden allergischen Reaktionen (Grad 1) ist nur die Haut betroffen, es kommt zu Juckreiz, Urtikaria (Nesselsucht) und Angioödem (ödematisierte Schwellungen im Kopfbereich oder den Extremitäten). Bei schweren allergischen Reaktionen sind auch andere Organsysteme involviert. Bei einer Grad 2 Reaktion entwickeln Hunde zusätzlich gastrointestinale Symptome wie Erbrechen/Durchfall und respiratorische Symptome wie Husten und Niesen. Außerdem können sie apathisch sein. Bei der Grad 3 Reaktion entsteht neben den vorher beschriebenen Symptomen ein anaphylaktischer Schock, der Kreislauf kollabiert und durch eine Bronchokonstriktion kommt es zu Atemnot, dies kann ohne Behandlung zum Tod führen. Die Diagnose wird anhand der Vorgeschichte in Kombination mit Allergietests gestellt, diese sind als Blut- (bietet Laboklin als FcEpsilonrezeptortest an) oder Hauttests durchführbar. Die Therapie beinhaltet im Notfall die schnellstmögliche Entfernung des Stachels, und abhängig vom Schweregrad der allergischen Reaktion Glukokortikoide, Antihistaminika, Adrenalin, Infusionen und Medikamente zum Schutz des Magen-Darm-Traktes. Eine allergen-spezifische Immuntherapie (ASIT, Desensibilisierung), die das allergische Tier an das Gift gewöhnen und allergische Reaktionen verhindern kann, ist für Hunde nicht zugelassen. Es gibt aber einige Studien und Fallberichte mit off-label durchgeführten humanen ASIT-Lösungen mit sehr erfolgsversprechenden Ergebnissen. Einzelne spezialisierte TierärztInnen bieten diese off-label angewandte Immuntherapie für Hunde unter strengem Monitoring während der Rush-Einleitungsphase an.

Venomous insect hypersensitivity in dogs

Insect stings can trigger hypersensitivity reactions in dogs. In Central Europe, honey bees (Apis mellifera) and paper wasps (Vespula vulgaris and Vespula germanica) are the main culprits in this regard. Less commonly, field wasps, hornets or bumblebees play a role. In the vast majority of cases, insect venom allergies involve an immediate hypersensitivity reaction (Type I allergy), which causes allergic symptoms—potentially life-threatening in the worst cases—within seconds to a maximum of 30 minutes. In mild allergic reactions (Grade 1), only the skin is affected, leading to itching, urticaria (hives) and angioedema (oedematous swelling in the head or extremities). In severe allergic reactions, other organ systems are also involved. In a Grade 2 reaction, dogs additionally develop gastrointestinal symptoms such as vomiting/diarrhoea and respiratory symptoms such as coughing and sneezing. They may also appear lethargic. In a Grade 3 reaction, in addition to the symptoms described above, anaphylactic shock occurs, the cardiovascular system collapses and bronchoconstriction leads to respiratory distress; without treatment, this can be fatal. The diagnosis is made on the basis of the history, combined with allergy tests, which can be performed as blood (available at Laboklin as FcEpsilonreceptortest) or skin tests. Treatment involves, in an emergency, the removal of the stinger as quickly as possible and, depending on the severity of the allergic reaction, glucocorticoids, antihistamines, adrenaline, intravenous fluids and medication to protect the gastrointestinal tract. Allergen-specific immunotherapy (ASIT, desensitisation), which can accustom the allergic animal to the venom and prevent allergic reactions, is not approved for dogs. However, there are some studies and case reports involving off-label use of human ASIT solutions with very promising results. Some specialist vets offer this off-label immunotherapy for dogs under strict monitoring during the rush induction period.

07/06/2026
Die nasale Kryptokokkose bei Katzen (engl. below)Die Kryptokokkose ist eine nicht ansteckende, seltene Erkrankung, die w...
05/06/2026

Die nasale Kryptokokkose bei Katzen (engl. below)
Die Kryptokokkose ist eine nicht ansteckende, seltene Erkrankung, die weltweit auftritt und als die häufigste systemische Pilzerkrankung bei Katzen gilt. Sie wird durch den Artenkomplex Cryptococcus neoformans-Cryptococcus gattii verursacht, der acht Genotypen und einige Subtypen (Stämme) mit unterschiedlicher geografischer Verbreitung, Pathogenität und Empfindlichkeit gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen umfasst. Klinisch sind sie jedoch nicht voneinander zu unterscheiden. Die Kryptokokkose kann in verschiedenen klinischen Formen auftreten, darunter die nasale, neurologische, kutane und systemische Form. Die nasale Krytokokkose ist die häufigste.
Katzen jeden Alters können betroffen sein. Der Pilz besiedelt, nachdem die Sporen eingeatmet wurden, typischerweise die Nasenhöhle, was zu einer granulomatösen Entzündung der Nasenhöhle und des angrenzenden Unterhautgewebes führt. Zu den Läsionen gehören Schwellungen im nasofazialen Bereich, gefolgt von tiefen, nicht heilenden Ulzerationen, aus denen gelatinöses Exsudat austritt, sowie chronischer seröser, mukopurulenter oder hämorrhagischer Nasenausfluss. Obwohl betroffene Katzen häufig eine charakteristische Schwellung der Nase aufweisen, ist dieses Symptom nicht pathognomonisch für eine Kryptokokkose. Zu den Differentialdiagnosen gehören Neoplasien, andere pilzbedingte Rhinitiden und chronische bakterielle Infektionen.
Die diagnostische Aufarbeitung umfasst eine zytologische bzw. histopathologische Untersuchung von Aspiraten oder exzidiertem Gewebe. Die Zytologie kann rosa bis violette, runde oder knospenförmige extrazelluläre Hefen zeigen, die typischerweise von einem ungefärbten Hof umgeben sind, der der Kapsel entspricht. Es können auch Kryptokokken-Antigentests und eine PCR durchgeführt werden.
Die Therapie bei lokalisierter Erkrankung umfasst orale Antimykotika, wobei die Behandlungsdauer von der klinischen Heilung abhängt. Die meisten betroffenen Katzen benötigen eine mehrmonatige Therapie. Fluconazol gilt als Mittel der ersten Wahl, gefolgt von Itraconazol. Eine chirurgische Entfernung der wird als hilfreiche Begleittherapie empfohlen.
Die Prognose ist bei einer lokalisierten Erkrankung günstig, bei einer Beteiligung des Zentralnervensystems oder bei disseminierten Infektionen ist sie jedoch vorsichtig. Die Kryptokokkose ist keine Zoonose, erkrankte Katzen sind für Menschen und andere Tiere nicht ansteckend. Tauben dienen als Träger von Kryptokokken und tragen wahrscheinlich zur weltweiten Verbreitung bei.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Cassidy Yanes.

Nasal cryptococcosis in cats
Cryptococcosis is a non-contagious, rare disease, which occurs worldwide and is considered the most common systemic fungal disease in cats. It is caused by the Cryptococcus neoformans-Cryptococcus gattii species complex, which includes eight genotypes and some subtypes (strains) with different geographical distribution, pathogenicity and antimicrobial susceptibility. However, they are clinically indistinguishable. Cryptococcosis can present in several different clinical forms, including nasal, central nervous system, cutaneous, and systemic forms. The nasal form is the most common one. Cats of any age may be affected. The fungus typically colonizes the nasal cavity following inhalation of environmental spores, leading to granulomatous inflammation of the nasal cavity and adjacent subcutaneous tissues. Lesions include naso-facial swellings followed by deep nonhealing ulceration draining gelatinous exudate, chronic serous, mucopurulent or haemorrhagic nasal discharge. Although affected cats are commonly presented with characteristic swelling of the nose, this sign is not pathognomonic for cryptococcosis. Differential diagnoses include neoplasia, other fungal rhinitides, and chronic bacterial infections. Diagnostic workup includes cytology or histopathology of aspirated or excised tissue. Cytology may show pink to violet, round or budding extracellular yeasts typically surrounded by a clear halo corresponding to the unstained capsule. Cryptococcal antigen testing and PCR can also be performed. Therapy for localized disease includes oral antifungals, with treatment duration guided by clinical response. Most of affected cats need therapy of several months’ duration. Fluconazole is considered the first-choice treatment, followed by itraconazole. Any possible surgical excision of nodules and masses is recommended as valuable adjunct treatment. Prognosis is considered favourable for localized disease, although prognosis becomes guarded with CNS involvement or disseminated infections. Cryptococcosis is not a zoonotic disease and cats with the disease are not contagious to humans and other animals. Pigeons serve as Cryptococcus carriers that likely contribute to the worldwide distribution.
Pic courtesy Dr. Cassidy Yanes.

Die eosinophile Furunkulose beim HundDie eosinophile Furunkulose ist eine akut auftretende Erkrankung, die meist den Ges...
29/05/2026

Die eosinophile Furunkulose beim Hund

Die eosinophile Furunkulose ist eine akut auftretende Erkrankung, die meist den Gesichtsbereich von Hunden betrifft. Man nimmt an, dass Bisse von Spinnentieren oder Insekten in vielen Fällen die Auslöser sind, allerdings sind die exakte Ursache und Pathogenese nicht vollständig geklärt. Typische klinische Symptome sind plötzlich auftretende Papeln, Knoten, Krusten und nässende Läsionen, die vor allem am Nasenrücken und rund um die Nase und das Maul auftreten. Selten können auch die periokulären Regionen, Ohren, Extremitäten und der Stamm involviert sein. Die Läsionen können hochgradig juckend und schmerzhaft sein, manche Hunde zeigen auch Fieber und Appetitlosigkeit. Die wichtigsten Differentialdiagnosen sind eine bakterielle Furunkulose und eine Dermatophytose, sowie autoimmune Erkrankungen. Die klinische Diagnose wird mittels Zytologie bestätigt, welche zahlreiche eosinophile Granulozyten zeigt. Die Prognose ist sehr gut. Systemisch und/oder lokal verabreichte Glukokortikoide sind sehr effektiv und die betroffenen Hunde sprechen schnell darauf an. Die Läsionen heilen innerhalb von 10 bis 14 Tagen ab, Rückfälle sind selten.

Eosinophilic furunculosis in dogs

Eosinophilic furunculosis is an acute condition that usually affects the facial area in dogs. It is believed that bites from arachnids or insects are the trigger in many cases; however, the exact cause and pathogenesis are not fully understood. Typical clinical symptoms include sudden onset of papules, nodules, crusts and exudative lesions, which occur primarily on the bridge of the nose and around the nose and muzzle. In rare cases, the periorbital regions, ears, limbs and trunk may also be affected. The lesions can be extremely itchy and painful; some dogs also develop a fever and loss of appetite. The main differential diagnoses include bacterial furunculosis and dermatophytosis, as well as autoimmune diseases. The clinical diagnosis is confirmed by cytology, which reveals numerous eosinophilic granulocytes. The prognosis is very good. Systemically and/or topically administered glucocorticoids are very effective, and affected dogs respond quickly to treatment. The lesions heal within 10 to 14 days; relapses are rare.

29/05/2026
Das Histiosarkom beim Hund (engl. below)Unter dem Histiosarkom-Komplex versteht man seltene, aber sehr bösartige, tumorö...
15/05/2026

Das Histiosarkom beim Hund (engl. below)

Unter dem Histiosarkom-Komplex versteht man seltene, aber sehr bösartige, tumoröse, histiozytäre Erkrankungen: das lokalisierte Histiosarkom und das disseminierte Histiosarkom (auch als maligne Histiozytose bezeichnet). Diese Erkrankungen können bei jeder Hunderasse auftreten, allerdings sind beim lokalisierten Histiosarkom Rottweiler, Flat-Coated und Golden Retriever und bei der disseminierten Form Berner Sennenhunde, gefolgt von Rottweilern und Retrievern, überrepräsentiert. Meist sind ältere Hunde betroffen, es gibt aber auch Fallberichte mit sehr jungen Hunden.
Histiozyten (Gewebsmakrophagen) gehören zu den Immunzellen und kommen im Bindegewebe von vielen Organen vor. Lokalisierte Histiosarkome sind Weichteiltumore, die singulär und fokal, meist an den Extremitäten, vorkommen. Die Primärtumore können in der Haut, aber auch in Knochen, Gelenken und anderen Organen (Magen, Leber, Milz, Lunge,…) entstehen. Histiosarkome sind schnell wachsende Umfangsvermehrungen, die schnell metastasieren. Das disseminierte Histiosarkom bezeichnet eine tumoröse Erkrankung, die mehrere Körperstellen bzw. Organe (Milz, Leber, Lunge, Knochenmark, Lymphknoten) gleichzeitig involviert. Die Diagnose wird histopathologisch gestellt, immunohistochemische Methoden werden oft gebraucht, um ein Histiosarkom von reaktiven histiozyären Erkrankungen und anderen Rundzelltumoren unterscheiden zu können. Weitere diagnostische Schritte sind nötig, um die Ausbreitung der Erkrankung und/oder Metastasen zu beurteilen (Staging).
Die Prognose ist bei beiden Erkrankungen vorsichtig bis schlecht. Lokalisierte Histiosarkome können chirurgisch entfernt werden (was häufig eine Amputation der Extremität bedeutet), haben in den meisten Fällen aber bereits Metastasen gebildet, was eine nachfolgende Chemotherapie nötig macht. Das disseminierte Histiosarkom kann mittels chemotherapeutischen Medikamenten behandelt werden, die Überlebenszeiten sind mit 3-4 Monaten aber gering.

Klinisches Bild mit freundlicher Genehmigung von Dr. Katja Neuhoff.

Histiocytic sarcoma in dogs

The term ‘histiocytic sarcoma complex’ refers to a group of rare but highly malignant neoplastic, histiocytic diseases: localised histiocytic sarcoma and disseminated histiocytic sarcoma (also known as malignant histiocytosis). These conditions can occur in any breed of dog; however, Rottweilers, Flat-Coated Retrievers and Golden Retrievers are overrepresented in localised histiocytic sarcoma, whilst Bernese Mountain Dogs, followed by Rottweilers and Retrievers, are overrepresented in the disseminated form. Usually, older dogs are affected, however there are case reports with very young dogs . Histiocytes (tissue macrophages) are a type of immune cell and are found in the connective tissue of many organs. Localised histiocytic sarcomas are soft-tissue masses arising from a focal site, typically the extremities. Primary tumours can occur in the skin, but also in bones, joints and other organs (stomach, liver, spleen, lungs, etc.). Histiocytic sarcomas are rapidly growing tumours that metastasise quickly. Disseminated histiocytic sarcoma refers to a neoplastic disease that involves several parts of the body or organs (spleen, liver, lungs, bone marrow, lymph nodes) simultaneously. The diagnosis is made histopathologically; immunohistochemical methods are often used to distinguish histiocytic sarcoma from reactive histiocytic disorders and other round-cell tumours. Further diagnostic tests are required to assess the extent of the disease and/or the presence of metastases (staging).
The prognosis for both conditions ranges from guarded to poor. Localised histiocarcinomas can be surgically removed (which often involves amputation of the limb), but in most cases they have already metastasised, making additional chemotherapy necessary. Disseminated histiocarcinoma can be treated with chemotherapeutic drugs, but survival times are short, at 3–4 months.

Clinical picture courtesy Dr. Katja Neuhoff.

15/05/2026

Are you a hot spot hot shot?

These painful, pruritic lesions can appear overnight and spread fast. Get practical pointers on managing acute moist dermatitis in dogs. Link in comments.⬇️

12/05/2026

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