20/08/2026
Die Ohrmuschel eures Hundes ist plötzlich dick? Er schüttelt und kratzt sich dort? Dann hat er wahrscheinlich einen sehr unangenehmen Bluterguss am Ohr, das Othämatom oder Blutohr.
Was sind die Auslöser?
- Verletzungen (z.B. Biss durch anderen Hund)
- Ohrentzündungen, die jucken und schmerzen, so dass der Hund kratzt oder schüttelt
Was passiert dann?
Es platzen Blutgefäße am Ohr, das Blut läuft zwischen Knorpel und Haut zusammen und führt durch den entstehenden Druck wieder zu Schmerzen - Der Hund kratzt am Ohr, dadurch blutet es immer wieder. Auch das Gewicht des Blutergusses stört den Hund wie ein schwerer Ohrring. Wiederum sind Schütteln und Kratzen die Folge.
Das Blut läuft meist - der Schwerkraft folgend - im Bereich der Ohrspitze zusammen. Es kann aber auch das gesamte Ohr betroffen sein.
Was kann man machen?
1. Grundursache beheben/behandeln (Ohrentzündung, Allergie, Fremdkörper im Gehörgang, ...)
2. Eine Punktion oder auch Anbringung einer Drainage sind im Wachzustand möglich. Danach sind das Tragen eines Halskragens und Schmerzmittel nötig. Diese Methode kann erfolgreich sein. Hier hofft man, dass die Gewebsschichten nach Druckentlastung wieder miteinander verkleben.
3. Operation mit Versteppung des Gewebes: Der Bluterguss wird aufgeschnitten, das angesammelte Blut entfernt und die Gewebsschichten miteinander versteppt. So entsteht eine Kompression und die Gewebeschichten können wieder zusammenwachsen. Meist wird noch ein Kopfverband angelegt. Ein Halskragen und Schmerzmittel sind natürlich auch hier nötig. Die Fäden bleiben 2-3 Wochen im Ohr - Zwischenkontrollen sind unbedingt nötig.
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