Hundeschule „Ganz mit Hund" Pia u. Andrea Luding

Hundeschule „Ganz mit Hund" Pia u. Andrea Luding WISSEN-SEHEN
-HANDELN-VERSTEHEN

-Einzeltraining und Beratung
-Welpentraining
-Junghundetraining

 Ankommen im neuen Zuhause, lebensnahe Situationen, Aufbau einer vertrauensvollen Bindung, Stärkung des Selbstvertrauens...
06/06/2026



Ankommen im neuen Zuhause, lebensnahe Situationen, Aufbau einer vertrauensvollen Bindung, Stärkung des Selbstvertrauens und Welpenthemen wie Stubenreinheit oder Beißhemmung stehen genauso auf dem Plan wie der Sozialkontakt zu anderen Lebewesen.

So unterschiedlich wie unsere Welpen sind, so individuell sollten wir darauf achten, was sie für ihre weitere Entwicklung brauchen.

Das ist der Grund warum wir keine fortlaufende WelpenGRUPPE anbieten. Vor allem bei den ganz "Kleinen" sind die Bedürfnisse und Themen sehr unterschiedlich! setzen Wir setzen auf Unterstützung in eurem heimischen Umfeld (Individualtraining). Etwas später kann dann unser "Welpen 4er Paket" noch praktisch unterstützen. Hier geht es um die Umsetzungen wichtiger Dinge für den Alltag wie Aufmerksamkeit, Bindung, Rückruf, Signale, Kommunikation usw.

Soziale Kompetenz entwickelt sich durch gewinnbringende schöne bzw. neutrale Begegnungen. Dies gilt für Begegnungen mit allen Arten von Lebewesen. Da in einer offenen Welpengruppe meist die Zusammensetzung nicht immer optimal gestaltet werden kann und da dieses Zusammentreffen meist mit hoher Erregung einhergeht, die die neutrale und positive Bewertung der Welpen eher negativ als positiv beeinträchtigen würde, finden bei uns keine fortlaufenden Welpengruppen statt.
Im Sinne der Welpen! Hier begleiten und beraten wir wie Sozialkontakte angenehm und positiv gestaltet werden können.

Je nach Situation kann es sein, dass sich gleichzeitig mehrere Welpen im Individualtraining befinden, die vom Alter und der Körpergröße zusammen passen. Dann kann es zu spontanen "Kennenlernstunden" der Kleinen kommen.

Vor allem im Welpentraining ist es sehr von Vorteil, wenn sie sich frühzeitig erkundigen bzw. anmelden. Wir möchten längere Wartezeiten bei den Kleinen gerne vermeiden.

Bei weiteren Fragen stehen wir ihnen jederzeit gerne zur Verfügung!

      Heute ist so ein Tag, der uns bewusst macht, was für einen schönen Beruf wir haben und dass er sich lohnt Menschen...
06/06/2026







Heute ist so ein Tag, der uns bewusst macht, was für einen schönen Beruf wir haben und dass er sich lohnt Menschen und ihre Hunde auf ihrem Weg zu begleiten!
Vor knapp zwei Jahren kam Sophie mit ihren Adoptiveltern zu uns in die Hundeschule. Die ursprüngliche Anfrage war, das Verhalten, vor allem gegenüber Fahrrädern, vorbeifahrenden Autos , Traktoren oder Fahrzeuge mit Anhängern zu verbessern bzw. händelbar zu machen. Sophie reagierte auf all diese Dinge mit lautem Gebell, verjagendem und nach vorne gerichtetem Verhalten, bis hin zu kurzzeitiger rückgerichteter Aggression gegenüber ihren Menschen. Auch Fußgänger oder andere Hunde waren für Sie ein Grund um zu eskalieren. Was anfangs als eine Mischung aus harmlosem Verhalten aus jadlicher Motivation und vertreiben aus Unsicherheit erschien, stellte sich bald als etwas ganz anderes heraus. Unser Plan war ursprünglich gewesen, Sophie an Umweltreize zu gewöhnen und parallel dazu, den Umgang mit den Fahrzeugen und Lebewesen zu üben. Wir wollten nützliche Signale etablieren, um sie dann entsprechend als Hilfe einsetzen zu können.
Doch recht schnell merkten wir, dass wir kein funktionierendes Trainingssetting aufbauen konnten. Überall, auch ein noch so abgelegener Ort, auch der geschützte Raum unseres Hundeplatzes, auch der heimische Garten oder sogar auch im Haus waren die Belastungen durch auch nur kleine Reize so groß, daß kein Fortschritt möglich war. Es stellte sich recht schnell heraus, dass Sophie in ihrer Vergangenheit einige traumatische Dinge erlebt haben musste. Damals lebte sie als Kettenhund. Wahrscheinlich war sie recht nah an einer Straße bzw Einfahrt angebunden. Wahrscheinlich hatte sie nie die Möglichkeit des Rückzugs oder der Möglichkeit sich schützen zu können. Ihre einzige Verhaltensantwort war vertreiben und verteidigen. Gleichzeitig war das Gehirn mittlerweile so gefüllt von negativen Reizen dieser Art, dass sie immer den Gefahrenmodus auslösten.
Ein Training, bzw. Gewöhnen oder eine Gegenkonditionierung war nicht möglich. Beim kleinsten Reiz schaltet sich der Alarmknopf in Sophies Kopf ein.

--Wir änderten unseren Plan! An erster Stelle stand nun, alle Reize herunterzufahren!
Zeitweise war Sophie nur in Haus und Garten. Parallel dazu, wurde sie nochmals gesundheitlich durchgecheckt. Organisch war sie gesund. Bei jedem Versuch, die Reizlage minimal zu erhöhen, machte sie allerdings wieder Rückschritte. Deshalb kamen wir zum Entschluss, dass wir Verhaltensmedizinische Unterstützung brauchten. Vielleicht gab es die Möglichkeit, durch medikamentöse Unterstützung, Sophies Gemütszustand zu verbessern. Wir kontaktierten Frau Dr. Katrin Voigt - Verhaltenstherapie und physikalische Therapie für Hunde Voigt, die unsere Hundeschule schon zuvor einige Male verhaltensmedizinisch beraten und unterstützt hatte.
Auch Frau Dr. Voigt war der Ansicht, dass eine Medikamentengabe hier vielleicht unterstützen könnte, damit wir trainerisch endlich einen Fuß in die Tür bekommen . So bekam Sophie ein Medikament verschrieben. Die Erwartungen waren hoch und wir hofften darauf bald auch trainerisch kleine Fortschritte machen zu können. Leider stelle sich heraus, dass Sophie dieses Medikament nicht gut vertrug. Appetitlosigkeit und Desinteresse schlichen sich langsam mit dem Medikament ein. Auch der Versuch das Medikament anderst zu dosieren, brachte keinen Erfolg. Desweiteren war der Alltag geprägt aus schlechten und noch schlechteren Tagen. Immer wieder machte sich bei Sophies Menscheneltern auch Frage breit, ob es Sophie vielleicht in einer anderen weniger belebten Umgebung besser ginge... Höhen und Tiefen belasteten die ganze Familie!
Aber Sophie Familie gab nicht auf! Tapfer organisierten sie ihren Alltag in sehr reitzarmer Umgebung, so dass Sophies Triggerpunkte und somit ihr Belastungsgehirn nicht noch mehr gefüttert wurde. Wir versuchten an diesen wenigen Orten Signale der Aufmerksamkeit des miteinanders und der Verlässlichkeit aufzubauen und zu festigen.
Mittlerweile war auch das Medikament wieder abgesetzt und nach einem weiteren Termin mit Dr. Katrin Voigt war der Entschluss gefasst, ein zweites Medikament auszuprobieren.
Die Sorge, Sophie könnte es wieder nicht vertragen und Zweifel an der Wirksamkeit, begleiteten natürlich diesen zweiten Versuch. Nichts desto trotz, sollte dieser zweite Versuch noch stattfinden!
Unser Plan blieb wie bisher. Geeignete Spazierstrecken ohne viel Aufregung und Begegnungen und das Wissen, wie mit entfernten Reizen umzugehen war.
Wichtig war es auch in "Notfallsituationen" richtig zu reagieren.
Die erste Woche war das neue Medikament nicht zu merken, keine Besserung, aber zum Glück auch keine Nebenwirkungen.
Doch dann kamen ganz unbemerkt mehr gute als schlechte Tage. Mehr Toleranz kleinen Reizen gegenüber und vor allem war es für Sophie nun möglich mit ihrem Frauchen und Herrchen in schwierigen Situationen in Kontakt zu treten. Ganz langsam schien Training möglich zu werden.
Wir wagten es kaum zu glauben....das Medikament zeigte eine positive Wirkung!

Sehr kleinschrittig geht es seither voran. Weiter in ruhiger Umgebung aber mit gezieltem Handling bei Sichtungen von Triggern.
Heute hatten wir nach sehr langer Zeit wieder einen ersten Termin auf dem Trainingsplatz, um zu prüfen, ob Sophie schon trainingsbereit ist. Kann sie sich auf ihren Mensch einlassen, oder sind die vorbeifahrenden Autos immer noch so präsent?
Bei unserem letzten Treffen auf dem Platz, war nichts möglich einfach gar nichts. Sie konnte nicht mal am Gras schnüffeln.

Heute kam eine Sophie auf den Platz, die sich sehr gut an uns Menschen orientieren konnte. Sie war immer noch unsicher, aber sie konnte ihre Verhaltensantwort verändern. Sie hatte sich entschieden in Frauchens Nähe zu bleiben, anstatt nach vorne zu preschen. Sophie konnte leichte Aufmerksamkeitsübungen absolvieren und sie konnte sich belohnen lassen!
Ein wahnsinniger Fortschritt! Unser Training ging nur wenige Minuten. Anschießend saßen wir auf dem Platz noch zusammen und besprachen den "Ist-Stand". Dies war eigentlich auch der wichtigere Teil unseres "Trainings". Denn Sophie konnte durch Beobachtungen von vorbeifahenden Autos und LKWs Eindrücke sammeln. Sie konnte beobachten, sortieren und einordnen. Sie schien die Erfahrung machen zu können, dass sie durch die Fahrzeuge keinen Schaden nimmt.
Ein unglaublicher Fortschritt und ein wunderbares Erlebnis für Frauchen und auch für Trainerin. Wir sind noch lange nicht am Ziel, aber wir sind auf dem Weg.

Training ist nicht nur Sitz, Platz , Fuß...
Training bedeutet hinschauen, analysieren, handeln, verändern, sich Hilfe holen, kooperieren, geduldig sein und vertrauen.
Training bedeutet durchhalten und begleiten!
Es lohnt sich!!!
Vielen Dank Katrin Voigt und vielen Dank für euer Vertrauen ihr wunderbaren Hundeeltern von Sophie!

        Welche Art der Beschäftigung ähnelt den genetischen Bedürfnissen meines Hundes?Bei einem Rassehund macht es Sinn...
03/06/2026






Welche Art der Beschäftigung ähnelt den genetischen Bedürfnissen meines Hundes?
Bei einem Rassehund macht es Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, für was der Hund gezüchtet würde. Welches Verhalten wurde über Generationen hinweg bewusst verstärkt?
Bei einem Mischling kann ich aber auch gut erkennen, was ihm im Blut liegt!
Ist er sehr mit der Nase unterwegs? Ist er visuell sehr achtsam? Ist er körperlich aktiv und liebt schnelles rennen? Ist er kooperativ und legt Wert auf Teamwork?

Dies gibt uns Hinweise auf die richtige Beschäftigung.

Es gibt mittlerweile Beschäftigungsangebote verschiedenster Art. Hundesportarten die unterschiedliche Bedürfnisse bedienen. Es gibt Angebote, die die Nase, die Bewegungsfreude, die Kooperation oder zum Beispiel die Jagdmotivation ansprechen.

Wichtig bei der Auswahl ist, einerseits zu schauen was macht mein Hund gerne und andererseits zu überdenken, wie wir unserem Hund das Hobby anbieten.

Ist der "Sport" mit Begleiterscheinungen wie
-große Aufregung durch zu viele Teilnehmer oder zu viel Unruhe
-Frustration durch lange Wartezeiten
-Druck durch zu großen Ehrgeiz des Halter:in oder des Trainers
-Überforderung durch zu lange Trainingszeiten oder zu großschrittiger Anleitung

behaftet, bringt er viel Stress für den Hund mit sich. Regelmäßiger Stress, egal ob positiver oder negativer Stress wirkt sich durch die hohe Cortisolausschüttung negativ auf die mentale wie physische Gesundheit aus.

Viele Auszüge aus der Beschäftigungsarbeit kann man auch im privaten Bereich gut umsetzen.
Suchaufgaben, Rückspursuche, Dummyarbeit, Umrundungen, Tricktraining, Bodenarbeit usw.

Fazit:
Genau schauen was macht mein Hund von sich aus gerne, wie kann ich dies in Beschäftigung umsetzen und wie gestalte ich das Setting, damit es für den Hund auch als Bereicherung dient.

  Heute durfte ich die 9 Wochen alte Paula besuchen. Ihre Familie wünscht sich einen guten Start und möchte schon von Be...
30/05/2026




Heute durfte ich die 9 Wochen alte Paula besuchen. Ihre Familie wünscht sich einen guten Start und möchte schon von Beginn an die richtigen Weichen stellen. Sie wünschen sich eine glückliche und harmonische Zukunft. Gleichzeitig sind sie sich auch bewusst, dass ein Beaglemädchen eine exzellente Jägerin ist und dass man diese genetische Veranlagung nicht einfach weg trainieren kann.

Bei einem Beaglechen ist ein gut aufgebautes Rückrufsignal und ein gut durchdachtes Rückruftraining die Grundvoraussetzung um Paula später hoffentlich auch Freilauf gewähren zu können.

Eine sehr weise Entscheidung der Familie damit nicht erst zu beginnen wenn es schwierig wird.

Mit viel Ruhe, Zuversicht und einem guten Plan könnten wir heute unsere erstes Treffen beenden.

Zuckersüß die Kleine!

    Unsere 4er Online-Reihe bietet einen Einblick der Werkzeuge im Training mit ängstlichen Hunden. Wo setzen wir an? Wi...
25/05/2026





Unsere 4er Online-Reihe bietet einen Einblick der Werkzeuge im Training mit ängstlichen Hunden.
Wo setzen wir an?
Wie gehen wir vor?
Was ist wichtig zu wissen?

Oder auch ganz wichtig, was sollten wir nicht tun?

Theoretische Grundlagen mit praktischen Tipps zur alltagsnahen Umsetzung.

Das Verstehen des Geschehens bei ängstlichen Hunden, ermöglicht die richtige individuelle Therapie.
Gleichzeitig ermöglicht es präventiv vorzubeugen.
Unsere Hunde müssen nicht traumatisiert sein, oder aus schlechter Haltung kommen.
Ängste können sich immer und jederzeit entwickeln.
Geräuscheangst die sich an Silvester oder bei Gewitter sichtbar macht, Angst im Alltag bei Begegnungen mit anderen Lebewesen oder auch Angst beim alleine sein. Angst hat viele Gesichter.

[email protected]
(Infos und Anmeldung)

Bei Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!

Wir freuen uns auf euch!

Kosten:
4 Abende(jeweils ca.1,5h bis 2h) 99.- Euro

   Unser heutiger Lernspaziergang führte uns ins Städtchen.Sonntags ist es hier einfach entspannter als unter der Woche ...
17/05/2026





Unser heutiger Lernspaziergang führte uns ins Städtchen.
Sonntags ist es hier einfach entspannter als unter der Woche oder samstags. Gute Voraussetzungen um städtische Gegebenheiten wie Verkehr, Menschen oder Geräusche wie Kirchenglocken wahrzunehmen und gut zu handeln.
Sechs Teams waren MITEINANDER unterwegs. Aufeinander achten, aufeinander warten, zusammen spazieren.

ALLE Teams haben die Stadt super gemeistert!

Ich bin stolz auf Euch!!!

       Ausreichende Bewegung ist eines der  Grundbedürfnisse unserer Hunde!Wird dies nicht befriedigt, führt dies ebenso...
09/05/2026






Ausreichende Bewegung ist eines der Grundbedürfnisse unserer Hunde!

Wird dies nicht befriedigt, führt dies ebenso, wie zu wenig Nahrung, zu wenig Ruhe, zu wenig Sozialkontakt (alles Grundbedürfnisse) usw. zu einem Ungleichgewicht der körperlichen oder psychischen Gesundheit.

Regelmäßige Bewegung sollte also selbstverständlich sein.
Doch sollte auch darauf geachtet werden, in welcher Intensität und in welcher Art und Weise diese gewährleistet bzw. umgesetzt wird.

Je nach Größe, Körperbau, Alter und Konstitution des Hundes bestehen durchaus unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche.

Desweiteren sollte uns bewusst sein, dass Bewegung und die damit verbundene Bedürfnissbefriedigung nur dann stattfinden kann, wenn die Bewegung auch zum Wohlbefinden beiträgt.

Ein Hund der zum Beispiel gestresst und ziehend neben einem Fahrrad herlaufen muss, könnte eher Schaden als Nutzen durch diese Art der Bewegung nehmen. Stress und Muskelverspannungen gehören nicht zur gesunden Auslastung.

Das gleiche Thema zeigt sich beim joggen, wenn ein kurzbeiniger vielleicht schon älterer Hund einige Kilometer nebenher rennen soll. Auch sollte die Aktivität der Außentemperatur angepasst werden.

Fahrradfahren und joggen sollte mit dem Hund geübt und kleinschrittig aufgebaut werden. Je nach Hundetyp kann das dann sicherlich bei Beachtung der äußeren Umstände eine tolle Zusatzbeschäftigung sein.

Natürliche und selbstbestimmte Bewegungsabläufe durch ausgiebige Spaziergänge, in denen der Hund frei laufen kann, oder in denen er zumindest an sehr langer Leine laufen kann, ermöglichen dem Hund sein Tempo und seinen Bewegungspensum selbst zu bestimmen. Dies erlaubt Umwelterkundung mit Bewegung zu kombinieren und kommt sicherlich dem ursprünglichen Bewegungsbild der Caniden am nächsten.

          Es zieht ein neues Familienmitglied ein. Ein Welpe vom Züchter oder vielleicht ein Junghund aus dem Tierschutz...
06/05/2026







Es zieht ein neues Familienmitglied ein. Ein Welpe vom Züchter oder vielleicht ein Junghund aus dem Tierschutz.
Die meisten Menschen gönnen dem Familienzuwachs instinktiv erst einmal Ruhe um im neuen Leben anzukommen. Dies ist auch sehr wichtig, damit der, oder die Kleine, die Umstellung und auch den Trennungsstress gut verarbeiten kann. Erstmal nur Wohnung und Garten reichen da in den ersten Tagen sicher aus. Auch fremder Besuch darf noch warten.
Nun ist es Zeit sich kennenzulernen und dem Hund Sicherheit und Verlässlichkeit zu beweisen, damit er dann alles andere, mit der Unterstützung seines Menschen, kennen lernen kann.

Spätestens nach der ersten Kennenlernphase plagt den Halter dann aber oft schon die Frage, ob der/die Kleine genug ausgelastet ist, oder ob der Welpe auch genug von der Welt mitbekommt, da er ja gut sozialisiert werden soll. Oftmals entsteht schon fast ein Trainingsplan mit Dingen, die abgearbeitet werden sollen.

Was man dabei auf keinen Fall vergessen sollte ist, dass dies nur sinnvoll und positiv wäre, wenn sich der junge Hund in den neuen Situationen auch gut fühlt. Wenn sie ihn nicht überfordert oder stresst.

Um die Eindrücke der Umwelt gut verarbeiten zu können, ist es zudem notwendig, dass der junge Hund genügend Ruhephasen hat und auch durch genügend Schlaf seinen Akku wieder aufladen kann.

Unterm Strich kann man sagen, in Sachen Aktivitäten, unbekannte Situationen oder neue Bekanntschaften macht es Sinn genau zu beobachten und dem jungen Hund dosiert und im richtigen Setting diese zu präsentieren.
Weniger ist hier sicherlich mehr!

Habe ich einen Hund, der durch seine Genetik spezielle Eigenschaften in die Wurfliste gelegt bekommen hat, sind die Sorgen und Fragen in Bezug auf die richtige Beschäftigung sicherlich noch präsenter.
Nun müssen wir uns vorstellen, das diese kleinen Spezialisten zum Beispiel in Sachen Spürsinn, schnelle Reizreaktion, schneller Auffassungsgabe oder scheller und exakter Umsetzung seiner Aufgabe, ihr Verhalten diesbezüglich nicht großartig üben müssen.
Dieses genetisch veranlagte Verhalten liegt ihnen im Blut! Was ihnen meist eher nicht so sehr im Blut liegt, ist gelassen abzuwarten, entspannt zu beobachten und ruhig zu reagieren. Ihr Arbeitsfeld liegt meist schon seit Generationen in schnell und selbständig entscheiden.

Was wir unserem jungen Hund also nun eher beibringen sollten, wäre Ruhen und Entspannen, die Emotionen zu verändern und Erregung zu regulieren.

Um in ihrem Arbeitsfeld gut zu sein, braucht es für diese Hunde nicht viel Übung. Wir sollten im jungen Alter eher das üben, was ihnen nicht so sehr liegt.
Bei einem Schützer wäre das zum Beispiel, dass auch Menschen die nicht zur Familie gehören willkommen sind.
Bei einem wehrhaften Terrier wäre es zum Beispiel, dass man seine Ressource nicht verteidigen muss, weil man nicht in der Not ist alles teilen oder ersatzlos abgeben zu müssen.
Bei einem schnellen Malinois oder Border Collie wäre es zum Beispiel, dass Jogger und Fahrradfahrer mit genügend Abstand ganz harmlose Gesellen sind, denen man nicht hinterher jagt.

Zudem sollten wir beachten, dass diese Spezialisten mit einer enormen Ausdauer ausgestattet sind und auch mit einer Einsatzbereitschaft, die Müdigkeit und Erschöpfung nicht ans Tageslicht bringen.
So erscheinen sie ständig bereit zu sein und man meint sie hätten nie genug getan!

Genau aus diesem Grund ist es so wichtig, die aktive Zeit im Auge zu behalten und in Sachen Erregung und Anstrengung regulierend behilflich zu sein.
Zuviel des Guten führt nicht nur zu Stress und unerwünschtem Verhalten, sondern auch zu einer ungewollten übertriebenen Kondition und Ausdauer.

Ganz wichtig! Weniger ist mehr, nicht auch, sondern vor allem bei den genetischen Spezialisten!

         "Die Gene bestimmen was möglich ist - die Erfahrung bestimmt was daraus wird"("BHV der Familienhunde")Nach neus...
03/05/2026







"Die Gene bestimmen was möglich ist - die Erfahrung bestimmt was daraus wird"
("BHV der Familienhunde")

Nach neusten Forschungen weiß man, dass ein Großteil der individuellen Entwicklung von Lernerfahrungen und Umwelt geprägt ist. (ca.70%)
Ca.30% sind dagegen auf genetische Grundlagen zurück zu führen.

Die Genetik liefern Rahmenbedingungen für tendenziell leichter oder spontan ausführbares Verhalten.(Bsp. Arbeitsfreude, Bellverhalten, Jagdtrieb) Einerseits durch spezielle Umsetzung von Reizen aber auch durch besondere Körpermerkmale wie Körperbau und Ausbau der Sinnesorgane.

Soziale Prägung , und Lernerfahrungen und ihre damit verbundenen Emotionen beeinflussen zu einem weiteren großen Teil das Verhalten des Hundes. Erfahrungen im Lebensumfeld formen Verhaltensantworten, eingebunden mit den dazugehörigen Emotionen.

Genetik lässt sich nicht weg trainieren.
Durch Training und Lebensgestaltung ist die Veranlagung zu einem gewissen Teil zu lenken.

     In unserem Alltag als Hundetrainerinnen begegnen wir sehr oft Menschen, die sehr unsicher mit der Frage umgehen,  „...
02/05/2026







In unserem Alltag als Hundetrainerinnen begegnen wir sehr oft Menschen, die sehr unsicher mit der Frage umgehen,


„Was braucht mein Hund an Auslastung ?“

„Welche und wie viel Beschäftigung braucht mein Hund?

„Wie lange muss ich spazieren gehen?“

„Welche Hundesportart passt zu meinem Hund?“

Übersetzt: Wie bekomme ich einen entspannten, zufriedenen und glücklichen Hund?

Viele Familien die einen Hund mit spezieller genetischer Spezialisierung in ihre Familie aufgenommen haben, fragen sich auch,

„Was kann ich tun, dass er seine Veranlagungen in unserer Menschenwelt passen?“

- dass das Hüteverhalten nicht auf Kinder oder Verkehrsteilnehmer gerichtet ist,

- dass sich das Jagdverhalten so verhält, dass er in den Freilauf kann,

- dass der Herdenschützer nur schützt, wenn wir es brauchen können?

Mit diesen Fragen und der Befürchtung man könnte seinem Hund vielleicht nicht gerecht werden, entsteht allerdings oft ein vermeintlicher Plan, der kein Plan ist.

Besuche unterschiedlichster Trainingsangebote, lange Jogging und Radtouren bis hin zu

Gehorsam Training und sozialisierende „Großstadtspaziergänge“ ist alles vertreten.

Oft sind die Menschen der Meinung, je spezialisierter mein Hund ist, desto mehr und vor allem desto früher braucht er die richtige Auslastung. Spätestens im Junghundealter sollte er richtig gefördert werden!

In jedem Fall ist es wichtig und notwendig, sich im Vorfeld anzuschauen, wofür wurde denn mein Hund gezüchtet. Was wurde über viele Generationen hin selektiert und was wollte man bei der oder jener Rasse an Verhalten verstärkt sehen und hervorheben.

Ein Jagdhund soll einen ausgeprägten Jagtinstinkt haben, ein Hütehund soll gut einsammeln und hüten und ein Herdenschützer soll auf die ihm Anvertrauten gut aufpassen.

Auch ein Mischling, dessen Spezialisierung man nicht kennt, hat auf jeden Fall die Verhaltenseigenschaften eines Beutegreifers, denn jeder Hund ist ein Beutegreifer, das bedeutet, Reize wahrnehmen und darauf hündisch reagieren ist genetisch veranlagt.

In jedem Hund!!!

Worauf kommt es denn nun wirklich an, damit auch mein Hütehund oder mein Jagdhund, oder mein Herdenschützer oder auch mein „Ichweißnichtwasdrinist-Mischling“ ein entspannter, glücklicher Begleiter wird?



Hiermit haben wir uns ein bisschen beschäftigt und wollen Euch in den nächsten kleineren Beiträge Denkanstöße mitgeben, damit das Miteinander von Verständnis und Entspannung geprägt sein kann und nicht von Übereifer und angespanntem Verhalten seines Hundes gegenüber, aus Angst man könnte Fehler in der Erziehung und in der Beschäftigung seines Hundes machen.

Seid ihr interessiert, dann folgt uns um nichts zu verpassen.

Adresse

Niederfeldweg 3
Bühl
77815

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